Blutgasanalyse und elektrolyten

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Blutgasanalyse werte

pH: 7,35-7,45

• pO2: 65-100mmHg

• pCO2: 35-45 mmHg

• HCO3-: 22-26 mmol/L

• EB: 0 ± 2

• Anionenlücke: 8-12 mmol/L

• weitere: Hämoglobin, Elektrolyte (Na+, K+, Ca++, Cl-), BZ, Laktat


Die Anionenlücke (Anion Gap, AG) zeigt, ob im Blut nicht gemessene Anionen vorhanden sind. Sie ist besonders wichtig bei der metabolischen Azidose.

Anionenlücke = Na⁺ − (Cl⁻ + HCO₃⁻) Normalwert: ca. 8–12 mmol/L


👉 H⁺ steigt → HCO₃⁻ wird verbraucht → dafür bleiben die zugehörigen „neuen“ Anionen zurück → AG steigt.


PRÜFUNG FRAGE —— EB- Base excess/basenabweichung ist die Menge an Basen, die hinzugefügt oder entfernt werden muss, um einen normwertigen pH-Wert zu erreichen.

BE >2 mmol/L metabolische Alkalose oder eine teilweise kompensierte respiratorische Azidose (pCO2↑).

BE <-2 mmol/L metabolische Azidose oder eine teilweise kompensierte respiratorische Alkalose (pCO2↓)

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Metabolische/Respiratorische Azidose/Alkalose

Metaboliket ndoshin nga ndryshimi i HCO3- ndersa respiratoret nga ndryshimi i CO2 , per te pare e kompensuar app jo shifet vlera tjeter.

<p> Metaboliket ndoshin nga ndryshimi i HCO3- ndersa respiratoret nga ndryshimi i CO2 , per te pare e kompensuar app jo shifet vlera tjeter.</p>
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Metabolishe azidose beim akut nierenversagen vorgehen und Therapie.

Therapie

  1. Ursache des AKI behandeln

    • z. B. Hypovolämie → Volumen auffüllen, bei überwässerung schleifendiuretike (nicht bei postrenale ursache)

    • Medikamente mit nephrotoxischem Potenzial absetzen

    • Harnabfluss bei postrenalem AKI wiederherstellen

  2. Azidose behandeln

    • Bei leichter/moderater Azidose: Ursache behandeln und ggf. Bikarbonat (NaHCO₃) geben.

    • Bei schwerer, therapierefraktärer AzidoseNierenersatzverfahren (Dialyse).


Wann Dialyse?

Eine schwere metabolische Azidose ist eine klassische AEIOU-Indikation zur Dialyse, insbesondere wenn sie nicht auf die medikamentöse Therapie anspricht.

!!! Metabolisch Azidose mit pH ‎<7.2 oder base excess ‎‎< 10mmol/L

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Zusammenhang zwischen Azidose und Hyperkaliämie

Wenn im Blut H⁺ steigt, versucht der Körper, H⁺ in die Zellen aufzunehmen.

H⁺ geht in die Zelle
dafür kann K⁺ aus der Zelle ins Blut gelangen
Kalium im Blut steigt → Hyperkaliämie

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kalium und nierenerkrankungen zusammenhng

🟠 1. Nierenerkrankung → Hyperkaliämie

Das ist besonders bei akuter oder fortgeschrittener chronischer Niereninsuffizienz typisch. → weil die GFR beeinträchtigt ist → Bei stark reduzierter GFR:

GFR ↓ → K⁺-Ausscheidung ↓ → K⁺ bleibt im Körper → Hyperkaliämie


🔵 2. Nierenerkrankung → Hypokaliämie Hier ist das Problem das Gegenteil:

Die Niere verliert zu viel K⁺. → Zum Beispiel bei Erkrankungen des Tubulussystems:

  • renale tubuläre Azidose Typ 1 und 2

  • bestimmte tubuläre Erkrankungen

  • Diuretika

  • Hyperaldosteronismus


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Labor zeigt Hyperkaliämie + Niereninsuffizienz + metabolische Azidose – Zusammenhang erklären

Bei Niereninsuffizienz kann die Niere Kalium und Säure nicht ausreichend ausscheiden:

Niereninsuffizienz → GFR ↓ → entstehen 2 dinge:
K⁺-Ausscheidung ↓ → Hyperkaliämie
H⁺-Ausscheidung ↓ + HCO₃⁻-Bildung ↓ → metabolische Azidose


Zusätzlich kann die Azidose K⁺ aus den Zellen ins Blut verschieben, wodurch die Hyperkaliämie verstärkt werden kann!!!!


