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Diese Flashcards decken die Grundlagen der biopsychologischen Messmethoden (EDA, EKG, Atmung) sowie die Verfahren und rechtlichen Rahmenbedingungen der Lügendetektion (KFT, TWT) ab.
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Emil Du Bois-Reymond
Pionier der Elektrophysiologie, der sich mit der "thierischen Elektricität" befasste und den Eigenstrom der Haut entdeckte.
Fere-Effekt
Phänomen, bei dem Reizungen verschiedener Sinnesmodalitäten (wie Kitzeln, Lichtreize oder Schall) zu elektrodermalen Reaktionen führen.
Tarchanoff-Effekt
Beobachtung, dass allein die Vorstellung von Reizen, Gefühlen oder geistige Anstrengung zu einer erhöhten elektrodermalen Aktivität führt.
EDA (Elektrodermale Aktivität)
Synonym für Hautleitfähigkeit, gesteuert durch den Sympathikus, wobei die Schweißdrüsenaktivität als Hautpotenzial gemessen wird.
Exokrine Drüsen
Drüsen, wie die Schweißdrüsen der Haut, deren Sekret nach außen abgegeben wird.
Thenare & Hypothenare Erhebung
Elektrodenpositionen an der Hand für die EDA-Messung (Daumenballen und Kleinfingerballen) mit einem Elektrodendurchmesser von ca. 1cm.
SCR (Skin Conductance Response)
Die Hautleitfähigkeitsreaktion; ein Parameter, der die Reaktion auf einen Reiz beschreibt, wobei die Latenz mindestens 1sec beträgt.
SCL (Skin Conductance Level)
Die Grundlinie oder das Ausgangsniveau der elektrodermalen Aktivität.
Salienz
Eine Eigenschaft eines Reizes, die ihn aus seinem Kontext hervorhebt und dadurch Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Diastole
Die erste und vierte Phase des Herzschlags, die als Entspannungs- und Füllungsphase definiert ist.
Systole
Die zweite und dritte Phase des Herzschlags, die die Kontraktions- und Austreibungsphase umfasst.
Chronotrope Wirkung
Einfluss auf die Herzfrequenz (Schlagfolge).
Inotrope Wirkung
Einfluss auf die systolische Kraftentwicklung des Herzens.
Dromotrope Wirkung
Einfluss auf die Geschwindigkeit der atrioventrikulären Überleitung der elektrischen Impulse am Herzen.
HRV (Herzratenvariabilität)
Analyse der Schlag-zu-Schlag-Veränderungen der Herzrate, oft basierend auf dem Abstand zwischen den R-Zacken im EKG.
Medulla oblongata
Stelle im unteren Hirnstamm, die das Inspirations- und Expirationszentrum der Atmung sowie Reflexe wie Husten oder Niesen steuert.
BGH-Urteil vom 16.02.1954
Gerichtliche Entscheidung, die die Verwendung von Polygraphen im Strafverfahren unter Berufung auf die Menschenwürde ablehnte.
BGH-Urteil vom 17.12.1998
Grundsatzurteil, das polygraphische Untersuchungen zulässt, sofern der Beschuldigte freiwillig daran teilnimmt.
KFT (Kontrollfragentest)
Von John Reid 1947 entwickeltes Verfahren der Lügendetektion, das Reaktionen auf tatbezogene Fragen mit Reaktionen auf emotionale Kontrollfragen vergleicht.
TWT (Tatwissentest)
Von David Lykken 1959 entwickeltes Verfahren, das physiologische Reaktionen auf Tatwissen prüft, das nur dem Täter bekannt sein kann.
Subtile motorische Aktivität
Eine Täuschungsmöglichkeit bei Polygraphentests durch nicht sichtbare Muskelkontraktionen oder bewusstes Zufügen von Schmerzreizen.