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Antipsychotika Angriffspunkte
Blockade von Dopaminrezeptoren
Antipsychotische Wirkung (Mesolimbisches-mesokortikal)
EPS (nigrostriatal)
Hyperprlaktinämie (tuberoinfundibulär)
Blockade von Serotoninrezeptoren (5HT2A-Rezeptoren)
Antipsychotische Wirkung (Negativsymptome)
Außerdem andere Rezeptoren:
Antihistamin → Sedierend
Anticholinerg → Atropinartig
Antiadrenerg → Vasodilatation (Gefäßerweiterung)
Antipsychotika Einteilung

Benzodiazepine
Beispiele, Wirkung
Benzodiazepine z.B. Diazepam, Lorazepam
Z-Substanzen (Zopiclon, Zolpidem) Modulation am GABA Rezeptor
Barbiturate (z.B. Thiopental, Phenobarbital) immitiert GABA leicht überdosierbar
Wirkt Sedierend, anxiolytisch (angstlösend), hypnotisch, Krampflösend
Relevante Geschlechtsunterschiede
Frauen vulnerable für QT-Zeit Verlängerungen
Frauen haben geringeren Körperwassseranteil (höherer Dosis ausgeliefert)
Frauen Metabolismus Östrogenabhängig
Frauen mehr Körperfett → längere Wirkdauer, Dosisintervall verlängern
Gebrauch von Benzodiazepine
Absetzphänomene (REBOUND): psychomotorische Unruhe, Schlaflosigkeit, Ängstlichkeit → Ausschleichen der Therapie
Entzugssymptome: Krampfanfälle, schwere Depression, Delir, Psychose → max 4-8 Wochen Therapiedauer
Risikofaktoren Abhängigkeit Benzodiazepine
Überforderungssymptomatik
Suchterkrankungen inkl. Nikotin
Psychiatrische Komorbidität (z.B. Depression)
Angehörige medizinischer Berufe (einfachere Verfügbarkeit)
Ältere Patienten
Frauen
Abhängigkeitstypen, Therapie
Abhängigkeitstypen
Niedrigdosis-Abhängigkeit: fortgesetzte andauernde Einahme
Hochdosis-Abhängigkeit: Dosissteigerung, Toleranzenntwicklung, Kontrollverlust
Therapie:
Beratung- und Kurzintervention
Schrittweiser Entzug
5-K Regel Medikamentenabhängigkeit
Klare Indikation
Kleinst mögliche Dosis
Kürzester möglicher Zeitraum
Kein abruptes Absetzen
Kontraindikationen beachten (z.B. Suchterkrankungen)
Benzodiazepine & Z-Drug (BRZA) Absetzten
Weiter Einahme → anderen Schlafstörungen (z.B. restless Legs)
Unbehandelte Angst, Depression, physische oder mentale Störung

Was gehört zu einer guten Schlafhygiene?
Schlafhygiene in der Primärversorgung
Nur ins Bett gehen, wenn man wirklich müde ist → Das Bett wird mit Schlaf statt mit Wachsein verknüpft.
Das Bett nur zum Schlafen (und für Intimität) nutzen → Nicht im Bett lesen, fernsehen oder am Handy sein.
Wenn nach 20–30 Minuten kein Schlaf eintritt, das Schlafzimmer verlassen → Ruhige Tätigkeit ausüben, bis wieder Müdigkeit einsetzt.
Falls nach dem Zurückgehen ins Bett erneut kein Schlaf eintritt, Schritt 3 wiederholen → Verhindert Frustration und Grübeln im Bett.
Jeden Morgen zur gleichen Zeit mit einem Wecker aufstehen → Stabilisiert den Schlaf-Wach-Rhythmus.
Tagsüber keine Nickerchen machen → Erhöht den Schlafdruck für die Nacht.
Nach mittags kein Koffein mehr konsumieren → Koffein kann das Einschlafen erschweren.
In den letzten 2 Stunden vor dem Schlafengehen Sport, Nikotin, Alkohol und große Mahlzeiten vermeiden → Fördert einen ruhigeren und erholsameren Schlaf.
