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Vokabel-Karteikarten zu den Themenbereichen Emotion und Motivation basierend auf den Vorlesungsunterlagen, einschließlich Merkmalen, Entstehungstheorien, Funktionen und Basisemotionen.
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Emotion
Subjektive Erlebnisweisen, die sich in körperlichen Veränderungen und psychischen Vorgängen äußern und das Verhalten eines Menschen beeinflussen.
Körperliche Vorgänge (Merkmal von Emotionen)
Organische Äußerungen von Emotionen wie erhöhter Hautwiderstand, Muskelanspannungen, Erweiterung oder Verengung der Pupille, verstärkte Magen- und Darmtätigkeit oder Schweißausbruch.
Seelische Befindlichkeiten
Qualitativ unterschiedliches Erleben körperlicher Erregung (z. B. Freude, Trauer, Ärger, Angst, Zorn), das die Wahrnehmung und das Denken verändert sowie ein 'Herausgerissensein' aus dem Normalzustand bewirkt.
Verhalten (Merkmal von Emotionen)
Die durch Emotionen aktivierte oder gesteuerte Reaktion, die Leistungsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit erhöhen oder aber zu Passivität, Lähmung sowie Annäherungs- bzw. Vermeidungsverhalten führen kann.
Motiv
Ein von außen nicht erkennbarer Beweggrund, der menschliches Verhalten aktiviert.
Motivation
Ein gedankliches Konstrukt für Prozesse, die Verhalten aktivieren sowie dieses hinsichtlich seiner Richtung, Ausdauer und Intensität steuern; Gesamtheit von Motiven, die einen Menschen zu einer bestimmten Handlung bewegt.
Intrinsische Motivation
Primäre, sachbezogene Motivation, bei der eine Handlung um ihrer selbst willen geschieht und der Beweggrund in der Person selbst liegt (z. B. Sinnhaftigkeit, Freude, Neugier, eigene Werte).
Extrinsische Motivation
Sekundäre, sachfremde Motivation, bei der eine Handlung als Mittel zum Zweck dient und der Beweggrund zweckgebunden an eine Belohnung oder positive Konsequenz geknüpft ist (z. B. Geld, gute Noten, Anerkennung, Status).
Aktivierung (Merkmal der Motivation)
Prozess, in welchem menschliches Verhalten durch Motive in Bewegung gesetzt wird.
Richtung (Merkmal der Motivation)
Ausrichtung der Aktivität auf ein bestimmtes Ziel hin, die in der Regel so lange bestehen bleibt, bis das Ziel erreicht ist.
Intensität (Merkmal der Motivation)
Grad der Stärke einer Aktivität bzw. des Wunsches nach der Zielerreichung.
Ausdauer (Merkmal der Motivation)
Beständigkeit, mit der ein zielstrebiges Verhalten über die Zeit hinweg aufrechterhalten wird.
Triebtheorie (Sigmund Freud)
Biologisches Modell der Psychoanalyse nach Sigmund Freud, das besagt, dass menschliches Verhalten durch bestimmte angeborene Triebe bestimmt wird.
Instinkttheorie (Konrad Lorenz)
Biologisches Modell der Verhaltensforschung nach Konrad Lorenz, das besagt, dass Verhalten durch Instinkte und angeborene Auslösemechanismen ausgelöst und gesteuert wird.
Homöostatische Theorien
Bedürfnistheorien zur Entstehung von Motivation, nach denen eine Abweichung vom organismischen Gleichgewicht zur Aktivierung führt, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.
Anreiztheorien
Konditionierungstheorien der Motivation, nach denen die Aktivität des Menschen durch das Herbeiführen angenehmer Situationen oder das Vermeiden beziehungsweise Beenden unangenehmer Situationen entsteht.
Kognitive Theorien der Motivation
Theorien, die besagen, dass Erwartungen und kognitive Prozesse (wie Modelllernen) den Menschen dazu motivieren, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen.
Humanistische Theorien der Motivation
Theorien (wie die Motivationstheorie nach Maslow oder die personenzentrierte Theorie von Carl R.), nach denen der Mensch aktiv wird, um Selbstverwirklichung zu ermöglichen.
Zusammenhang von Emotion und Motivation
Eng verbundene Prozesse, bei denen Emotionen die Befindlichkeitsseite und Motivation die Antriebsseite darstellen; Bedürfnisse verursachen Gefühle, und Gefühle wirken motivierend und setzen Handlungen in Gang.
Regulationsfunktion von Gefühlen
Funktion von Emotionen, die sich meldet, wenn Körperfunktionen in ein Ungleichgewicht geraten, und den Organismus vor Beeinträchtigungen schützt.
Selektionsfunktion von Gefühlen
Funktion von Emotionen, die beeinflusst, was und wie etwas wahrgenommen wird, indem sie die Wahrnehmung auf bestimmte Dinge fixiert.
Motivationsfunktion von Gefühlen
Funktion von Emotionen, die unser Verhalten aktiviert, steuert und in Gang setzt.
Ausdrucksfunktion von Gefühlen
Funktion von Emotionen mit Mitteilungscharakter, die anderen über Mimik, Gestik, Gebärdensprache, Körpersprache und Tonfall kundgibt, was man empfindet.
Wertungsfunktion von Gefühlen
Funktion von Emotionen, die anzeigt, was wir schätzen, mögen, vorziehen oder ablehnen und verabscheuen.
Soziale Funktion von Gefühlen
Funktion von Emotionen, die den sozialen Umgang steuert, indem sie Regeln und Schranken setzt sowie soziale Beziehungen stabilisiert.
Basisemotionen nach Ekman
Die sieben grundlegenden Emotionen nach Ekman: Überraschung, Wut, Freude, Traurigkeit, Verachtung, Angst und Ekel.