BWL Lecture Notes

Marketing

  • Definition: Eine Denkweise, die das gesamte Unternehmen auf den Markt und die Kunden ausrichtet.

  • Betrifft alle Kundenbeziehungen.

  • Priorisiert Kundenbedürfnisse.

Bedürfnispyramide von Maslow

  • Einteilung der Bedürfnisse nach Dringlichkeit:

    1. Physiologische Grundbedürfnisse (z.B. Essen, Trinken, Wohnen).

    2. Sicherheitsbedürfnisse (z.B. Arbeitsplatzsicherheit).

    3. Soziale Bedürfnisse (z.B. Zugehörigkeit, Liebe).

    4. Ich-Bedürfnisse (z.B. Anerkennung, Prestige).

    5. Selbstverwirklichung.

  • Bedeutung für das Marketing:

    • Grundlegende Bedürfnisse sind heute weitgehend befriedigt.

    • Marketing zielt darauf ab, „weniger dringliche“ Bedürfnisse zu bedienen bzw. zu wecken.

    • Dies kann als „unseriös“ wahrgenommen werden.

    • Langfristiger Erfolg basiert auf nachhaltigem Kundennutzen, nicht auf Tricks.

Marketingplan

  • Schritte:

    1. Strategisches Marketing (Ziele, Marktforschung).

    2. Taktisches Marketing (Produkt, Preis, Distribution, Kommunikation).

Strategisches Marketing

  • Festlegung von Strategien (langfristig):

    • Langfristige Unternehmens- und Marketingziele.

    • Zielgruppen/Marktsegmente.

    • Grundlegende Verhaltensweisen gegenüber Kunden.

Marketingziele: Die SMART-Methode

  • Spezifisch.

  • Messbar.

  • Attainable (Erreichbar).

  • Realistisch.

  • Terminbezogen.

Festlegung der Zielgruppe

  • Zielgruppe: Kunden mit ähnlichen Bedürfnissen, die ähnlich auf Marketing reagieren.

  • Marktsegmentierung: Aufteilung des Marktes in abgrenzbare Untergruppen = Zielgruppen.

Marktsegmentierung

  • Aufteilung eines Marktes in abgegrenzte Untergruppen von Kunden.

  • Kriterien:

    • Demografische Merkmale: Alter, Geschlecht, Beruf, Einkommen, Ausbildung, Nationalität, Religion.

    • Geografische Merkmale: Region, Siedlungsgröße.

    • Persönliche Merkmale: Leistungsmotivation, Geselligkeitsstreben, Innovationsbereitschaft, Risikobereitschaft.

    • Merkmale des Kaufverhaltens: Kaufkraft, Qualitäts- und Preisbewusstsein, Markentreue, Werbeempfänglichkeit.

Marktpositionierung

  • Gezieltes Schaffen von Stärken und Qualitäten, die ein Produkt klar und positiv von anderen unterscheiden.

  • USP: Unique Selling Proposition (Alleinstellungsmerkmal).

  • Schaffung von Wettbewerbsvorteilen durch spezielle Merkmale, Funktionen, Vertrieb, Preis.

  • Beispiele: Tixo, Uhu, Pampers, Tempo, Googeln

Marktforschung

  • Sekundärforschung:

    • Vorhandene Daten (z.B. Daten der Statistik Austria).

    • Marktanalyse: Einmalige Erhebung.

  • Primärforschung:

    • Daten müssen erst erhoben werden.

    • Marktbeobachtung: Laufende Erhebung.

Methoden der Marktforschung

  • Primärforschung:

    • Befragung: mündlich, schriftlich (Fragebogen, Online-Panel), online (Chats).

    • Beobachtung: online (Data Mining), Augenkameras.

    • Experiment: Produkttests.

    • Mystery Shopping (Testkäufe).

  • Sekundärforschung:

    • Trendrecherche.

    • Datenauswertung.

    • Unternehmensdaten (interne, externe).

    • Internetrecherche.

Taktisches Marketing

  • Umsetzung der Marketingstrategien in konkrete Aktionen.

  • Marketing-Mix: Systematische Kombination der „4 P“:

    1. Product: Produkte/Leistungen für eine bestimmte Kundengruppe (Entwicklung, Markenname, Garantie, Verpackung, Service).

