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Diese Vokabel-Flashcards decken die zentralen Begriffe, Personen, Daten und Konzepte der Vorlesung zum Mi'elalter (ca. 500-1500 n.Chr.) ab, einschließlich der Epochenübergänge, des AufsAegs des Islams, der Karolinger, der O'onen, der Kirchenreformen und der Entstehung von Städten und Universitäten.
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Mi'elalter
Rein europäische Kategorie für den Zeitraum von ca. 500−1500 n.Chr., entstanden zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert.
Ethnogenese
Historischer Prozess der Herausbildung eines Volkes oder einer ethnischen IdenAtät durch gemeinsame Sprache, Kultur, Religion oder Herkungsbewusstsein.
AVla
Alleinherrscher des Kriegsverbandes der Hunnen von 444/445 bis 453, dessen Zentrum im Gebiet des heuAgen Ungarns lag.
Theoderich der Große
König des Ostgotenreichs (454−526), der nach dem Sieg über Odoaker in Italien herrschte.
Chlodwig I.
Fränkischer König aus der DynasGe der Merowinger und Begründer des Frankenreiches, dessen Übertri< zum Christentum eine wichtige Weichenstellung markierte.
Krisenzeit 375
Zeitpunkt, an dem gotische Völker durch die Hunnenausbreitung über die Donau (heuAges Rumänien) in das römische Reich gedrängt wurden.
476 n.Chr.
Das Jahr, in dem Odoaker den letzten Kaiser Romulus ins Exil schickte und das weströmische Kaisertum abschage.
Endogene Faktoren
InnenpoliAsche Einflüsse für den Untergang des römischen Reiches, wie Machtkämpfe, KorrupGon, wirtschagliche StagnaGon und Steuerprobleme.
Hidschra
Die Auswanderung Mohammeds von Mekka nach Medina im Jahr 622 n. Chr., die den Beginn der islamischen Zeitrechnung markiert.
Henri Pirenne
Belgischer Historiker (1862−1935) mit der (heute zurückgewiesenen) These, die römische Welt sei erst durch die Entstehung des Islams untergegangen.
Arabisierung
Entstehung einer gemeinsamen arabisch-islamischen IdenAtät, die den Mi'elmeerraum dauerhag in eine christlich-europäische und eine arabisch-islamische Sphäre spaltete.
Karl Martell
Fränkischer Hausmeister, der den Grundstein für den AufsAeg der Karolinger legte und 732 den Vormarsch der Araber in der Schlacht von Tours und PoiAers stoppte.
Kaiserkrönung Karls des Großen
Erfolgte am 25.12.800 in der Peterskirche in Rom durch Papst Leo III.
Vertrag von Verdun (843)
Aufteilung des fränkischen Großreichs in das Wesurankenreich (Karl der Kahle), das Osurankenreich (Ludwig der Deutsche) und das Mi<elreich (Kaiser Lothar I.).
Go<esgnadentum
Die Sakralisierung des Königtums durch die Salbung, basierend auf der Annahme, dass der König von Go' persönlich ausgewählt wurde.
Karolingische Renaissance
Eine Bildungsreform (CORRECTIO) unter Karl dem Großen zur Sicherung anGker Schrigen und Einführung der Karolingischen Minuskel.
Wahlkönigtum
System im Osurankenreich nach dem Ende der Karolinger (911), bei dem die Großen des Reiches Könige (wie Konrad I.) aus ihren eigenen Reihen wählten.
Ungarn (Magyaren)
Nomadisches Reitervolk, das 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld durch O'o I. entscheidend besiegt wurde.
Reisekönigtum
Herrschagsausübung ohne feste Hauptstadt, bei der der König zwischen verschiedenen Pfalzen und Bischofsstädten umherzog (Königsgastung).
O<onisch-salische Reichskirche
Enges KooperaAonssystem, bei dem Bischöfe und Äbte poliAsche Dienste (serviAum regis) leisteten und dafür Land sowie hoheitliche Rechte erhielten.
translaGon imperii
Ideologische Basis des AufsAegs O'o I., nach der die Kaiserwürde von den Römern auf die Franken und schließlich auf die Os[ranken übertragen wurde.
Benediktsregel
Im 6. Jahrhundert verfasste Klosterregel, die im 9. Jahrhundert zur verbindlichen Norm für alle Klöster im Frankenreich wurde.
Cluny
910 gegründete Abtei, die zum Zentrum einer Reformbewegung wurde, welche Klöster direkt dem Papst unterstellte (ExemGon).
Simonie
Der (verbotene) Erwerb oder die Vergabe kirchlicher Ämter gegen Geld, Geschenke oder poliAsche Gegenleistungen.
NikolaiGsmus
Reformbegriff für die Priesterehe oder das Konkubinat von Geistlichen, was als unvereinbar mit dem Amt galt.
Dictatus Papae (1075)
Sammlung von 27 Leitsätzen Papst Gregors VII., die den absoluten Vorrang des Papstes gegenüber weltlichen Herrschern formulierten.
InvesGturstreit
Jahrzehntelanger Konflikt (ca. 1075−1122) zwischen Kaiser und Papst um das Recht, Bischöfe in ihr Amt einzusetzen.
Gang nach Canossa (1077)
Die öffentliche Buße König Heinrichs IV. vor Papst Gregor VII. zur Aufhebung seines Kirchenbanns.
Wormser Konkordat (1122)
Kompromiss, der zwischen geistlicher InvesAtur durch die Kirche und weltlicher InvesAtur mit Regalien durch den König unterschied.
Ubi periculum (1274)
KonsAtuAon von Papst Gregor X., die das Konklave (Wahl mit Schlüssel) einführte, um lange Vakanzen bei der Papstwahl zu verhindern.
Goldene Bulle (1356)
Kaiserliche Gesetzsammlung Karls IV., die das Verfahren der Königswahl und die Rechte der Kurfürsten rechtsverbindlich regelte.
Lehenswesen
Verband von Freien, bei dem der Kaiser Ämter und Länder als Lehen (feuda) gegen Treueide vergab.
ConiuraGo
Schwureinigung der Stadtbevölkerung, um gemeinsam Autonomie gegenüber dem Stadtherrn zu erlangen.
Großes abendländisches Schisma
Kirchenspaltung von 1378 bis 1417, bei der es zeitweise mehrere Päpste mit verschiedenen Anhängerschagen (Obödienzen) gab.
Konstanzer Konzil (1414−1418)
Erfolgreiches Reformkonzil zur Beendigung des Schismas (causa unionis), Bekämpfung der Häresie (Jan Hus) und Reform der Kirche.
Ewiger Landfrieden (1495)
Auf dem Wormser Reichstag beschlossenes endgülAges Verbot von Fehden zur Stabilisierung des Reiches.
Septem Artes Liberales
Die sieben freien Künste, bestehend aus dem Trivium (GrammaGk, Rhetorik, DialekGk) und dem Quadrivium (ArithmeGk, Geometrie, Astronomie, Musik).
ScholasGk
Wissenschagsmethode der Mi<elalters, die durch quaesAo, disputaAo und soluAo eigene Erkenntnis auf Basis des begründeten Zweifels suchte.