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Definition KI aus dem EU AI Act
maschinengestĂĽtztes System, das mit unterschiedlichem Grad an Autonomie betrieben werden kann
zeigt Anpassungsfähigkeit nach Einführung
kann fĂĽr explizite oder implizite Ziele aus den Inputs Ausgaben generieren, die Umgebung beeinflussen (z.B. Vorhersagen, Inhalte, Empfehlungen, Entscheidungen
→ keine einheitlich bindende Definition
Andere Definitionen von KI
menschlich Denken: Computer zum Denken bringen
menschlich Handeln: Maschinen erschaffen, die intelligente Funktionen ausführen können
rational Denken: Berechnungen zum Wahrnehmen, Schlussfolgern und Handeln
rational Handeln: intelligentes Handeln
Definition Machine Learning/ Maschinelles Lernen
Teilbereich von KĂĽnstlicher Intelligenz
Computer lernt aus Daten, um Verhalten/ Erfahrung zu verbessern ohne explizit programmiert zu werden
Fähigkeit an neue Gegebenheiten anzupassen und Muster zu erkennen und auf neue Daten zu übertragen
Definition Neuronale Netze/ Deep Learning
NN: maschinelles Lernmodell in Informatik, was Lernprozessen im menschlichen Gehirn imitieren soll
DL: NN mit komplexen, tiefen Strukturen → viele Schichten von Neuronen
Beispiele von KI
LLM: Large Language Model → Chatbots mit Sprachmodellen (ChatGPT)
AlphaFold: 3D Vorhersage von Proteinstrukturen
1vs1 Brettspiele: Schach, Go
Bilderkennung in Industrie oder Autonomes Fahren (Computer Vision)
Robotik und Automatisierung
Was ist die grundlegende Struktur einer Python Klasse?
Klasse mit Namen enthält als erstes Initialisierungsmethode __init__(self, _, _,) mit verschiedenen Attributen self._
danach normale Instanzmethode def fahren(self, _):
zum Arbeiten mit der Klasse & Methoden → Instanziieren eines Objekts: mein_auto= Auto(_ , _)
Aufrufen der Methode mit nachricht = mein_auto.fahren(x)

Was sind die wichtigen Begriffe in der Wahrscheinlichkeitstheorie?
Bayes Theorem: verbesserte Einschätzung (A-posteriori Wahrscheinlichkeit) durch Berücksichtigung von bestehender Annahme (A-priori Wahrscheinlichkeit) mit neuen Beobachtungen (Likelihood)
CDF: Kumulative Verteilungsfunktion
Erwartungswert: gewichteter Durchschnittswert
Varianz: misst wie weit stark die Werte um den Erwartungswert schwanken
Standardabweichung: Wurzel von der Varianz
Was sind die gängigen Verteilungen in der Wahrscheinlichkeitstheorie?
Bernoulli Verteilung: diskrete Verteilung mit q=1-p
Binomial Verteilung: diskrete Verteilung mit mehreren Bernoulli Versuchen
Gleichverteilung: stetige Verteilung mit gleicher Wahrscheinlichkeit in Intervall
Normalverteilung: stetige Verteilung mit Erwartungswert und Varianz
mehrdimensionale Normalverteilung: stetige Verteilung mit Erwartungswert-Vektor und Kovarianzmatrix
Wie funktioniert das Gradientenverfahren?
Startwert als Ausgangspunkt
während Abbruchbedingung nicht erfüllt ist wird Schrittweite berechnet und Schritt in Richtung von steilstem Gradienten/ Abstieg zum Update gemacht
approximierte Lösung wird zurückgegeben, optimale Lösung aber nicht garantiert (lokales Minimum)
Abbruchbedingungen: max Iterationen, Norm des Gradienten, Diff der Iterierten, Diff der Funktionswerte
Wie funktioniert das stochastische Gradientenverfahren?
Erweiterung von Gradientenverfahren um stochastische Auswahl von Teil des Gradienten der nach Schrittweite berechnet wird
Updateschritt wird mit zufälligem Teil des Gradienten berechnet
sorgt für weniger Anfälligkeit in lokalem Minimum zu landen