Normalerweise: Stoffwechsel → entsteht H⁺ → Niere scheidet H⁺ über die Tubuli aus und bildet neues HCO₃⁻

Bei Niereninsuffizienz gibt es weniger funktionsfähige Nephrone:

Nephrone ↓ → H⁺-Ausscheidungskapazität ↓ → H⁺ bleibt im Blut → HCO₃⁻ wird verbraucht/ist vermindert → metabolische Azidose.


Außerdem kann die kranke Niere weniger Ammonium (NH₄⁺) bilden und ausscheiden. Das ist besonders wichtig, weil ein großer Teil der täglichen Säurelast als NH₄⁺ im Urin ausgeschieden wird.

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Kalium im Urin

Der normale Kaliumwert im Urin hängt davon ab, ob man eine Einzelurinprobe oder den 24-h-Sammelurin betrachtet:

  • 🧪 24-h-Urin: ca. 25–125 mmol/24 h

  • 🧪 Einzelurin: etwa 20–40 mmol/L (stark abhängig von Ernährung und Flüssigkeitszufuhr)


Merke für die Klinik: Bei Hypokaliämie ist vor allem die Kaliumausscheidung im Urin wichtig:

  • < 20 mmol/24 h → Niere hält Kalium zurück → eher extrarenaler Kaliumverlust

  • > 20 mmol/24 h → unangemessen hohe Ausscheidung → renaler Kaliumverlust


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Kalium und EKG

Hyperkaliämie:

  1. Betonnung der Hohe und Spitze der T-Welle >5,5 mmol

  2. P-Abflachung mit Verlängerung PQ-Zeit >6,5 mmol

  3. QRS-Verbreitung >0,11s

  4. ST-Senkung >7 mmol


Hypokaliämie:

  1. Abflachung der T-Welle <3,5 mmol

  2. ST-Senkung

  3. Betonte U-Welle <2,5mmol

  4. QT-Zeit Verlängerung


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Kationenaustauscher

Kationenaustauscher sind Medikamente, die im Darm Kalium (K⁺) binden und dafür andere Kationen (z. B. Calcium oder Natrium) abgeben. Dadurch wird Kalium mit dem Stuhl ausgeschieden.


Wichtige Beispiele:

  • Patiromer → tauscht K⁺ gegen Ca²⁺

  • Natrium-Zirkonium-Cyclosilikat (SZC) → bindet K⁺ und tauscht es v. a. gegen Na⁺/H⁺

  • Natriumpolystyrolsulfonat - Bindet Na


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Hyperkaliämie Behandlung

  • Polystyrol (Kationenaustauscher) p.o. (hemmt Aufnahme von K+ in Darm)

  • Furosemid (40mg/2h) + 1L NaCl.

  • Hämodialyse


Notfallmäßig:

1. Kardioprotektion

  • Calciumgluconat 10% 30cc i.v.



2.Bringen Kalium in Zellen:

  • Glukose 20% (125mL) + Insulin (10IE) i.v. Infusion i.v. über 20 min.

  • ẞ2 Sympathomimetika inhalativ (200y/hub, 2 Hübe alle 2std)

  • Natriumcarbonat i.v. (falls metabolische Azidose vorhanden)

  • Hämodialyse (Anurie/ Therapieversagen der anderen Maßnahmen)


Erklärung jeder Maßnahme:

A) Insulin + Glukose

Insulin
→ aktiviert die Na⁺/K⁺-ATPase → K⁺ wird aus dem Blut in die Zellen aufgenommen → Serum-K⁺ ↓
Insulin kann eine Hypoglykämie verursachen. Deshalb gibt man Glukose dazu.


