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Strahlungsbilanz: langwellige, kurzwellige, Bilanz, direkt, diffus, Emissivität abhängig wovon, warme Oberfläche, niedriges Albedo, weniger Wasser, Nettostrahlungsbilanz der Erde, 4 Folgen von Energieüberschuss
Sonne sendet energiereiche kurzwellige Strahlung auf die Erde
Von der Sonne erwärmte kühlerer Erde gibt langwellige Strahlung ab
Strahlungsbilanz in Ökosystemen: bestimmt wie stark sich Oberfläche erwärmt & wie viel physikalische Arbeit verrichtet werden kann -> Transport von Wasser und Energie
Direkte Strahlung: mittags, klarer Tag -> 90% direkt
Diffuse Strahlung: bei Wolken, Luftverschmutzung, morgens und abends -> besser für Vegetation, dringt tiefer ein
Emissivität ɛ von Oberflächen (surf) und Atmosphäre (sky) sehr ähnlich -> Bilanz hängt primär von ΔT ab
Warme Oberflächen emittieren mehr langwellige Strahlung
Niedriges Albedo (Reflektion), höhere Absorption (Brandflächen)
Wenig Wasser -> wenig Verdunstungskühlung (Wüsten, Parkplätze)
Netto-Strahlungsbilanz der Erde -> 102
Energieüberschuss? -> Oberfläche erwärmt sich (Wärmespeicherung S), bodennahe Luft wird wärmer (Konduktion) und steigt auf (Konvektion, sensible Wärme H), Wasser verdunstet (latente Wärme 𝜆E)

Albedo - Definition, Skala, Schnee, Boden, Nadelwald, Wasser
kurzwellige Reflektanz
0=totale Absorption, 1=totale Reflektion
Schnee: großer Unterschied zwischen frischem Schnee (hohes Albedo), altem Schnee (Staubeinlagerung) und Gletscher (kompaktiert zu dunklerem Eis → niedriges Albedo)
Boden: große Variabilität -> trockener heller Sand > trockener dunkler Boden > nasser dunkler Boden > Kohleschicht nach Brand
Nadelwälder: komplexere tiefere Krone, rundliche Nadeln in alle Richtungen -> laterale Reflektion, mehrfache Chance für Absorption
Wasser: hängt sehr stark von Sonnenstand und Kräuselung der Wasseroberfläche ab

Energiebilanz - sensibler Wärmestrom H (wodurch, was passiert, Haupteinflussfaktor, Oberflächenfaktor)
Erwärmte Oberflächen geben Wärme an angrenzende Luftschichten ab -> Konduktion (Wärmeübertragung von Molekül zu Molekül, abhängig von Temperaturgradienten)
Erwärmte Luft ist leichter und steigt auf -> (Konvektion, konvektive Turbulenz)
Mechanische Turbulenz (Wind) trägt auch zu Konvektion bei (je mehr Turbulenz desto geringer der Widerstand gegen sensiblen Wärmefluss)
Höher durch rauere und höhere Oberflächen

Energiebilanz - 2x Rauigkeit, Wirbelgröße
bei glatten Oberflächen bleibt Strömung in geraden Linien (laminar) → bei rauen vermischt sich durch Wirbel warme und kalte Luft → Wärme schneller nach oben transportiert
Geringer aerodynamischer Widerstand (wie schwierig Wärmeaustausch zwischen Oberfläche und Atmosphäre ist) bei hoher Rauigkeit
große Wirbel (durch hohe Rauigkeit) greifen tiefer in Vegetation ein
Energiebilanz - latenter Wärmestrom 𝜆E (2 Komponenten, Einfluss auf Energie und Temperatur, wo geht Energie hin, Transport)
Wasser verdunstet durch Transpiration (Stomata) und Evaporation (Oberfläche von Boden und Vegetation) --> beides zusammen ist Evapotranspiration
Dabei wird der Umgebungsluft Energie entzogen, Umgebungsluft abgekühlt, Energie als latente Wärme in Wasserdampf gespeichert
Konvektion und Turbulenz transportiert feuchte Luft aus dem Ökosystem

Energie und Wasserhaushalt Kopplung (durch welchen Teil der Formel wie, Eigenschaft von Wasser → Folge für Strahlungsbilanz und andere Teile der Formel)
𝜆E: Wasserdampf ist gleichzeitig Wasser und Energie
Wärmekapazität von Wasser ist sehr hoch -> Wasserkörper erwärmen sich langsamer
-> reflektierte langwellige Strahlung und H reduziert
Bowen-Ratio B - Formel, Definition, Interpretation, 7 Ökosysteme nach absteigendem B geordnet
B = H/𝜆E -> charakterisiert Einfluss von Wasser auf Energiehaushalt
Je kleiner B desto höher der Einfluss von Wasser auf Energiehaushalt
Ökosysteme absteigend geordnet
Wüste
Tundra
wassergestresste Kulturen
Borealer Wald
temperater Wald
tropischer Wald
tropischer Ozean

Wasserhaushalt: 5 Funktionen Wasser, Niederschlag-Formel
Medium für Stoffwechselreaktion
Substrat für chemische Reaktionen
Transportmedium für Gase, Nährstoffe, Hormone
Kühlung der Pflanze durch Transpiration
Turgor -> Wachstum durch Zellstreckung und Stabilität krautiger Pflanzen
P (Niederschlag) = ET (Evotranspiration) + A (Oberflächenabfluss)

