Planung und Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
Locked
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/15

flashcard set

Earn XP

Description and Tags

Vokabel-Lernkarten zur Vorlesung über die Planung und Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen sowie pädagogische Diagnostik.

Last updated 6:46 PM on 8/23/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai
Chat

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

16 Terms

1
New cards

Pädagogische Funktion der Diagnostik

Funktion der pädagogischen Diagnostik zur Unterstützung individueller Lernprozesse durch das Feststellen von Lernvoraussetzungen, das Analysieren von Lernprozessen und das Feststellen von Lernergebnissen (z. B. im Rahmen des formativen Assessments).

2
New cards

Gesellschaftliche Funktion der Diagnostik

Funktion der pädagogischen Diagnostik im Rahmen der Selektion und Zuweisung, etwa zur Beurteilung von Übergängen in weiterführende Bildungsgänge, Zuweisung zu Förderprogrammen oder Vergabe von Zeugnissen und Zertifikaten.

3
New cards

Halo-Effekt

Ein Beurteilungsfehler, bei dem ein einzelnes wahrgenommenes Merkmal oder eine Verhaltensweise (z. B. engagierte Unterrichtsbeteiligung) fälschlicherweise auf andere Merkmale (z. B. hohe Leistungsfähigkeit) ausstrahlt.

4
New cards

Logischer Fehler

Ein Beurteilungsfehler, bei dem einzelne Merkmale aufgrund impliziter Persönlichkeitstheorien oder Vorurteile unzulässig mit anderen Merkmalen in Verbindung gebracht werden.

5
New cards

Ipsative Bezugsnorm

Die individuelle Bezugsnorm, bei der die Leistung einer Person im eigenen Lernverlauf über mehrere Messzeitpunkte mit sich selbst verglichen wird, um individuelle Lernfortschritte festzustellen.

6
New cards

Kriteriale Bezugsnorm

Die sachliche Bezugsnorm, bei der der Leistungsvergleich anhand eines konkret festgelegten Zielkriteriums, wie beispielsweise vorgegebenen Kompetenzstandards, erfolgt.

7
New cards

Soziale Bezugsnorm

Bezugsnorm, bei der die individuelle Leistung mit dem Mittelwert einer Referenzgruppe, einer Normstichprobe eines Tests oder anderen Mitschülern verglichen wird.

8
New cards

Strukturanalyse des Vorwissens

Diagnostischer Ansatz zur Analyse von Vorwissen anhand dreier Dimensionen: der Breite (betroffene Fächer/Themengebiete), der Schwere (Abweichung vom erwarteten Wissensstand) und der Tiefe der Wissensmängel (Reichweite der Lücken über vorherige Schuljahre).

9
New cards

3 Ebenen der Unterrichtsplanung

Einteilung der didaktischen Planungsebenen in Unterrichtsscripts (allgemeinste Ebene), Aktivitätsstrukturen (konkrete Unterrichtsphasen) und didaktische Werkzeuge (Elemente der Tiefenstruktur).

10
New cards

Aktivitätsstrukturen

Nach David Berliner von der Lehrkraft strukturierte Lernsituationen (z. B. Lehrerpräsentation, Klassengespräch, Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Übergänge), die mit spezifischen verhaltens- und lernpsychologischen Zielen verbunden sind.

11
New cards

Didaktische Werkzeuge

Instrumente der Tiefenstruktur des Unterrichts innerhalb von Aktivitätsstrukturen, wozu konkrete Arbeitsaufträge, Aufgaben, Erklärungen, Impulse, Fragen, Vergleiche und Feedback zählen.

12
New cards

Skript der direkten Instruktion

Unterrichtsskript, das aus einer einleitenden Lehrkraftpräsentation, Vorwissensaktivierung im Klassengespräch, Einzel- oder Partnerarbeit an Übungsaufgaben, Lösungsabfrage sowie einer abschließenden Ergebnissicherung besteht.

13
New cards

Skript des konstruktivistischen Unterrichts

Unterrichtsskript für problemlösendes Lernen, das mit der Einführung eines Problems und der Hypothesenentwicklung beginnt, gefolgt von erarbeitender Gruppenarbeit, Schülerpräsentationen und vergleichenden Klassengesprächen.

14
New cards

Kategoriensystem zur Aufgabenanalyse nach Mayr und Kollegen

System zur Beurteilung und didaktischen Variation von Aufgaben anhand von 7 Merkmalen: Art des Wissens, kognitive Prozesse, Anzahl der Wissenseinheiten, Offenheit der Aufgabenstellung, Lebensweltbezug, sprachlogische Komplexität und Repräsentationsform.

15
New cards

Repräsentationsmodi nach Bruner

Unterscheidung dreier Darstellungsformen von Lehr-Lern-Medien: enaktiv (handlungsgebunden), ikonisch (bildhaft) und symbolisch (sprachlich oder formal-logisch).

16
New cards

Scaffolding

Das schrittweise Vorhalten, Anpassen und Variieren zielgerichteter Unterstützungsstrukturen und Hinweise durch die Lehrkraft zur Anleitung komplexer oder problemlösender Lernprozesse.