    2. Price: Preisgestaltung (Preispolitik, Rabatte, Skonto).

    3. Promotion: Kundeninformation und Überzeugung (Werbung, PR).

    4. Place: Vertrieb (Kanäle, Transport, Lagerhaltung, Verkaufsstellen).

Produkt- und Sortimentspolitik

  • Marktleistung/Produkt: Materielle Produkte, Dienstleistungen, Personen, Regionen.

  • Entscheidungen rund um die Gestaltung eines Produkts bzw. des gesamten Sortiments.

Kundennutzen

  • Produkte werden nur gekauft, wenn sie einen Nutzen versprechen.

  • Arten:

    • Grundnutzen: objektiv messbar.

    • Zusatznutzen: subjektives Empfinden.

    • Psychologischer Nutzen: Geltungsnutzen/Erlebnisnutzen.

  • Beispiele:

    • Sportauto: Grundnutzen (fahren), Zusatznutzen (sportliche Fahrweise), psychologischer Nutzen (Gefühl zur Elite zu gehören).

    • Smoothie: Grundnutzen (Durst löschen), Zusatznutzen (schmackhaft, gesund), psychologischer Nutzen (Gefühl, gesund zu leben).

Produktionsprogramm/Sortiment

  • Breite des Sortiments: Anzahl der unterschiedlichen Produktgruppen (z.B. Fernseher, Computer, Staubsauger).

    • Geringe Breite => Spezialisierung, kostengünstiger, Risiko größer.

  • Tiefe des Sortiments: Anzahl der Ausführungen eines Produktes (z.B. Fernseher in verschiedenen Größen, Designs).

Arten der Produktpolitik

  • Einführung eines neuen Produkts (Produktinnovation).

  • Änderung eines bestehenden Produkts im Zeitverlauf.

    • Farbe, Form, Name, Gewährleistung, Wartung, Zusatzleistungen (Montage, Service …).

  • Ausscheiden eines Produkts (Produktelimination).

  • Verschiedenartige Ausführungen eines bestehenden Produkts (Produktdifferenzierung/Sortimentsvertiefung).

  • Neue Produktgruppe kommt zu bestehender hinzu (Produktdiversifikation/Sortimentsverbreiterung).

Produktlebenszyklus

  • Ursachen für das wirtschaftliche Altern eines Produktes:

    • Technischer Fortschritt (DVD).

    • Intensität des Wettbewerbs (Fernreisen).

    • Änderung des Verbraucherverhaltens (Mode).

  • Relaunch: Verlängerung des Lebenszyklus durch Variationen (Neustart, neues Aussehen, Zusatzfunktionen).

Produktlebenszyklusphasen

  • Produktentwicklung

  • Einführung

  • Wachstum

  • Reife

  • Sättigung

  • Abschwung (Degeneration)

BCG Portfolio/Produkt-Portfolio

Marktwachstum (hoch/niedrig) vs. Relativer Marktanteil (hoch/niedrig):

  • Stars (Sterne): Hoher Marktanteil, hohes Wachstum.

  • Cash Cows (Geldkühe): Hoher Marktanteil, niedriges Wachstum.

  • Question Marks (Fragezeichen): Niedriger Marktanteil, hohes Wachstum.

  • Poor Dogs (Arme Hunde): Niedriger Marktanteil, niedriges Wachstum.

  • Grundidee: Cash Flow.

  • Zielgröße: Cash Flow.

  • Ausgewogenes Portfolio.

  • Zusammenhang mit Lebenszyklus.

  • Marktanteil: Produktumsatz des Unternehmens in % des gesamten Umsatzes dieses Produktes.

  • Relativer Marktanteil: .

  • Marktwachstum: um wie viel % ist der Markt im Vergleich zum Vorjahr gewachsen?

Strategien je nach Kategorie:
  • Question Marks: Entwickeln (Build) oder Desinvestieren.

  • Stars: Halten/Investieren.

  • Cash Cows: Melken, ohne die Kuh zu töten (Harvest).

  • Poor Dogs: Desinvestieren (Divest).

Marke

  • Jedes Produkt wird „markiert“ (gebrandet).

  • Ziel: Schaffung von Wahrnehmung und Loyalität.

Zusatzleistungen

  • Garantie.

  • Beratung.

  • Montage.

  • Einschulung.

  • Service, Wartung.

Preis- und Konditionenpolitik

  • Product: Was bieten wir an?

  • Price: Zu welchem Preis bieten wir an?

