Pflege Test 1

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40 Terms

1
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Deuten

Aufgrund des präoperationalen Stadiums deutet das Kind die Erkrankung durch magisches Denken und Egozentrismus. Denkt, es wird für ein Fehlverhalten bestraft. Entwickelt evtl. Misstrauen gegen Bezugsperson o. PFK, weil es nicht einschätzen kann, dass schmerzhafte o. unangenehme Maßnahmen hilfreich sind. Schmerzen o. Durst können sprachlich nicht differenziert kommuniziert werden.

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Erleben → Autonomie vs Scham + Ekel

Kind erlebt starkes körperliches Unbehagen durch Symptome wie Bauchkrämpfe, Übelkeit und Erbrechen. Es verspürt dadurch große Angst und Unsicherheit. Das Kind hat noch keine Zeitkonstanz, dadurch erlebt es die Schmerzen als unendlich und dauerhaft – versteht noch nicht, dass der Schmerz wieder vorbeigeht. → Verlust der Körperkontrolle → Total erschöpft

3
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Verarbeiten

erfolgt zunächst durch Regression. Kind weint, hat Trennungsangst [unleserlich durchgestrichen] und klammert. Im späteren Verlauf, wenn die Symptome nachlassen, verarbeitet es die Situation spielerisch im Symbolspiel, um das Erlebte zu kontrollieren und zu bewältigen.

4
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Erleben / Deuten

ERLEBEN: → Schock des Erbrechens → Verlust der Körperkontrolle // „Versagen“ → Totale Erschöpfung → evtl. dauerhafte und unendlich. DEUTEN: → Schuld + Strafe → Misstrauen gegenüber Bezugspersonen → Personifizierung des Schmerzens

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Verarbeitung

→ Regression (Rückschritt in der Entwicklung) → Klammern und Trennungsangst → Agression und Verweigerung → Verarbeitung im Nachgang spielerisch

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Beschreibe 2 Ziele von hygienischen Maßnahmen

  1. Unterbrechung von Infektionsketten: Hygienemaßnahmen verhindern, dass Erreger von einer Infektionsquelle auf ein neues Opfer / [gegen Signale?] übertragen werden. Ausbreitungsweg wird gezielt blockiert → Bsp. Iso. im Einzelzimmer und tragen Schutzkleidun[g]. 2. Allgemeine Keimreduktion zum Schutz von Pat. und Personal: Durch regelmäßige Reinigung u. Desinfektion wird die Keimlast in der Umgebung dauerhaft so niedrig wie möglich gehalten. Senkt das Risiko für nosokomiale Infektionen. Bsp.: Nutzung von viruziden Desinfektionsmittel für Hände und Flächen, da Noroviren extrem widerstandsfähig sind.
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Erleben / Deuten – Fallanalyse eines 2-jährigen Kindes

ERLEBEN → Kind erlebt körperliches Unbehagen durch Symptome wie Bauchkrämpfe + Übelkeit. Verspürt Angst und Verunsicherung durch fremde Umgebung sowie Schmerzen bei pflegerischen Maßnahmen wie PVK-Anlage. DEUTEN → ∅ Verständnis für Ursache-Wirkung-Zusammenhänge. Deuten Schmerz o. Durst als Bedrohung ihrer Sicherheit o. als Strafe.

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Verarbeitung

→ Verarbeitung erfolgt durch regressives Verhalten (Weinerlichkeit, Anhänglichkeit) – bei schwerer Dehydratation → Apathie und Rückzug

9
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Applikationsort / Applikationsarten

APPLIKATIONSORT: → i.v. → direkt in die Vene → s.c. → Unterhautfettgewebe → i.o. → Infusion direkt in das Knochenmark. APPLIKATIONSARTEN: Schwerkraftinfusion → Flüssigkeit läuft allein durch Schwerkraft. Infusionspumpe → elektrische Dosiergerät, das große Mengen Flüssigkeiten über einen längeren Zeitraum exakt pumpt. Perfusor → Elektrisches Gerät für hochwirksame Med. o. sehr kleine Flüssigkeitsmenge. Schiebt Kolben einer Spritze ganz langsam & präzise vorwärts.

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Nenne 2 Organe, die an der Regulation des pH-Werts beteiligt sind

Lunge → Ausatmung von (CO_2). Nieren → Ausscheidung von (H^+) über den Urin und gleichzeitige Rückgewinnung von (HCO_3^-).

