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Historische Entwicklung der BI

1960er: MIS (Management Information Systems)

1970er: DSS (Decision Support Systems)

1980er: EIS (Executive Information Systems)

1990er: DWH (Data Warehouse)

2000er: BI

2
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MIS (Management Information Systems)

Informationsversorgung des Managements

3
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DSS (Decision Support Systems)

interaktive Analysen, statistische Algorithmen

4
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EIS (Executive Information Systems)

multidimensionale Modellierung, Fokus auf Top-Management

5
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DWH (Data Warehouse)

einheitliche, konsistente Datenbasis

6
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BI

Oberbegriff für alle Analysewerkzeuge auf Basis des DWH
Analytische Anwendungen, Kennzahlsysteme, Data Mining, Balanced Scorecards

7
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4 Merkmale eines Data Warehouse (nach Inmon)

Subject-oriented: themenorientierte Datenorganisation

Integrated: Zusammenführung heterogener Quellen

Nonvolatile: Daten werden nicht geändert/gelöscht

Time-variant: Zeitreihenanalysen möglich

8
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BI-Verständnis eng

Kernapplikationen zur direkten Entscheidungsfindung ohne komplexe Modelle (OLAP, MIS, EIS)

9
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BI-Verständnis analyseorientiert

direkte Analyse durch Nutzer mit Methoden/Modellen

10
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BI-Verständnis weit

alle Anwendungen für Entscheidungsfindung inkl. Datenspeicherung

11
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Operative Systeme: OLTP (Online Transaction Processing)

Aktuelle Daten, viele Nutzer, häufige Änderungen

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Dispositive Systeme: OLAP (Online Analytical Processing)

Entscheidungsunterstützung, historische/verdichtete Daten, wenige Experten, komplexe Anfragen

13
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BI-Referenzarchitektur (Komponenten)

Quellsysteme

Staging Area

ETL-Prozess (Extraktion, Transformation, Laden)

ODS (Operational Data Store)

Core Data Warehouse

Data Mart

Frontend

14
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BI-Referenzarchitektur (Prozessphasen)

Datenbereitstellung

Informationsgenerierung, Speicherung und Distribution

Informationszugriff

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Unabhängige Data Marts

Jede Abteilung eigenes DWH, einfach und schnell, aber unternehmensweite Auswertungen kaum möglich

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Data Marts mit abgestimmten Datenmodellen

Alle Marts folgen einem gemeinsamen Datenmodell – bessere Konsistenz

17
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Zentrales C-DWH (ohne Data Marts)

Monolithischer Ansatz, sinnvoll bei geringen Nutzerzahlen und kleinen Datenmengen, Nachteile bei Performance und Komplexität

18
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Mehrere C-DWHs

Sinnvoll für spartenorientierte Großunternehmen mit unterschiedlichen Produkt- und Marktstrukturen

19
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C-DWH mit abhängigen Data Marts

häufigste Variante in der Literatur, Data Marts werden aus dem C-DWH gespeist, kurze Antwortzeiten durch geringeres Datenvolumen in den Marts

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DWH-Architektur-Mix

Kombination aller Varianten inkl. virtuellem DWH, häufig historisch gewachsen oder bewusst gestaltet

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ETL-Prozess

Extraktion: relevante Daten aus Quellsystemen lesen

Transformation: Daten bereinigen und vereinheitlichen

Laden: Daten in das DWH schreiben

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Transformationsschritte

Filterung
Harmonisierung
Aggregation
Anreicherung

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Filterung (Transformationsschritt)

Selektion, Zwischenspeicherung, Bereinigung syntaktischer/semantischer Mängel

24
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Harmonisierung (Transformationsschritt)

Schlüsselharmonien, Kodierungen, Synonyme/Homonyme vereinheitlichen

25
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Aggregation (Transformationsschritt)

Verdichtung auf gewünschte Granularität

26
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Anreicherung (Transformationsschritt)

Berechnung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen

27
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Mängelklassen

Klasse 1: automatisch erkannt und korrigiert
Klasse 2: automatisch erkannt, manuell korrigiert
Klasse 3: nur manuell erkannt und korrigiert

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Data Mart

abteilungsbezogen, höher aggregiert, geringes Datenvolumen

29
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C-DWH

unternehmensweit, höchste Detailtiefe, sehr großes Datenvolumen

30
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ODS (Operational Data Store)

themenorientiert, integriert, zeitpunktbezogen, volatil, hoher Detaillierungsgrad
Keine Historisierung; Daten werden überschrieben

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Metadaten passiv

dokumentieren Daten und deren Verhältnis zur Umwelt

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Metadaten aktiv

Transformationsregeln, zur Laufzeit interpretierbar

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Metadaten technisch

Fokus auf Filterung

34
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Metadaten betriebswirtschaftlich

Fokus auf Harmonisierung, Aggregation, Anreicherung

35
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OLAP-Würfel

Fakten: betriebswirtschaftliche Kennzahlen (z.B. Umsatz, Kosten)
Dimensionen: beschreibende Kontexte (z.B. Zeit, Region, Produkt)
Hierarchien: ermöglichen Aggregation und Navigation

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OLAP-Operationen

Drill-Down
Roll-Up
Slice
Dice
Drill-Across
Pivotierung

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Drill-Down

höhere Detaillierung z.B. von Quartalsdaten auf Monatsdaten

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Roll-Up

Detaillierungsgrad verringern z.B. Monatsdaten auf Quartalsdaten

39
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Slice

einzelne Scheibe aus dem Würfel herausschneiden z.B. nur Daten für eine bestimmte Region anzeigen

40
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Dice

Teilwürfel ausschneiden z.B. Kennzahlen für eine bestimmte Kombination aus Region, Zeit und Produkt

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Drill-Across

zwischen verschiedenen Würfeln wechseln, um Daten aus unterschiedlichen Themengebieten zu verknüpfen

42
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Pivotierung

Würfel virtuell drehen, um Daten aus einer anderen Perspektive zu betrachten, die Reihenfolge der Dimensionen wird vertauscht

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Physische Speicherkonzepte

ROLAP, MOLAP, HOLAP

44
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ROLAP (Relationale Speicherung)

Multidimensionale Daten werden in zweidimensionalen relationalen Tabellen gespeichert
häufigste Variante, große Datenmengen

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MOLAP (Multidimensionale Speicherung)

Daten werden direkt in einem multidimensionalen Datenbanksystem gespeichert (Array-Struktur)
sehr hohe Abfragegeschwindigkeit
nicht geeignet für sehr große Datenmengen

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HOLAP (Hybride Speicherung)

Kombination aus ROLAP und MOLAP, Detaildaten in relationale Datenbank, aggregierte Daten in multidimensionale Datenbank
hoher Implementierungsaufwand, Kenntnisse beider Technologien erforderlich

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Star-Schema

Zentrale Faktentabelle mit sternförmigen Dimensionstabellen, für jede Dimension eine Tabelle, Beziehungen nur zwischen Fakten- und Dimensionstabellen, Verknüpfung über Fremdschlüssel

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Snowflake-Schema

Erweiterung des Star-Schemas: Dimensionstabellen nach funktionalen Abhängigkeiten normalisiert, mehr Tabellen, per SQL-Join verbunden
weniger Redundanz in Dimensionstabellen
Performance-Defizite durch viele Joins

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Slowly Changing Dimensions (SCD)

Typ 1: Datensatz überschreiben, keine Historisierung
Typ 2: Gültigkeitsintervall (GültigVon/GültigBis), vollständige Historisierung
Typ 3: Zusatzattribut für neuen Wert, nur Ursprung und aktueller Zustand gespeichert