  • Place: Wo und wie bieten wir unsere Produkte an?

  • Promotion: Wie erfahren unsere Zielgruppen von unseren Angeboten?

Preisbildung/Einflussfaktoren

  • Verhältnis von Angebot und Nachfrage:

    • Angebot > Nachfrage => niedriger Preis.

    • Angebot < Nachfrage => hoher Preis.

    • Gleichgewichtspreis bei vollkommenem Wettbewerb.

  • Marktformen/Konkurrenz:

    • Monopol: ein Anbieter.

    • Oligopol: wenige Anbieter.

    • Polypol: viele Anbieter.

    • Marktmacht => Käufermarkt vs. Verkäufermarkt.

  • Kosten: Preisuntergrenzen:

    • Kurzfristig: variable Kosten.

    • Langfristig: Gesamtkosten.

  • Markttransparenz.

  • Präferenzen der Marktteilnehmer.

  • Preiselastizität der Nachfrage/Verzichtbarkeit:
    prozentuelle A¨nderung der Nachfrageprozentuelle A¨nderung des Preises\frac{\text{prozentuelle Änderung der Nachfrage}}{\text{prozentuelle Änderung des Preises}}

    • Elastisch: > 1|1|, z.B. Luxusgüter.

    • Unelastisch: < 1|1|, z.B. Grundgüter.

    • Vollkommen unelastisch: = 0, z.B. Medikamente.

    • Sinnhaftigkeit von Preisänderungen:

    • Elastisch => Preissenkung event. sinnvoll => Gesamtumsatz steigt.

    • Unelastisch => Preiserhöhung event. sinnvoll => Gesamtumsatz steigt.

Preisdifferenzierung

  • Verkauf des gleichen Guts zu verschiedenen Preisen.

  • Arten:

    • Regionale Preisdifferenzierung.

    • Zeitliche Preisdifferenzierung.

    • Preisdifferenzierung nach Abnehmer.

  • Weitere Möglichkeiten:

    • Preisbündelung.

    • Cross Selling.

    • Sachliche Preisdifferenzierung.

Konditionen

  • Zahlungsbedingungen (z.B. Skonto).

  • Lieferkonditionen (z.B. „frei Haus“).

  • Rabatte.

  • Teilzahlung/Ratengeschäft.

  • Sonstige Kaufanreize.

Der Kaufvertrag

  • Zweiseitiges verbindliches Rechtsgeschäft.

  • Zustandekommen durch übereinstimmende Willenserklärung.

  • Vertragserfüllung: Leistung + Gegenleistung.

Gesetze zum Kaufvertrag

  • Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB).

  • Konsumentenschutzgesetz (KSchG).

  • Verbrauchergewährleistungsgesetz (VGG).

  • Unternehmensgesetzbuch (UGB).

  • E-Commerce-Gesetz (ECG).

  • Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG).

  • Verschiedene Gesetze je nach Vertragspartner (C2C, B2C, B2B).

  • Besipiele:

  • Privatperson an Privatperson: ABGB

  • Unternehmen an Privatperson: ABGB + KSchG + VGG (+ ECG falls online)

  • Unternehmen an Unternehmen: ABGB + UGB (+ ECG falls online)

  • B2C Geschäfte werden auch durch FAGG reguliert.

Bedingungen für das Zustandekommen von Kaufverträgen

  • Prinzipiell Formfreiheit.

  • Schriftform erforderlich für:

    • Ratengeschäfte lt. KSchG.

    • Kaufverträge über Liegenschaften.

  • Geschäftsfähigkeit.

  • Still- O Schweigen.

Bestandteile des Kaufvertrags

  • Festlegung der Merkmale des Kaufgegenstandes/Warenart (Qualität der Ware):

    • Gesetzliche Regelungen, wenn keine Vereinbarungen getroffen werden.

  • Merkmalsfestlegung bei vertretbaren Waren.

  • Sonderregelungen:

    • Kauf in Bausch und Bogen.

    • Spezifikationskauf.

  • Festlegung der Warenmenge.

  • Zusatzvereinbarung: Lieferung in Teilmengen (Sukzessivkauf).

  • Das Gewicht der Verpackung.

  • Festlegung des Preises:

    • B2B: meist Nettopreis.

    • B2C: Bruttopreise müssen angegeben sein.

