1/58
Looks like no tags are added yet.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai | Chat |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Das Konzept wurde im Zusammenhang mit militärischem Vorgehen entwickelt.
Wird dem chinesischen General Sun Tsu Wu zugeschrieben
Die Militärstrategie leitet sich stets von den politischen Zielen eines Landes ab.
Definition: Eine (Unternehmens-)Strategie ist ein zielgerichtetes, langfristiges Handlungskonzept zur Erreichung der wesentlichen Unternehmensziele.
Kernaufgabe: definiert Ausrichtung des Unternehmens in seiner Umwelt und regelt die optimale Allokation (Verteilung) von knappen Ressourcen.
Hauptziele: Entwicklung von nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen sowie die langfristige Existenzsicherung des Unternehmens.
Abgrenzung:
Taktik: regelt kurzfristiges Tagesgeschäft und konkrete Umsetzung
Warum ist das Strategische Management von großer Bedeutung? Erläutern Sie, warum das strategische Management immer mehr an Relevanz zunimmt.
• Durch kommerzialisierungsbedingte Veränderungen, Globalisierungs- und Internationalisierungstendenzen sowie enormen Wettbewerbsdruck.
(Erläuterung: Da die Wirtschaft vernetzter und der Konkurrenzkampf härter wird, überleben Unternehmen nicht mehr durch reine Intuition, sondern brauchen professionelle Planung".)
• Ein effektiver Umgang mit Umweltveränderungen ist zwingend notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu garantieren.
(Erläuterung: Es scannt das Umfeld auf Risiken/Chancen und verhindert, dass das Unternehmen von plötzlichen Marktveränderungen überrascht wird.)
• Es beschäftigt sich explizit mit der Gestaltung der Unternehmens-Umwelt-Beziehungen.
(Erläuterung: Das Unternehmen schottet sich nicht ab, sondern interagiert strategisch geplant mit Kunden, Lieferanten und dem Staat.)(versucht diese Faktoren zu beeinflussen bsp: Kunden durch Marketing).
• Es bewirkt eine Reduktion von Prognosekomplexität durch ein konzeptionelles Raster.
(Erläuterung: Da die Zukunft unsicher ist, helfen strategische Modelle dabei, diese Unberechenbarkeit zu strukturieren und das Treffen fundierter Entscheidungen zu ermöglichen.)
• Sicherung der Unternehmensexistenz (Fundamentalziel).
• Fokus auf das Geschäftsfeld (= Domäne).
• Konkurrenz (Vorteilhafte Wettbewerbspositionierung).
• Umwelt (Beachtung externer Faktoren).
• Ressourcen (Fokus auf Wertschöpfung).
• Ganzheitlicher Ansatz.
• Beinhaltet große Entscheidungen (Unternehmensentwicklung).
• Wird formal geplant durch die Führungsspitze.
• Strategie als Position: Fokus auf Märkte.
(Erläuterung: Wo man sich im Markt platziert – z.B. als billigster Anbieter.)
• Strategie als Performance-orientiertes Handeln: Fokus auf Performance.
(Erläuterung: Strategie wird rein an Leistungskennzahlen und messbarem Erfolg bewertet.)
• Strategie als Streben nach Einzigartigkeit: Alleinstellungsmerkmal.
(Erläuterung: Das Ziel ist es, etwas zu tun, das die Konkurrenz weder hat noch kopieren kann – also absolute Unverwechselbarkeit.)
• Strategie als Anpassungsprozess: Konformität.
(Erläuterung: Strategie ist nicht starr, sondern ein flexibles, stetiges Anpassen an sich verändernde Marktbedingungen.)
• Strategie als Management von Initiativen: planerisch-intendiert vs. unternehmerisch-emergent.
(Erläuterung: Strategien können am Reißbrett geplant (intendiert) oder sich organisch aus spontanen Mitarbeiter-Ideen entwickeln (emergent).)
• Strategie als Allokation von Ressourcen: Physische vs. immaterielle Ressourcen.
(Erläuterung: Die kluge Verteilung knapper Mittel – egal ob es Geld, Maschinen oder das Wissen der Mitarbeiter ist.)
Im strategischen Management geht es um...