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Stadien der Dehydratation

KINDER: Einteilung nach Gewichtsverlust (CDS). Grad 1 ((>5%)): VZ normal; Harnmenge evtl. vermindert. Grad 2 ((>5\text{–}9%)): unruhig, müde, Augen leicht eingesunken, Schwindel, Zunge klebrig. Grad 3 ((>10%)): apathisch, somnolent, bewusstlos, trinkt schlecht, zyanotische Extremitäten, Hautturgor (\downarrow). ERWACHSENE: Mild (∅ Beeinträchtigung). Moderat (Zeichen der Exsikkose): eingeschränkte Aktivität, körperliche Beeinträchtigung. Schwer (Vigilanzminderung + Nierenversagen): vitaler Bedrohung, ausgeprägte Dehydratation, Elektrolytstörung, Hypokaliämie.

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Beschreibe 4 Maßnahmen, die den Verbandwechsel bzw. die Pflege der Insertionsstelle einer peripheren Verweilkanüle betreffen

1.) Tägliche Inspektion und Palpation → Einstichstelle täglich durch den Transparentverband auf Rötung, Schwellung o. Sekretion prüfen. Durch leichtes Abtasten und gezielte Schmerzabfrage werden Druckschmerzen erkannt. 2.) Aseptischer Verbandswechsel nach Bedarf → Ein Verbandswechsel erfolgt nur bei Ablösung o. Verschmutzung. Dieser geschieht streng aseptisch (Non-Touch-Technik) inkl. einer Hautantiseptikum, gefolgt von einem neuen sterilen Transparentverband. 3.) Konsequente Indikationsprüfung und Entfernung → Die Kanüle wird sofort entfernt, wenn lokale Entzündungszeichen (Phlebitis-Verdacht) auftreten, die Infusion paraläuft o. der Zugang med. nicht mehr benötigt wird. 4.) Lückenlose Dokumentation → Anlagedatum, Entfernen sowie die tägliche Kontrollergebnisse (Zustand der Einstichstelle und Schmerzstatus) muss sofort und nachvollziehbar in der Patientenakte dokumentiert werden.

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Nenne die Grenzwerte der Osmolarität von Infusionslösungen bei peripherer und zentralvenöser Gabe bei Erwachsenen und Kindern

Erwachsene = max. (800,\mathrm{mOsmol/L}). Kinder = max. (600,\mathrm{mOsmol/L}). Zentralvenös → keine strikte Obergrenze (theoretisch bis ca. (1500\text{–}2800,\mathrm{mOsmol/L}) möglich).

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Erläutere Aspekte, die vor der Applikation einer Infusionslösung überprüft werden müssen!

Sicherheitskontrolle und Patientenbeobachtung. Kernfrage = Ist das die richtige Infusion für diesen Pat. → 10-R-Regel → Sichtprüfung der Lösung → Zugangskontrolle → Vitalzeichenkontrolle → Medi. 30 min vor Applikation zumischen

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Erkläre Grundlagen zur Infusionstherapie, im Speziellen: Definition, Ziele, Applikationsorte- und arten

ist die kontinuierliche Verabreichung von Flüssigkeiten, Elektrolyten, Nährstoffe oder Medikamente. Dies geschieht parenteral unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts direkt in den Körper. ZIELE: Volumensubstitution = Ausgleich von Flüssigkeits- und Blutverlust. Elektrolytausgleich = Korrektur von Störung im Salzhaushalt. Med.applikation = Sichere & kontinuierliche Arzneimittelgabe. Parenteraleernährung = Zufuhr von Energie und Nährstoffen, wenn eine orale Ernährung ∅ möglich ist

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Erläutere 3 Komplikationen einer AGE

  1. Dehydratation / Exsikkosis → Durch starken Brechdurchfall verliert der Körper massiv Wasser. Wird der Verlust nicht ausgeglichen, trocknet der Körper aus. Für Ältere und Säuglinge besonders lebensgefährlich. | 2. Hypovolämischer Schock → Bei extremem und schnellem Flüssigkeitsverlust sinkt das Blutvolumen. Das Herz kann Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgen; lebensbedrohlicher Kreislaufkollaps. | 3. Elektrolytenentgleisung, insbesondere Kalium → Durchfall entzieht wichtige Salze. Starker Kaliummangel stört die elektrische Reizleitung und kann Herzrhythmusstörungen und Muskelkrämpfe verursachen.
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Applikationsarten (Infusion)

Schwerkraftinfusion → Flüssigkeit fließt durch den Höhenunterschied zwischen Infusionsflasche und Patient. Tropfgeschwindigkeit wird manuell per Rollklemme eingestellt. | Elektrisches Pumpsystem (Infusomat / Perfusor) → Konstante Infusionsgeschwindigkeit wird elektrisch eingestellt. | Druckinfusion → Medizinisches Notfallverfahren: Infusionslösung wird mit künstlich erhöhtem Druck (manuelle Druckmanschette oder maschinell, z. B. Rapid Infuser) infundiert.

