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Marketing and Recht
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Marketing
Eine Denkweise, die das ganze Unternehmen auf den Markt – die Kunden und Kundinnen – ausrichtet. Betrifft alles, was mit Kunden zusammenhängt. Bedürfnisse der Kunden stehen im Vordergrund!!
Bedürfnispyramide von Maslow
Klassische Einteilung nach Dringlichkeit in 5 Stufen: 1. Physiologische Grundbedürfnisse 2. Sicherheitsbedürfnisse 3. Soziale Bedürfnisse 4. Ich-Bedürfnisse 5. Selbstverwirklichung
Marketingplan (für ein neues Produkt)
Schritt 1: Strategisches Marketing (Marktforschung, Marketing-Ziele); Schritt 2: Taktisches Marketing (Produkt, Preis, Distribution, Kommunikation); Schritt 3
SMART-Methode
Spezifisch, Messbar, Erreichbar, Realistisch, Auf einen Zeitraum bezogen
Zielgruppe
Kunden, die ähnliche Bedürfnisse haben und daher ähnlich auf eine gewissen Art von Marketing reagieren. Marktsegmentierung = Aufteilung des Marktes in abgrenzbare Untergruppen = Zielgruppen
Marktsegmentierung
Aufteilung eines Marktes in abgegrenzte Untergruppen von Kunden/Kundinnen = Zielgruppen nach demografischen, geografischen, persönlichen Merkmalen und Merkmalen des Kaufverhaltens
Marktpositionierung
Das gezielte und planmäßige Schaffen von Stärken und Qualitäten, durch die sich ein Produkt klar und positiv von anderen unterscheidet. USP: Unique Selling Proposition (Alleinstellungsmerkmal)
Marktforschung
Systematische Untersuchung von Märkten, Kunden und Wettbewerbern, um Informationen für Marketingentscheidungen zu gewinnen. Unterteilt in Sekundärforschung (Daten sind vorhanden) und Primärforschung (Daten müssen erst erhoben werden).
Taktisches Marketing
Umsetzung der Marketingstrategien in konkrete Aktionen. Kombination der „4 P“ = Marketing-Mix aus: Product, Price, Promotion, Place
Kundennutzen
Grundnutzen (objektiv messbar), Zusatznutzen (subjektives Empfinden), Psychologischer Nutzen (Geltungsnutzen/Erlebnisnutzen)
Breite des Sortiments
Wie viele unterschiedliche Produktgruppen (z.B.: Fernseher, Computer, Staubsauger)
Tiefe des Sortiments
Wie viele Ausführungen eines Produktes (z.B.: Fernseher: verschiedene Größen, Designs,…)
Arten der Produktpolitik
Einführung eines neuen Produkts (Produktinnovation), Änderung eines bestehenden Produkts im Zeitverlauf (Produktvariation), Ausscheiden eines Produkts (Produktelimination), Verschiedenartige Ausführungen eines bestehenden Produkts (Produkt-differenzierung/Sortimentsvertiefung), Neue Produktgruppe kommt zu bestehender hinzu (Produkt-diversifikation/Sortimentsverbreiterung)
Produktlebenszyklus
Produktentwicklung, Einführung, Wachstum, Reife, Sättigung, Abschwung (Degeneration). Relaunch: Verlängerung des Lebenszyklus durch Variationen.
BCG Portfolio/Produkt-Portfolio
Question Marks (Fragezeichen), Stars (Sterne), Cash Cows (Geld melken), Poor Dogs (Arme Hunde) in Bezug auf Marktwachstum & relativer Marktanteil
Marke
Jedes Produkt wird ,,markiert" (gebrandet) => Wahrnehmung und Loyalität
Zusatzleistungen
Garantie, Beratung, Montage, Einschulung, Service, Wartung (After-Sales-Service)
Preisbildung
Verhältnis von Angebot und Nachfrage, Marktformen/Konkurrenz, Kosten, Markttransparenz, Präferenzen der Markteilnehmer, Preiselastizität der Nachfrage/Verzichtbarkeit
Vollkommener Wettbewerb
Viele Anbieter und Nachfrager => „Preisnehmer“, Homogene (vollkommen standardisierte) Güter, Markttransparenz, Keine Markteintritts- und Marktaustrittsbarrieren
Marktformen
Monopol (ein Marktteilnehmer), Oligopol (wenige Marktteilnehmer), Polypol (viele Marktteilnehmer)
Preiselastizität der Nachfrage
Wie reagiert Nachfrage auf eine Preisänderung? Nachfrage elastisch (> I1I), Nachfrage unelastisch (< I1I), Nachfrage vollk. unelastisch (= 0)
Arten der Preisdifferenzierung
Regionale Preisdifferenzierung, Zeitliche Preisdifferenzierung, Preisdifferenzierung nach Abnehmer
Konditionen
Zahlungsbedingungen (z.B. Skonto), Lieferkonditionen (z.B. „frei Haus“), Rabatte, Teilzahlung bzw. Ratengeschäft, sonstige Kaufanreize (Lockangebote)
Kaufvertrag
