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Vokabel-Lernkarten zur Vorlesung über die Planung und Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen sowie pädagogische Diagnostik.
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Pädagogische Funktion der Diagnostik
Funktion der pädagogischen Diagnostik zur Unterstützung individueller Lernprozesse durch das Feststellen von Lernvoraussetzungen, das Analysieren von Lernprozessen und das Feststellen von Lernergebnissen (z. B. im Rahmen des formativen Assessments).
Gesellschaftliche Funktion der Diagnostik
Funktion der pädagogischen Diagnostik im Rahmen der Selektion und Zuweisung, etwa zur Beurteilung von Übergängen in weiterführende Bildungsgänge, Zuweisung zu Förderprogrammen oder Vergabe von Zeugnissen und Zertifikaten.
Halo-Effekt
Ein Beurteilungsfehler, bei dem ein einzelnes wahrgenommenes Merkmal oder eine Verhaltensweise (z. B. engagierte Unterrichtsbeteiligung) fälschlicherweise auf andere Merkmale (z. B. hohe Leistungsfähigkeit) ausstrahlt.
Logischer Fehler
Ein Beurteilungsfehler, bei dem einzelne Merkmale aufgrund impliziter Persönlichkeitstheorien oder Vorurteile unzulässig mit anderen Merkmalen in Verbindung gebracht werden.
Ipsative Bezugsnorm
Die individuelle Bezugsnorm, bei der die Leistung einer Person im eigenen Lernverlauf über mehrere Messzeitpunkte mit sich selbst verglichen wird, um individuelle Lernfortschritte festzustellen.
Kriteriale Bezugsnorm
Die sachliche Bezugsnorm, bei der der Leistungsvergleich anhand eines konkret festgelegten Zielkriteriums, wie beispielsweise vorgegebenen Kompetenzstandards, erfolgt.
Soziale Bezugsnorm
Bezugsnorm, bei der die individuelle Leistung mit dem Mittelwert einer Referenzgruppe, einer Normstichprobe eines Tests oder anderen Mitschülern verglichen wird.
Strukturanalyse des Vorwissens
Diagnostischer Ansatz zur Analyse von Vorwissen anhand dreier Dimensionen: der Breite (betroffene Fächer/Themengebiete), der Schwere (Abweichung vom erwarteten Wissensstand) und der Tiefe der Wissensmängel (Reichweite der Lücken über vorherige Schuljahre).
3 Ebenen der Unterrichtsplanung
Einteilung der didaktischen Planungsebenen in Unterrichtsscripts (allgemeinste Ebene), Aktivitätsstrukturen (konkrete Unterrichtsphasen) und didaktische Werkzeuge (Elemente der Tiefenstruktur).
Aktivitätsstrukturen
Nach David Berliner von der Lehrkraft strukturierte Lernsituationen (z. B. Lehrerpräsentation, Klassengespräch, Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Übergänge), die mit spezifischen verhaltens- und lernpsychologischen Zielen verbunden sind.
Didaktische Werkzeuge
Instrumente der Tiefenstruktur des Unterrichts innerhalb von Aktivitätsstrukturen, wozu konkrete Arbeitsaufträge, Aufgaben, Erklärungen, Impulse, Fragen, Vergleiche und Feedback zählen.
Skript der direkten Instruktion
Unterrichtsskript, das aus einer einleitenden Lehrkraftpräsentation, Vorwissensaktivierung im Klassengespräch, Einzel- oder Partnerarbeit an Übungsaufgaben, Lösungsabfrage sowie einer abschließenden Ergebnissicherung besteht.
Skript des konstruktivistischen Unterrichts
Unterrichtsskript für problemlösendes Lernen, das mit der Einführung eines Problems und der Hypothesenentwicklung beginnt, gefolgt von erarbeitender Gruppenarbeit, Schülerpräsentationen und vergleichenden Klassengesprächen.
Kategoriensystem zur Aufgabenanalyse nach Mayr und Kollegen
System zur Beurteilung und didaktischen Variation von Aufgaben anhand von 7 Merkmalen: Art des Wissens, kognitive Prozesse, Anzahl der Wissenseinheiten, Offenheit der Aufgabenstellung, Lebensweltbezug, sprachlogische Komplexität und Repräsentationsform.
Repräsentationsmodi nach Bruner
Unterscheidung dreier Darstellungsformen von Lehr-Lern-Medien: enaktiv (handlungsgebunden), ikonisch (bildhaft) und symbolisch (sprachlich oder formal-logisch).
Scaffolding
Das schrittweise Vorhalten, Anpassen und Variieren zielgerichteter Unterstützungsstrukturen und Hinweise durch die Lehrkraft zur Anleitung komplexer oder problemlösender Lernprozesse.