Biopsychologische Methoden I & Lügendetektion

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
Locked
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/20

flashcard set

Earn XP

Description and Tags

Diese Flashcards decken die Grundlagen der biopsychologischen Messmethoden (EDA, EKG, Atmung) sowie die Verfahren und rechtlichen Rahmenbedingungen der Lügendetektion (KFT, TWT) ab.

Last updated 10:09 AM on 6/2/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai
Chat

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

21 Terms

1
New cards

Emil Du Bois-Reymond

Pionier der Elektrophysiologie, der sich mit der "thierischen Elektricität" befasste und den Eigenstrom der Haut entdeckte.

2
New cards

Fere-Effekt

Phänomen, bei dem Reizungen verschiedener Sinnesmodalitäten (wie Kitzeln, Lichtreize oder Schall) zu elektrodermalen Reaktionen führen.

3
New cards

Tarchanoff-Effekt

Beobachtung, dass allein die Vorstellung von Reizen, Gefühlen oder geistige Anstrengung zu einer erhöhten elektrodermalen Aktivität führt.

4
New cards

EDA (Elektrodermale Aktivität)

Synonym für Hautleitfähigkeit, gesteuert durch den Sympathikus, wobei die Schweißdrüsenaktivität als Hautpotenzial gemessen wird.

5
New cards

Exokrine Drüsen

Drüsen, wie die Schweißdrüsen der Haut, deren Sekret nach außen abgegeben wird.

6
New cards

Thenare & Hypothenare Erhebung

Elektrodenpositionen an der Hand für die EDA-Messung (Daumenballen und Kleinfingerballen) mit einem Elektrodendurchmesser von ca. 1cm1\,cm.

7
New cards

SCR (Skin Conductance Response)

Die Hautleitfähigkeitsreaktion; ein Parameter, der die Reaktion auf einen Reiz beschreibt, wobei die Latenz mindestens 1sec1\,sec beträgt.

8
New cards

SCL (Skin Conductance Level)

Die Grundlinie oder das Ausgangsniveau der elektrodermalen Aktivität.

9
New cards

Salienz

Eine Eigenschaft eines Reizes, die ihn aus seinem Kontext hervorhebt und dadurch Aufmerksamkeit auf sich zieht.

10
New cards

Diastole

Die erste und vierte Phase des Herzschlags, die als Entspannungs- und Füllungsphase definiert ist.

11
New cards

Systole

Die zweite und dritte Phase des Herzschlags, die die Kontraktions- und Austreibungsphase umfasst.

12
New cards

Chronotrope Wirkung

Einfluss auf die Herzfrequenz (Schlagfolge).

13
New cards

Inotrope Wirkung

Einfluss auf die systolische Kraftentwicklung des Herzens.

14
New cards

Dromotrope Wirkung

Einfluss auf die Geschwindigkeit der atrioventrikulären Überleitung der elektrischen Impulse am Herzen.

15
New cards

HRV (Herzratenvariabilität)

Analyse der Schlag-zu-Schlag-Veränderungen der Herzrate, oft basierend auf dem Abstand zwischen den R-Zacken im EKG.

16
New cards

Medulla oblongata

Stelle im unteren Hirnstamm, die das Inspirations- und Expirationszentrum der Atmung sowie Reflexe wie Husten oder Niesen steuert.

17
New cards

BGH-Urteil vom 16.02.1954

Gerichtliche Entscheidung, die die Verwendung von Polygraphen im Strafverfahren unter Berufung auf die Menschenwürde ablehnte.

18
New cards

BGH-Urteil vom 17.12.1998

Grundsatzurteil, das polygraphische Untersuchungen zulässt, sofern der Beschuldigte freiwillig daran teilnimmt.

19
New cards

KFT (Kontrollfragentest)

Von John Reid 19471947 entwickeltes Verfahren der Lügendetektion, das Reaktionen auf tatbezogene Fragen mit Reaktionen auf emotionale Kontrollfragen vergleicht.

20
New cards

TWT (Tatwissentest)

Von David Lykken 19591959 entwickeltes Verfahren, das physiologische Reaktionen auf Tatwissen prüft, das nur dem Täter bekannt sein kann.

21
New cards

Subtile motorische Aktivität

Eine Täuschungsmöglichkeit bei Polygraphentests durch nicht sichtbare Muskelkontraktionen oder bewusstes Zufügen von Schmerzreizen.