Lineare Algebra Flashcards

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Flashcards zur Wiederholung wichtiger Begriffe, Sätze und Eigenschaften aus den Vorlesungen zur Linearen Algebra 1 und 2 von Dr. Eugenia Saorín Gómez.

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29 Terms

1
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Wie wird eine Aussage mit Quantoren negiert?

Eine Aussage, die mit einem Allquantor (\forall) beginnt, wird negiert, indem der Allquantor durch einen Existenzquantor (\exists) ersetzt und die nachfolgende Aussage negiert wird (und umgekehrt).

2
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Wie ist die Potenzmenge P(A)\mathcal{P}(A) einer Menge AA definiert?

Die Potenzmenge P(A)\mathcal{P}(A) ist die Menge aller Teilmengen von AA, also P(A){XXA}\mathcal{P}(A) \gets \{X \mid X \subseteq A\}. Es gilt stets P(A)\emptyset \in \mathcal{P}(A) und AP(A)A \in \mathcal{P}(A).

3
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Welche drei Eigenschaften definieren eine Äquivalenzrelation M×M\sim\,\subseteq M \times M?

Reflexivität (mM:mm\forall m \in M: m \sim m), Symmetrie (x,yM:xyyx\forall x, y \in M: x \sim y \Longleftrightarrow y \sim x) und Transitivität (x,y,zM:xyyzxz\forall x, y, z \in M: x \sim y \land y \sim z \Longrightarrow x \sim z).

4
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Welche drei Eigenschaften definieren eine Gruppe (G,)(G, *)?

Assoziativität (a,b,cG:(ab)c=a(bc)\forall a, b, c \in G: (a * b) * c = a * (b * c)), neutrales Element (eGgG:eg=g\exists e \in G \forall g \in G: e * g = g) und inverses Element (gGgG:gg=e=gg\forall g \in G \exists g' \in G: g' * g = e = g * g').

5
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Wie lauten die drei Unterraumkriterien (U1–U3) für eine Teilmenge UVU \subseteq V eines K\mathbb{K}-Vektorraums?

U1: UU \neq \emptyset, U2: x,yU:x+yU\forall x, y \in U: x + y \in U (Abgeschlossenheit bzgl. Addition), U3: λK,xU:λxU\forall \lambda \in \mathbb{K}, x \in U: \lambda \cdot x \in U (Abgeschlossenheit bzgl. Skalarmultiplikation).

6
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Wie lautet die Dimensionsformel für die Summe zweier Unterräume U,WVU, W \le V?

Für endlich-dimensionale Unterräume gilt dimK(U+W)+dimK(UW)=dimK(U)+dimK(W)\dim_{\mathbb{K}}(U + W) + \dim_{\mathbb{K}}(U \cap W) = \dim_{\mathbb{K}}(U) + \dim_{\mathbb{K}}(W).

7
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Wann ist eine lineare Abbildung T:VWT: V \rightarrow W injektiv bzw. surjektiv?

TT ist genau dann injektiv, wenn Kern(T)={0V}\text{Kern}(T) = \{0_V\}, und genau dann surjektiv, wenn dim(Bild(T))=dim(W)\dim(\text{Bild}(T)) = \dim(W).

8
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Wie lautet die Dimensionsformel (Rangsatz) für eine lineare Abbildung T:VWT: V \rightarrow W?

Für einen endlich-dimensionalen Vektorraum VV gilt dim(V)=dim(Kern(T))+dim(Bild(T))\dim(V) = \dim(\text{Kern}(T)) + \dim(\text{Bild}(T)).

9
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Wie ist der Dualraum VV^* eines K\mathbb{K}-Vektorraums VV definiert?

Der Dualraum ist der Vektorraum VHomK(V,K)={f:VKf ist linear}V^* \gets \text{Hom}_{\mathbb{K}}(V, \mathbb{K}) = \{f: V \rightarrow \mathbb{K} \mid f \text{ ist linear}\}. Seine Elemente heißen Linearformen auf VV.