Möglichkeiten, den Preis zu bestimmen

  • Kostenschwankungsklausel.

  • Rabatt.

  • Basispreis.

  • Skonto.

  • Indexklausel

  • Lieferbedingungen: => Lieferort, Lieferkosten, Liefertermin

  • Zahlungsbedingungen: => Zahlungstermin, Zahlungsort, Skonto

  • Angeld als Sonderform.

Lieferbedingungen

  • Möglichkeiten:

    1. „ab Werk“.

    2. „frei Haus“.

    3. „frei Bahnhof Wien“.

    4. „frachtfrei Bahnhof Wien“.

  • Keine Vereinbarung => Gesetz => „Holschuld“ & prompt!

  • Fixgeschäft: Eindeutige Formulierung notwendig.

Zahlungsbedingungen

  • Keine Vereinbarung => Gesetz => „Geldschulden sind Bringschulden“ = Firmensitz der Verkäufers & prompt

  • B2C => Durchführung der Überweisung am Fälligkeitstag genügt.

  • B2B => Geld muss am Fälligkeitstag bereits am Konto des Verkäufers eingelangt sein.

  • Vereinbarung eines Skontos: Preisabzug für raschere Zahlung (muss vereinbart sein)
    *Formulierung für Skonto: „Zahlbar innerhalb von 8 Tagen ab Rechnungsdatum mit 2 % Skonto, innerhalb von 30 Tagen ohne Abzug“ (kurz: „8 Tage – 2 %, 30 Tage netto“)

  • Gründe des Verkäufers einen Skonto zu gewähren:

  • (1) Zinsvergütung: Der Verkäufer erhält sein Geld früher als vereinbart. Er erspart sich Kreditzinsen oder er kann sein Geld gewinnbringend anders verwenden.

  • (2) Risikoprämie: Zahlt der Käufer sofort, ist keine Gefahr gegeben, dass später nicht oder nur sehr schleppend gezahlt wird – „Dubiosenrisiko“.

  • (3) Ferner wird das „Geldwertrisiko“ vermindert (Risiko, dass infolge der Geldentwertung – Inflation – um den später eingehenden Betrag weniger Ware nachgekauft werden kann).

  • (4) Verwaltungsaufwandsvergütung: Zahlt der Käufer früher, so erspart sich der Verkäufer die Überwachung des Geldeinganges und etwaige Mahnungen.

  • Grund für den Käufer, einen Skonto in Anspruch zu nehmen = hohe Jahresverzinsung!!!!
    *Rechnung zur Jahresprozentrechnung; „Zahlungsziel: 60 Tage, Kassafrist: 8 Tage, Skonto 3 %“ =>man erhält für 52 Tage (60 – 8) 3 %: Rechung: X = 3/52 * 365 = 21,1 %

Sonderformen

  • Fixgeschäft: automatischer Rücktritt des Käufers oder Bestehen auf Nachlieferung

  • Konventionalstrafe/Pönale/Vertragsstrafe: Pauschalierter Schadensersatz

  • Liefergarantie: Bankgarantie

  • Eigentumsvorbehalt: Verkäufer bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentümer

  • Zahlungsgarantie: Bankgarantie

Weitere Kaufvertragsbestimmungen

  • Die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen).

  • Umtauschrecht: KEIN GESETZLICHES UMTAUSCHRECHT! Kulanz.

  • Reuegeld/Stornogebühr.

  • Garantie: Freiwillige Leistung des Verkäufers.

Schriftverkehr / Ein- und Verkaufsprozesse

  • Geschäftsbrief:

    1. Betreff.

    2. Anrede.

    3. Warum schreibe ich?

    4. Was soll passieren?

    5. Schlussgruß.

    6. Beilagen.

Prozesse

  1. Anfrage.

  2. Angebot.

    • Verbindliches Angebot.

      • Bindungsdauer.

    • Angebotsähnliche Formen: Schaufenster, Postwurfsendungen, Kataloge, Website => unverbindlich.

  3. Bestellung.

  4. Auftragsbestätigung.

  5. Lieferschein.

    • Spediteur, Frachtführer/Frächter, Logistikunternehmen.

  6. Rechnung.

    • Sachliche Prüfung, Rechnerische Prüfung, Formale Prüfung.

Rechnungsbestandteile laut UStG

  1. Name und Anschrift des Lieferanten.

  2. Name und Anschrift des Kunden.

  3. Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder Art und Umfang der sonstigen Leistung.

