Hygiene und Mikrobiologie

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Karteikarten zu den Grundlagen der Hygiene, Mikrobiologie, Lebensmittelhygiene und Infektionslehre basierend auf den Vorlesungsunterlagen.

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31 Terms

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HACCP-Konzept

Hazard Analysis Critical Control Point: ein lebensmittelspezifisches Verfahren mit dem Ziel, die Sicherheit des Verbrauchers durch Beherrschung aller Phasen der Produktentstehung zu gewährleisten.

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<p>Haus der Hygiene</p>

Haus der Hygiene

Ganzheitliche Sichtweise auf die Hygiene, bestehend aus räumlichen und technischen Voraussetzungen als Basis, der Guten Hygienepraxis als Mittelbau und den Prinzipien des HACCP-Konzeptes als Dach.

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Lebensmittel (§2 LMG, 1975)

Stoffe (Nahrungs- und Genussmittel), die dazu bestimmt sind, von Menschen in unverändertem, zubereitetem oder verarbeitetem Zustand überwiegend zu Ernährungs- und Genusszwecken gegessen, gekaut oder getrunken zu werden.

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Saprophyten

Mikroorganismen, die keine krankmachenden Wirkungen besitzen, aber zum Verderb von Lebensmitteln (z. B. Fäulnis, Säuerung, Gärung, Seifigkeit) führen können.

5
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Indikatorkeime

Mikroorganismen, deren Nachweis als Hinweis auf Verunreinigung oder Kontamination dient (z. B. E. coli im Trinkwasser als Hinweis auf fäkale Verunreinigung).

6
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Lebensmittel-Infektion

Das Eindringen eines Mikroorganismus über ein Lebensmittel in das Gewebe mit anschließender Vermehrung im Wirt (Infektionsmodus: fäkal-oral).

7
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Lebensmittel-Intoxikation

Eine durch mikrobielle Gifte (Toxine) in Lebensmitteln ausgelöste Vergiftung, die nicht an die Aufnahme lebender Organismen gebunden ist.

8
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Wasseraktivität (awa_w)

Ein Maß (aw=pp0a_w = \frac{p}{p_0}) für das in Lebensmitteln für Mikroorganismen frei verfügbare Wasser auf einer Skala von 00 bis 11.

9
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Redoxpotential

Ein Maß für den Grad der Oxidation im Lebensmittel, abhängig von dessen chemischer Zusammensetzung und dem Sauerstoffpartialdruck.

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Endemie

Das dauerhafte, zeitlich unbegrenzte Auftreten einer Krankheit in einer bestimmten geografischen Region oder Population.

11
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Epidemie

Ein zeitlich und örtlich begrenzter, plötzlicher Anstieg von Krankheitsfällen über das normale Maß hinaus.

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Pandemie

Eine weltweite, länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer Infektionskrankheit mit hoher Erkrankungszahl.

13
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Asepsis

Zustand der vollständigen Keimfreiheit, erreicht durch Sterilisation aller Gegenstände, Instrumente und Materialien.

14
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Antisepsis

Keimreduktion auf ein sicheres Niveau durch Desinfektion von Haut, Wunden oder Oberflächen zur Verhinderung von Infektionen.

15
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Residente Hautflora

Dauerhaft auf der Haut lebende Mikroorganismen, die Schutz vor pathogenen Keimen bieten und zur Aufrechterhaltung des Säureschutzmantels beitragen.

16
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Transiente Hautflora

Kontaktflora aus Mikroorganismen, die nur vorübergehend durch Kontakt auf die Haut gelangen und potenziell pathogene Erreger enthalten können.

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Konkurrenzprinzip

Der Wettstreit von Mikroorganismen um begrenzte Ressourcen wie Nährstoffe, Raum und Umweltbedingungen sowie deren wechselseitige Hemmung.

18
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Sporenbildner

Bakterien (z. B. Bacillus, Clostridium), die im Zellinneren widerstandsfähige Endosporen gegen Hitze, Trockenheit und Chemikalien ausbilden können.

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Mykobakterien

Stäbchenförmige, säurefeste Bakterien mit hohem Lipidanteil in der Zellwand, zu denen Erreger von Tuberkulose und Lepra gehören.

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Dermatophyten

Fadenpilze (z. B. Trichophyton, Microsporum, Epidermophyton), die keratinhaltige Gewebe wie Haut, Haare und Nägel infizieren.

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Sprosspilze

Einzellige Hefepilze (z. B. Candida albicans), die sich vorwiegend vegetativ durch Knospung bzw. Sprossung vermehren.

22
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Schimmelpilze

Filamentöse Pilze mit fadenförmigen Hyphen (Myzel), die sich über Sporen vermehren und gesundheitsschädliche Mykotoxine bilden können.

23
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Ektoparasiten

Parasiten, die auf der äußeren Oberfläche des Wirtes leben und sich dort ernähren (z. B. Flöhe, Läuse, Krätzmilben).

24
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Endoparasiten

Parasiten, die im Inneren des Wirtskörpers leben und sich dort vermehren (z. B. Würmer, Protozoen).

25
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Antibiogramm

Laborbefund zur Überprüfung der Empfindlichkeit bzw. Resistenz eines isolierten Bakterienstammes gegenüber verschiedenen Antibiotika.

26
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Inokulum

Die für das Auslösen einer Infektion erforderliche Menge an Krankheitserregern (Infektionsdosis).

27
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Kolonisation

Die Besiedlung und Vermehrung von Mikroorganismen auf oder im Wirt ohne das Auftreten einer Immunantwort oder Symptome.

28
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Nosokomiale Infektion (HAI)

Eine Infektion (Hospital Acquired Infection), die ein Patient im Zuge eines Krankenhausaufenthaltes oder einer medizinischen Behandlung erwirbt.

29
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Reinigung

Die mechanische Entfernung von sichtbarem Schmutz und organischem Material zur Keimzahlreduktion ohne Abtötungsgarantie.

30
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Desinfektion

Gezielte Inaktivierung oder Reduktion von Krankheitserregern auf ein Niveau, von dem keine Infektionsgefahr mehr ausgeht.

31
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Sterilisation

Validiertes Verfahren zur vollständigen Abtötung aller vermehrungsfähigen Mikroorganismen einschließlich pflanzlicher Dauerformen und Bakteriensporen.