11 Energie und Wasser

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Strahlungsbilanz: langwellige, kurzwellige, Bilanz, direkt, diffus, Emissivität abhängig wovon, warme Oberfläche, niedriges Albedo, weniger Wasser, Nettostrahlungsbilanz der Erde, 4 Folgen von Energieüberschuss

  • Sonne sendet energiereiche kurzwellige Strahlung auf die Erde

  • Von der Sonne erwärmte kühlerer Erde gibt langwellige Strahlung ab

  • Strahlungsbilanz in Ökosystemen: bestimmt wie stark sich Oberfläche erwärmt & wie viel physikalische Arbeit verrichtet werden kann -> Transport von Wasser und Energie

  • Direkte Strahlung: mittags, klarer Tag -> 90% direkt

  • Diffuse Strahlung: bei Wolken, Luftverschmutzung, morgens und abends -> besser für Vegetation, dringt tiefer ein

  • Emissivität ɛ von Oberflächen (surf) und Atmosphäre (sky) sehr ähnlich -> Bilanz hängt primär von ΔT ab

  • Warme Oberflächen emittieren mehr langwellige Strahlung

    • Niedriges Albedo (Reflektion), höhere Absorption (Brandflächen)

    • Wenig Wasser -> wenig Verdunstungskühlung  (Wüsten, Parkplätze)

  • Netto-Strahlungsbilanz der Erde -> 102

  • Energieüberschuss? -> Oberfläche erwärmt sich (Wärmespeicherung S), bodennahe Luft wird wärmer (Konduktion) und steigt auf (Konvektion, sensible Wärme H), Wasser verdunstet (latente Wärme 𝜆E)

<ul><li><p>Sonne sendet energiereiche kurzwellige Strahlung auf die Erde</p></li><li><p>Von der Sonne erwärmte kühlerer Erde gibt langwellige Strahlung ab </p></li><li><p>Strahlungsbilanz in Ökosystemen: bestimmt wie stark sich Oberfläche erwärmt &amp; wie viel physikalische Arbeit verrichtet werden kann -&gt; Transport von Wasser und Energie</p></li><li><p>Direkte Strahlung: mittags, klarer Tag -&gt; 90% direkt</p></li><li><p>Diffuse Strahlung: bei Wolken, Luftverschmutzung, morgens und abends -&gt; besser für Vegetation, dringt tiefer ein</p></li><li><p>Emissivität ɛ von Oberflächen (surf) und Atmosphäre (sky) sehr ähnlich -&gt; Bilanz hängt primär von ΔT ab</p></li><li><p>Warme Oberflächen emittieren mehr langwellige Strahlung</p><ul><li><p>Niedriges Albedo (Reflektion), höhere Absorption (Brandflächen)</p></li><li><p>Wenig Wasser -&gt; wenig Verdunstungskühlung&nbsp; (Wüsten, Parkplätze)</p></li></ul></li><li><p>Netto-Strahlungsbilanz der Erde -&gt; 102</p></li><li><p>Energieüberschuss? -&gt; Oberfläche erwärmt sich (Wärmespeicherung S), bodennahe Luft wird wärmer (Konduktion) und steigt auf (Konvektion, sensible Wärme H), Wasser verdunstet (latente Wärme <span style="font-family: &quot;Cambria Math&quot;;">𝜆</span>E)</p></li></ul><p></p>
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Albedo - Definition, Skala, Schnee, Boden, Nadelwald, Wasser

kurzwellige Reflektanz

  • 0=totale Absorption, 1=totale Reflektion

  • Schnee: großer Unterschied zwischen frischem Schnee (hohes Albedo), altem Schnee (Staubeinlagerung) und Gletscher (kompaktiert zu dunklerem Eis → niedriges Albedo)

  • Boden: große Variabilität -> trockener heller Sand > trockener dunkler Boden > nasser dunkler Boden > Kohleschicht nach Brand

  • Nadelwälder: komplexere tiefere Krone, rundliche Nadeln in alle Richtungen -> laterale Reflektion, mehrfache Chance für Absorption

  • Wasser: hängt sehr stark von Sonnenstand und Kräuselung der Wasseroberfläche ab