10
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Wie ist die duale Basis B=(b1,,bn)B^* = (b_1^*, \dots, b_n^*) zu einer Basis B=(b1,,bn)B = (b_1, \dots, b_n) definiert?

Für i{1,,n}i \in \{1, \dots, n\} ist die Linearform bib_i^* definiert durch bi(bj)=δijb_i^*(b_j) = \delta_{ij}, wobei δij=1\delta_{ij} = 1 für i=ji = j und δij=0\delta_{ij} = 0 für iji \neq j.

11
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Wie hängt die Darstellungsmatrix einer dualen Abbildung T:WVT^*: W^* \rightarrow V^* mit der von T:VWT: V \rightarrow W zusammen?

Bezüglich der dualen Basen gilt B1[T]B2=(B2[T]B1)_{B_1^*}[T^*]_{B_2^*} = (_{B_2}[T]_{B_1})^\top, das heißt, die Darstellungsmatrix von TT^* ist die Transponierte der Darstellungsmatrix von TT.

12
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Was besagt der Homomorphiesatz für Vektorräume?

Eine lineare Abbildung T:VWT: V \rightarrow W induziert einen Isomorphismus Tˉ:V/Kern(T)Bild(T)\bar{T}: V / \text{Kern}(T) \rightarrow \text{Bild}(T), v+Kern(T)T(v)v + \text{Kern}(T) \mapsto T(v), woraus V/Kern(T)Bild(T)V / \text{Kern}(T) \cong \text{Bild}(T) folgt.

13
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Wann heißen zwei Polynome p,qK[t]p, q \in \mathbb{K}[t] teilerfremd?

Zwei Polynome p,qp, q heißen teilerfremd, wenn für jedes Polynom sK[t]s \in \mathbb{K}[t] mit sps \mid p und sqs \mid q folgt, dass ss ein konstantes Polynom ist.

14
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Wie ist das Signum sgn(σ)\text{sgn}(\sigma) einer Permutation σSn\sigma \in S_n über Fehlstände definiert?

Es gilt sgn(σ)=(1)m\text{sgn}(\sigma) = (-1)^m, wobei mm die Anzahl der Fehlstände von σ\sigma ist, also Paare (i,j)(i, j) mit 1i<jn1 \le i < j \le n und σ(i)>σ(j)\sigma(i) > \sigma(j).

15
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Was besagt der Determinantenmultiplikationssatz?

Für zwei Matrizen A,BM(n×n,R)A, B \in \mathcal{M}(n \times n, \mathbb{R}) gilt det(AB)=det(A)det(B)\det(A \cdot B) = \det(A) \cdot \det(B).

16
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Wann ist eine quadratische Matrix AM(n×n,R)A \in \mathcal{M}(n \times n, \mathbb{R}) invertierbar?

Eine quadratische Matrix AA ist genau dann invertierbar, wenn ihre Determinante ungleich null ist, also det(A)0\det(A) \neq 0.

17
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Was unterscheidet die algebraische von der geometrischen Vielfachheit eines Eigenwerts λ\lambda?

Die algebraische Vielfachheit a(T,λ)a(T, \lambda) ist die Vielfachheit von λ\lambda als Nullstelle im charakteristischen Polynom χT(t)\chi_T(t). Die geometrische Vielfachheit g(T,λ)g(T, \lambda) ist die Dimension des Eigenraums dim(Eig(T,λ))\dim(\text{Eig}(T, \lambda)).

18
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Welche Abschätzung gilt zwischen geometrischer und algebraischer Vielfachheit eines Eigenwerts λ\lambda?

Für jeden Eigenwert λ\lambda eines Endomorphismus TT auf einem nn-dimensionalen Vektorraum gilt 1g(T,λ)a(T,λ)n1 \le g(T, \lambda) \le a(T, \lambda) \le n.

19
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Was besagt der Satz von Cayley-Hamilton?

