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Flexion
Prozess, bei dem aus lexikalischen Wörtern syntaktische Wörter entstehen, welche sich aufeinander und auf außersprachliche Wöretr beziehen. Mithilfe der Flexion werden Lexeme in Wortformen umgewandelt.
Unterschied Flexion und Wortbildung
Bei der Flexion eines Lexems ändert sich nie dessen Wortart
Ein Lexem wird mit Hilfe von Flexion in eine auch morphologische Beziehung zu anderen Lexemen gesetzt.
Flexionskategorien und Flexionsarten
Numerus: Singular, Plural
Genus Maskulinum, Femininum, Neutrum
Person: 1,2,3 Person
Kasus: Nominativ, Akkusativ, Genitiv, Dativ
Tempus: Präsenz, Perfekt, Präteritum, Plusquamperfekt, Futur1, Futur2
Modus: Indikativ, Imperativ, Konjunktiv1, Konjunktiv2
Genus Verbi: aktiv, passiv
Komparation: positiv, Komparativ, Superlativ
Welche Flexionskategorien gehören zu der Deklination?
Kasus, Numerus, Genus, Komparation
Welche Flexionsarten gehören zur Konjugation?
Tempus, Numerus, Person, Modus, Genus verbi
8 Wortarten
Nomen, Verb, Adverb, Adjektiv, Präposition, ArtikelPronomen, Partikel, Konjunktion
Wortartenbestimmung Flektierbarkeit - Fragen
Kasustestfragen, Deklinatioin testen, Komparation testen, Konjugation testen
Kasustestfragen
Wer oder was - Nominativ, Wen oder was - Akkusativ, Wessen - Genitiv, Wem - Dativ
Deklination testen
Kann das Wort einen Kasus annehmen?
Komparation testen
Kann das Wort gesteigert werden ?
Konjugation testen
Tempus prüfen
Kriterien der Wortartbestimmung: Distribution
Frage nach der Stellung im Satz
kann ein Wort im Vorfeld eines Satzes stehen? - Vorfeldfähig?
Kann ein Wort zwischen Artikel und Nomen vorkommen?
Stellt ein Wort eine Verknüpfung zwischen zwei Wärtern, Phrasen oder Sätzen her?
Kann ein Wort alleine stehen und wenn ja, in welchen Kontexten?
Distribution: Kombinierbarkeit
Wörter die dazu dienen, andere Wörter, Wortgruppen Sätze miteinander zu verbinden
Subjunktion
Wörter, die ausschließlich Sätze verbinden
Koordinierende Konjunktion
Wörter, die Sätze, Phrasen, Wörter gleichermaßen verbinden können
Kombinationsmöglichkeiten von Wörtern
Verbunden mit der frage nach der generellen Stellung im Satz
Rektion
Ein Wort verlangt, dass ein anderes Wort in einem bestimmten Kasus steht.
Kongruenz
Wörter stimmen in bestimmten grammatischen Merkmalen überein (Kasus, Numerus, Genus)
Bezugswörter
Manche Wörter brauchen Bezugswörter, ohne die sie nicht verwendet werden können.
Distribution: Vorfeldfähigkeit
Vorfeld- finites Verb- Mittelfeld ?- infinites Verb?- Nachfeld ?
Systematik der Wortartenbestimmung als Wortartenmurmelbahn

Syntax
Beschäftigt sich mit Sätzen oder Äußerungen und fragt danach, aus welchen Bestandteilen Sätze und Äußerungen bestehen.
Ein System von Regeln, nach denen aus kleinere Einheiten (Wörter und Wortgruppen) wohlgeformte grammatische Sätze einer Sprache gebildet werden.
Satz
Der Satz ist die größte Einheit, mit der sich die Grammatik beschäftigt
Ist eine Einheit, die aus einem finiten Verb und mindestens allen vom Verb verlangten Satzgliedern besteht
Ist die größte Einheit, die man mit den Regeln der Syntax erzeugen kann
Konstituenten
Übergeordneter Begriff für die Bausteine von Sätzen
Konstituenten bestehen aus einem oder mehreren Wörtern
Konstituenten können andere Konstituenten enthalten
Wie wird ein Satz analysiert ?
Traditioneller satzbauplan

Valenzgrammatikalische Darstellung
Basis: finites Verb ist das strukturelle Zentrum eines jeden Satzes
Abhängigkeit der Konstituenten vom Verb wird sichtbar gemacht
Phrasen
Kategorielle Perspektive
Welche Arten, Kategorien von Konstituenten finden sich in einem Satz ?