Welche weiteren Optimierungsverfahren gibt es?
Branch and Bound: Branching, Bounding, Pruning von Lösung in Entscheidungsbaum/ Teilprobleme
Heuristiken: Greedy (Sequenz lokal optimaler Entscheidungen), lokale Suche (Schrittweise lokal optimale Verbesserung ausgehend von zulässiger Startlösung)
Simulated Annealing: Erweiterung von lokaler Suche (akzeptiert mit gewisser Wahrscheinlichkeit auch Verschlechterungen, um nicht in lokalem Min stecken zu bleiben, Temperatur nimmt ab → Wahrscheinlichkeit für Verschlechterungen auch)
Evolutionäre/ genetische Algorithmen: Fitness von Population bewertet; fitte Individuen werden als Eltern gekreuzt für 1 oder 2 neue Lösungen; Teil der Nachkommen mit Mutation modifiziert; neue Population basierend auf Fitness gewählt
Skalarisierung (bei Mehrziel): z.B. gewichtete Summen Methode (einzelnen Kostenfunktionen wird Gewicht zugeordnet, dann addiert zu skalarer Kostenfunktion, dann min finden
Gradienten:

Was ist Pareto-Optimalität im Zusammenhang von optimalen Kompromissen in einer Mehrzieloptimierung?
dominierender Punkt, wenn in allen Dimensionen besser oder gleich wie ein anderer Punkt
pareto optimaler Punkt, wenn von keinem anderen Punkt dominiert (global oder lokal in Umgebung)
Pareto Menge besteht aus allen pareto optimalen Punkten → Pareto Front in Visualisierung
utopischer Punkt ist unerreichbar mit globalem min in allen Dimensionen

Was ist der Unterschied zwischen modellbasierten und datengetriebenen Verfahren?
modellbasiert: Abbildung basiert auf physikalischen oder mathematischen Gleichungen
datengetrieben: Abbildung basiert allein auf verfĂĽgbaren Daten
Ziel: Muster in Daten erkennen, um generalisierbare Abbildung zu erzeugen, die auch auf neue, unbekannte Daten anwendbar ist
Vorraussetzung geeignete Grundlage: ausreichend viele Datenpunkte, relevante Merkmale (Features), wenig Rauschen, keine systematischen Fehler

Wie ist der Ablauf fĂĽr das Vorgehensmodell fĂĽr datengetriebene Verfahren (Knowledge Discovery in Databases (KDD))?
Datenintegration: ZusammenfĂĽhren aus mehreren Quellen, Entfernen irrelevanter Daten, verarbeitungsfreundliches Format
Datenbereinigung: Bereinigung von fehlenden Werten, Duplikate, AusreiĂźer
Datentransformation: Konvertierung zu numerischen Werten, Skalierung, neue Merkmale durch arithmetische VerknĂĽpfungen, RauschunterdrĂĽckung
Modellbildung: Klassifikation, Regression, Statistik, Korrelation
Interpretation: Visualisierung, Bewertung, Vorhersagekraft

Welche Skalenniveaus gibt es?
Nominal (Qualitativ): Einteilung in Kategorien → z.b. Maschinen-Typen
Ordinal (Qualitativ): Rangordnung möglich → z.b. Werkzeugverschleiß: niedrig, mittel, hoch
Intervall (Quantitativ): Differenzbildung zulässig → z.b. Temperatur in °C
Verhältnis (Quantitativ): Natürlicher Nullpunkt → z.b. Temperatur in Kelvin
Absolut (Quantitativ): Natürliche Einheit mit natürlichem Nullpunkt → z.b. Anzahl Maschinen, Fehleranzahl, Unfälle pro Tag