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Erkläre Grundlagen zur Infusionstherapie, im Speziellen: Definition, Ziele, Applikationsorte und -arten

Definition → Kontinuierliche parenterale Verabreichung von Flüssigkeiten, Elektrolyten, Nährstoffen oder Medikamenten unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts direkt in den Körper. | Ziele: Volumensubstitution = Ausgleich von Flüssigkeits- und Blutverlust; Elektrolytausgleich = Korrektur von Störungen im Salzhaushalt; Medikamentenapplikation = sichere und kontinuierliche Arzneimittelgabe; parenterale Ernährung = Zufuhr von Energie und Nährstoffen, wenn orale Ernährung nicht möglich ist.

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Vitalzeichen mit Fachbegriffen

Blutdruck → Hypotonie (niedrig), Hypertonie (hoch) | Herzfrequenz → Tachykardie (schnell), Bradykardie (langsam), Arrhythmie (unregelmäßig) | Atmung → Tachypnoe (schnell / hoch), Azidoseatmung (tiefe Atmung bei Übersäuerung) | Temperatur → Hyperthermie, Fieber | AZ = (20\text{–}30) | Puls = (100\text{–}120) | RR = (100/60)

20
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Akute Gastroenteritis (AGE): Definition und Symptome

Definition → Plötzliche Schleimhautentzündung von Magen und Dünndarm, teils auch des Dickdarms. | Leitsymptome → Diarrhö; Erbrechen (Emesis / Vomitus). | Begleitsymptome → Übelkeit (Nausea), Bauchschmerzen, Fieber und Schwäche.

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Beschreibe 2 Übertragungswege des Norovirus und gib je ein Beispiel dafür

Direkt → Viren werden direkt von Hand zu Mund übertragen. | Fäkal-oral → Beispiel: Mutter wechselt Windeln; trotz Händewaschen können unsichtbare Viruspartikel an den Händen bleiben. Mutter isst einen Apfel oder fasst ihre Nase an; Viren gelangen an die Schleimhaut. | Indirekt → über kontaminierte Gegenstände / Vehikel. Beispiel: Jemand fasst eine Türklinke an, auf der Noroviren kleben, und isst ohne Händewaschen.

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Erreger einer AGE

Viren = Noroviren, Rotaviren | Bakterien = Salmonellen, Clostridioides difficile, Staphylococcus aureus

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Reinigung, Desinfektion, Sterilisation

Reinigung = Mechanische Entfernung von sichtbarem Schmutz; Erreger werden nicht abgetötet, nur entfernt (Keimreduktion (10^{-1}) bis (10^{-2})). | Desinfektion = Gezielte Abtötung oder Inaktivierung von Erregern (Keimreduktion (10^{-5})). | Sterilisation = Vollständige Vernichtung aller lebenden Mikroorganismen → absolute Keimfreiheit ((10^{-6})).

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Beschreibe in groben Zügen den Renin-Angiotensin-Aldosteron-Mechanismus

Erbrechen und Diarrhö führen zu Flüssigkeitsverlust, dadurch sinken Blutvolumen und Blutdruck. Die Nieren schütten Renin aus. Renin spaltet Angiotensinogen zu Angiotensin I. ACE wandelt Angiotensin I in Angiotensin II um. Angiotensin II bewirkt Vasokonstriktion und stimuliert die Nebennierenrinde zur Aldosteronausschüttung. Aldosteron steigert die Rückresorption von Natrium; ADH die Wasserrückresorption im Sammelrohr. Zusätzlich werden Durstempfinden und ADH-Freisetzung ausgelöst. Zusammen steigt das Blutvolumen und der Blutdruck wieder an.

