Biologie Klausur-Vorbereitung: Zellenergie, Stoffwechsel und Neurobiologie

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Umfassende Sammlung von Fachbegriffen und Definitionen zu den Themenbereichen Zellatmung, Fotosynthese, Muskelphysiologie und Neurobiologie basierend auf den Vorlesungsnotizen.

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Adenosintriphosphat (ATP)

Der universelle Energieüberträger und -speicher der Zelle, bestehend aus Adenin, Ribose und drei Phosphatgruppen.

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Exergonische Reaktion

Eine chemische Reaktion, bei der freie Energie freigesetzt wird (ΔG<0\Delta G < 0) und die thermodynamisch freiwillig abläuft.

3
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Endergonische Reaktion

Ein Vorgang, der nicht freiwillig abläuft und die Zufuhr von Energie benötigt (ΔG>0\Delta G > 0).

4
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Energetische Kopplung

Das Prinzip, bei dem eine exergonische Reaktion eine endergonische Reaktion direkt antreibt, um unspontane Prozesse zu ermöglichen.

5
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Phosphorylierung

Die Übertragung einer von ATP abgespaltenen Phosphatgruppe auf ein Substrat, wodurch dieses in einen energiereicheren, reaktionsbereiten Zustand versetzt wird.

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Chemiosmose

Die Umwandlung von potentieller Energie eines Protonengradienten über eine Membran in Bewegungsenergie und schließlich in chemische Energie (ATP).

7
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ATP-Synthase

Ein aus mehreren Untereinheiten (F0F_0 und F1F_1) bestehendes Membranprotein, das den Ionenfluss von Protonen nutzt, um ATP aus ADP und Phosphat zu synthetisieren.

8
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Glykolyse

Der erste Schritt des Glucoseabbaus im Cytoplasma, bei dem Glucose (C6C_6) in zwei Moleküle Pyruvat (C3C_3) gespalten wird; Nettogewinn: 22 ATP und 22 NADH+H+.

9
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Citratzyklus

Ein katalytischer Kreislauf in der Mitochondrienmatrix, bei dem Pyruvat vollständig zu CO2CO_2 oxidiert wird und Reduktionsäquivalente (NADH+H+, FADH2FADH_2) gewonnen werden.

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Atmungskette

Biochemischer Prozess an der inneren Mitochondrienmembran, bei dem Elektronen über Proteinkomplexe auf Sauerstoff übertragen werden, um einen Protonengradienten für die ATP-Synthese aufzubauen.

11
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Milchsäuregärung

Ein anaerober Prozess im Muskel oder in Bakterien, bei dem Pyruvat zu Lactat reduziert wird, um NAD+NAD^+ für die Fortführung der Glykolyse zu regenerieren.

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Alkoholische Gärung

Ein zweistufiger anaerober Prozess (Decarboxylierung und Reduktion), bei dem Hefe Glucose zu Ethanol und CO2CO_2 abbaut.

13
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Fotolyse des Wassers

Die lichtabhängige Spaltung von Wasser in der Thylakoidmembran, wobei O2O_2, H+H^+ und Elektronen entstehen.

14
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Calvin-Zyklus

Die im Stroma ablaufende Sekundärreaktion der Fotosynthese, bei der mithilfe von ATP und NADPH aus der Primärreaktion CO2CO_2 zu Glucose fixiert wird.

15
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Rubisco

Das Schlüsselenzym des Calvin-Zyklus, das die Bindung von CO2CO_2 an Ribulose-1,5-bisphosphat (RuBP) katalysiert.

16
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Lichtkompensationspunkt

Der Punkt der Lichtintensität, an dem die Fotosyntheserate genau so groß ist wie die Zellatmungsrate (ausgeglichene O2O_2- und CO2CO_2-Bilanz).

17
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C4-Pflanzen

Pflanzen, die eine räumliche Trennung der CO2CO_2-Fixierung (Mesophyllzellen) und des Calvin-Zyklus (Bündelscheidenzellen) besitzen, um bei Hitze effizienter zu arbeiten.

18
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CAM-Pflanzen

Pflanzen (z. B. Kakteen), die CO2CO_2 nachts zeitlich getrennt fixieren und in Vakuolen als Malat speichern, um tagsüber Wasserverlust zu vermeiden.

19
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Filamentgleittheorie

Theorie zur Muskelkontraktion, nach der sich die Aktin- und Myosinfilamente unter ATP-Verbrauch ineinander schieben, ohne sich selbst zu verkürzen.

20
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Querbrückenzyklus

Der zyklische Prozess des Bindens, Umknickens und Lösens der Myosinköpfe am Aktinfilament während der Muskelarbeit.

21
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Totenstarre (Rigor mortis)

Zustand nach dem Tod, in dem der Mangel an ATP verhindert, dass sich Myosinköpfe vom Aktin lösen, was zu einer dauerhaften Blockierung führt.

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Astrozyten

Sternförmige Gliazellen im ZNS, die die Blut-Hirn-Schranke bilden und das chemische Milieu regulieren.

23
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Oligodendrozyten

Gliazellen, die die Myelinscheide im Zentralnervensystem (ZNS) bilden.

24
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Schwann-Zellen

Gliazellen, die die Myelinscheide im peripheren Nervensystem (PNS) bilden.

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Ruhepotential

Die elektrische Spannung (ca. 70mV-70\,mV) an der Membran einer unerregten Nervenzelle, aufrechterhalten durch die selektive Permeabilität der Membran und die Natrium-Kalium-Pumpe.

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Natrium-Kalium-Pumpe

Ein aktives Transportsystem, das unter ATP-Verbrauch 3Na+3\,Na^+ nach außen und 2K+2\,K^+ nach innen befördert, um das Ruhepotential stabil zu halten.

27
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Aktionspotential (AP)

Eine kurzzeitige Umkehr des Membranpotentials (bis ca. +30mV+30\,mV), die nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip bei Überschreiten des Schwellenwerts (50mV-50\,mV) abläuft.

28
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Refraktärzeit

Der Zeitraum nach einem Aktionspotential, in dem die betroffene Membranregion vorübergehend nicht mehr erregbar ist (absolut oder relativ).

29
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Saltatorische Erregungsleitung

Die schnelle Weiterleitung der Erregung in myelinisierten Axonen, bei der das Aktionspotential von einem Ranvier'schen Schnürring zum nächsten springt.

30
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Monosynaptischer Reflex

Ein Eigenreflex (z. B. Kniesehnenreflex), bei dem Sensor und Effektor im selben Organ liegen und nur eine einzige Synapse im Rückenmark beteiligt ist.