1. die Realisierung einer angestrebten Leistung...
2. für die Anspruchsgruppen (Stakeholder) eines Unternehmens...
3. dies kann erreicht werden durch geplante und emergente Initiativen...
4. sowie den Einsatz von Ressourcen...
5. die zu einer einzigartigen Positionierung verhelfen und...
6. nachhaltige Wettbewerbsvorteile verschaffen.
• Kommandoansatz (Top-Down Ansatz):
(Erläuterung: Der CEO ordnet die Strategie von oben an, alle unteren Ebenen müssen strikt umsetzen – ohne Widerspruch oder große Eigeninitiative.)
• Strategische Planung: Formalisierter, systematischer Prozess mit hoher analytischer Stringenz.
(Erläuterung: Ein starrer Prozess, bei dem alles streng logisch auf Basis harter Daten durchgeplant wird.)
• Gelenkte Evolution: Management lenkt in Form eines Architekten eine Reihe von strategischen Initiativen.
(Erläuterung: Die Führung gibt einen groben Rahmen vor, lässt den Mitarbeitern aber Spielraum für eigene Ideen.)
• Symbolischer Ansatz: Die Vision (das Leitbild) des Unternehmens prägt die Formierung von Strategien.
(Erläuterung: Man steuert nicht über Zahlen, sondern begeistert die Belegschaft durch eine starke, mitreißende Vision, die das tägliche Handeln automatisch in die richtige Richtung lenkt.)
• Selbstorganisation: Strategien entstehen aus der Interaktion der Organisationsmitglieder.
(Erläuterung: Es gibt keine strengen Vorgaben; Die Strategie wächst völlig organisch und ungeplant aus der täglichen Zusammenarbeit der Mitarbeiter heran.)
• Corporate-Ebene (Gesamtunternehmensstrategie):
(Erläuterung & Beispiel: Betrifft den gesamten Konzern. Beispiel: Ein Autobauer beschließt, bis 2030 komplett klimaneutral zu werden.)(Welche Geschäftfelder)
• Business-Ebene (Strategie der Geschäftseinheit):
(Erläuterung & Beispiel: Betrifft einzelne Unternehmenssparten. Beispiel: Die LKW-Sparte fokussiert sich rein auf autonomes Fahren, unabhängig von der PKW-Sparte.)(Wie in diesen Geschäftsfeldern)
• Functional-Ebene (Funktionale Strategien): Marketing-, Operations-, F&E-, Finanz- oder IT-Strategie.
(Erläuterung & Beispiel: Betrifft einzelne Fachabteilungen. Beispiel: Die IT-Strategie lagert alle Altsysteme in die Clou, um Ausfallsicherheit und Kostenreduzierung zu sorgen)(Wie Sparten unterstützten)
Skizzieren oder erläutern Sie den GSLP-Prozess n. Fischer & Pfeffel (Folie 37)


Wo ist der Unterschied zwischen Controlling als Querschnittsfunktion und Beschaffungsproduktion als Kernfunktion eines Unternehmens? (Folie 40)
Beschaffung und Produktion dienen als Kernfunktionen.
(Erläuterung: Sie erfüllen den direkten Zweck der Firma und stellen das eigentliche Produkt her, mit dem das Geld verdient wird. Dabei arbeiten sie meist isoliert im eigenen Fachgebiet – der Einkauf beschafft nur das Material, die Produktion baut daraus nur das Produkt.)
Controlling als Querschnittsfunktion (Schaffung und Aufrechterhaltung funktionsfähiger Management-Informationssysteme).
(Erläuterung: Das Controlling stellt selbst nichts her. Stattdessen spannt es sich wie ein steuerndes Netz über alle anderen Abteilungen, sammelt deren Daten und verknüpft sie. Nur so bekommt das Management einen kompletten Überblick über die gesamte Firma.)
(Beispiel: Zwischen Einkauf und Produktion sorgt das Controlling beispielsweise dafür, dass Material zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge und zu den richtigen Kosten verfügbar ist – und dass die Produktion absolut wirtschaftlich läuft.)