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Erläutere 5 Aufgaben der Niere

1) Exkretorische Funktion → Filtration des Blutes und Ausscheidung harnpflichtiger Substanzen wie Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin sowie Medikamentenrückstände über den Urin. | 2) Regulation des Flüssigkeitshaushalts → Urin je nach Bedarf konzentrieren oder verdünnen, um Ödeme oder Dehydratation zu verhindern. | 3) Regulation von Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt → Gleichgewicht von Natrium und Kalium; Stabilisierung des Blut-pH durch Ausscheidung überschüssiger Säuren. | 4) Endokrine Funktion → Erythropoetin zur Bildung roter Blutkörperchen; Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form für den Knochenstoffwechsel. | 5) Blutdruckregulation → Steuerung des Flüssigkeitsvolumens und Ausschüttung von Renin; Aktivierung des RAAS.

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Unterscheiden Sie zwischen Primär- und Sekundärharn

Primärharn → Entsteht durch Filtration des Blutes in den Glomeruli; ca. (180,\mathrm{L/Tag}). Enthält noch viele wichtige Nährstoffe, Glucose, Elektrolyte, Wasser und Harnstoff. | Unterschied → Im Tubulussystem werden etwa (99%) des Wassers sowie Nährstoffe in den Blutkreislauf rückresorbiert. | Sekundärharn → Konzentrierter Urin, der nach der Rückresorption übrig bleibt; täglich ca. (1{,}5\text{–}2,\mathrm{L}) werden über die Harnblase ausgeschieden.

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Definiere die glomeruläre Filtrationsrate (GFR)

Menge an Primärharn, die von allen Glomeruli beider Nieren pro Minute gebildet wird. Bei gesunden jungen Erwachsenen ca. (120,\mathrm{ml/min/1{,}73,m^2}); daraus entstehen etwa (180,\mathrm{L}) Primärharn pro Tag. Die GFR dient zur Beurteilung der Nierenfunktion. Im Alter nimmt sie ab, da die Zahl funktionsfähiger Nierenkörperchen sinkt.

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Nenne 5 Maßnahmen bei Norovirus (EvKB)

  1. Unterbringung im Einzelzimmer mit eigener Toilette (Kohortenisolierung möglich). | 2. Schutzkittel bei direktem Patientenkontakt. | 3. Schutzhandschuhe bei Kontakt mit Ausscheidungen. | 4. FFP2-Masken. | 5. Gezielte Flächendesinfektion (viruzid) der patientennahen Flächen. | Zusätzlich: Patient über Isolationsmaßnahme aufklären; Zimmertür geschlossen halten; Besucherregulation durch Pflegepersonal; Zimmer mit Hygieneschild kennzeichnen.
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Bilirubinstoffwechsel und Hyperbilirubinämie

Rote Blutkörperchen werden am Ende ihrer Lebenszeit in Milz, Leber oder Knochenmark abgebaut. Hämoglobin wird in Häm und Globin gespalten; daraus entsteht Bilirubin. Das hydrophobe Bilirubin bindet im Blut an Albumin und wird als indirektes/unkonjugiertes Bilirubin zur Leber transportiert. In der Leber wird Albumin abgespalten; Bilirubin wird durch Glukuronyl-Transferase an Glucuronsäure gekoppelt und wasserlöslich → direktes/konjugiertes Bilirubin. Es gelangt über die Gallenwege in den Darm. Darmbakterien bilden Sterkobilin und Urobilinogen. Sterkobilin wird überwiegend mit dem Stuhl ausgeschieden; Urobilinogen teilweise über den Urin oder gelangt über den enterohepatischen Kreislauf zurück zur Leber. Bei Neugeborenen ist der Abbau erhöht bzw. die Verarbeitung unreif; bei stark erhöhten Werten (über (20,\mathrm{mg/dl}) laut Transkription) droht Kernikterus.

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Pflegemaßnahmen bei Phototherapie und Hautpflege beim Neugeborenen

Phototherapie: Augenschutz durch spezielle Brille; erhöhter Flüssigkeitsbedarf; regelmäßiger Lagerungswechsel für gleichmäßige Bestrahlung. | Hautpflege: Neugeborenenhaut ist dünner und verliert schneller Wasser (hoher TEWL); pH-neutrale Produkte verwenden und nach dem Baden ggf. rückfettende Lotionen.

31
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Pathophysiologie des Durchfalls

Ungleichgewicht zwischen Sekretion und Resorption. Der Körper produziert täglich ca. (7\text{–}10,\mathrm{L}) Verdauungssäfte (Speichel, Magensaft, Galle, Pankreassaft), die normalerweise im Dünndarm fast vollständig rückresorbiert werden. Bei AGE ist dieser Prozess durch die Entzündung der Schleimhäute gestört; unresorbierte Verdauungssäfte führen zu wässrigem Durchfall.