<p>kurzwellige Reflektanz</p><ul><li><p>0=totale Absorption, 1=totale Reflektion</p></li><li><p>Schnee: großer Unterschied zwischen frischem Schnee (hohes Albedo), altem Schnee (Staubeinlagerung) und Gletscher (kompaktiert zu dunklerem Eis → niedriges Albedo)</p></li><li><p>Boden: große Variabilität -&gt; trockener heller Sand &gt; trockener dunkler Boden &gt; nasser dunkler Boden &gt; Kohleschicht nach Brand</p></li><li><p>Nadelwälder: komplexere tiefere Krone, rundliche Nadeln in alle Richtungen -&gt; laterale Reflektion, mehrfache Chance für Absorption</p></li><li><p>Wasser: hängt sehr stark von Sonnenstand und Kräuselung der Wasseroberfläche ab</p></li></ul><p></p>
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Energiebilanz - sensibler Wärmestrom H (wodurch, was passiert, Haupteinflussfaktor, Oberflächenfaktor)

  • Erwärmte Oberflächen geben Wärme an angrenzende Luftschichten ab -> Konduktion (Wärmeübertragung von Molekül zu Molekül, abhängig von Temperaturgradienten)

  • Erwärmte Luft ist leichter und steigt auf -> (Konvektion, konvektive Turbulenz)

  • Mechanische Turbulenz (Wind) trägt auch zu Konvektion bei (je mehr Turbulenz desto geringer der Widerstand gegen sensiblen Wärmefluss)

  • Höher durch rauere und höhere Oberflächen

<ul><li><p>Erwärmte Oberflächen geben Wärme an angrenzende Luftschichten ab -&gt; Konduktion (Wärmeübertragung von Molekül zu Molekül, abhängig von Temperaturgradienten)</p></li><li><p>Erwärmte Luft ist leichter und steigt auf -&gt; (Konvektion, konvektive Turbulenz)</p></li><li><p>Mechanische Turbulenz (Wind) trägt auch zu Konvektion bei (je mehr Turbulenz desto geringer der Widerstand gegen sensiblen Wärmefluss)</p></li><li><p>Höher durch rauere und höhere Oberflächen</p></li></ul><p></p>
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Energiebilanz - 2x Rauigkeit, Wirbelgröße

  • bei glatten Oberflächen bleibt Strömung in geraden Linien (laminar) → bei rauen vermischt sich durch Wirbel warme und kalte Luft → Wärme schneller nach oben transportiert

  • Geringer aerodynamischer Widerstand (wie schwierig Wärmeaustausch zwischen Oberfläche und Atmosphäre ist) bei hoher Rauigkeit

  • große Wirbel (durch hohe Rauigkeit) greifen tiefer in Vegetation ein

5
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Energiebilanz - latenter Wärmestrom 𝜆E (2 Komponenten, Einfluss auf Energie und Temperatur, wo geht Energie hin, Transport)

  • Wasser verdunstet durch Transpiration (Stomata) und Evaporation (Oberfläche von Boden und Vegetation) --> beides zusammen ist Evapotranspiration

  • Dabei wird der Umgebungsluft Energie entzogen, Umgebungsluft abgekühlt, Energie als latente Wärme in Wasserdampf gespeichert

  • Konvektion und Turbulenz transportiert feuchte Luft aus dem Ökosystem

<ul><li><p><span>Wasser verdunstet durch Transpiration (Stomata) und Evaporation (Oberfläche von Boden und Vegetation) --&gt; beides zusammen ist Evapotranspiration</span></p></li><li><p><span>Dabei wird der Umgebungsluft Energie entzogen, Umgebungsluft abgekühlt, Energie als latente Wärme in Wasserdampf gespeichert</span></p></li><li><p><span>Konvektion und Turbulenz transportiert feuchte Luft aus dem Ökosystem</span></p></li></ul><p></p>
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Energie und Wasserhaushalt Kopplung (durch welchen Teil der Formel wie, Eigenschaft von Wasser → Folge für Strahlungsbilanz und andere Teile der Formel)

  • 𝜆E: Wasserdampf ist gleichzeitig Wasser und Energie

  • Wärmekapazität von Wasser ist sehr hoch -> Wasserkörper erwärmen sich langsamer