Begriffe: Evotranspiration (abhängig wovon), Oberflächenabfluss, Interzeption (Bedeutung, %)
Evotranspiration: abhängig von Trockenheit der Luft, Temperatur, Wasserverfügbarkeit, aerodynamischer und stomatärer Widerstand
Oberflächenabfluss: quantifizierbar als Wasserführung der Flüsse eines Wassereinzugsgebiets, oberhalb eines Schwellenwerts des Niederschlags erhöht sich ET nt mehr -> linearer Zusammenhang von Niederschlag und Abfluss, je weniger Wald desto höher Abfluss
Interzeption 10-50% des Niederschlags haftet an Oberflächen (Blätter, Nadeln, Borke)
Wege des Wassers → 4 Wege + Faktoren
Aufnahme durch Spaltöffnungen der Pflanze
Evaporation von der Oberfläche = f(Wind, Lufttemperatur)
Stammfluss = f(Borkanrauhigkeit, Astwinkel)
Kronendurchlass: Wasser, das von Blättern und Ästen abtropft = f(Benetzbarkeit, Blattform- und Winkel, starker Wind)
Wasserpotential - Einheit, Definition, freies Wasser Merkmale, Wasserbewegung, Formel
Wasserpotential (MPa) ist Kraft, die aufgewendet werden muss, um Wasser in den Zustand freien Wassers zu überführen
Freies Wasser hat Wasserpotential von Null (rein, kein Kontakt zu Oberflächen, Wasseroberfläche ist eben, Zimmertemperatur, Standardluftdruck, Höhe über dem Meeresspiegel)
Wasser bewegt sich immer zum negativeren (niedrigeren) Wasserpotential

Matrixpotential - Formel, Einfluss von Poren, Erklärung dafür, Formelbesonderheitszusammenhang, Hinderung
Matrixpotential = - 2T/r (T= Oberflächenspannung des Wassers, r= Radius der Oberflächenkrümmung m)
Poren weit -> Matrixpotential weniger negativ -> Bodenwassergehalt hoch
Poren eng -> Matrixpotential stärker negativ -> Bodenwassergehalt niedrig
Mit zunehmender Austrocknung zieht sich das Wasser in Porenräume zurück
Poren, in denen Wasser verbleibt, werden immer kleinen
-> Matrixpotential wird bei Austrocknung immer negativer
Wenn |osmotisches Potential + Matrixpotential| < hydrostatisches Potential (Gravitation) -> Abwärtsbewegung: Infiltration, Perkolation, Grundwasserfluss der Schwerkraft folgend
Perkolation kann behindert werden durch impermeable Schichten: Permafrost, Bodenverdichtung, Verkrustung, anstehendes Gestein, Stauhorizonte -> dann Vernässung und Oberflächenabfluss
Wasserverfügbarkeit im Boden - Sand, Ton, Schluff, Feldkapazität, Permanenter Welkepunkt
Sand: kann wenig Wasser aufnehmen, Volumen der Poren, die Wasser halten können ist gering -> Poren zu groß, kann aber gut an Pflanzen abgegeben werden
Ton: kann viel Wasser aufnehmen, Anteil an Poren, aus denen Wasser von Pflanzen nicht aufgenommen werden zu hoch -> Poren zu klein, Welkepunkt bei hohem Wassergehalt erreicht
Schluff: ideale Wasserverfügbarkeit
Feldkapazität: Menge Wasser, die der Boden entgegen Schwerkraft halten kann
Permanenter Welkepunkt: Wasserpotential an dem die Pflanze nicht mehr genügend Wasser aus dem Boden aufnehmen kann um Wasserverlust durch Transpiration auszugleichen
Wasser und Pflanzen: Voraussetzung für Wasseraufnahme aus Boden, Antriebskraft, Gradient, Zellulosematrixporen, Pipe-Model, Ersatzstrategie
Damit Wasser in Pflanzen aufsteigen kann muss ihr Potential negativer werden als Boden
Transpiration treibe alles an -> führt zu negativem Matrixpotential → weitergegeben an Wurzeln
Gradient: Boden → Pflanze → Atmosphäre (-50MPa)
Die Poren in Zellulosematrix haben -15 Mpa -> viel kleiner als Poren im Boden
Pipe Model: trockenangepasste Baumarten haben weniger Blattfläche pro Splintholzfläche/Leitgewebe (Transpiration verhindern -> Schutzstrategie)
Wenn Pflanzen nicht negativer werden als Boden -> hydraulic lift
Tag: Transpiration, Wasser aus Boden in Pflanze gezogen
Nacht: keine Transpiration, Pflanzen transportieren Wasser aus tieferen Bodenschichten in trockenere obere
Anderes: Wasser als wichtiger Faktor, Memory Effekt, Lieth Funktion
Wasser wichtig als limitierender Faktor der Pflanzenproduktivität -> limitiert Photosynthese über stomatäre Leitfähigkeit
Memory-Effekt: Pflanzen reagieren mit zeitlicher Verzögerung auf Umweltveränderungen
Lieth-Funktion: mehr Niederschlag -> erstmal höhere Produktivität -> ab bestimmter Wassermenge kaum noch Wachstum -> andere Faktoren limitierend