Mathe B Kapitel 5

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
Locked
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/28

flashcard set

Earn XP

Description and Tags

Vektorräume

Last updated 1:23 PM on 9/5/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai
Chat

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

29 Terms

1
New cards

Definition Vektorraum

Vor.: (V, +) abelsche Gruppe, 𝕂 Körper mit skalarer Mult. *: 𝕂 × V → V

V ist Vektorraum über 𝕂, wenn:

  • ∀v ∈ V: 1 * v = v

  • ∀v ∈ V, ∀µ,λ ∈ 𝕂: (λ * µ) * v = λ * (µ * v) (vgl. AG)

  • DG: v,w V, μ,λ 𝕂: (λ + μ) * v = λ * v + μ * v und λ * (v + w) = λ * v + λ * w

Elems in V: Vektoren, Elems in 𝕂: Skalare

2
New cards

Kanonische Vektorräume

Vor.: 𝕂 Körper, n ∈

𝕂n ist mit +: 𝕂n × 𝕂n𝕂n und *: 𝕂 × 𝕂n𝕂n ein 𝕂-Vektorraum

  • Gruppeneigenschaft von (𝕂,+) überträgt sich auf (𝕂n,+)


3
New cards

Rechenregeln Vektorräume

Vor.: V ist 𝕂-Vektorraum

∀v ∈ V, λ ∈ 𝕂:

  • 0 * v = 0 (Vektor)

  • (-1) * v = -v

  • λ * 0 = 0 (beides Vektoren)


4
New cards

Definition Untervektorräume

Vor.: V ist 𝕂-Vektorraum

(U,+) ist UG von (V,+) und * muss in U abgeschlossen sein: *: 𝕂 × U U

  • V und {0} sind immer UVR von V

  • Jeder (Unter-) Vektorraum muss durch 0 gehen (0 neutr. Elem von +)


5
New cards

Untervektorraumkriterium

Vor.: V ist 𝕂-Vektorraum, U ⊆ V nichtleer

U ist UVR von V, wenn ∀v,w ∈ U, ∀λ,µ ∈ 𝕂: λv + µw ∈ U

  • Separat: v,w ∈ U ⇒ v + w ∈ U und λ ∈ 𝕂, v ∈ U ⇒ λv ∈ U


6
New cards

Schnitte von UVR

Vor.: V ist 𝕂-Vektorraum, I beliebige nichtleere Indexmenge, Ui ⊆ V ∀i ∈ I UVR

U := ∩i∈I Ui ist UVR von V

  • Es gilt nicht für die Vereinigung (+ nicht abgeschlossen)


7
New cards

Definition Linearkombination

Vor.: v1, …, vn ∈ V (𝕂-Vektorraum), λ1, …, λn𝕂

v = ∑ni=1 λivi → Linearkombination der vi mit Koeffizienten λi

  • Linearkombinationen sind Element des Vektorraums (+, * abgeschlossen auf V)

  • Sind alle vi ∈ U (UVR), ist auch jede Linearkombination von vi in U


8
New cards

Erzeugendensysteme

Vor.: v1, …, vm ∈ V

  • Menge aller Linearkombinationen: span{v1, …, vm} = {v ∈ V | ∃λ1, …, λm𝕂: v = ∑mi=1 λivi}

U := span{v1, …, vm} UVR von V → Menge {v1, …, vm} ist Erzeugendensystem von U

9
New cards

Erzeugter Untervektorraum

Vor.: V ist 𝕂-Vektorraum, M ⊆ V

Durch M erzeugter Untervektorraum: span(M) = {mi=1 λivi | m ∈ ℕ, i {1,…,m}: λi ∈ 𝕂, vi M}

  • M kann unendlich sein, aber LK sind immer aus endlich vielen Elementen

  • M ⊆ span(M)

  • M ist UVR <==> M = span(M)


10
New cards

Defintion Familien von Vektoren

Vor.: Indexmenge I, Vektorraum V

Abbildung I → V, i vi

Bezeichnung: (vi)iI, oder (v1, …, vn) bei I = {1, …, n}

  • Vektoren sind nach I geordnet, haben feste Plätze

  • Doppelte Vektoren erlaubt

  • Jede Menge M ⊆ V kann als Familie aufgefasst werden mit geeigneter Indexmenge


11
New cards

Definition Lineare Unabhängigkeit

Vor.: V ist 𝕂-Vektorraum

Endliche Familie von Vektoren (v1, …, vm) ⊆ V ist linear unabhängig, wenn ∑mi=1 λivi = 0 ==> ∀i ∈ {1, …, m}: λi = 0

  • Nullvektor mit l.u. Vektoren nur trivial darstellbar (all λ = 0)

  • Familie mit Dopplungen ist immer linear abhängig → kein Vektor darf durch andere darstellbar sein


12
New cards

Definition Lineare Unabhängigkeit beliebiger Familien

Familie M ⊆ V (Vektorraum) ist linear unabhängig, wenn jede ihrer endlichen Teilmengen linear unabhängig ist

13
New cards

Kriterium lineare Unabhängigkeit

Vor.: Vektorraum V, Familie M ⊆ V

M ist l.u. <==> jedes v ∈ span(M) hat nur eine Darstellung als L.K von Elementen aus M (eindeutig)

14
New cards

Definition Affine Untervektorräume

Vor.: Vektorraum V, U ⊆ V UVR, v ∈ V

v + U := {v + u | u ∈ U} ist affiner UVR von V

  • Jeder UVR ist auch ein affiner UVR, da 0 + U = U


15
New cards

Definition und Nutzen von Basen

Familie B ist Basis von Vektorraum V, wenn es ein linear unabhängiges Erzeugendensystem von V ist

  • B ist Basis von V <==> alle v ∈ V lassen sich eindeutig als L.K. aus Vektoren in B darstellen

  • Beweis B ist Basis: Es gilt span(B) = V und B ist l.u.


