19. Moderierte Regression

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gebe die Definition von Moderierter Regressionsanalyse

Eine Regressionsanalyse, in der der Einfluss einer UV von der Ausprägung einer anderen UV abhängt

2
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Erkläre Dichotomisierung von kontinuierlichen UVs

Früher üblich (und leider immer noch häufig zu sehen)

➝künstliche Einteilung der kontinuierlichen UVs in zwei Kategorien (niedrig/hoch)z.B. mittels Mediansplit

➝Test auf Interaktionseffekt (Moderatoreffekt) mit einer Varianzanalyse

Dichotomisierung ist äquivalent dazu, allen Personen unterhalb und allen Personen oberhalb des Medians eineneinzigenx-Wert zuzuweisen (z.B. über Dummy-Kodierung 0, 1)

3
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Probleme der Dichotomisierung

  • Zusammenhang zwischen Variablen verringert sich

  • Teststärke (Power), einen in der Population existierenden Interaktionseffekt aufdecken zu können,verringert sich

  • Es können „scheinbare“ Haupteffekte der UVs auftreten (signifikante Effekte in der Stichprobe; in der Population jedoch nicht vorhanden)

  • Es kann ein „scheinbarer“ Interaktionseffekt auftreten (signifikante Interaktion in der Stichprobe; in der Population jedoch nicht vorhanden), wenn eine UV eine quadratische Beziehung zur AV aufweist

Kontinuierliche UVs sollten nicht dichotomisiert werden!Stattdessen sollte die Interaktion zwischen kontinuierlichen UVs mittels moderierterRegression analysiert werden

4
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was passiert bei der Regression MIT Interaktion?

Achsenabschnitt und Steigungskoeffizient von X1 variieren in Abhängigkeit von X2 (X2 als "Moderatorvariable")

5
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Was passiert bei der Regression OHNE Interaktion?

Nur Achsenabschnitt variiert inAbhängigkeit vonX

6
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Spezifizierung einer moderierten Regression in R

> mod1 <- lm(AV ~ UV1 * UV2, daten)> mod1 <- lm(AV ~ UV1 * UV2, daten)

7
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Darstellung der Form der Interaktion...anhand der bedingten einfachen Regressionsgleichungen (simple regression equations): Nenen die ausgewählten Werte der Moderatorvariablen die klassischerweise verwendet werden

Klassischerweise verwendet man 3 ausgewählte Werte der Moderatorvariablen:‣Wert, der eine Standardabweichung unter dem Mittelwert liegt‣Mittelwert‣Wert, der eine Standardabweichung über dem Mittelwert lieg

8
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Erkläre die Zentrierung der Prädiktorvariablen

Empfehlung: Bei der moderierten Regression wird empfohlen, die Prädiktorvariablen zentriert in das Modell aufzunehmen!

Zentrierung:

➝von jedem beobachteten Wert einer Variablen wird der Mittelwert dieser Variablen subtrahiert

➝Konsequenz: Zentrierte Variablen haben einen Mittelwert von Null

Vorteil der Zentrierung:

➝Interpretation der Haupteffekte der Prädiktorvariablen wird erleichter

9
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Erkläre das Vorgehen bei Zentrierung

Dorota Reis | PM 2 |Foliensatz 19 |Zentrierung: VorgehenVorgehen:

10
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Zentrierung der X Variablen in R und die Regressionsmodell mit zentrierten Variablen in R:

Regression$ext.cen <- scale(Regression$ext, scale=FALSE)

Regression$ea.pos.cen <- scale(Regression$ea.pos, scale=FALSE

mod2.cen <- lm(wb ~ ea.pos.cen * ext.cen , Regression)

summary(mod2.cen)

11
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Erkläre die Effekte der Zentrierung

Zentrierung hat keine Auswirkung auf

  • ➝Regressionskoeffizient b3 für den Interaktionsterm und seinen Standardfehler

  • ➝Gesamtmodellgüte im Sinne von R/R2

  • ➝Form der Interaktion

➝Regressionskoeffizient und Standardfehler für Interaktionsterm bleiben gleich

➝Determinationskoeffizient bleibt gleich

Zentrierung hat Auswirkung auf

  • ➝Achsenabschnitt b0

  • ➝Regressionskoeffizienten b1 und b2 („Haupteffekte“ der Prädiktoren) und ihre Standardfehler

➝Achsenabschnitt und Koeffizienten für Haupteffekte der Variablen nicht gleich!

12
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erkläre die Interpretation der Haupteffekte

Allgemein gilt bei Regressionsgleichungen mit Interaktionsterm (X1·X2):

  • Haupteffekt von X1 repräsentiert die bedingte Regression von Y auf X1 für X2 =0

  • Haupteffekt von X2 repräsentiert die bedingte Regression von Y auf X2 für X1= 0

  • ➝Regressionskoeffizienten der Haupteffekte können nur für zentrierte Prädiktoren sinnvoll interpretiert werden– oder für Prädiktoren, die so skaliert sind, dass die Null eine sinnvolle Bedeutung hat

13
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Erkläre die Varianzaufklärung durch Interaktionsterm

Bestimmung des Inkrements in R2 wenn Produktterm hinzukommt, geschieht über Modellvergleiche.

Berechnen zweier Regressionsmodelle

  • Modell A: enthält Produktterm nicht-Modell B: enthält Produktterm

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Inferenzstatistische Absicherung der Interaktion

Zwei äquivalente inferenzstatistische Tests der Interaktion:

  • t-Test für Partialregressionskoeffizienten der Interaktion

  • F-Test des Inkrements inR2(ΔR2) durch Interaktion

15
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Stichprobenumfangsplanung für die moderierte Regression

Poweranalyse für ein Inkrement in R2 bei Hinzunahme eines Prädiktors:

  • ➝Moderierte Regression: hinzugenommener Prädiktor ist der Interaktionsterm

Achtung: Interaktionseffekte in nicht-experimentellen Studien sind typischerweise sehr klein(ΔR2≈.01 bis .05)!

➝große Stichproben notwendig