  4. Tag der Lieferung oder der sonstigen Leistung.

  5. Ausstellungsdatum.

  6. Entgelt (Rechnungsbetrag ohne USt).

  7. Steuersatz.

  8. Umsatzsteuerbetrag.

  9. Fortlaufende Nummer.

  10. UID-Nummer des Lieferanten.

  11. Kunden-UID-Nr. bei Rechnungen über € 10.000,-- brutto.

  • Kein Vorsteuerabzug bei mangelhaft ausgestellten Rechnungen.

  • Beleg- und Registrierkassenpflicht für Barumsätze.

Probleme beim Kaufvertrag lösen

  1. Phase: Zustandekommen eines gültigen Kaufvertrages.

  2. Phase: Erfüllung des Kaufvertrages.

    • Pflichten des Verkäufers: ordnungsgemäße Lieferung und Rechnung.

    • Pflichten des Käufers: Annahme und Zahlung.

  • Lieferverzug: Recht auf nachträgliche Lieferung oder Rücktritt vom Vertrag.

  • Mangelhafte Ware: Mängel sofort ersichtlich (offen) oder nicht sofort ersichtlich (verborgen).

Rechte des Käufers, hängt davon ab, um welchen Mangel es sich handelt. Arten: Falschlieferung; Gewährleistung; Garantie; Schadenersatz, Produkthaftung

Rechten und Pflichten im Falle einer Mangelhafter Ware

  • Falschlieferung: Ware muss nicht angenommen werden => Lieferverzug.

  • Gewährleistung: Gesetzliche Haftung für Mängel, die bereits bei der Übergabe vorhanden waren.
    * B2B und C2C: ABGB
    * B2C: ABGB, KSchG und VGG
    * Beweislastumkehr im ersten Jahr ab Übergabe.
    * Ansprüche: Verbesserung/Austausch oder Preisminderung/Auflösung.

  • Garantie: Freiwillige Verpflichtung des Verkäufers.

  • Schadenersatz: Bei Verschulden des Verkäufers.

  • Produkthaftung: Haftung des Herstellers/Importeurs für Schäden aufgrund mangelhafter Produkte.

Fehlerhafte Rechnung & Zahlungsverzug

  • Fehlerhafte Rechnung: Genaue Kontrolle wichtig (Bestimmungen des UStG, Preiskontrolle, vergessener Rabatt etc.) => muss vom Verkäufer berichtigt werden!. (Vorsteuerabzug!) – siehe Schriftverkehr.

  • Zahlungsverzug:

  • Voraussetzung: Verkäufer (Gläubiger) hat Ware vertragsgerecht geliefert und Käufer (Schuldner) hat diese nicht zeitgerecht bezahlt

  • Zahlungsverzug tritt in den folgenden Fällen ein:

  • bei B2B-Geschäften, wenn der offene Rechnungsbetrag nicht bis zum Fälligkeitstag am Konto des Verkäufers gutgeschrieben wird,

  • bei B2C-Geschäften, wenn der offene Rechnungsbetrag nicht bis zum Fälligkeitstag überwiesen wird.
    *Ist der Käufer in Zahlungsverzug, so kann der Verkäufer nach dem Gesetz den offenen Geldbetrag sofort einklagen!

  • Fälligkeit, Verzugszinsen und Mahnspesen: Oft ist nicht ganz klar, wann genau eine Rechnung fällig ist => eindeutige Formulierung!
    Beispiel: „30 Tage netto Kassa ab Rechnungsdatum oder 2 % Skonto innerhalb von 8 Tagen. Bei Zahlungsverzug berechnen wir 10 % p.a. Verzugszinsen und € 40,00 Mahnspesen.“
    derzeit – 0,62 % => 8,58 % p.a. NEU!!! Grenze: Wucher

    Das Mahnwesen – der Mahnplan:

der Mahnplan wird die Vorgangsweise bei Zahlungsverzug festgelegt. Dieses kann von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein.
*Das gerichtliche Mahnverfahren

  • Vereinbarungen zur Vermeidung von Zahlungsverzug: An- bzw. Vorauszahlung, Eigentumsvorbehalt, Zahlungsgarantie, Skonto +

Annahmeverzug:

  • Selbsthilfeverkauf (B2B): Nachfrist und Versteigerung androhen. Bei leichtverderblicher Ware auch ohne Androhung möglich!

