1/28
Flashcards zur Wiederholung wichtiger Begriffe, Sätze und Eigenschaften aus den Vorlesungen zur Linearen Algebra 1 und 2 von Dr. Eugenia Saorín Gómez.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai | Chat |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Wie wird eine Aussage mit Quantoren negiert?
Eine Aussage, die mit einem Allquantor (∀) beginnt, wird negiert, indem der Allquantor durch einen Existenzquantor (∃) ersetzt und die nachfolgende Aussage negiert wird (und umgekehrt).
Wie ist die Potenzmenge P(A) einer Menge A definiert?
Die Potenzmenge P(A) ist die Menge aller Teilmengen von A, also P(A)←{X∣X⊆A}. Es gilt stets ∅∈P(A) und A∈P(A).
Welche drei Eigenschaften definieren eine Äquivalenzrelation ∼⊆M×M?
Reflexivität (∀m∈M:m∼m), Symmetrie (∀x,y∈M:x∼y⟺y∼x) und Transitivität (∀x,y,z∈M:x∼y∧y∼z⟹x∼z).
Welche drei Eigenschaften definieren eine Gruppe (G,∗)?
Assoziativität (∀a,b,c∈G:(a∗b)∗c=a∗(b∗c)), neutrales Element (∃e∈G∀g∈G:e∗g=g) und inverses Element (∀g∈G∃g′∈G:g′∗g=e=g∗g′).
Wie lauten die drei Unterraumkriterien (U1–U3) für eine Teilmenge U⊆V eines K-Vektorraums?
U1: U=∅, U2: ∀x,y∈U:x+y∈U (Abgeschlossenheit bzgl. Addition), U3: ∀λ∈K,x∈U:λ⋅x∈U (Abgeschlossenheit bzgl. Skalarmultiplikation).
Wie lautet die Dimensionsformel für die Summe zweier Unterräume U,W≤V?
Für endlich-dimensionale Unterräume gilt dimK(U+W)+dimK(U∩W)=dimK(U)+dimK(W).
Wann ist eine lineare Abbildung T:V→W injektiv bzw. surjektiv?
T ist genau dann injektiv, wenn Kern(T)={0V}, und genau dann surjektiv, wenn dim(Bild(T))=dim(W).
Wie lautet die Dimensionsformel (Rangsatz) für eine lineare Abbildung T:V→W?
Für einen endlich-dimensionalen Vektorraum V gilt dim(V)=dim(Kern(T))+dim(Bild(T)).
Wie ist der Dualraum V∗ eines K-Vektorraums V definiert?
Der Dualraum ist der Vektorraum V∗←HomK(V,K)={f:V→K∣f ist linear}. Seine Elemente heißen Linearformen auf V.
Wie ist die duale Basis B∗=(b1∗,…,bn∗) zu einer Basis B=(b1,…,bn) definiert?
Für i∈{1,…,n} ist die Linearform bi∗ definiert durch bi∗(bj)=δij, wobei δij=1 für i=j und δij=0 für i=j.
Wie hängt die Darstellungsmatrix einer dualen Abbildung T∗:W∗→V∗ mit der von T:V→W zusammen?
Bezüglich der dualen Basen gilt B1∗[T∗]B2∗=(B2[T]B1)⊤, das heißt, die Darstellungsmatrix von T∗ ist die Transponierte der Darstellungsmatrix von T.
Was besagt der Homomorphiesatz für Vektorräume?
Eine lineare Abbildung T:V→W induziert einen Isomorphismus Tˉ:V/Kern(T)→Bild(T), v+Kern(T)↦T(v), woraus V/Kern(T)≅Bild(T) folgt.
Wann heißen zwei Polynome p,q∈K[t] teilerfremd?
Zwei Polynome p,q heißen teilerfremd, wenn für jedes Polynom s∈K[t] mit s∣p und s∣q folgt, dass s ein konstantes Polynom ist.
Wie ist das Signum sgn(σ) einer Permutation σ∈Sn über Fehlstände definiert?
Es gilt sgn(σ)=(−1)m, wobei m die Anzahl der Fehlstände von σ ist, also Paare (i,j) mit 1≤i<j≤n und σ(i)>σ(j).
Was besagt der Determinantenmultiplikationssatz?