Zusammenfassender Kernunterschied:
Kernfunktionen erzeugen direkten Wert, Controlling nicht, sorgt aber dafür, dass Kernfunktionen effizient und zielgerichtet zusammenarbeiten
• Veränderte Rahmenbedingungen in IT-Organisationen (Wettbewerb, Medialisierung, Kommerzialisierung, Professionalisierung).
• Einsatz von Managementmethoden wird immer wichtiger (z.B. im Bereich Risikomanagement bei börsennotierten Unternehmen).
• Es dient als Planungs-, Steuerungs- und Informationssystem.
(Erläuterung: Firmen sind zu komplex geworden, um sie aus der Intuition heraus zu führen. Es braucht eine neutrale Instanz, die durch harte Zahlen für Transparenz sorgt.)
Controlling fungiert als der Navigator eines Unternehmens, der das Management bei der Entscheidungsfindung unterstützt.
Kernaufgaben:
- die Planung von Zielen
- die Steuerung bei Plan-Ist-Abweichungen (Regelkreis)
- sowie die Informationsversorgung der Führungskräfte
Es koordiniert das Gesamtsystem und stellt sicher, dass alle Abteilungen gemeinsam auf das Unternehmensergebnis und die Existenzsicherung hinarbeiten.
• Management: Plant Unternehmensziele | Controlling: Unterstützt und koordiniert den Prozess der Ermittlung der Unternehmensziele.
• Management: Implementiert Steuerungsmechanismen | Controlling: Informiert über Erfolg, Fortschritte und Auswirkungen.
• Management: Fordert betriebswirtschaftliche Unterstützung und Informationen an | Controlling: Liefert betriebswirtschaftliche Unterstützung von Informationen.
• Management: Trifft Führungsentscheidungen | Controlling: Schlägt Führungsmaßnahmen vor.
• Management: Entscheider -> Kapitän | Controlling: Lotse -> Navigator.
Controlling ist nicht gleich Kontrolle! Es ist ein zukunftsgerichteter Prozess (ex-ante vs. ex-post).
• Feedback Funktion (im Sinne einer ex-post Betrachtung):
Management erhält Informationen über Notwendigkeiten der Anpassung.
(Erläuterung: Blick ins Hier und Jetzt: Warnung bei aktuellen Planabweichungen im laufenden Betrieb.)
• Feedforward Funktion (im Sinne einer ex-ante Betrachtung):
Management erhält Informationen über Notwendigkeiten der Innovationen.
(Erläuterung: Blick in die Zukunft: Warnung, dass sich der Markt ändert und man völlig neue Strategien braucht.)
1. Informationsversorgung.
2. Planungs- und Kontrollaufgaben.
3. Betriebswirtschaftliche Beratung.
4. Koordinationsaufgaben.
5. Finanzanalyse und Berichtswesen.
6. Sonderaufgaben (z. B. EDV Systeme, Projektcontrolling).
(Erläuterung/ausgeführte Bsp.: Es versorgt unter anderem Führungskräfte mit Berichten, plant Budgets, stimmt Abteilungen aufeinander ab und berät kaufmännisch.)
Controller sind keine Flugkapitäne, sondern betriebswirtschaftliche Fluglotsen.
Sie bemühen sich mit Hilfe ihres Navigationsbestecks (Werkzeugkästen), ihr Unternehmen in die Gewinnzone zu steuern.
(Erläuterung: Der Flugkapitän (Manager) fliegt die Maschine und trifft finale Entscheidungen. Der Fluglotse (Controller) berechnet die Route und warnt vor Unwettern oder Abweichungen, übernimmt aber nie selbst das Steuer.)
1. IT-Strategie: methodische Begleitung der IT-Strategie. IT-Controlling unterstützt das IT-Managements bei Formulierung und Umsetzung der IT-Strategie.
(Erläuterung: Hilft, den langfristigen Plan strukturiert aufzuschreiben.)
2. IT-Balanced Scorecard: Bereitstellung und Analyse strategischer Kennzahlen sowie Monitoring der IT-Strategie.
(Erläuterung: Ein "Zeugnis", das anzeigt, ob die Strategie erfolgreich umgesetzt wird.)
3. IT-Standardisierung & Konsolidierung: IT-Controlling unterstützt IT-Management bei Festlegung und Durchsetzung von Programmplänen und IT-Standards.