Nominalphrasen
Adjektivphrasen
Adverbialphrasen
Präpositionalphrasen
(Verbalphrasen)
Satzglieder
Funktionelle Perspektive
Welche Aufgabe haben die Konstituenten in einem Satz?
Subjekt
Prädikat
Prädikativum
Genitiv-, Dativ-, Akkusativ-, Präpositionalobjekt
Adverbial
Verschiebeprobe - Permutationstest
Einzelne Wörter oder Wortgruppen werden um das finite Verb herum verschoben
Der Satz muss grammatisch bleiben
Die Information, Aussage muss gleich bleiben
Die Satzart muss gleich bleiben
Ersatzprobe - Substitution
Es wird untersucht ob eine Wortgruppe als ganze durch ein Wort (Pronomen) ersetzt werden kann
Wenn das geht ist sie eine Konstituente
Anfangsstellungsprobe - Topikalisierung
Kann die Wortgruppe VOR das finite Verb gestellt werden, ohne dass der Satz undramatisch wird ?
Satz
ist eine Einheit, die aus einem finiten Verb und mindestens allen vom Verb verlangten Satzgliedern besteht
ist eine abgeschlossene Einheit, die nach den Regeln der Syntax gebildet ist;
ist die größte Einheit, die man mit den Regeln der Syntax erzeugen kann.
Die Untereinheiten der Syntax
Wörter/ Wortarten, Phrasen, Konstituenten und Teilsätze:
Phrasen
Wortgruppen, die eng zusammengehören.
Bilden Zwischenebene zwischen Wort und Satz
Notation Phrasentypen

Subjekt
Ist mit wer oder was erfragbar
Ist das worüber man spricht
Ist kongruenzauslösend = Numerus und Person des finitenn Verbs werden angepasst
Kann auch Satzwertig sein
Attribute
Sekundäre Satzglieder
Bestimmen Adjektive oder Nomen näher, indem sie eine zuschreiben von Eigenschaften vornehmen
Kein eigenes Satzglieder, sondern teil eines Satzglieder
Adjektivattribut) Das Attribut ist ein Adjektiv
Genitivattribut) Das Attribut steht im Genitiv
Präpositionalattribut) Das Attribut ist eine PP
Adverattribut) Das Attribut ist ein Adverb
Prädikat
Das Prädikat ist das Verb oder die Verbgruppe im Satz
ES sagt aus, was das Subjkt tut, was mit ihm geschieht oder in welchem Zustand es ist
Ist durch Kongruenz auf das Subjekt bezogen - Das Verb passt sich an das Subjekt an
Prädikativ(um)
Wird das Prädikat mit einem Kopulaverb (sein, werden, bleiben, scheinen, heißen) gebildet,steht es mit einem substantivischen (Er ist Lehrer.) oder adjektivischen (Er wurde krank.) Prädikativum [Kriterium: syntaktisch]
Prädikativa treten auf:
subjektbezogen (Er ist ein Idiot.)
objektbezogen (Sie heißt ihn einen Idioten.) [Kriterium: syntaktisch]
bezieht sich auf ein Subjekt oder Objekt und und weist diesem Eigenschaften zu
4 Hauptgruppen von Verben
Vollverben) Verben, die allein das Prädikat in einem Satz bilden und eine eigenständige Bedeutung haben
Hilfsverben) Gramm. Hilfsstrukturen, die nur zusammen mit Vollverben auftreten können
Modalverben) Können nicht alleine stehen, benötigen ein Vollverb, drücken aus ob etwas möglich, notwendig, erlaubt, gewollt oder verpflichtend ist
Kopularverben) Verkuppeln zwei Einheiten und tragen keine oder nur eine geringe eigene Bedeutung
Objekt
Ein Objekt ergänzt das Verb
Der Zielpunkt des verbalen Geschehens
Frage : wen was ?
Direktes Objekt steht meinst im Akkusativ , indirektes im Dativ
Präpositionale Objekt
Bei präpositionalen Objekten hängt die Präposition vom Verb ab (Er hat sich nicht um seinen Hund gekümmert. Sie fahnden nach dem Erpresser.) und ist nicht austauschbar. [Kriterium:
formal]
Adverbial
Adverbiale Bestimmungen beziehen sich auf das Verb - Er singt „laut“ oder auf den ganzen Satz „Wahrscheinlich“ kommt er „nicht“
Adverbiale drücken die näheren Umstände des Geschehens aus: [Kriterium: semantisch]
Ort (Lokaladverbial)
Zeit (Temporaladverbial)
Art und Weise (Modaladverbial)
Direktional (Richtung/Wohin?) (Er läuft aus dem Haus.)
