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Beta Eliminierung (Nebenreaktion, Ergebnisse, gehört wozu?, Formeln)
Wichtigste Nebenreaktion der nukleophilen Substitution von Halogenalkanen
Eliminierung führt zur Ausbildung der Doppelbindung → Alken
Alkene und Alkine zählen zu ungesättigten Kohlenwasserstoffen (C-Atome binden nicht maximale Anzahl von Wasserstoffatomen)
Alkane (CnH2n+2) -2H -> Alkene (CnH2n) -2H -> Alkine (CnH2n-2)

E/Z - wodurch, E, Z, +Stabilität, Priorität, Alkine, Umwandlung
Durch C-C Doppelbindung keine freie Drehung -> unterschiedliche räumliche Anordnungen möglich
Z (zusammen) -> die jeweils höher priorisierten Gruppen liegen auf derselben Seite der Doppelbindung → kommen sich näher → sterische Hinderung → weniger stabil
E (entgegen) -> die höher priorisierten Gruppen liegen auf gegenüberliegenden Seiten → liegen entfernter → nicht sterisch gehindert → stabiler
Priorität bestimmt nach CIP (höhere OZ -> höhere Priorität)
Nicht bei Alkinen da Dreifachbindung linear -> alle Substituenten auf einer Linie
Um Z zu E umzuwandeln müsste Doppelbindung rotieren (schwer durch pi-Bindung) -> viel Energie benötigt (270 kj/mol) -> wandeln sich bei Raumtemperatur nicht spontan ineinander um (Z-Isomere sind metastabil) -> können nur durch hohe Temperaturen (400-500°C) oder photochemische Isomerisierung umgewandelt werden

Alkene - (Gruppe, alter Name, Formel, Bindung-Eigenschaften, Stabilität, Aggregatzustand, Eigenschaften, Sauerstoff)
Ungesättigte Kohlenwasserstoffe
Früher Olefine
CnH2n
Sehr elektronenreiche Teilchen, relativ schwache pi-Bindung wird leicht durch Elektrophile angegriffen
Konfigurationsstabil
C2-4 Gase, C5-15 Flüssigkeiten, <C15 Feststoff
Unpolare (hydrophobe oder lipophile) Verbindungen nicht mischbar mit Wasser
Bilden mit Sauerstoff hochexplosives Gemisch
Synthese Alkene/Alkine - Eliminierung (Ergebnis, Vorgehen, warum beta, Verbindung zu SN, Voraussetzungen, wie entstehen Alkine,
Halogenalkane -> Alkene
Abgangsgruppe wird protoniert und entfernt -> Mehrfachbindung entsteht
Abgangsgruppe mit Proton am benachbarten beta-Kohlenstoff nötig
Nukleophil ist fast immer auch eine Base -> Nukleophile Substitution (Abgangsgruppe ersetzt) und Eliminierung (Base entfernt Proton) konkurrieren
Starke Basen, hohe Temperaturen und sterisch gehinderte Substrate -> Eliminierung bevorzugt
Für Dreifachbindung (Alkine) muss zweimal HX abgespalten werden
Beta-Eliminierung: das H Atom (Proton) stammt relativ zur Abgangsgruppe in Position 1 aus Position 2

E1 (Geschwindigkeit, Ablauf, räumliche Info → Stabilität, Produktarten)
Nur Substrat bestimmt Reaktionsgeschwindigkeit
Räumliche Information geht verloren da kein Zusammenhang zwischen den beiden Schritten -> Gemische von E und Z entstehen -> stabileres überwiegt (meist E)
Höher substituiertes Produkt (Saytzew-Produkt) entsteht eher als Hofmann-Produkt
Reaktion kann auch im Neutralen oder bei schwacher Säurekatalyse stattfinden
Ablauf - zwei Schritte
Abgangsgruppe geht ab
Nimmt Bindung (Elektronenpaar mit)
Elektronenmangel entsteht -> Carbeniumion
Base (Nucleophil) nimmt Proton auf
Klappt rein -> Doppelbindung

E2 (Geschwindigkeit, Ablauf, Zwischenschritte, stereoinfo)
Beide Reaktionspartner am geschwindigkeitsbestimmenden Schritt beteiligt
Nur ein Übergangszustand, keine Zwischenstufe
Auch 1,2-anti-Eliminierung (trans-Eliminierung) genannt -> bezeichnet NICHT Konfiguration des Produkts
Abgangsgruppe und H was deprotoniert wird müssen anti-periplanar zueinander sein (180°) -> Stereochemie des Edukts spiegelt sich in Stereochemie des Produkts wieder (stereospezifisch)
Ablauf - nur ein Schritt
Base greift beta H an -> C-H Bindung bricht
Doppelbindung entsteht
Abgangsgruppe raus

