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Karteikarten zu den Grundlagen der Hygiene, Mikrobiologie, Lebensmittelhygiene und Infektionslehre basierend auf den Vorlesungsunterlagen.
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HACCP-Konzept
Hazard Analysis Critical Control Point: ein lebensmittelspezifisches Verfahren mit dem Ziel, die Sicherheit des Verbrauchers durch Beherrschung aller Phasen der Produktentstehung zu gewährleisten.

Haus der Hygiene
Ganzheitliche Sichtweise auf die Hygiene, bestehend aus räumlichen und technischen Voraussetzungen als Basis, der Guten Hygienepraxis als Mittelbau und den Prinzipien des HACCP-Konzeptes als Dach.
Lebensmittel (§2 LMG, 1975)
Stoffe (Nahrungs- und Genussmittel), die dazu bestimmt sind, von Menschen in unverändertem, zubereitetem oder verarbeitetem Zustand überwiegend zu Ernährungs- und Genusszwecken gegessen, gekaut oder getrunken zu werden.
Saprophyten
Mikroorganismen, die keine krankmachenden Wirkungen besitzen, aber zum Verderb von Lebensmitteln (z. B. Fäulnis, Säuerung, Gärung, Seifigkeit) führen können.
Indikatorkeime
Mikroorganismen, deren Nachweis als Hinweis auf Verunreinigung oder Kontamination dient (z. B. E. coli im Trinkwasser als Hinweis auf fäkale Verunreinigung).
Lebensmittel-Infektion
Das Eindringen eines Mikroorganismus über ein Lebensmittel in das Gewebe mit anschließender Vermehrung im Wirt (Infektionsmodus: fäkal-oral).
Lebensmittel-Intoxikation
Eine durch mikrobielle Gifte (Toxine) in Lebensmitteln ausgelöste Vergiftung, die nicht an die Aufnahme lebender Organismen gebunden ist.
Wasseraktivität (aw)
Ein Maß (aw=p0p) für das in Lebensmitteln für Mikroorganismen frei verfügbare Wasser auf einer Skala von 0 bis 1.
Redoxpotential
Ein Maß für den Grad der Oxidation im Lebensmittel, abhängig von dessen chemischer Zusammensetzung und dem Sauerstoffpartialdruck.
Endemie
Das dauerhafte, zeitlich unbegrenzte Auftreten einer Krankheit in einer bestimmten geografischen Region oder Population.
Epidemie
Ein zeitlich und örtlich begrenzter, plötzlicher Anstieg von Krankheitsfällen über das normale Maß hinaus.
Pandemie
Eine weltweite, länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer Infektionskrankheit mit hoher Erkrankungszahl.
Asepsis
Zustand der vollständigen Keimfreiheit, erreicht durch Sterilisation aller Gegenstände, Instrumente und Materialien.
Antisepsis
Keimreduktion auf ein sicheres Niveau durch Desinfektion von Haut, Wunden oder Oberflächen zur Verhinderung von Infektionen.
Residente Hautflora
Dauerhaft auf der Haut lebende Mikroorganismen, die Schutz vor pathogenen Keimen bieten und zur Aufrechterhaltung des Säureschutzmantels beitragen.
Transiente Hautflora
Kontaktflora aus Mikroorganismen, die nur vorübergehend durch Kontakt auf die Haut gelangen und potenziell pathogene Erreger enthalten können.
Konkurrenzprinzip
Der Wettstreit von Mikroorganismen um begrenzte Ressourcen wie Nährstoffe, Raum und Umweltbedingungen sowie deren wechselseitige Hemmung.
Sporenbildner
Bakterien (z. B. Bacillus, Clostridium), die im Zellinneren widerstandsfähige Endosporen gegen Hitze, Trockenheit und Chemikalien ausbilden können.
Mykobakterien
Stäbchenförmige, säurefeste Bakterien mit hohem Lipidanteil in der Zellwand, zu denen Erreger von Tuberkulose und Lepra gehören.
Dermatophyten
Fadenpilze (z. B. Trichophyton, Microsporum, Epidermophyton), die keratinhaltige Gewebe wie Haut, Haare und Nägel infizieren.
Sprosspilze
Einzellige Hefepilze (z. B. Candida albicans), die sich vorwiegend vegetativ durch Knospung bzw. Sprossung vermehren.
Schimmelpilze
Filamentöse Pilze mit fadenförmigen Hyphen (Myzel), die sich über Sporen vermehren und gesundheitsschädliche Mykotoxine bilden können.
Ektoparasiten
Parasiten, die auf der äußeren Oberfläche des Wirtes leben und sich dort ernähren (z. B. Flöhe, Läuse, Krätzmilben).
Endoparasiten
Parasiten, die im Inneren des Wirtskörpers leben und sich dort vermehren (z. B. Würmer, Protozoen).
Antibiogramm
Laborbefund zur Überprüfung der Empfindlichkeit bzw. Resistenz eines isolierten Bakterienstammes gegenüber verschiedenen Antibiotika.
Inokulum
Die für das Auslösen einer Infektion erforderliche Menge an Krankheitserregern (Infektionsdosis).
Kolonisation
Die Besiedlung und Vermehrung von Mikroorganismen auf oder im Wirt ohne das Auftreten einer Immunantwort oder Symptome.
Nosokomiale Infektion (HAI)
Eine Infektion (Hospital Acquired Infection), die ein Patient im Zuge eines Krankenhausaufenthaltes oder einer medizinischen Behandlung erwirbt.
Reinigung
Die mechanische Entfernung von sichtbarem Schmutz und organischem Material zur Keimzahlreduktion ohne Abtötungsgarantie.
Desinfektion
Gezielte Inaktivierung oder Reduktion von Krankheitserregern auf ein Niveau, von dem keine Infektionsgefahr mehr ausgeht.
Sterilisation
Validiertes Verfahren zur vollständigen Abtötung aller vermehrungsfähigen Mikroorganismen einschließlich pflanzlicher Dauerformen und Bakteriensporen.