Grund (Kausaladverbial) (Sie geht deshalb morgen an die Uni.)
Adverbiale können realisiert werden: [Kriterium: formal]
als Adverbien (Er kommt morgen.),
als AP (Er weinte laut),
als PP (Sie arbeitete an der Uni.),
als NP (Er tanzte die ganze Nacht.)
als Nebensätze (Sie tanzte, bis die Sonne aufging.)
Parataxe
Nebeneinander gleichberechtigte Hauptsätze, eine Satzreihe
2 Möglichkeiten der Verbindung: mit oder ohne eine Konjunktion.
Syndetische Verbindung (mit Konjunktion), z.B. Die Geisteswissenschaften reflektieren seit jeher die kulturellen Grundlagen der Menschheit, und sie sichern mit ihren Herangehensweisen den gesellschaftlichen Zugriff auf kulturelle Inventare.
Asyndetische Verbindung (ohne Konjunktion), z.B. Die Geisteswissenschaften reflektieren seit jeher die kulturellen Grundlagen der Menschheit, sie sichern mit ihren Herangehensweisen den gesellschaftlichen Zugriff auf kulturelle Inventare.
Hypotaxe
Stärker hierarchisierte Satzgefüge, die aus einer Kombination von Haupt- und Nebensätzen bestehen
Grundidee Dependenz und Valenz Grammatik
das Verb wird als Zentrum des Satzes betrachtet. Alle anderen Satzteile hängen hierarchisch vom Verb ab (Dependenz)
Ein Verb hat Leerstellen (Valenzpotenz= Anzahl der Leerstellen ) um sich herum, die es mit Satzgliedern besetzen muss oder kann, um einen grammatisch korrekten Satz zu bilden (Valenz).
Regens= übergeordnetes Element, das andere Elemente bestimmt (Verb)
Dependens= Element, das von einem anderen abhängig ist
Nexus= Gesamtheit aus einem Regens und einem dependens
Lineare Ordnung (Valenz dependenzgrammatik)
Beschreibt die Reihenfolge, in der Wörter im Satz tatsächlich auftauchen - Abfolge von links nach rechts
Strukturale Ordnung (Dependenz Valenz Grammatik)
Zeigt welche Wörter grammatisch voneinander abhängen

Strukturale Ordnung (Dependenz Valenz Grammatik)
Zeigt welche Wörter grammatisch voneinander abhängen
Dependenz Definition
Dependenz bedeutet, dass ein syntaktisches Element (dependens) von einem anderen Element (Regens) abhängig ist und durch eine Konnexion mit diesem verbunden wird.
Verbvalenz
Ein Verb kann bestimmte Satzteile an sich binden
Valenz beschreibt, wie viele Ergänzungen ein Verb an sich binden kann oder benötigt
Dependenz = die gebundenen Elemente sind vom Verb
Valenz = Wertigkeit eines Verbs (Wie viele Ergänzungen kann es an sich binden um gesättigt zu sein ?)
Die drei Valenzebenen
logische Valenz = Wie viele Ergänzungen fordern Verben?
Semantische Valenz= Welche Funktion/welche Rollen übernehmen die Ergänzungen im satz?
Morphosyntaktische Valenz= Welche grammatischen Eigenschaften haben die Ergänzungen?
Monovalente Verben
Frieren, schlafen, atmen …
Mitspieler des Verbs : Zwei arten von Mitspielern
Obligatorische Mitspieler (können nicht weggelassen werden) = Ergänzungen
Fakultativer Mitspieler (können weggelassen werden) = Angaben
Valenzrealisierung und Valenzpotenz
Häufig können relevante Informationen aus dem Kontext geschlossen werden, so dass nicht
alle Ergänzungen realisiert werden müssen (langue vs. parole!)
Die möglichen Leerstellen (= Valenzpotenz → Ebene der langue) eines Verbs sind nicht
immer voll ausgeschöpft (= Valenzrealisierung → Ebene der parole)
Lena isst. → Potenz: zweiwertig, Realisierung: einwertig
Lena isst Brot. → Potenz: zweiwertig, Realisierung: zweiwertig
Eva hilft gerne. → Potenz: zweiwertig, Realisierung: einwertig
Sie geht - Potenz: zweiwertig, Realisierung: einwertig
Semantische rollen