Ein zweiseitiges verbindliches Rechtsgeschäft, kommt durch Einigung zustande (übereinstimmende Willenserklärung) zwischen Verkäufer und Käufer
Gesetze zum Kaufvertrag
Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB), Konsumentenschutzgesetz (KSchG), Verbrauchergewährleistungsgesetz (VGG), Unternehmensgesetzbuch (UGB), E-Commerce-Gesetz (ECG), Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG)
Bedingungen für das Zustandekommen von Kaufverträgen
Prinzipiell Formfreiheit! Folgende Geschäfte müssen schriftlich abgeschlossen werden: Ratengeschäfte lt. KSchG, Kaufverträge über Liegenschaften
Bestandteile des Kaufvertrags
Festlegung der Merkmale des Kaufgegenstandes/Warenart (Qualität der Ware), Festlegung der Warenmenge, Festlegung des Preises, Lieferbedingungen, Zahlungsbedingungen
Sonderregelungen beim Kauf
Kauf in Bausch und Bogen: Käufer übernimmt die Ware zu einem Pauschalpreis ohne Rücksicht auf etwaige Fehler. Spezifikationskauf: zunächst wird nur die Gattung der Ware festgelegt
Möglichkeiten den Preis zu bestimmen
Kostenschwankungsklausel, Rabatt, Basispreis, Skonto, Indexklausel
Lieferbedingungen
„ab Werk“, „frei Haus“, „frei Bahnhof Wien“, „frachtfrei Bahnhof Wien“. Keine Vereinbarung => Gesetz => „Holschuld“ & prompt! Fixgeschäft
Angeld
Käufer bezahlt das Angeld vor Lieferung, tritt er vom Vertrag zurück, darf der Verkäufer das Angeld behalten, tritt der Verkäufer vom Vertrag zurück, bekommt der Käufer das doppelte Angeld zurück
Sonderform bei Überschreitung des Liefertermins
Konventionalstrafe/Pönale/Vertragsstrafe: Pauschalierter Schadensersatz, der, wenn nicht rechtzeitig geliefert bzw. fertig gestellt wird bezahlt werden muss. Liefergarantie & Eigentumsvorbehalt
Sonstige Kaufvertragsbestimmungen
Die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen), Umtauschrecht (nicht gesetzlich), Reuegeld / Stornogebühr, Garantie
Bestandteile eines Geschäftsbriefs
Betreff, Anrede, Anlass & Anliegen, Erwartungen an Geschäftspartner, Schlussgruss, Beilagen
Anfrage
Einholen von Informationen => unverbindlich => kein Teil des KV
Angebot
Einladung zum Kauf. Ist ein Angebot verbindlich (bindend), dann ist der Verkäufer für eine bestimmte Zeit an das Angebot gebunden.
Bestellung
Erteilung des Auftrages. Nur wenn die Bestellung mit dem bindenden Angebot übereinstimmt, kommt ein Kaufvertrag zustande!
Lieferschein
Wichtiges Dokument, der Empfänger muss die Ware kontrollieren und bestätigt durch seine Unterschrift am Gegenschein den ordnungsgemäßen Erhalt der Ware.
Rechnungsprüfung
Sachliche Prüfung, Rechnerische Prüfung, Formale Prüfung
Probleme beim Kaufvertrag
Lieferverzug, mangelhafte Ware, Fehlerhafte Rechnung, Zahlungsverzug, Annahmeverzug
Arten der Mängel
Mangel sofort ersichtlich (offen), Mangel nicht sofort ersichtlich (verborgen), Falschlieferung
Falschlieferung
Wenn falsche Ware oder falsche Menge geliefert wird, muss man die Ware nicht annehmen
Gewährleistung
Gesetzlich geregelte verschuldensunabhängige Haftung des Verkäufers für Mängel, die bereits bei der Übergabe der Ware vorhanden waren.
Rechtsansprüche bzw. -folgen im Gewährleistungsfall
Verbesserung (= Reparatur) oder Austausch oder Preisminderung oder Auflösung des Vertrages
Garantie
Freiwillige Verpflichtung des Verkäufers für eine bestimmte Zeit für Mängel zu haften. Auch für Mängel, die nach der Übergabe entstehen (ordnungsgemäßer Gebrauch)
Schadenersatz
Wenn den Verkäufer Verschulden trifft und der Schaden nachweisbar ist, haftet er für Schäden an der Sache und für Folgeschäden. Zusätzlich zu Gewährleistung und Garantie
Produkthaftung
Hersteller oder Importeuer (oder Händler) haften für Schäden, die aufgrund mangelhafter Produkte entstehen (eigenes Gesetz PHG)
Mängelrüge
Käufer muss Verkäufer innerhalb einer angemessenen Frist über die Mängel informieren (optimalerweise schriftlich mit Lesebestätigung oder eingeschrieben)
Zahlungsverzug
Bei B2B-Geschäften, wenn der offene Rechnungsbetrag nicht bis zum Fälligkeitstag am Konto des Verkäufers gutgeschrieben wird. Bei B2C-Geschäften, wenn der offene Rechnungsbetrag nicht bis zum Fälligkeitstag überwiesen wird.