Konkurrenzreaktionen abschätzen (Basizität, Substitution, sterischer Anspruch, E1/2)
Je stärker die Basizität eines Nucleophils, umso eher Eliminierung
Je höher das C-Atom substituiert ist, das die Abgangsgruppe trägt, umso eher Eliminierung
Je größer und sterisch anspruchsvoller ein basisches Nucleophil ist, desto eher Eliminierung
In Gegenwart von starken Basen -> E2
In Anwesenheit von starken Basen oder guten Nucleophilen -> E1

Regioselektivität - Eliminierung (wodurch können mehrere Alkene gebildet werden, Hauptprodukt, Ausnahme)
welches Alken entsteht
Mehrere beta-H die entfernt werden können -> mehrere mögliche Alkene die gebildet werden können
Bei E1 Eliminierung ist das höher substituierte Alken, das Saytzev Produkt, das Hauptprodukt
Bei Verwendung sterisch sehr anspruchsvoller Basen kann der Angriff an der höher substituierten Position soweit sterisch gehindert sein, dass das thermodynamisch weniger stabile Hofmann Produkt zum Hauptprodukt wird
Stereoselektivität - Eliminierung (welches stabiler, E1, E2)
welche räumliche Form des Alkens entsteht
E vor Z da stabiler
E2 -> anti-periplanare Anordnung wichtig (H und Abgangsgruppe müssen gegenüberliegen)
E1 -> oft Gemisch aus E und Z wegen Zwischenprodukt -> meist überwiegt E da stabiler
Additionsreaktion (Zusammenhang E, Ablauf, warum, Partner)
Gegenreaktion zur Eliminierung
Pi-Bindung der C-C-Doppelbindung aufgebrochen und durch 2 neure Sigma-Bindungen ersetzt
Passiert weil Pi-Bindung deutlich schwächer ist als Sigma-Bindung -> Energiegewinn
Alkene/Alkine (Nucleophil) reagieren mit Elektrophil
Katalytische Hydrierung (Edukt → Produkt, was, warum, wie)
Alkene -> Alkane
Wasserstoff reagiert kaum mit Alkenen da hohe Aktivierungsenergie
Katalysator nötig (Edelmetalle: Pd, Pt, auch aktivierende Metalle: fein verteiltes Ni)
Reaktionsbeschleunigung durch Absenkung der Aktivierungsbarriere
Katalysator wirkt nicht thermodynamisch sondern kinetisch und wird in Reaktionen nicht verbraucht (Regeneration)

Elektrophile Addition - Halogenwasserstoffsäuren (Reaktionspartner, Ablauf, Markovnikoff Regel, 2. Schritt, Endprodukt)
Iodwasserstoff HI, Bromwasserstoffsäure HBr, Salzsäure HCL
Elektrophiler Angriff eines Protons an Doppelbindung des Alkens -> Carbeniumion entsteht (tertiäres ist am stabilsten -> Markovnikoff-Regel)
Halogenid greift Carbeniumion nucleophil an -> zweite Sigma-Bindung entsteht -> Halogenalkan

Elektrophile Addition - Hydratisierung (Problem, Lösung, Ablauf, Endprodukt)
Addition von Wasser an C-C Doppelbindung läuft nicht spontan da Alkene nicht mit Wasser mischbar und Wasser ist kein Elektrophil sondern Nucleophil
Findet Säure-katalysiert statt -> analog zur Addition von Halogenwasserstoffsäuren (Protonierung der Doppelbindung, Carbeniumion, Angriff Wasser, Deprotonierung)
Cis-Addition
Alkohole entstehen

Elektrophile Addition - Halogenierung (Reaktionspartner,
Passiert mit Cl2 und Br2 aber nt mit F2 (zur reaktiv) oder I2 (zu unreaktiv) -> Dihalogenalkane
Trans-Addition
1.Halogen greift senkrecht zur pi-Bindung des Alkens an
2.Halogen-Halogen Bindung wird polarisiert (Vorkomplexierung in pi-Komplex)
3.Bruch der Halogen-Halogen Bindung -> cyclisches 3-Ring Halogeniumion gebildet
4.verbleibendes Halogenid macht Rückseitenangriff auf ein C-Atom des Halogeniumions in Sn2-artiger Reaktion -> trans-Additionsprodukt gebildet
Ergebnis: 1,2-Dihalogenalkan

Elektrophile Addition - Epoxidierung
Epoxide sind dreigliedrige Sauerstoffringe
Entstehen durch Chlor- und Bromhydrine -> basenkatalysierte intramolekulare Sn2 Reaktion unter Substitution des Halogens -> Ring schließt sich
Alternative: direkte Oxidation der Alkene mit Persäuren

Stereoselektive Synthese von Diolen
Diole haben zwei Hydroxygruppen, wenn diese an benachbarten Kohlenstoffen sitzen -> 1,2-Diol
Cis-1,2-Diol -> syn-Addition ODER Trans-1,2-Diol -> anti-Addition
1.Aus Alken wird Epoxid gebildet durch Reagenz mCPBA
2.Epoxid wird hydrolysiert (Ringöffnung durch Sn2-artigen Rückseitenangriff)