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Vokabel-Lernkarten zum synoptischen Vergleich der Taufperikopen Jesu in den vier Evangelien (Markus, Matthäus, Lukas und Johannes).
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Markus-Evangelium (Taufe Jesu)
Um ca. 70 n. Chr. verfasster Bericht (Mk 1, 9-11) mit geographischen Angaben (Nazaret in Galiläa, Jordan), in dem nur Jesus die Vision des Geistes wie eine Taube sieht und Gott direkt zu ihm spricht („Du bist mein geliebter Sohn“).
Matthäus-Evangelium (Taufe Jesu)
Um ca. 80 n. Chr. verfasster Bericht (Mt 3, 13-17) mit einem Dialog zwischen Jesus und Johannes, in dem sich Johannes unterordnet und die Taufe zur Erfüllung der geforderten Gerechtigkeit stattfindet, während die Stimme aus dem Himmel als Verkündigung an andere spricht („Das ist mein geliebter Sohn“).
Lukas-Evangelium (Taufe Jesu)
Um ca. 80-90 n. Chr. verfasster Bericht (Lk 3, 21-22) ohne Zeit- und Ortsangaben, in dem Jesus betend zusammen mit dem ganzen Volk getauft wird, Johannes außen vor bleibt und der Heilige Geist sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herabkommt.
Johannes-Evangelium (Taufe Jesu)
Um ca. 90-110 n. Chr. verfasster Text (Joh 1, 29-34) in theologischer Sprache, in dem Johannes der Täufer als Erzähler auftritt, Jesus als das „Lamm Gottes“ bezeichnet und bezeugt, dass Jesus der Sohn Gottes ist.
Lamm Gottes
Bezeichnung für Jesus im Johannes-Evangelium (Joh 1, 29), die ihn als Opferlamm beschreibt, das die Sünde der Welt bzw. die Verfehlungen der Menschen auf sich nimmt.
Erfüllung der Gerechtigkeit
Ein von Gott gefordertes Prinzip im Matthäus-Evangelium (Mt 3, 15), mit dem Jesus gegenüber Johannes begründet, warum er sich von ihm im Jordan taufen lassen muss.
Glaubenszeugnisse
Die Charakterisierung der Evangelien im synoptischen Vergleich: Sie sind keine Tatsachenberichte von Reportern über das Leben Jesu, sondern Bekenntnistexte mit programmatischen Aussagen der Verfasser.
Entwicklungstendenz der Evangelien
Die im synoptischen Vergleich sichtbare Tendenz, dass Johannes der Täufer in je später verfassten Texten zunehmend in den Hintergrund rückt und Jesus immer nachdrücklicher als „Sohn Gottes“ proklamiert wird.