Verbraucherrechte (B2C): KSchG, VGG, FAGG

Auswärtsgeschäfte: außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten des Unternehmens [(inkl. Ausflugsfahrten (Werbefahrt)], z.B.: Vertreterbesuche zu Hause, Ansprechen auf der Straße,… NICHT: Messe und Markt und unter € 50,--
Fernabsatzgeschäfte: Vertragsabschluss erfolgt unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln (Webshop, Katalog, Teleshopping, Werbe-Flyer mit Bestellschein) + ECG
Verbraucherkreditgeschäfte: Kreditaufnahme in einer Bank, Kredit- oder Ratenvereinbarung beim Kauf, …
Faire Regelungen

Erweiterte Informationspflicht in bestimmten Fällen:

  • Verbraucherkreditgeschäfte (z.B. Kredit, Ratenkauf): laut VKrG

  • Einheitliche Angaben in Werbungen (Zinssatz, Laufzeit, Gesamtkosten).

  • Schriftliche Information vor Abschluss des Kreditvertrages über sämtliche Details.

  • Unmittelbar nach Abschuss des Kreditvertrages Übergabe des Kreditvertrages mit sämtlichen Details und dem Rücktrittsrecht.

  • Rücktrittsfrist von 14 Tagen.

Rücktrittsmöglichkeiten:

Freizeitdienstleistungen (Kinokarten, Flugtickets), CDs, DVDs und Software, wenn der Konsument die Versiegelung aufbricht, Maßanfertigungen.

Arbeitsrecht

  • Aufbau des Arbeitsrechts:
    Stufenordnung: Verfassungsrecht, Gesetze, Kollektivverträge, Betriebsvereinbarungen.

  • Arten von Dienstverträgen:
    Echter Dienstvertrag, Lehrvertrag, freier Dienstvertrag, Werkvertrag.

  • Rechte und Pflichten von AN und AG:
    Pflichten des Arbeitgebers: Dienstzettel, Entgeltpflicht, Gewährung eines Urlaubs, Fürsorgepflicht, Ausstellung eines Zeugnisses. Pflichten des Arbeitnehmers: Arbeitspflicht, Treuepflicht, Unterlassungspflicht, Verschwiegenheit.

  • Arbeitsverhältnisse beenden:
    Entlassung, Kündigung durch den Arbeitgeber, Vorzeitiger Austritt, Kündigung durch den Arbeitnehmer, einvernehmliche Auflösung.

  • Ansprüche bei Auflösung:
    Entgeltansprüche, Offener Urlaubsanspruch, Postensuchtage, Dienstzeugnis, Abfertigung.

  • Modelle der Abfertigung:

  • Abfertigung neu (für DV ab 1.1.2003)
    *Abfertigung alt (für DV vor 1.1.2003)

Leadership – Menschen führen

  • Motivation:
    Bedürfnispyramide nach Maslow.
    Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg.
    Intrinsische und extrinsische Motivation.
    Motivationsmöglichkeiten in der Praxis.

Rechtsformen-Übersicht

  • Einzelunternehmen

  • Gesellschaftsformen:
    Personengesellschaft (OG, KG, Stille G.).
    Kapitalgesellschaft (GmbH, AG).

Unternehmen Top 10 Österreich

Krisenmanagement

Managmentfehler
Bewältigung => Insolvenz
Auslöser => Zahlungsunfähigkeit; Überschuldung/negative Prognose

Insolvenzverfahren

außergerichtliche Maßnahmen
gerichtliche Maßnahmen
Konkursverfahren
Sanierungsverfahren: Eigen oder Fremdverwaltung
Gläubiger
Rechtsform => Haftung =>Privatvermögen => Gesamtvollstreckungsverfahren: ewiger Konkurs; Schuldenregulierungs; Abschöpfverfahren

Personengesellschaften

OG
KG
Kapitalgesellschaften

Für einen gültigen Kaufvertrag sind folgende Punkte notwendig:

  • Das Geschäft muss auf Freiwilligkeit beruhen.

  • Die beteiligten Parteien müssen geschäftsfähig sein.

  • Die Ausführung des Geschäfts muss möglich sein.

  • Das Geschäft muss rechtlich erlaubt sein.

  • Es muss eine übereinstimmende Willenserklärung vorliegen.