  • -> reflektierte langwellige Strahlung und H reduziert

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Bowen-Ratio B - Formel, Definition, Interpretation, 7 Ökosysteme nach absteigendem B geordnet

  • B = H/𝜆E -> charakterisiert Einfluss von Wasser auf Energiehaushalt

  • Je kleiner B desto höher der Einfluss von Wasser auf Energiehaushalt

Ökosysteme absteigend geordnet

  • Wüste

  • Tundra

  • wassergestresste Kulturen

  • Borealer Wald

  • temperater Wald

  • tropischer Wald

  • tropischer Ozean

<ul><li><p>B = H/<span style="font-family: &quot;Cambria Math&quot;;">𝜆</span>E -&gt; charakterisiert Einfluss von Wasser auf Energiehaushalt</p></li><li><p>Je kleiner B desto höher der Einfluss von Wasser auf Energiehaushalt</p></li></ul><p>Ökosysteme absteigend geordnet</p><ul><li><p>Wüste</p></li><li><p>Tundra </p></li><li><p>wassergestresste Kulturen</p></li><li><p>Borealer Wald</p></li><li><p>temperater Wald</p></li><li><p>tropischer Wald</p></li><li><p>tropischer Ozean</p></li></ul><p></p>
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Wasserhaushalt: 5 Funktionen Wasser, Niederschlag-Formel

  • Medium für Stoffwechselreaktion

  • Substrat für chemische Reaktionen

  • Transportmedium für Gase, Nährstoffe, Hormone

  • Kühlung der Pflanze durch Transpiration

  • Turgor -> Wachstum durch Zellstreckung und Stabilität krautiger Pflanzen

  • P (Niederschlag) = ET (Evotranspiration) + A (Oberflächenabfluss)

<ul><li><p><span>Medium für Stoffwechselreaktion</span></p></li><li><p><span>Substrat für chemische Reaktionen</span></p></li><li><p><span>Transportmedium für Gase, Nährstoffe, Hormone</span></p></li><li><p><span>Kühlung der Pflanze durch Transpiration</span></p></li><li><p><span>Turgor -&gt; Wachstum durch Zellstreckung und Stabilität krautiger Pflanzen</span></p></li><li><p><span>P (Niederschlag) = ET (Evotranspiration) + A (Oberflächenabfluss)</span></p></li></ul><p></p>
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Begriffe: Evotranspiration (abhängig wovon), Oberflächenabfluss, Interzeption (Bedeutung, %)

  • Evotranspiration: abhängig von Trockenheit der Luft, Temperatur, Wasserverfügbarkeit, aerodynamischer und stomatärer Widerstand

  • Oberflächenabfluss: quantifizierbar als Wasserführung der Flüsse eines Wassereinzugsgebiets, oberhalb eines Schwellenwerts des Niederschlags erhöht sich ET nt mehr -> linearer Zusammenhang von Niederschlag und Abfluss, je weniger Wald desto höher Abfluss

  • Interzeption 10-50% des Niederschlags haftet an Oberflächen (Blätter, Nadeln, Borke)

10
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Wege des Wassers → 4 Wege + Faktoren

  • Aufnahme durch Spaltöffnungen der Pflanze

  • Evaporation von der Oberfläche = f(Wind, Lufttemperatur)

  • Stammfluss = f(Borkanrauhigkeit, Astwinkel)

  • Kronendurchlass: Wasser, das von Blättern und Ästen abtropft = f(Benetzbarkeit, Blattform- und Winkel, starker Wind)

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Wasserpotential - Einheit, Definition, freies Wasser Merkmale, Wasserbewegung, Formel

  • Wasserpotential (MPa) ist Kraft, die aufgewendet werden muss, um Wasser in den Zustand freien Wassers zu überführen

  • Freies Wasser hat Wasserpotential von Null (rein, kein Kontakt zu Oberflächen, Wasseroberfläche ist eben, Zimmertemperatur, Standardluftdruck, Höhe über dem Meeresspiegel)