Für zwei Matrizen A,B∈M(n×n,R) gilt det(A⋅B)=det(A)⋅det(B).
Wann ist eine quadratische Matrix A∈M(n×n,R) invertierbar?
Eine quadratische Matrix A ist genau dann invertierbar, wenn ihre Determinante ungleich null ist, also det(A)=0.
Was unterscheidet die algebraische von der geometrischen Vielfachheit eines Eigenwerts λ?
Die algebraische Vielfachheit a(T,λ) ist die Vielfachheit von λ als Nullstelle im charakteristischen Polynom χT(t). Die geometrische Vielfachheit g(T,λ) ist die Dimension des Eigenraums dim(Eig(T,λ)).
Welche Abschätzung gilt zwischen geometrischer und algebraischer Vielfachheit eines Eigenwerts λ?
Für jeden Eigenwert λ eines Endomorphismus T auf einem n-dimensionalen Vektorraum gilt 1≤g(T,λ)≤a(T,λ)≤n.
Was besagt der Satz von Cayley-Hamilton?
Jeder Endomorphismus T:V→V beziehungsweise jede quadratische Matrix A erfüllt ihr eigenes charakteristisches Polynom, das heißt χT(T)=0End(V) bzw. χA(A)=0M(n×n,K).
Wie ist das Minimalpolynom mT eines Endomorphismus T definiert?
Das Minimalpolynom mT∈K[t] ist das eindeutige monische Polynom kleinsten Grades mit mT(T)=0. Es teilt jedes Polynom p∈K[t] mit p(T)=0.
Wann ist ein Endomorphismus T anhand seines Minimalpolynoms mT diagonalisierbar?
T ist genau dann diagonalisierbar, wenn mT in Linearfaktoren einfacher Vielfachheit zerfällt, das heißt mT=∏i=1k(t−λi) mit paarweise verschiedenen λi.
Wann heißt ein Endomorphismus G:V→V nilpotent?
G heißt nilpotent, wenn ein k∈N existiert, sodass Gk=0End(V) gilt. Die kleinste solche Zahl k mit Gk−1=0 heißt Nilpotenzlänge.
Wie lautet die Cauchy-Schwarz-Ungleichung in einem euklidischen oder unitären Vektorraum?
Für alle x,y∈V gilt ∣⟨x,y⟩∣2≤⟨x,x⟩⋅⟨y,y⟩, beziehungsweise ∣⟨x,y⟩∣≤∣x∣⋅∣y∣. Gleichheit gilt genau dann, wenn x und y linear abhängig sind.
Wie lautet die Parallelogrammgleichung in einem normierten Vektorraum mit induzierter Norm?
Für alle Vektoren x,y∈V gilt ∥x+y∥2+∥x−y∥2=2⋅∥x∥2+2⋅∥y∥2.
Wie ist die orthogonale Projektion ProjU(v) auf einen Unterraum U definiert?
Ist (b1,…,bn) eine Orthonormalbasis von U, so ist die orthogonale Projektion gegeben durch ProjU(v)=∑i=1n⟨v,bi⟩bi∈U.
Was besagt der Kleine Satz von Riesz?
Zu jeder Linearform φ∈V∗ auf einem endlich-dimensionalen Vektorraum V mit Skalarprodukt gibt es ein eindeutiges v0∈V mit φ(v)=⟨v,v0⟩ für alle v∈V.
Wann heißt eine lineare Abbildung T:V→V normal?
T heißt normal, wenn ihre adjungierte Abbildung Tad existiert und mit T kommutiert, also T∘Tad=Tad∘T.
Was besagt der Spektralsatz für komplexe normale Endomorphismen?
Ein Endomorphismus T auf einem endlich-dimensionalen komplexen Vektorraum V ist genau dann normal, wenn V eine Orthonormalbasis aus Eigenvektoren von T besitzt (unitäre Diagonalisierbarkeit).
Was besagt der Spektralsatz für reelle Endomorphismen?
Ein Endomorphismus T auf einem endlich-dimensionalen reellen Vektorraum V ist genau dann selbstadjungiert, wenn V eine Orthonormalbasis aus Eigenvektoren von T besitzt (orthogonale Diagonalisierbarkeit).