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Diese Flashcards decken die Definitionen, Symptome, diagnostischen Mittel und theoretischen Grundlagen (Stellungsfeldermodell) zum Thema kompensierter Dysgrammatismus basierend auf der Vorlesung von Prof. Dr. S. Costard ab.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai |
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Kompensierter Dysgrammatismus
Eine Strategie bei Kindern im Vorschul- oder Grundschulalter, grammatische Probleme durch die Produktion starrer, mehr oder weniger auswendig gelernter Satzmuster (vor allem SPO) zu kompensieren.
V2 (Verbzweitstellung)
Eine grammatische Regel im Deutschen, bei der das finitierte Verb an der zweiten Position im Aussagesatz steht; wird laut PLAN typischerweise zwischen dem 30. und 36. Lebensmonat erworben.
Topikalisierung
Die Besetzung des Vorfeldes durch Satzglieder, die normalerweise nicht satzeinleitend in Subjektposition vorkommen, wie z.B. infinite Verben, Akkusativobjekte oder Adverbiale.
Stellungsfeldermodell
Ein linguistisches Modell zur Analyse deutscher Sätze, unterteilt in Vorfeld, linke Klammer (finites Verb bei V1/V2), Mittelfeld und rechte Klammer (verbale Teile bei V-end oder Verbkomplexe).
Vorfeld
Der Teil des Satzes im Stellungsfeldermodell, der vor der linken Klammer steht und im Aussagesatz durch genau eine Konstituente besetzt wird.
SPO-Struktur
Die Abfolge von Subjekt-Prädikat-Objekt; beim kompensierten Dysgrammatismus wird diese Struktur oft unflexibel und starr aneinandergereiht.
Modalverbkonstruktionen
Sätze mit Verben wie „dürfen“, „können“, „mögen“, „müssen“, „sollen“ oder „wollen“, die bei kompensiertem Dysgrammatismus häufig genutzt werden, um das inhaltliche Verb in der Endposition zu belassen.
Kopulastrukturen
Satzbau mit Verben wie „sein“, „werden“ oder „bleiben“ (z.B. „ich bin durstig“), die von Kindern mit kompensiertem Dysgrammatismus überproportional häufig verwendet werden.
TSVK
Test zum Satzverstehen von Kindern; ein Diagnostikverfahren zur Überprüfung rezeptiver Fähigkeiten, insbesondere bei Wortstellungsvariationen im Aktivsatz.
PDSS
Patholinguistische Diagnostik bei Sprachentwicklungsstörungen; ein Verfahren zur qualitativen und quantitativen Analyse von Phonologie, Lexikon, Syntax und Morphologie.
PLAN (Patholinguistischer Therapieansatz)
Ein Therapiekonzept für Kinder mit SES, das im Bereich Syntax und Morphologie die Korrektur der Verbstellung und die Flexibilisierung von Satzstrukturen zum Ziel hat.
V-end (Verbletztstellung)
Die charakteristische Stellung des finiten Verbs am Ende eines untergeordneten Nebensatzes (z.B. eingeleitet durch „weil“ oder „ob“).
V1 (Verberststellung)
Die Satzstruktur, bei der das finite Verb an erster Stelle steht, typisch für Entscheidungsfragen (z.B. „Hast du eine Blume?“).
Du-Trigger
Ein in der Therapie eingesetzter Reiz zur Provokation der Subjekt-Verb-Kongruenz, um die korrekte Flexion und Stellung des Verbs zu fördern.
Präpositionalobjekt
Ein Satzglied, bei dem das Verb mit einer festen Präposition verbunden ist, die im Vorfeld stehen kann (z.B. „Nach dem Buch fragt Peter“).