Annahmeverzug
Selbsthilfeverkauf (B2B): Nachfrist und Versteigerung androhen. Bei leichtverderblicher Ware auch ohne Androhung möglich!
Auswärtsgeschäfte
Außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten des Unternehmens (inkl. Ausflugsfahrten (Werbefahrt)]
Fernabsatzgeschäfte
Vertragsabschluss erfolgt unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln
Aufbau des Arbeitsrechts
Stufenordnung => allgemeine Regelungen werden konkretisiert. Ziel: Schutz der AN
Arten von Dienstverträgen
Echter Dienstvertrag, freier Dienstvertrag, Werkvertrag, Lehrvertrag
Pflichten des Arbeitgebers
Dienstzettel, Entgeltpflicht, Gewährung eines Urlaubs, Fürsorgepflicht, Ausstellung eines Zeugnisses
Pflichten des Arbeitnehmers
Arbeitspflicht, Treuepflicht, Unterlassungspflicht, Verschwiegenheit, Keine Annahme von Geschenken
Arbeitsverhältnisse beenden
Entlasssung (fristlos), Kündigung durch den Arbeitgeber, Vorzeitiger Austritt, Kündigung durch den Arbeitnehmer, einvernehmliche Auflösung
Ansprüche bei Auflösung
Entgeltansprüche, Offener Urlaubsanspruch, Postensuchtage, Dienstzeugnis, Abfertigung
Abfertigung neu
In betriebliche Vorsorgekassen (derzeit 8 in Ö). DG zahlt ab dem 2. Monat 1,53 % des Bruttogehaltes an die Gesundheitskasse => Abfertigungskasse
Abfertigung alt
Anspruch nach 3 Jahren. Entfall bei Selbstkündigung + Entlassung => Geld ist weg! Höhe abhängig von Dienstzeit
Bedürfnispyramide nach Maslow
Grundbedürfnisse, Bedürfnis nach Sicherheit, Bedürfnis nach sozialem Kontakt, Bedürfnis nach Anerkennung, Bedürfnis nach Selbstverwirklichung
Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg
Hygienefaktoren (Unzufriedenheit bei Fehlen) und Motivatoren (Zufriedenheit bei Vorhandensein)
Intrinsische Motivation
Intrinsisch Motivierte wenden sich einer Arbeit um deren selbst willen zu und nicht wegen der Folgen
Extrinsische Motivation
Extrinsisch Motivierte wenden sich einer Arbeit unter Aussicht auf Belohnung bzw. zur Vermeidung unangenehmer Konsequenzen zu.
Motivationsmöglichkeiten in der Praxis
Gutes Betriebsklima, Belohnungssysteme, Vorgesetzten-Mitarbeiterverhältnis, Firmenfeiern, Betriebsausflüge, Firmenzeitung, Vorschlagswesen, Betriebliche, Einrichtungen, Arbeitsplatz- bzw. Arbeitszeitgestaltung, Managementmethoden, Karrieremöglichkeiten
Rechtsformen
Einzelunternehmen, Personengesellschaften (OG, KG, Stille G), Kapitalgesellschaften (GmbH, AG)
Auslöser einer Unternehmensinsolvenz
Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung und negative Fortbestandsprognose
Insolvenzverfahren
Außergerichtliche Maßnahmen (Moratorium, außergerichtlicher Ausgleich), gerichtliche Insolvenzverfahren (Sanierungsplan oder Konkursverfahren)
Gläubiger im Insolvenzverfahren
Quote bezieht sich nur auf Insolvenzforderungen (keine bevorrechteten Forderungen).
Schuldenregulierungsverfahren
Zahlungsplan (Rückzahlungsquote wird aus dem voraussichtlichen Einkommen der nächsten 3 Jahre errechnet, keine Pfändung, Teilzahlungen max. für 7 Jahre).
Abschöpfungsverfahren
Einkommen über dem Existenzminimum wird für 5 Jahre lang gepfändet.
OG
Mindestens 2 Gesellschafter = Eigentümer = Vollhafter, gleiche Rechte und gleiche Pflichten
KG
Komplementär (wie Gesellschafter der OG) und Kommanditist, der nur mit seiner Einlage, die ins Firmenbuch eingetragen ist, haftet.
GmbH
Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren Gesellschafter mit Stammeinlagen am Stammkapital beteiligt sind, ohne persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu haften.
GmbH & Co KG
= gs. eine KG (also eine Personengesellschaft). Unbeschränkt haftender Gesellschafter (Komplementär) = GmbH (also eine juristische Person), deren Gesellschafter nur mit ihrer Einlage haften.
AG
Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren Gesellschafter mit Einlagen auf das in Aktien zerlegte Grundkapital beteiligt sind, ohne persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu haften.