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Umfassende Vokabel-Flashcards zu diagnostischen Verfahren, Krankheitsbildern der Neurologie, Schlaganfall-Syndromen und peripheren Nervenläsionen basierend auf dem Neuroskript.
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Magnetresonanztomographie (MRT)
Verfahren mit starkem Magnetfeld zur Schichtaufnahme von Gewebestrukturen, Weichteilen und Entzündungen; Vorteil ist die Strahlungsfreiheit.
Computertomografie (CT)
Röntgenologische Schichtbildaufnahme zur schnellen Diagnostik von Knochenfrakturen, Raumforderungen, Blutungen oder Flüssigkeitsansammlungen.
Lumbalpunktion
Punktion des Durasacks bei L3/4 zur Gewinnung von Liquor cerebrospinalis zu diagnostischen Zwecken (z.B. MS, Infektionen) oder zur Drainage bei Hirndruck.
Elektroenzephalografie (EEG)
Untersuchungsmethode zur Beurteilung der Hirnaktivität, vor allem bei Epilepsie, Koma oder zur Hirntoddiagnostik.
Elektroneurografie (ENG)
Reizung eines peripheren Nervs zur Messung von Spannungsänderungen (sensibel) oder Muskelaktivität (motorisch) bei Verdacht auf Nervenschädigung oder Polyneuropathie.
Transitorische Ischämische Attacke (TIA)
Plötzlich einsetzendes neurologisches Defizit, das <1 Stunde anhält, keine Läsion im MRT zeigt und durch herdförmige Mikrothromben verursacht wird.
Anteriorinfarkt
Verschluss der A.cerebrianterior (5% der Fälle), typischerweise mit kontralateraler beinbetonter Hemiparese und möglichem Frontalhirnsyndrom.
Medianfarkt
Häufigster Schlaganfalltyp (65%), bei dem die A.cerebrimedia betroffen ist; führt zu kontralateraler brachiofazial betonter Parese.
Posteriorinfarkt
Verschluss der A.cerebriposterior (10%), Leitsymptome sind Gesichtsfeldausfälle, kortikale Erblindung oder Hemihypästhesie bei Thalamusschädigung.
Broca-Aphasie
Sprachstörung mit stockender Sprache, Telegrammstil und Lautverwechslungen bei meist erhaltenem Verständnis ("broken speech").
Wernicke-Aphasie
Sprachstörung mit flüssiger, aber inhaltsleerer Sprache, Wortverwechslungen und Wortneuschöpfungen (Neologismen); das Verständnis ist stark gestört.
Neglect
Störung der Wahrnehmung, bei der Reize einer Körper- oder Gesichtsfeldhälfte ignoriert werden; tritt oft bei rechtsseitigen Mediainfarkten für die linke Seite auf.
Apraxie
Störung willkürlicher, erlernter Bewegungen und Handlungsplanungen trotz intakter Motorik (z.B. Kämmen der Haare mit einem Schlüssel).
Dysarthrie
Störung der Sprachkoordination und Sprachmotorik, bei der Worte nicht normal ausgesprochen werden können.
Penumbra
Der sogenannte "Halbschatten" um den Infarktkern herum, also das gefährdete Gewebe, das bei schneller Behandlung noch gerettet werden kann.
Stroke Unit
Spezialisierte, interprofessionelle Krankenhausabteilung zur Akutbehandlung von Schlaganfällen zur Senkung der Mortalität und Verbesserung der Lebensqualität.
Constraint-Induced-Movement-Therapie (CIMT)
Intensives Rehabilitationstraining des betroffenen Arms, bei dem der gesunde Arm zeitweise fixiert wird.
Epiduralblutung
Traumatisch bedingte Blutung zwischen Schädelknochen und Dura mater mit bikonvexer Form und oft einem "freien Intervall" der Bewusstlosigkeit.
Subarachnoidalblutung (SAB)
Blutung im Subarachnoidalraum, häufig verursacht durch ein Aneurysma oder eine Gefäßruptur; zeigt sich durch blutigen Liquor.
Schädelhirntrauma (SHT) 3. Grades
Gehirnquetschung mit einem GCS-Wert von 3−8 und einer Tage bis Wochen anhaltenden Bewusstlosigkeit.
Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel
Episodischer Drehschwindel durch gelöste Otolithenbruchstücke im hinteren Bogengang; wird mit dem Epley-Manöver behandelt.
Chorea Huntington
Autosomal-dominant vererbte Mutation des Huntingtin-Gens mit CAG-Triplett-Repeats, die zu Hyperkinesien und psychischen Störungen führt.
Morbus Parkinson (Hauptsymptome)
Krankheitsbild mit den Leitsymptomen Bradykinesie/Akinesie, Rigor (Zahnradphänomen), Ruhetremor und posturaler Instabilität.
On-Off-Phänomen
Phasenhafter Wechsel zwischen guter Beweglichkeit ("On") und plötzlicher Unbeweglichkeit ("Off") infolge des L-Dopa-Abfalls bei Parkinson.
Freezing
Plötzliches Einfrieren der Bewegung (v.a. beim Gehen, Starten oder Wenden), oft während der "Off-Phase" bei Parkinson-Patienten.
Amyotrophische Lateralsklerose (ALS)
Verlust der α-Motoneurone in Rückenmark und Gehirn, was zu progredienter Muskelatrophie, schlaffen Paresen und Bulbärparalyse führt.
Muskeldystrophie Duchenne (DMD)
X-chromosomal-rezessiver Gendefekt im Dystrophin-Gen, der zu fortschreitendem Muskelschwund, Gnomwaden und dem Gowers-Zeichen führt.
Polyneuropathie
Systemische Schädigung peripherer Nerven, oft durch Diabetes mellitus oder Alkoholismus bedingt, mit Parästhesien und Sensibilitätsverlust.
Guillain-Barré-Syndrom (GBS)
Autoimmunreaktion gegen die Myelinscheiden peripherer Nerven mit akut aufsteigenden symmetrischen Paresen nach vorangegangenen Infekten.
Myasthenia gravis
Autoimmunerkrankung mit Antikörpern gegen postsynaptische Acetylcholinrezeptoren, charakterisiert durch belastungsabhängige Muskelschwäche (z.B. Ptose).
Multiple Sklerose (MS)
Entzündlich-demyelinisierende Erkrankung des ZNS mit autoimmunbedingter Zerstörung der Myelinscheiden im Gehirn und Rückenmark.
Meningitis
Entzündung der Hirnhäute (Pia und Arachnoidea mater) mit Symptomen wie Fieber, Nackensteife (Meningismus) und Lichtempfindlichkeit.
Status epilepticus
Serie epileptischer Anfälle ohne Bewusstseinsaufklarung zwischendurch oder ein anhaltender Einzelanfall von >5 Minuten Dauer; lebensbedrohlicher Notfall.
N. fibularis-Parese
Läsion meist am Fibulaköpfchen, die zu einer Fußheberparese, dem Steppergang und aufgehobenem Fersengang führt.
Brown-Séquard-Syndrom
Inkompletter Querschnitt mit Lähmung und Sensibilitätsverlust auf der Läsionsseite sowie Verlust von Schmerz- und Temperaturempfinden auf der Gegenseite.
Infantile Zerebralparese (ICP)
Parese infolge einer zerebralen Schädigung im Neugeborenen- oder Säuglingsalter (z.B. durch Sauerstoffmangel oder Infekte).