(Erläuterung: Verhindert technischen Wildwuchs und sorgt für einheitliche Systeme in der ganzen Firma.)
4. IT-Portfoliomanagement: Bewertung, Auswahl und Steuerung von Neu- oder Wartungsprojekten. Bewertung von IT-Sicherheitsprojekten
(Erläuterung: Wählt wie bei einem Aktienportfolio nur die Projekte aus, die der Firma den meisten Wert bringen.)
• CIO und IT-Manager haben Führungsverantwortung:
- CIO: (Weiter-)Entwicklung der IT-Strategie, Entwicklung der IT-Prozesse und Organisation, Entwicklung der IT-Governance.
- IT-Manager: Steuerung der Umsetzung von IT-Projekten, Steuerung des IT-Betriebs sowie Beratung der Fachabteilungen.
(Erläuterung: richten die IT an den Unternehmenszielen aus und sichern reibungslosen Ablauf.)
• IT-Controller (Transparenzverantwortung):
- Stellt Methoden und Instrumente zur Planung, Steuerung und Überwachung der IT zur Verfügung
- stellt relevante Informationen in adäquater Form bereit.
(Erläuterung: Der Zahlenwächter, der Budgets überwacht und Berichte liefert.)
• IT-Revisor:
- Überprüft die Einhaltung unternehmensexterner (z. B. gesetzlicher) und unternehmensinterner (z. B. organisatorischer) Regeln
- prüft die Qualität der informationstechnischen Realisierung im Finanz- und Rechnungswesen.
(Erläuterung: Die interne Kontrollinstanz, die auf Datensicherheit und Gesetze achtet.)
• IT-Projektmanager:
- Übernimmt die Projektplanung; Steuerung und Abwicklung der IT-Projekte gemäß den Projektzielen.
(Erläuterung: Der Leiter für befristete Vorhaben, z. B. die Einführung einer neuen Software.)
Unter IT-Governance versteht man die Führungs-, Steuerungs- und Kontrollstrukturen für den Einsatz der IT im Unternehmen.
Sie regelt nicht die konkrete Technik selbst, sondern legt die organisatorischen Spielregeln fest:
- Wer darf IT-Entscheidungen treffen?
- Welche Pflichten gelten?
- Wer haftet bei Fehlern?
Ziel der IT-Governance ist es, sicherzustellen, dass die IT-Strategie optimal die übergeordneten Unternehmensziele unterstützt und dabei regulatorische Vorgaben eingehalten werden.
Skizzieren Sie das COBIT-Modell. (Folie 55)


Was verstehen wir unter dem "RACI" Modell, erläutern Sie. (Folie 59)
Eine Matrix zur Zuweisung von Verantwortlichkeiten für Hauptaktivitäten. (Klärt Rollenverteilung im Projekt)
R (Responsible): Zuständig. (Erläuterung: Derjenige, der die Arbeit operativ ausführt.) It-Systemadministrator
A (Accountable): Rechenschaftspflichtig. (Erläuterung: Der Endverantwortliche, der am Ende unterschreibt und der juristisch/kaufmännisch haftet.) It-Leiter
C (Consulted): Konsultiert. (Erläuterung: Der Experte, der vorab um Rat gefragt werden muss(hat keine Entscheidungsmacht.) Datenschutzbeauftragte
I (Informed): Informiert. (Erläuterung: Die Person, die nur über das fertige Ergebnis benachrichtigt wird(mischt sich sonst nicht ein).) Mitarbeiter, Unternehmungsführung
• COSO: Kontrollmodell zur Dokumentation, Analyse und Gestaltung des internen Kontrollsystems des gesamten Unternehmens.
(Erläuterung: Schreibt Prüfmechanismen vor, um Firmenrisiken zu minimieren.)
• CMMI: Ein Reifegradmodell, das Bewertung und Verbesserung von Organisationen/Prozessen zum Ziel hat.
(Erläuterung: Bewertet in Stufen, wie professionell und fehlerfrei Prozesse bereits ablaufen.)
• ITIL: Best Practice Ansatz für das IT-Servicemanagement.
