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Woher stammt das Begriff Graphik
aus dem Griechischen „schreibende/beschreibende Kunst“
Auf was basiert sich Zeichnung
Linie, Strich, Kontur und linearer Darstellung
Unterschied zu malerei
steht weniger die Farbe als vielmehr die Linie im Vordergrund
Eigenschaften eine Zeichnung
spontan, direkt, reduziert, konzentriert und unmittelbar
was ist eine Zeichnung
Unmittelbarster Ausdruck des Künstlergeistes und spontanste Kunstform
Zeichnung als reduktion
Michelangelo: „Schönheit ist die Ausscheidung alles Überflüssigen“ und Max Liebermann: „Zeichnen heißt weglassen
Früheste Zeichnungen und Malerei
· Höhlenmalerei von Lascaux (ca. 17.000–15.000 v. Chr.)
Geschichte der Handzeichnung
Bereits in der Antike Kohle, Griffel und Pinselzeichnungen
hegels beschreibung von Handzeichnung
unmittelbaren Übergang des Geistes in die Hand (Idee → Hand → Blatt)
5 kriterein eine gute zeichnung
Entschiedenheit des Künstlers, Jeder Strich hat Funktion, Sichere Beherrschung von Proportion, Fläche und Raum und Einheit trotz Vielheit (Wölfflin)
Was kann die linie machen
· kann Gefühle darstellen, Ausdruck transportieren und Dinge sichtbar machen
· Untergründe für Zeichnungen
Felswand, Holzplatten, Steinplatten, Pergament, Papier und Karton
Papier
wird im Mittelalter und besonders in der Renaissance zentral
wichtigkeit der wasserzeichen
Datierung, Herkunft und Echtheit
Büttenpapier
· handgeschöpft, hochwertig
Holzpapier
maschinell hergestellt, Massenproduktion
Theophilus Presbyter, Schedula diversarum artium, 1125
frühe technische Kunsttheorie (Farben, Tinten, Maltechniken und Buchmalerei)
Cennino Cennini, Libro dell’arte, 1400
Zeichnung wird zentral für die Renaissance, Lernen durch Nachahmung
Alberti
· neue Funktion der Zeichnung mit Perspektivkonstruktion und mathematische Raumdarstellung
Albrecht Dürer
Zeichnung wird rational und messbar (Verbindung von Mathematik, Kunst und Perspektive)
Federico Zuccari, Gründer der Accademia di San Luca in Rom
theoretische Aufwertung der Zeichnung, Disegno wird philosophisch verstanden
Heinecken
Skizzen wirken oft lebendiger als fertige Werke (Die Fantasie des Betrachters ergänzt das Unfertige
Da Vinci
· Zeichnung als Erkenntnis, Analyse, Naturbeobachtung und Forschung (Die Linie existiert nicht in der Natur => Künstler abstrahiert die Natur)
Ausbildungstufen bei Leonardo da Vinici
1. Aktstudium (Studium des nackten menschlichen Körpers)
2. Bewegungsstudien (Figuren sollen lebendig wirken)
3. Draperiestudien (Stoffen und Faltenwürfen)
4. Landschaft
5. Komposition (Harmonie)
6. Außerdem => Anatomie, Geometrie und Architektur
was passiert in 16./17. Jahrhundert
Zeichnungen werden gesammelt, gehandelt und kopiert => Es entsteht Kunstmarkt, Sammlungen und Fälschungen
Übertragungsverfahren
· Pantograph => Vergrößern, Verkleinern und Übertragen
· Quadratnetz => Hilfe beim Kopieren
Catalogue raisonné
· Werkverzeichnis eines Künstlers
· Wichtig für Datierung, Zuschreibung und Forschung
trockenen Zeichenmittel (6)
Graphit, Kohle, Kreide, Rötel, Wachs und Pastell
flüssige zeichenmittel (7)
Tusche, Tinte, Sepia, Aquarell, Ölfarben, Acrylfarben und Deckweiß
Aufträger
Pinsel und feder
dünn zeichnend
· Graphit, Bleigriffel und Silberstift (präzise und kontrolliert)
breit zeichnend
Kohle, Kreide, Pastell und Rötel (weich und malerisch)
Bleigriffel
· Sehr altes Zeichenmittel (dunkelt nach, feine Linie und verwischbar => später ersetzt durch Graphit)
Graphit
Kohlenstoff, feine Linien und kontrollierbar
Bleistift
· Modern ab Ende des 18. Jahrhunderts (weich, präzise und klare Linien)