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Valenz
→ im Mittelpunkt steht das Verb → wichtigstes Element im Satz
→ drückt zugrundeliegende Geschehen aus und bestimmt damit die weiteren Teilnehmer des Satzes
Intransitive Verben
→ verlangen kein Objekt
→ nullwertige (regnen, schneien) oder einwertige (schlafen, lachen) Verben
→ Wetter, Gefühle
Intransitive Verben
→ verlangen mindestens ein Objekt
→ zweiwertige (lieben, hören) oder dreiwertige (schenken) Verben
“Peter beobachtet den Dieb mit dem Fernrohr”
→ strukturelle Ambiguität (Mehrdeutigkeit)
→ einem Satz lassen sich bei gleicher Abfolge der Konstituenten mehrere Bedeutungen zuordnen → kann zweierlei interpretiert werden
1 Peter hat das Fernrohr und beobachtet den Dieb damit
2 Der Dieb hat das Fernrohr und Peter beobachtet ihn
Phrase, Kopf
→ syntaktische Einheiten zwischen Wort⁃ und Satzebene
→ können aus einzelnen Wörtern bestehen, meist setzen sie sich jedoch aus mehreren Wörtern zusammen
Kopf
→ jede Phrase hat einen Kopf, der die Kategorie und die grammatischen Eigenschaften der gesamten Phrase bestimmt
Phrasentypen
NP → Der Frosch springt in den See.
PP → Der Frosch springt in den See.
VP → Der Frosch springt in den See.
AP → Der Frosch springt sehr weit.
S → NP VP
→ Ein Satz besteht aus einer Nominalphrase und einer Verbalphrase
→ Satz besteht mindestens aus Nomen und Verb (Mama schläft)
Anwendung morphosyntaktischer Regeln auf nicht zulässige Bereiche
→ Übergeneralisierung
produktive Regel wird auf nicht zulässige Formen ausgedehnt
(gegeht statt gegangen)
Kongruenz
→ Übereinstimmung von Satzelementen hinsichtlich morphologischer Merkmale
Subjekt⁃Verb⁃Kongruenz: du spielst
Kongruenz innerhalb einer NP: “Der Ball des Kindes”
Positionen finite Verb
V1 Verst: Hast du Hunger? (Fragesatz)
V2 Vzweit: Ich habe Hunger. (HS)
V3 Vend: Weil ich Hunger habe: (NS)
Stellungsfeldermodell
Vorfeld ⁃ Linke SK ⁃ Mittelfeld - Rechte SK ⁃ Nachfeld
→ linke SK muss gefüllt sein
→ rechte SK, falls es zweiten Verbanteil gibt (Hast du mir ein Buch mitgebracht?)
Hauptsatz: finites Verb in der linken Satzklammer
Nebensatz: Konjunktion linke SK Verb in rechter SK
Vollverb, Hilfsverb, Modalverb
Vollverben (lesen, schlafen, essen)
→ eigene Bedeutung
→ können allein Prädikat eines Satzes bilden
Hilfsverb (haben, sein, werden)
→ helfen, Zeitformen zu bilden
Modalverben (dürfen, können, wollen)
→ drücken aus, wie eine Handlung zu verstehen ist
→ stehen meist zusammen mit Vollverb im Infinitiv
Satz
→ sprachliche Einheit, werden in geschriebener Sprache durch Punkte voneinander abgegrenzt
besteht aus Subjekt und Prädikat
sprachlich abgeschlossene Einheit
dient zum Ausdruck eines Gedanken
kleinte Atem⁃bzw. Intonationseinheit
Satzklassifizierung (funktionale Sicht)
Aussagesatz (Susi bäckt einen Kuchen)
Fragesatz (Wann bäckt Susi einen Kuchen?)
Aufforderungssatz (Backe bitte einen Kuchen)
Wunschsatz (Wenn Susi doch einen Kuchen gebacken hätte)
Ausrufesatz (Susi bäckt ja doch einen Kuchen)
Fragesätze
Ergänzungsfrage (Was möchtest du trinken?)
Entscheidungsfrage (Möchtest du Saft trinken?)
Alternativfrage (Möchtest du Saft oder Cola trinken?)
Satzklassifizierung (formale Sicht)
einfache Sätze → nur ein finites Verb
zusammengesetzte Sätze → mehrere Teilsätze, jeder Teilsatz ein finites Verb