(Erläuterung: Ein Regelwerk, um IT-Support sehr kundenfreundlich zu gestalten.)
• PMI: Anerkannter Leitfaden für das Projektmanagement.
(Erläuterung: Der Goldstandard, wie man Projekte methodisch sicher ins Ziel führt.)


Sie ist ein Instrument zur Bestimmung des Stellenwerts der IT im Unternehmen.
Einfluss auf:
• Interaktion zwischen Unternehmens- und IT-Strategie.
• Stellenwert der strategischen IT-Planung.
• Art und Umfang der IT-Aufgaben.
• Institutionalisierung und Gliederung des IT-Bereichs.
• Anforderungsprofile für Führungskräfte
• personelle Besetzung der Leitungsfunktion.
(Erläuterung: Sie klärt, ob IT in der Firma nur ein Hilfsmittel oder überlebenswichtig ist. Das bestimmt dann, wie viel Budget die IT bekommt und ob der IT-Chef im Vorstand sitzen muss.)
Die permanente Abstimmung zwischen der Unternehmensstrategie und der IT-Strategie.
• Die Unternehmensstrategie gibt "Geschäftliche Anforderungen" an die IT vor.
• Die IT-Strategie liefert "Neue Entwicklungen/Optionen" an das Unternehmen zurück.
(Erläuterung: Eine Zweibahnstraße: Die Führung sagt der IT, was das Geschäft fordert, und die IT zeigt der Führung, was durch neue Technik potenziell möglich ist.)
Was verstehen Sie unter der SWOT-Analyse, erläutern Sie. (Folie 70)
Ein Instrument zur Standortbestimmung, das die interne Unternehmensanalyse (Stärken/Schwächen) mit der externen Umweltanalyse (Chancen/Risiken) verknüpft, um daraus konkrete Handlungsstrategien abzuleiten.
(Erläuterung: Sie bringt Innenansicht und Außenwelt zusammen: Wo sind wir gut/schlecht – und was passiert im Markt?)
• Matching (S-O): Stärken nutzen, um Chancen zu realisieren. (Erläuterung: Ausbauen!)
• Neutralisierung (S-T): Risiken mit eigenen Stärken abwehren. (Erläuterung: Absichern!)
• Umwandlung (W-O): Schwächen überwinden, damit Chancen genutzt werden können. (Erläuterung: Aufholen!)
• Verteidigung (W-T): Wie sollte man in existenzbedrohenden Situationen reagieren, wenn Schwächen und Risiken zusammentreffen. (Erläuterung: Schadensbegrenzung!)


Folie 72: Skizzieren oder erläutern Sie die Branchenstrukturanalyse nach Porter.


Folie 73: Erläutern oder skizzieren Sie die Wertschöpfungskette nach Porter.


Folie 75: Skizzieren Sie den typischen Kreislauf zur Entwicklung einer IT-Strategie.
Geschlossener Kreislauf


Folie 76: Nennen Sie typische IT-Ziele, typische IT-Kennzahlen und typische IT-Maßnahmen, die zur Entwicklung einer IT-Strategie beitragen.
Typische IT-Ziele (Was wollen wir erreichen?):
IT-Kosten reduzieren um Y% (Kostenfokus).
Hohe Verfügbarkeit der IT-Systeme sicherstellen (Qualitäts-/Betriebsfokus).
Typische IT-Kennzahlen (Womit messen wir den Erfolg?):
IT-Kosten / Umsatz (Messung der relativen Kostenbelastung).
Systemverfügbarkeit in % oder Dauer der Störungsbehebung (Messung der Service-Qualität).
Typische IT-Maßnahmen (Was tun wir konkret dafür?):
Standardisierung der IT (einheitliche Hard-/Software senkt Lizenz- und Wartungskosten).
Aufbau eines zentralen UHD (User Help Desk) (professioneller, gebündelter Anwendersupport).
Outsourcing von Rechenzentrumsleistungen (Kostenvorteile und Skaleneffekte externer Anbieter nutzen).
Um Gewinn zu vergrößern (Gewinn = Preis - Kosten), muss eine Firma sich entscheiden:
• Entweder Kostenführerschaft: Ein homogenes Produkt zu geringeren Kosten als die Konkurrenz produzieren.