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Ermitteln des Schweregrads der Dehydratation

(\frac{\text{Gewichtsverlust}}{\text{Ausgangsgewicht}}\times100%) | Grad 1: (>5%) | Grad 2: (6\text{–}9%) | Grad 3: (>10%) | Rechennotiz am Rand: (80:90)

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Berechnung der Infusionsgeschwindigkeit

Für Pumpen: (\frac{\text{Gesamtmenge}}{\text{Zeit}}). | Für Tropfen: (\frac{\text{Gesamtmenge}\times20}{\text{Zeit in Minuten}}). | Merken: (1,\mathrm{ml}) Infusionslösung = (20) Tropfen.

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Fetaler Kreislauf / 3 fetale Kurzschlüsse

Der fetale Kreislauf unterscheidet sich vom Erwachsenen, da das Kind im Mutterleib noch nicht selbst atmet und über die Plazenta mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Drei Kurzschlüsse umgehen Leber und noch kollabierte Lunge: Ductus venosus Arantii, Foramen ovale cordis und Ductus arteriosus Botalli. Mit dem ersten Atemzug entfaltet sich die Lunge; Foramen ovale und Ductus arteriosus schließen innerhalb kurzer Zeit und die Trennung von Lungen- und Körperkreislauf wird hergestellt. Ductus venosus Arantii: umgeht die Leber und verbindet die Nabelschnurvene mit der Vena cava inferior. Foramen ovale cordis: Öffnung zwischen rechtem und linkem Vorhof, umgeht den Lungenkreislauf. Ductus arteriosus Botalli: Gefäßverbindung zwischen Lungenschlagader und Aorta, umgeht die kollabierte Lunge.

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Vorbeugen SIDS (Plötzlicher Kindstod)

Schlafen in Rückenlage im Schlafsack; keine Decken oder Kissen wegen Überwärmung; Stillen vermindert das Risiko; eigenes Bett im Elternschlafzimmer; rauchfreie Umgebung; Raumtemperatur ca. (16\text{–}18,^\circ\mathrm{C}).

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Hautveränderungen beim Neugeborenen

Käseschmiere (Vernix Caseosa): schützt die Haut vor dem Aufweichen im Fruchtwasser. Neugeborenenikterus: Gelbfärbung durch Bilirubinablagerung.

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Prophylaxe NG – Neugeborenenscreening

Fersenblutentnahme in der 36.–72. Lebensstunde zur frühzeitigen Diagnose angeborener Stoffwechsel-, Hormon- oder Immunstörungen. Ziel: notwendige Therapien vor dem Auftreten erster Symptome einleiten, um irreversible Organschäden oder geistige Behinderung zu verhindern. Ein Hörscreening wird ebenfalls durchgeführt.

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Infant Handling Grundprinzip

Konzept basiert auf Interaktion über Berührung und Bewegung. Es nutzt die funktionale Anatomie und fördert Eigenbewegung und Wahrnehmung des Säuglings durch entwicklungsfördernde Griffe. Zudem ist es stressreduzierend, gibt Sicherheit und stärkt die Bindung.

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Vitamin K Substitution

Prophylaxe gegen erhöhte Blutungsneigung und gefährliche Hirnblutungen durch physiologisch niedrigen Vitamin-K-Spiegel. In den ersten 3 Vorsorgeuntersuchungen jeweils (2,\mathrm{mg}) Vitamin-K-Tropfen; das Kind muss alle 3 Gaben erhalten.

40
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Standzeiten & Verabreichung / Pflegediagnosen

Infusionssysteme mit Lipidlösung: (24,\mathrm{Std.}) Infusionssysteme ohne Lipidlösung: (96,\mathrm{Std.}) Verabreichung von Blutprodukten: max. (6\text{–}24,\mathrm{Std.}) Pflegediagnose Flüssigkeitshaushalt, defizitär: Ä Flüssigkeitsverlust durch Diarrhö + Emesis, Fieber; > unzureichende orale Aufnahme → Übelkeit. Pflegediagnose Stuhlgang, beeinträchtigt: Ä infektiöser entzündlicher Prozess im Magen-Darm-Trakt; Hyperperistaltik des Darms.