Schlafhygiene in Pflegeeinrichtungen
Vorhänge tagsüber öffnen → viel helles Tageslicht fördert den Tag-Nacht-Rhythmus.
Lärm (z. B. Alarme) möglichst reduzieren → verhindert unnötiges Aufwachen.
Tagsüber aktivieren und Schlafen am Tag vermeiden → erhöht die Müdigkeit am Abend.
Mittagsschlaf begrenzen → maximal 30 Minuten, keine Nickerchen nach 14 Uhr.
Abends ein warmes koffeinfreies Getränk oder warme Milch anbieten → wirkt beruhigend und fördert das Einschlafen.
Vor dem Schlafengehen Essen, Koffein und Rauchen einschränken → verbessert die Schlafqualität.
Vor dem Zubettgehen zur Toilette gehen → verringert nächtliches Aufwachen.
Regelmäßige Schlafens- und Aufstehzeiten einhalten → stabilisiert den biologischen Rhythmus.
Nachts nicht für routinemäßige Pflege wecken → unnötige Schlafunterbrechungen vermeiden.
Rückenmassage oder sanfte Massage anbieten → fördert Entspannung und erleichtert das Einschlafen.
Wie wird Kognitive Verhaltenstherapie bei Schlafstörungen eingesetzt?
Was ist die kognitive Verhaltenstherapie (CBT)?
Die kognitive Verhaltenstherapie umfasst 5–6 Sitzungen, in denen Wissen über Schlaf und Schlafstörungen vermittelt wird. Außerdem werden Strategien wie Stimuluskontrolle, Schlafrestriktion, Schlafhygiene, Entspannungsübungen und unterstützende Beratung eingesetzt.
Wirkt sie?
Ja. Studien zeigen, dass die kognitive Verhaltenstherapie den Schlaf verbessert und die positiven Effekte auch langfristig bestehen bleiben.
Wer kann sie durchführen?
In der Regel wird sie von klinischen Psychologen durchgeführt. Auch andere entsprechend geschulte Fachkräfte können Teile der Therapie oder die Schlafberatung anbieten. Zusätzlich gibt es Selbsthilfeprogramme.
Melatonin
Ein körpereignes “Schlafhormon”
Endogen aus Serotonin synthetisiert
Bei Kindern aus dem Autismusspektrumstörungen scheinbar reduziert vorhanden (keine Normwerte)
Kritikpunkte an Melatonin
→ auch hier 5-KRegeln beachten
Dosisschwankungen wenn Melatonin als Nahrungsergänzungsmittel verkauft wird
Einnahme findet oft ohne ärztliche Kontrolle statt (Nicht verschreibungspflichtig)
Kann Wachstumshormone & BZ-spiegel beeinflussen (Kontraindikation bei Kindern)
Kein Wissen Bei Nieren- & Leberfunktionsstörungen, Schwangerschaft & Stillzeit
Multiple Interaktionen mit Antidepressiva und Antipsychotika möglich
CYP3 & 4 erhöht durch Melatonin → andere Medikamente schneller abgebaut
Zusammenfassung Schlaf und sedierende Arzneimittel
Schlafmedikamente nur zusätzlich zur Schlafhygiene einsetzen → Zuerst sollten nicht-medikamentöse Maßnahmen (z. B. Schlafhygiene oder kognitive Verhaltenstherapie) angewendet werden. Medikamente sind nur eine Ergänzung.
Bei kurzfristigen Schlafstörungen geeignet → Zum Beispiel, wenn die Schlafprobleme durch eine vorübergehende Belastung oder Stress verursacht werden.
Möglichst Medikamente mit kurzer Wirkdauer verwenden → Z. B. Z-Substanzen oder bestimmte Benzodiazepine, damit sie am nächsten Tag möglichst wenig nachwirken. Achtung: Es besteht ein Abhängigkeitsrisiko, deshalb nur kurzzeitig anwenden.
Bei länger anhaltenden Schlafstörungen → Falls Medikamente länger benötigt werden, werden häufig niedrig dosierte Antidepressiva oder Antipsychotika eingesetzt, da sie ein geringeres Risiko für Abhängigkeit haben als Benzodiazepine.