• Oder Differenzierung: Den Preis (Zahlungsbereitschaft der Kunden) über den der Wettbewerber steigern.
(Erläuterung: Man muss sich zwingend entscheiden: Bin ich der billigste Massenproduzent oder der teure Premium-Anbieter? Beides gleichzeitig geht nicht.)
Erläutern und skizzieren Sie die Wettbewerbsstrategien nach Porter. (Folie 78)


(Grafik-Auswertung) Zeigt den Lebenszyklus/Erwartungen von Technologien auf der Zeitachse.
durchläuft dabei fünf aufeinanderfolgende Phasen
Phasen:
1. Innovation Trigger: Eine neue Technik taucht auf und löst den ersten Hype aus
→ 2. Peak of Inflated Expectations: Die Technologie wird anfangs maßlos überbewertet
→ 3. Trough of Disillusionment: Die große Enttäuschung setzt ein und der anfängliche Hype flacht stark ab
→ 4. Slope of Enlightenment: Die Technologie reift nach dem Hype langsam zur echten Nutzbarkeit heran
→ 5. Plateau of Productivity: Die Technik hat sich dauerhaft etabliert und eine reale, stabile Nutzbarkeit erreicht
(Erläuterung: Neue Technik wird anfangs maßlos überbewertet. Erst nachdem die große Enttäuschung einsetzt und der Hype abflacht, reift sie zur echten Nutzbarkeit heran.)
Erläutern Sie kurz die drei Value Disciplines. (Folie 81)
-Operational Excellence: Optimale Betriebsprozesse (Fokus: Maximale Prozesseffizienz, Kostensenkung, Schnelligkeit; korrespondiert mit Porters Kostenführerschaft; Bsp. Dell, Walmart)
- Product Leadership: Wettbewerbsvorteile durch „bessere“ Produkte als der Wettbewerb (Fokus: Kontinuierliche Innovation, Premium-Qualität und Trendsetting; korrespondiert mit Porters Differenzierungsstrategie; Bsp. Apple)
- Customer Intimacy: Konzentration auf den Kunden (Fokus: Tiefe Kundenbindung, maximale Kundenorientierung; korrespondiert mit Porters Differenzierungsstrategie; Bsp. Nordstrom)
Welche drei typischen IT-Strategien lassen sich in Unternehmungen typischerweise beobachten? (Folie 82)
Synergistische IT-Strategien
Kernansatz (Was man macht): Bündelung aller IT-Ressourcen über alle Abteilungen hinweg, um Skalen- und Kostenvorteile maximal auszuschöpfen.
Folienelemente:
Nutzung von Synergieeffekten und Größenvorteilen („Economies of Scale“).
Eliminierung redundanter (doppelter) Funktionen und Etablierung zentraler „Shared Services“.
Beispiel: Kostensenkungsprogramme in der Telekommunikationsbranche.
Dezentrale IT-Strategien
Kernansatz (Was man macht): Den einzelnen Fachabteilungen freie Hand bei ihrer IT lassen, damit sie schnell und ohne Konzern-Bürokratie neue Ideen umsetzen können.
Folienelemente:
Bereitstellung der optimalen Leistung direkt für die zu unterstützenden Geschäftsbereiche.
Passt zu innovativen Branchen und Strategien der Leistungsführerschaft („Product Leadership“).
Zentrale Shared Services werden zwar genutzt – aber nur so weit, wie sie die Arbeit vor Ort nicht stören.
Beispiel: Autonome Entwickler-Teams in Forschungs- oder Innovationsabteilungen (z. B. Tech-Startups oder Pharma-F&E).
Kundenorientierte IT-Strategien
Kernansatz (Was man macht): Die IT primär dort investieren, wo der Kunde den Nutzen direkt spürt (z. B. Buchungsportale oder Apps), um Kunden und Partner eng zu binden.
Folienelemente:
Systeme an den Schnittstellen des Unternehmens zu Kunden und Lieferanten stehen im Vordergrund.
Die Optimierung interner Geschäftsprozesse läuft begleitend weiter und darf nicht vernachlässigt werden.