B) β₂-Sympathomimetikum - Zum Beispiel Salbutamol inhalativ.

Es wirkt also ähnlich wie Insulin.

👉 β₂-Agonist = K⁺ in die Zelle


C) Natriumhydrogencarbonat (NaHCO₃)

!!!! Nur sinnvoll, wenn eine metabolische Azidose vorliegt.

Azidose → H⁺ geht vermehrt in die Zellen → K⁺ geht nach außen → Hyperkaliämie.

NaHCO₃ → korrigiert die Azidose → H⁺ ↓ → K⁺ kann wieder in die Zellen verschoben werden → K⁺ im Serum ↓

Bei Hyperkaliämie ohne metabolische Azidose ist Bicarbonat nicht routinemäßig wirksam.


3. 🚽 Kalium wirklich aus dem Körper entfernen

Das ist entscheidend, weil Insulin und β₂-Agonisten das Kalium nur vorübergehend verschieben.

Hämodialyse
→ entfernt K⁺ direkt aus dem Blut
→ besonders wichtig bei Anurie/schwerer Niereninsuffizienz oder wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen.

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Hypokaliämie Behandlung

Ernährung (Gabe von Kaliumsalz Präparaten p.o. Oder i.v.)

Absetzen auslösendes Med und ggf Ergänzung von Spironolakton

  • Serumkalium >3mmol/L Kaliumchlorid p.o.

  • Serumkalium ‎<3mmol/L Kaliumchlorid i.v. Max 20mmol/h



Magnesium ist bei Hypokaliämie sehr wichtig, weil ein Magnesiummangel die Hypokaliämie verursacht oder unterhält.

Bei Mg²⁺-Mangel werden in den Nierentubuluszellen bestimmte Kaliumkanäle (ROMK) stärker aktiv.

mehr K⁺ wird über die Niere ausgeschieden → Serum-K⁺ sinkt → Hypokaliämie

Deshalb kann eine Hypokaliämie trotz Kaliumgabe nicht richtig korrigiert werden, solange der Magnesiummangel besteht.

Typisch z. B. bei Diuretika-Therapie: Sie können sowohl Mg²⁺ als auch K⁺ verlieren lassen.

Bei einer Hypokaliämie mit gleichzeitigem Magnesiummangel substituiert man Magnesium parallel zur Kaliumsubstitution, weil sich das Kalium sonst oft schlecht korrigieren lässt.

Bei ausgeprägter Hypomagnesiämie oder schweren Symptomen:

  • Magnesium i.v., meist als Magnesiumsulfat (MgSO₄), verdünnt und langsam infundiert.

Bei leichtem Magnesiummangel und stabilem Patienten:

  • Magnesium oral, z. B. Magnesiumsalze.


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Magnesium und Natrium/Kalium

1.Magnesium ist eng mit Calcium verbunden. Ein Magnesiummangel kann eine Hypokalzämie verursachen.

Mg²⁺ ↓ PTH-Sekretion ↓ und die Wirkung von PTH am Zielorgan ↓ → weniger Calcium-Rückresorption und weniger Vitamin-D-Aktivierung → Ca²⁺ ↓ Hypokalzämie

Magnesiumsulfat 50% 10 mL


2.Bei einer Hypokaliämie mit gleichzeitigem Magnesiummangel substituiert man Magnesium parallel zur Kaliumsubstitution, weil sich das Kalium sonst oft schlecht korrigieren lässt.

Magnesiumsulfat (MgSO₄), verdünnt und langsam infundiert, oder oral bei leichtem symptomen.

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Normale Serumosmolarität und Urinosmolalität

285-295msom/L

Es gibt ein formula zum berechnung : 2x natrium,x harnstoff,x glukose


Natrium ein wichtiger osmotisch wirksamer Stoff im Extrazellulärraum.


Normaler Urin: ca. 50–1.200 mOsm/kg H₂O

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Natrium 135-145

Zur diagnose ist wichtig: serumnatrium, Hämatokrit zu sehen ob ist hypovolemische oder hypervolemische)

Urinosmolalität:

  1. Bei Hyponatriämie

Hier ist besonders das Urin-Natrium (U-Na⁺) und die Urin-Osmolalität wichtig.