  • Wasser bewegt sich immer zum negativeren (niedrigeren) Wasserpotential

<p></p><ul><li><p>Wasserpotential (MPa) ist Kraft, die aufgewendet werden muss, um Wasser in den Zustand freien Wassers zu überführen</p></li><li><p>Freies Wasser hat Wasserpotential von Null (rein, kein Kontakt zu Oberflächen, Wasseroberfläche ist eben, Zimmertemperatur, Standardluftdruck, Höhe über dem Meeresspiegel)</p></li><li><p>Wasser bewegt sich immer zum negativeren (niedrigeren) Wasserpotential</p></li></ul><p></p>
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Matrixpotential - Formel, Einfluss von Poren, Erklärung dafür, Formelbesonderheitszusammenhang, Hinderung

  • Matrixpotential = - 2T/r        (T= Oberflächenspannung des Wassers, r= Radius der Oberflächenkrümmung m)

  • Poren weit -> Matrixpotential weniger negativ -> Bodenwassergehalt hoch

  • Poren eng -> Matrixpotential stärker negativ -> Bodenwassergehalt niedrig

  • Mit zunehmender Austrocknung zieht sich das Wasser in Porenräume zurück

  • Poren, in denen Wasser verbleibt, werden immer kleinen

  • -> Matrixpotential wird bei Austrocknung immer negativer

  • Wenn |osmotisches Potential + Matrixpotential| < hydrostatisches Potential (Gravitation) -> Abwärtsbewegung: Infiltration, Perkolation, Grundwasserfluss der Schwerkraft folgend

  • Perkolation kann behindert werden durch impermeable Schichten: Permafrost, Bodenverdichtung, Verkrustung, anstehendes Gestein, Stauhorizonte -> dann Vernässung und Oberflächenabfluss

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Wasserverfügbarkeit im Boden - Sand, Ton, Schluff, Feldkapazität, Permanenter Welkepunkt

  • Sand: kann wenig Wasser aufnehmen, Volumen der Poren, die Wasser halten können ist gering -> Poren zu groß, kann aber gut an Pflanzen abgegeben werden

  • Ton: kann viel Wasser aufnehmen, Anteil an Poren, aus denen Wasser von Pflanzen nicht aufgenommen werden zu hoch -> Poren zu klein, Welkepunkt bei hohem Wassergehalt erreicht

  • Schluff: ideale Wasserverfügbarkeit

  • Feldkapazität: Menge Wasser, die der Boden entgegen Schwerkraft halten kann

  • Permanenter Welkepunkt: Wasserpotential an dem die Pflanze nicht mehr genügend Wasser aus dem Boden aufnehmen kann um Wasserverlust durch Transpiration auszugleichen

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Wasser und Pflanzen: Voraussetzung für Wasseraufnahme aus Boden, Antriebskraft, Gradient, Zellulosematrixporen, Pipe-Model, Ersatzstrategie

  • Damit Wasser in Pflanzen aufsteigen kann muss ihr Potential negativer werden als Boden

  • Transpiration treibe alles an -> führt zu negativem Matrixpotential → weitergegeben an Wurzeln

  • Gradient: Boden → Pflanze → Atmosphäre (-50MPa)

  • Die Poren in Zellulosematrix haben  -15 Mpa -> viel kleiner als Poren im Boden

  • Pipe Model: trockenangepasste Baumarten haben weniger Blattfläche pro Splintholzfläche/Leitgewebe (Transpiration verhindern -> Schutzstrategie)

  • Wenn Pflanzen nicht negativer werden als Boden -> hydraulic lift

    • Tag: Transpiration, Wasser aus Boden in Pflanze gezogen

    • Nacht: keine Transpiration, Pflanzen transportieren Wasser aus tieferen Bodenschichten in trockenere obere

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Anderes: Wasser als wichtiger Faktor, Memory Effekt, Lieth Funktion

  • Wasser wichtig als limitierender Faktor der Pflanzenproduktivität -> limitiert Photosynthese über stomatäre Leitfähigkeit

  • Memory-Effekt: Pflanzen reagieren mit zeitlicher Verzögerung auf Umweltveränderungen

  • Lieth-Funktion: mehr Niederschlag -> erstmal höhere Produktivität -> ab bestimmter Wassermenge kaum noch Wachstum -> andere Faktoren limitierend