Beispiel: Systeme für die Flugabfertigung und Kundenbetreuung bei Fluggesellschaften (Airlines).
• Infrastrukturstrategie: Hardware, Betriebssysteme, Netzwerke (Ziel: hohe Performance) -> z.B. leistungsfähigere Server oder schnellere Netzwerke.
• Applikationsstrategie: Einsatz von Software zur Unterstützung der Geschäftsprozesse (z.B. SAP, CRM).
• Innovationsstrategie: Vorausschauende Bewertung neuer Technologien für den Einsatz im Unternehmen. z.B. prüfen, ob KI im Unternehmen genutzt werden kann
• Sourcingstrategie: Festlegen, was selbst erstellt und was eingekauft wird. z.B. Betrieb eines Rechenzentrums an einen externen Anbieter auslagern
• Investmentstrategie: IT-Investitionsentscheidungen zur effizienten Ressourcennutzung. z.B. Priorisierung von IT-Projekten nach ROI, IT-Budgets festlegen
• IT als Kostentreiber: Virtualisierung, Outsourcing, Cloudcomputing.
(Erläuterung: IT optimiert sich selbst, um kosteneffizienter zu werden.)
• Optimierung der Geschäftsprozesse: ERP-Einführung, Supplychain Management.
(Erläuterung: IT macht andere Abteilungen effizienter.)
• Umsatzsicherung und -steigerung: CRM, Data Warehouses, Online-Vertrieb.
(Erläuterung: IT hilft, Kunden zu binden und mehr zu verkaufen.)
• Erschließung neuer Geschäftsfelder: Onlineshops, Cloud Computing.
(Erläuterung: IT erzeugt völlig neue, digitale Geschäftsmodelle.)
Zeigt die Ausbreitung (Adoption) von Innovationen im Markt als Glockenkurve.
Phasen:
• Innovatoren (2,5%)
• Frühe Adoptoren (13,5%)
• Danach erreicht die Innovation den Massenmarkt mit der Frühen Mehrheit (34%)
• Späte Mehrheit (34%)
• Nachzügler (16%)
(Erläuterung: Eine Erfindung wird zuerst nur von wenigen Technik-Enthusiasten gekauft, bevor sie sich über Trendsetter hinweg zum breiten Massenmarkt ausweitet.)
Angenommen übergeordnetes IT-Ziel lautet hohe IT-Effizienz und Effektivität:
• Operations: Hohe Verfügbarkeit sicherstellen, professionellen Support bieten.
• Mitarbeiter: Regelmäßige IT-Schulungen anbieten, Mitarbeiterzufriedenheit steigern.
• Projekte: Budget- und Termintreue bei IT-Projekten sicherstellen.
• Finanzen: IT-Kosten transparent machen und Budgetvorgaben strikt einhalten.
• Kunden: Hohe Servicequalität (SLA-Einhaltung) garantieren, Nutzerzufriedenheit steigern.
• Infrastruktur: Standards nutzen (z.B. einheitliche Technik).
Anforderungen an Ziele zur Vermeidung von Missverständnissen:
• Schriftlich und spezifisch.
• Messbar (quantitativ).
• Anspruchsvoll (Herausforderung).
• Realistisch.
• Terminlich strukturierbar.
(Erläuterung: "Kosten sparen" ist kein Ziel. "Kosten um 5% bis Jahresende senken" ist ein SMART-Ziel.)
Welche verschiedenen IT-Kennzahlen kennen Sie? Erläutern oder skizzieren Sie und nennen Sie jeweils ein Beispiel. (Folie 100)


Was besagt die Balanced Scorecard (BSC)? Erläutern oder skizzieren Sie. (Folie 101)
Ganzheitlicher Blick: Erweitert die rein finanzielle Sicht um Kunden, Prozesse und Mitarbeiter zu einem ausgewogenen (balanced) Gesamtbild.
Strategie-Operationalisierung: Definiert konkrete Ziele und Kennzahlen für jeden der vier Quadranten.
Steuerung: Dient als Instrument für Maßnahmenentwicklung und Controlling im strategischen Management.


Skizzieren Sie die Struktur der Balanced Scorecard (BSC). (Folie 103)