-Urinnatrium:

U-Na⁺ niedrig (< 30 mmol/L): → Niere versucht Natrium zurückzuhalten → spricht z. B. für Volumenmangel (Dehydratation, Erbrechen, Durchfall).

U-Na⁺ hoch (> 30 mmol/L): → Niere scheidet trotz Hyponatriämie Natrium aus → z. B. SIADH, Nierenerkrankung oder Diuretika.


-Urin-Osmolalität:

  • < 100 mOsm/kg → Niere kann Wasser gut ausscheiden → z. B. sehr hohe Wasseraufnahme

  • > 100 mOsm/kg → ADH ist aktiv → Wasser wird zurückgehalten.


Bei Hypernatriämie 🩸 Na⁺ ↑

Hier hilft vor allem die Urin-Osmolalität, um zu sehen, ob die Niere Wasser konzentrieren kann.

  • Urin sehr konzentriert → ADH funktioniert → eher Wasserverlust außerhalb der Niere (z. B. Schwitzen, Durchfall).

  • Urin ungewöhnlich verdünnt → Niere verliert Wasser → Verdacht auf Diabetes insipidus (ADH-Mangel oder ADH-Resistenz).


Hyponaträmie:

Symptome

  • leichte: Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen

  • stärker: Verwirrtheit, Erbrechen, Gangstörungen

  • schwer: Krampfanfälle, Bewusstseinsstörung, Koma


Behandlung - Die Therapie hängt von Ursache und Schweregrad ab:

  • Akut schwere symptomatische Hyponatriämie:
    NaCl 3 % (hyperton) i.v.
    → Ziel: Natrium zunächst vorsichtig anheben und neurologische Symptome bessern.

  • Hypovolämie:NaCl 0,9 %

  • SIADH: → Flüssigkeitsrestriktion, ggf. weitere spezifische Therapie.

  • Medikamente/Ursache beseitigen.

Ganz wichtig: Natrium nicht zu schnell korrigieren → Gefahr einer osmotischen Demyelinisierung (Zentralpontine Myelinolyse).

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Kalzium

Gesamtkalzium

Das ist alles Kalzium im Blut zusammen:

  • 🔹 ≈ 50 % ionisiertes Kalzium (Ca²⁺) → biologisch aktiv

  • 🔹 ≈ 40 % an Albumin gebunden → biologisch nicht direkt aktiv

  • 🔹 ≈ 10 % an andere Anionen gebunden (z. B. Phosphat, Citrat)


Hyperkalzämie ionisierte Kalzium ≥1,35mmol/L-Gesamtcalcium 2,6 mmol/L

Hypokalzämie ionisierte Kalzium <1,15mmol/L Gesamtcalcium 2,2 mmol/L


Ursachen:

hyperkalzämie: Primär Hyperparathyreodismus Primär , Hyperthyreose (erhöhte Knochenumbau) , Nebennierenrindeninsuffizienz (hypoaldosteronismus und auch volumenmangel und erniedrigte GFR→ erniedrigte ca Ausscheidung). Tumorinduzierte: paraneoplasie (Tumor bildet Parathormon related Protein), Osteolyse (Multiples Myelom oder Knochenmetastase).


Hypokalzämie: Hypoparathyreoidismus , nephrotisches Syndrom) , Vitamin D Mangel oder ↓ Aktivierung (AKI), Nekrotisierende Pankreatitis, Hyperventilation [→ CO2 abgeatmet → respiratorische Alkalose → erniedrigte Protonen Blut → gebundete H an Albumin werden freigesetzt (um pH zu erniedrigen) → Ca bindet an diese Stelle (Umverteilung)] , Tumorlyse-Syndrom: insb. ALL


Symptomatik:

hyperkalzämie: Verringerte neuromuskuläre Erregbarkeit:

  • Muskelschwäche, Obstipation, Paresen.