Welche Notation und Begrifflichkeiten sind in Data Science wichtig?
Merkmal/ Attribut/ Feature: Liste mit allen Werten zu einem der Merkmale
Featurewert: einzelner Eintrag in Feature Spalte
Zielvektor/ Targetvektor/ Outputvektor: resultierendes generiertes Ergebnis aus den Feature Vektoren zuvor
Label/ Target: einzelner Eintrag in Targetvektor
Featurevektor/ Inputvektor: Zeilenvektor mit einem Eintrag aus jedem Merkmal
Sample im Datensatz/ Dateninstanz: Featurevektor + Label/ Target aus Output

Welche Methoden gibt es zur Datenbereinigung?
Daten löschen: fehlende Werte entfernen wenn Datensatz groß genug
Median/ Mean Imputation: fehlende Werte durch Mittelwert/ Median ersetzen, wenn mind Intervallskala und fehlende Werte nicht ungewöhnlich stark abweichen
lineare Interpolation: fehlende Werte werden linear zwischen Nachbarn interpoliert, wenn mind Intervallskala und Daten kontinuierliche Veränderung zeigen, die zeitlich regelmäßig erhoben wurden
Forward/ Backward Fill: fehlende Werte werden mit vorherigem oder nachfolgenden Wert ersetzt, wenn keine signifikanten Schwankungen da sind und LĂĽcken nicht zu groĂź
Duplikate entfernen/ beibehalten, je nachdem ob unbeabsichtigt oder legitime Mehrfacheinträge
Ausreißer beibehalten, entfernen oder glätten, je nachdem ob Anomalie erkannt wurde, Daten fehlerhaft sind oder Daten unwichtig sind aber Struktur erhalten bleiben soll
Welche Methoden gibt es zur Datentransformation?
Label/ Ordinal Encoding: jeder kategorische Wert eines Merkmals bekommt eindeutige ganzzahlige Kodierung (label - nominalskaliert (Maschinentyp) / ordinal - ordinalskaliert (MaschinenverschleiĂź))
One-Hot-Encoding: eigene binäre Indikatorspalte für jedes nominalskalierte Merkmal → 1 wenn Merkmal zutrifft und 0 wenn nicht; bei ordinalskaliert nicht sinnvoll, da Rangfolge verloren geht
Frequency Encoding: nominalskalierte Werte von Merkmal werden durch absolute/ relative Häufigkeit ersetzt; bei ordinalskaliert nicht sinnvoll, da Rangfolge verloren geht
min-max Skalierung: Skalierung der Daten auf festen Wertebereich von 0 bis 1 für alle Dimensionen; relative Verhältnisse zwischen den Werten bleiben erhalten; empfindlich ggü Ausreißern
Standardisierung: Werte so transformiert, dass Mittelwert=0 und Standardabweichung=1 ist → Wertebereich mit Koordinatenursprung in der Mitte; besserer Umgang mit Ausreißern
robuste Skalierung: Verwendung von Median (Wert unter dem 50% der Messwerte liegen) und Interquartilsabstand (Differenz zwischen dem 75. und 25. Perzentil)
L2- /L1-Normierung: Gesamtlänge des Merkmals = 1/ Summer der Absolutbeiträge aller Merkmalelemente = 1
Feature Engineering: neue Merkmale basierend auf bestehenden Merkmalen für zusätzliche Informationen, z.b. Moving Average für kurzfristige Glättung/ Interaktionsmerkmale durch mathematische Operationen und physikalische Zusammenhänge
Rauschunterdrückung: Hochpass-/ Tiefpass-/ Bandpassfilter für Reduktion unerwünschter, normalverteilter Störungen
Warum ist eine Datenaufteilung nötig und wie werden sie typischerweise aufgeteilt?
Minimierung von Kostenfunktion während Training garantiert keine gute Generalisierung auf neue Daten & schlechte Vorhersageleistungen → Risiko von Overfitting
zu wenig Daten sorgen fĂĽr Underfitting
Aufteilung in disjunkte Teilmengen für Trainingsdaten (Lernen der Modellparameter) / Validierungsdaten (Auswahl von Hyperparametern & Modellarchitektur) und Testdaten (Bewertung der Generalisierungsfähigkeit) → Verhältnis 0.7/0.15/0.15
Gegenmaßnahmen Overfitting: Early Stopping, Regularisierung, Modellkomplexität reduzieren