16
New cards

Basisauswahlsatz

Aus jedem endlichen Erzeugendensystem eines Vektorraums lässt sich eine Basis auswählen

17
New cards

Austauschlemma von Steinitz

Vor.: Vektorraum V, Basis B = (w1, …, wn), n ∈ , v ∈ V als L.K. in B als v = ∑ni=1 λivi, k so, dass λk ≠ 0

B’ := B ∪ {v} \ {wk}

18
New cards

Austauschsatz von Steinitz

Vor.: Vektorraum V, Basis B = (w1, …, wn), |B| = n, M = (v1, …, vr) ⊆ V l.u. Familie

Es gilt: r ≤ n, ∃n-r Elemente jr+1, …, jn ∈ {1, …, n} ∈ B, dass B’ := M ∪ (wj(r+1), …, wj(n)) Basis von V

  • Sense: Tausche r Elems aus B mit Elementen in M aus (Austauschlemma r-mal)


19
New cards

Länge einer Basis

Vor.: Vektorraum V mit Basis endlicher Länge |B|

Jede weitere Basis ist endlich und hat gleiche Länge

20
New cards

Definition Dimension

Vor.: V ist 𝕂-Vektorraum mit endlicher Basis B

dim V = |B|

  • Für B unendlich: dim V = ∞

  • Genauere Schreibweise: dim𝕂 V = |B|

  • dim 𝕂n = n

  • Polynome vom Grad ≤ n: dim Pn = n + 1, mögliche Basis B = (1, x, x2, …, xn)


21
New cards

Basisergänzungssatz

Zu jeder l.u. Familie M eines Vektorraums existiert eine Basis B mit M ⊆ B

  • Jeder Vektorraum besitzt eine Basis


22
New cards

Linear unabhängige Mengen und Basen

Vor.: Vektorraum V, dim V = n ∈ N

Jede l.u. Familie M ⊆ V mit n Elementen ist eine Basis

23
New cards

Dimension von Unterräumen

Vor.: V endlich-dimensionaler Vektorraum, W ⊆ V UVR

Es gilt: dim W ≤ dim V und dim W = dim V <=> V = W

24
New cards

Definition Summe von Unterräumen

Vor.: V endlich-dimensionaler Vektorraum, U1, U2 ⊆ V UVR

U1 + U2 := span(U1 ∪ U2)

  • Gilt auch für U1 + … + Um

  • U1 + U2 ist der kleinste UVR von V, der U1 und U2 enthält

  • Alle v ∈ U1 + U2 können als v = v1 + v2 mit vi ∈ Ui dargestellt werden → nur eindeutig, wenn U1 ∩ U2 = {0}, sonst nicht (0)


25
New cards

Definition Direkte Summe von Unterräumen

Vor.: V endlich-dimensionaler Vektorraum, U1, U2 ⊆ V UVR, U1 ∩ U2 = {0}

Dann ist U1 + U2 die direkte Summe U1 ⊕ U2


26
New cards

Eigenschaften von direkten Summen

Vor.: V endlich-dimensionaler Vektorraum, U1, U2 ⊆ V UVR

Für U := U1 + U2 sind äquivalent:

  • U = U1 ⊕ U2

  • ∀v ∈ U ex. eindeutige Darstellung v = v1 + v2 mit vi ∈ Ui, i ∈ {1,2}

  • ∀vi ∈ Ui, i ∈ {1,2} gilt v1 + v2 = 0 => v1 = v2 = 0


27
New cards

Dimensionen von Summen von Unterräumen

Vor.: V endlich-dimensionaler Vektorraum, U1, U2 ⊆ V UVR

dim(U1 + U2) = dim U1 + dim U2 - dim(U1 ∩ U2)

28
New cards

Definition Direkte Summen von mehr als zwei Unterräumen

Vor.: V endlich-dimensionaler Vektorraum, U1, …, Um ⊆ V UVR mit ∀k ∈ {1, …, m}: Uk ∩ (U1 + … + Uk-1 + Uk+1 + … Um) = {0}

Dann ist die direkte Summe der Vektorraum U1 ⊕ … ⊕ Um := span(U1 ∪ … ∪ Um)

  • Bedingung stärker als ∀i ≠ j; Ui ∩ Uj = {0} (z.B. x-Gerade darf nicht in y-z Ebene liegen)

  • Schnitt von UVR ist wieder UVR


29
New cards

Definition Komplement von Unterräumen

Vor.: U, W ⊆ V UVR von Vektorraum

W ist Komplement von U in V, wenn V = U ⊕ W

  • Jeder Unterraum U eines endlich-dimensionalen Vektorraums V besitzt (mind.) ein Komplement

  • Das Komplement ist i.A. nicht eindeutig