  • Herz: Bradykardie , torsade de pointes, QT- Zeit Verkürzung

  • Renal: Polyurie, Urolithiasis, Nephrokalzinose

  • Lethargie, Verwirrtheit, Somnolenz « frage über fall mit verwirte patient von hyperkalzämie

  • GI: Ubelkeit, Pankreatitis, Ulkus ventriculi


Hypokalzämie: Gesteigerte neuromuskuläre Erregbarkeit

Leitsymptom: Tetanie (Wenn bedingt durch respiratorische Alkalose= Hyperventilationstetanie): Kribbeln, parästhesien perioral und akral, Spasmen, Hyperreflexen QT-Zeit Verlängerung mit HRS (Torsade de Pointes), Diarrhö, Epileptischer Anfall, Hypotonie


KU: Zeichen einer Hypokalzämie:

- Chvostek-Zeichen: Mundwinkelzucken bei Beklopfen des N. facialis im Wangenbereich

-Trousseau-Zeichen: Nach Anlegen einer Blutdruckmanschette mit einem Druck oberhalb des systolischen Drucks kommt es nach mehreren Minuten zu einer Pfötchenstellung der Hand.


Labor:

  • Serumcalcium

  • Phosphat im Serum

  • Vit D im Serum (Vit D-Mangel vs Überdosierug bzw. Intoxikation)

  • Lipase im Serum (V.a. Pankreatitis?)

  • PTH in Serum

Bei Hypokalzämie
Erniedrigte PTH und ↑ PO4 : Hypoparathyreoidismus

↑ PTH und erniedrigte PO4: Vitamin-D-Mangel bzw. Pankreatitis

↑ PTH und normale oder erhöht PO4: Rhabdomyolyse, Renal-tubuläre Azidose

Bei Hyperkalzämie:

↑ PTH: Primärer Hyperparathyreoidismus

Erniedrigte PTH: Osteolytische Formen der Tumor-Hyperkalzämie


Behandlung:

Bei Hyperkalziämie:

  • Forcierte Diurese mit Schleifendiuretikum + Volumen (4L/d NaC1 0,9%)

  • • Ggf. Bisphophonate (Hemmung der Osteoklastenbildung und und -aktivität sowie Komplexbildung mit Cat+)

  • Calcitonin 100IE s.c. (auch Hemmung aktivität Osteoklasten)

  • • Ggf. GKK (Hemmung der Bildung von aktivem Vit D3)


Bei Hypokalziämie:

Bei Symptomen (Tetanie, HRS): Kalzium i.v: Calciumgluconat 10% 10mL in 5 Min (Icc entspricht 0,21mmol Ca).

Ohne Symtome: Ca 1000mg p.o. + Vit D bei Mangel

Bei Hyperventilation: beruhigen, CO2-Rückatmung über Tute.

!!!!Hypomagnesiämie behandeln: Magnesiumsulfat 50% (10 mL enthalten 20 mmol Magnesium) 20 mmol/Tag