Jeder Endomorphismus T:VVT: V \rightarrow V beziehungsweise jede quadratische Matrix AA erfüllt ihr eigenes charakteristisches Polynom, das heißt χT(T)=0End(V)\chi_T(T) = 0_{\text{End}(V)} bzw. χA(A)=0M(n×n,K)\chi_A(A) = 0_{\mathcal{M}(n \times n, \mathbb{K})}.

20
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Wie ist das Minimalpolynom mTm_T eines Endomorphismus TT definiert?

Das Minimalpolynom mTK[t]m_T \in \mathbb{K}[t] ist das eindeutige monische Polynom kleinsten Grades mit mT(T)=0m_T(T) = 0. Es teilt jedes Polynom pK[t]p \in \mathbb{K}[t] mit p(T)=0p(T) = 0.

21
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Wann ist ein Endomorphismus TT anhand seines Minimalpolynoms mTm_T diagonalisierbar?

TT ist genau dann diagonalisierbar, wenn mTm_T in Linearfaktoren einfacher Vielfachheit zerfällt, das heißt mT=i=1k(tλi)m_T = \prod_{i=1}^k (t - \lambda_i) mit paarweise verschiedenen λi\lambda_i.

22
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Wann heißt ein Endomorphismus G:VVG: V \rightarrow V nilpotent?

GG heißt nilpotent, wenn ein kNk \in \mathbb{N} existiert, sodass Gk=0End(V)G^k = 0_{\text{End}(V)} gilt. Die kleinste solche Zahl kk mit Gk10G^{k-1} \neq 0 heißt Nilpotenzlänge.

23
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Wie lautet die Cauchy-Schwarz-Ungleichung in einem euklidischen oder unitären Vektorraum?

Für alle x,yVx, y \in V gilt x,y2x,xy,y|\langle x, y \rangle|^2 \le \langle x, x \rangle \cdot \langle y, y \rangle, beziehungsweise x,yxy|\langle x, y \rangle| \le |x| \cdot |y|. Gleichheit gilt genau dann, wenn xx und yy linear abhängig sind.

24
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Wie lautet die Parallelogrammgleichung in einem normierten Vektorraum mit induzierter Norm?

Für alle Vektoren x,yVx, y \in V gilt x+y2+xy2=2x2+2y2\|x + y\|^2 + \|x - y\|^2 = 2 \cdot \|x\|^2 + 2 \cdot \|y\|^2.

25
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Wie ist die orthogonale Projektion ProjU(v)\text{Proj}_U(v) auf einen Unterraum UU definiert?

Ist (b1,,bn)(b_1, \dots, b_n) eine Orthonormalbasis von UU, so ist die orthogonale Projektion gegeben durch ProjU(v)=i=1nv,bibiU\text{Proj}_U(v) = \sum_{i=1}^n \langle v, b_i \rangle b_i \in U.

26
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Was besagt der Kleine Satz von Riesz?

Zu jeder Linearform φV\varphi \in V^* auf einem endlich-dimensionalen Vektorraum VV mit Skalarprodukt gibt es ein eindeutiges v0Vv_0 \in V mit φ(v)=v,v0\varphi(v) = \langle v, v_0 \rangle für alle vVv \in V.

27
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Wann heißt eine lineare Abbildung T:VVT: V \rightarrow V normal?

TT heißt normal, wenn ihre adjungierte Abbildung TadT^{\text{ad}} existiert und mit TT kommutiert, also TTad=TadTT \circ T^{\text{ad}} = T^{\text{ad}} \circ T.

28
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Was besagt der Spektralsatz für komplexe normale Endomorphismen?

Ein Endomorphismus TT auf einem endlich-dimensionalen komplexen Vektorraum VV ist genau dann normal, wenn VV eine Orthonormalbasis aus Eigenvektoren von TT besitzt (unitäre Diagonalisierbarkeit).

29
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Was besagt der Spektralsatz für reelle Endomorphismen?

Ein Endomorphismus TT auf einem endlich-dimensionalen reellen Vektorraum VV ist genau dann selbstadjungiert, wenn VV eine Orthonormalbasis aus Eigenvektoren von TT besitzt (orthogonale Diagonalisierbarkeit).