Welche beiden Arten von Machine Learning Modellen & Paradigmen gibt es?
Diskriminativ (→ Klassifikation): Lernen der Klassenunterschiede durch direkte Modellierung der Entscheidungsgrenze
Generativ (→ Regression): Lernen gemeinsame Verteilung von Eingabe und Ausgabe, so dass neue Daten erzeugt werden können
supervised: Musterkennung mit gelabelten Daten
unsupervised: Mustererkennung oder Strukturfindung mit ungelabelten Daten
Reinforcement Learning: Lernen durch Belohnung & Bestrafung in interaktiver Umgebung
Woraus besteht ein multivariates, lineares Modell mit Basisfunktionen?
Modell f_theta ist Skalarprodukt von Parametervektor (theta) und Basisfunktion (psi)

Welche supervised Machine Learning Algorithmen gibt es?
Lineare Regression
Logistische Regression
K-nearest Neighbors
Support Vektor Machine
Entscheidungsbäume
Wie funktioniert die lineare Regression im ML?
Ziel: kontinuierliche Zielgröße anhand einer/ mehrerer Eingangsvariablen vorhersagen durch lineare Beziehung zwischen Modellparametern und Zielgröße → Nichtlinearitäten über Basisfunktion Phi(x) einbringbar
Modellfehler pro Datenpunkt durch MSE Kostenfunktion minimieren → Lösung mit Hilfe von SGD
bei normalverteilten Fehlern ist MSE die optimale Kostenfunktion und entspricht Maximum-Likelihood-Estimation (MLE)
Reduktion von Overfitting durch Regularisierung z.b. durch Bestrafung von hohen Parameterwerten

Wie funktioniert die logistische Regression?
Modellierung von Wahrscheinlichkeit fĂĽr Defekt mit Sigmoid f_theta und Parametervektor theta
durch HinzufĂĽgen einer Wahrscheinlichkeitsgrenze Nutzung als Klassifikator
Steuerung von Risiko durch Einstellen von Wahrscheinlichkeitsgrenze c
Maximierung der Log-Likelihood liefert optimale Parameter, Lösung mit SGD

Wie funktioniert der K-Nearest Neighbors (KNN) Algorithmus?
geeignet fĂĽr Klassifikation & Regression
Punkt wird anhand seiner k-nächsten Nachbarn klassifiziert → Wahl von k ist Hyperparameter, kein Parametervektor
Skalierung der Wertebereiche notwendig;
Distanz durch euklidische Norm für jeden neuen Punkt zu allen Trainingspunkten berechnen → Zuordnung zu Klasse die am häufigsten vorkommt
Schätzung der Zielgröße bei Regression durch Mittelwert der k-nächsten Nachbarn

Wie funktioniert der Support Vector Machine Algorithmus?
Zwei-Klassen-Klassifikation oder One-vs-Rest-Klassifikation bei mehreren
Maximierung der Generalisierungsfähigkeit durch maximalen Rand → Bestimmung durch konvexes Optimierungsproblem mit Gleichungsnebenbedingungen
bei nicht linear trennbaren Daten folgt Transformation der Instanzen in höherdimensionalen Raum
wenn Daten immer noch nicht klar trennbar sind, dann Schlupf (Fehlklassifikation) zulassen
Optimierungsproblem ist Maximierung des Margins (Abstand von Support Vektoren zur Trennlinie)