<p><strong>Gesamtkalzium</strong></p><p>Das ist <strong>alles Kalzium im Blut zusammen</strong>:</p><ul><li><p><span data-name="small_blue_diamond" data-type="emoji">🔹</span> <strong>≈ 50 % ionisiertes Kalzium (Ca²⁺)</strong> → biologisch aktiv</p></li><li><p><span data-name="small_blue_diamond" data-type="emoji">🔹</span> <strong>≈ 40 % an Albumin gebunden</strong> → biologisch nicht direkt aktiv</p></li><li><p><span data-name="small_blue_diamond" data-type="emoji">🔹</span> <strong>≈ 10 % an andere Anionen gebunden</strong> (z. B. Phosphat, Citrat)</p></li></ul><p></p><p><span><strong>Hyperkalzämie</strong> ionisierte Kalzium ≥1,35mmol/L-Gesamtcalcium 2,6 mmol/L</span></p><p><strong>Hypokalzämie</strong> ionisierte Kalzium &lt;1,15mmol/L Gesamtcalcium 2,2 mmol/L</p><p></p><p><strong>Ursachen</strong>:</p><p><span><strong>hyperkalzämie</strong>: Primär Hyperparathyreodismus Primär , Hyperthyreose (erhöhte Knochenumbau) , Nebennierenrindeninsuffizienz (hypoaldosteronismus und auch volumenmangel und erniedrigte GFR→ erniedrigte ca Ausscheidung).  Tumorinduzierte: paraneoplasie (Tumor bildet Parathormon related Protein), Osteolyse (Multiples Myelom oder Knochenmetastase).</span></p><p></p><p><span><strong>Hypokalzämie</strong>: Hypoparathyreoidismus , nephrotisches Syndrom) , Vitamin D Mangel oder ↓ Aktivierung (AKI), Nekrotisierende Pankreatitis, Hyperventilation [→ CO2 abgeatmet → respiratorische Alkalose → erniedrigte Protonen  Blut → gebundete H an Albumin werden freigesetzt (um pH zu erniedrigen) → Ca bindet an diese Stelle (Umverteilung)] , Tumorlyse-Syndrom: insb. ALL</span></p><p></p><p><strong>Symptomatik</strong>:</p><p><strong>hyperkalzämie</strong>: Verringerte neuromuskuläre Erregbarkeit:</p><ul><li><p>Muskelschwäche, Obstipation, Paresen.</p></li><li><p>Herz: Bradykardie , torsade de pointes, <strong>QT- Zeit Verkürzung</strong></p></li><li><p>Renal: Polyurie, Urolithiasis, Nephrokalzinose</p></li><li><p>Lethargie, <strong>Verwirrtheit</strong>, Somnolenz « frage über fall mit verwirte patient von hyperkalzämie</p></li><li><p>GI: Ubelkeit, Pankreatitis, Ulkus ventriculi</p><p></p></li></ul><p><strong>Hypokalzämie</strong>: Gesteigerte neuromuskuläre Erregbarkeit</p><p>Leitsymptom: Tetanie (Wenn bedingt durch respiratorische Alkalose= Hyperventilationstetanie): Kribbeln, parästhesien perioral und akral, Spasmen, Hyperreflexen <strong>QT-Zeit Verlängerung</strong> mit HRS (Torsade de Pointes), Diarrhö, Epileptischer Anfall, Hypotonie</p><p></p><p><strong>KU: Zeichen einer Hypokalzämie:</strong></p><p>- Chvostek-Zeichen: Mundwinkelzucken bei Beklopfen des N. facialis im Wangenbereich</p><p>-Trousseau-Zeichen: Nach Anlegen einer Blutdruckmanschette mit einem Druck oberhalb des systolischen Drucks kommt es nach mehreren Minuten zu einer Pfötchenstellung der Hand.</p><p></p><p><strong>Labor</strong>:</p><ul><li><p>Serumcalcium</p></li><li><p>Phosphat im Serum</p></li></ul><ul><li><p>Vit D im Serum (Vit D-Mangel vs Überdosierug bzw. Intoxikation)</p></li><li><p>Lipase im Serum (V.a. Pankreatitis?)</p></li><li><p>PTH in Serum</p></li></ul><p>Bei <strong>Hypokalzämie</strong><br>Erniedrigte PTH und ↑ PO4 : Hypoparathyreoidismus</p><p>↑ PTH und erniedrigte PO4: Vitamin-D-Mangel bzw. Pankreatitis</p><p>↑ PTH und normale oder erhöht PO4: Rhabdomyolyse, Renal-tubuläre Azidose</p><p>Bei <strong>Hyperkalzämie</strong>:</p><p>↑ PTH: Primärer Hyperparathyreoidismus</p><p>Erniedrigte PTH: Osteolytische Formen der Tumor-Hyperkalzämie</p><p></p><p><strong>Behandlung:</strong></p><p><strong>Bei Hyperkalziämie</strong>:</p><ul><li><p>Forcierte Diurese mit Schleifendiuretikum + Volumen (4L/d NaC1 0,9%)</p></li><li><p>• Ggf. Bisphophonate (Hemmung der Osteoklastenbildung und und -aktivität sowie Komplexbildung mit Cat+)</p></li><li><p>Calcitonin 100IE s.c. (auch Hemmung aktivität Osteoklasten)</p></li><li><p>• Ggf. GKK (Hemmung der Bildung von aktivem Vit D3)</p></li></ul><p></p><p><strong>Bei Hypokalziämie</strong>:</p><p>Bei Symptomen (Tetanie, HRS): Kalzium i.v: Calciumgluconat 10% 10mL in 5 Min (Icc entspricht 0,21mmol Ca).</p><p>Ohne Symtome: Ca 1000mg p.o. + Vit D bei Mangel</p><p>Bei Hyperventilation: beruhigen, CO2-Rückatmung über Tute.</p><p>!!!!Hypomagnesiämie behandeln: Magnesiumsulfat 50% (10 mL enthalten 20 mmol Magnesium) 20 mmol/Tag</p><p></p>
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Kalzium und Sarcoidose und renale manifestationen

Sarcoidose pathophysiologie: unbekannt aber Vermutet wird eine überschießende zelluläre Immunreaktion, insbesondere durch T-Lymphozyten und Makrophagen → Makrophagen in den Granulomen können 1α-Hydroxylase exprimieren.

25-OH-Vitamin D → 1,25-(OH)₂-Vitamin D (Calcitriol) ↑ → Calciumaufnahme im Darm ↑ → Hyperkalzämie→ Nierensteinen


Hyperkalzämie bei sarcoidose Behandlung: - die gleiche wie hyperkalzämie aber mit gkk zusätzlich!!!

  • Leicht/asymptomatisch: ausreichend trinken + Calcium/Vitamin-D-Zufuhr reduzieren, ggf. Verlaufskontrolle.

  • Ausgeprägt/symptomatisch: Glukokortikoide (z. B. Prednisolon) → hemmen die Calcitriol-Produktion in den Granulomen.

  • Bei schwerer Hyperkalzämie zusätzlich i.v. NaCl zur Volumengabe.

  • Bisphosphonate ggf. als zusätzliche/alternative Therapie, besonders bei schwerer Hyperkalzämie.


Renale Manifestationen der Sarkoidose

  • Hyperkalziurie häufigste

  • Hyperkalzämie → Hyperkalziurie

  • Nephrolithiasis

  • Nephrokalzinose

  • Interstitielle Nephritis → selten → Niereninsuffizienz


Mechanismus: Granulome → ↑ Calcitriol → ↑ Ca²⁺-Aufnahme → Hyperkalziurie.

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Renale tubuläre azidose

Bei der renalen tubulären Azidose (RTA) kann es zu Veränderungen von Calcium, Phosphat und PTH kommen. Besonders wichtig ist die distale RTA (Typ 1).

Typ 1: distale RTA

Metabolische Azidose
→ der Körper versucht, die überschüssige Säure zu puffern
→ vermehrte Knochenresorption
Calcium und Phosphat werden aus dem Knochen freigesetzt
→ Calcium wird vermehrt über die Niere ausgeschieden (Hyperkalziurie)
→ Risiko für Nephrolithiasis/Nephrokalzinose.

Durch die chronische Azidose und den Vitamin-D-/Calcium-Haushalt kann außerdem ein sekundärer Hyperparathyreoidismus (PTH ↑) entstehen.

Vereinfacht:

RTA → Azidose → Knochenabbau ↑ → Ca²⁺-Verlust ↑ + Phosphat-Verlust → PTH ↑

Aber wichtig: Das Serum-Calcium kann dabei normal bleiben; entscheidend ist häufig die Hyperkalziurie.


  • Typ 1: distal → H⁺-Ausscheidung ↓ → Hypokaliämie, Hyperkalziurie, Nierensteine

  • Typ 2: proximal → HCO₃⁻-Verlust → Hypokaliämie

  • Typ 4:Hyperkaliämie durch Aldosteronmangel/-resistenz

  • Typ 3: nicht relevant / nicht gebräuchlich


RTA – Therapie :

  • Typ 1 (distal):Bikarbonat/Kaliumzitrat

  • Typ 2 (proximal):hoch dosiertes Bikarbonat, Ursache behandeln

  • Typ 4:Hyperkaliämie behandeln, ggf. Fludrocortison + Bikarbonat

  • Bei allen:Grunderkrankung behandeln