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Ein systematischer Wissensspeicher für die Personalwirtschaft und Organisation mit 141 Fachbegriffen (Stand 2026), aufbereitet für die Prüfungsvorbereitung.
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180-Grad-Beurteilung
Beurteilung einer Person sowohl durch Vorgesetzte als auch durch unterstellte Mitarbeiter.
Ablauforganisation
Gestaltung der Arbeitsabläufe und Funktionsbereiche.
Abmahnung
Hinweis auf eine grobe Pflichtverletzung mit der Androhung einer Kündigung.
Absentismus
Fernbleiben wegen fehlender Motivation, mit Kurzzeit-Krankmeldungen.
Abwägendes Commitment
Bindung wegen hoher Wechselkosten.
Affektives Commitment
Emotionale Bindung an das Unternehmen.
Allgemeinverbindlichkeitserklärung
Recht des Bundesministers für Arbeit, Tarifverträge für alle Unternehmen und Arbeitnehmer einer Branche als allgemein verbindlich festzulegen.
Amtsautorität
Autorität aufgrund der Position.
Arbeitgeber-Brutto
Brutto-Gehaltszahlung einschließlich der Arbeitgeber-Anteile an den Sozialversicherungen u.ä. Zahlungen.
Arbeitszeugnis
Nach § 630 BGB (und § 109 GewO): Einfaches Arbeitszeugnis bestätigt Beschäftigungsverhältnis und Zeitraum, qualifiziertes Zeugnis bewertet auch das Arbeitsverhalten.
Arbeitszufriedenheit
Zustand eines Mitarbeiters, der die Erwartungen an seinen ausgeübten Beruf mit den Erfahrungen am Arbeitsplatz vergleicht.
AROMA-Regel
Ziele sollen aussagekräftig, realistisch, objektiv, messbar und akzeptabel sein.
Aufbauorganisation
Architektur eines Funktionsbereichs.
Ausbildung
Nach BBiG erstmaliger Erwerb einer beruflichen Qualifikation.
Aussperrung
Maßnahme des Arbeitgebers im Arbeitskampf, bei der Arbeitnehmer ohne Gehaltszahlung vom Betrieb ausgeschlossen werden.
Außerordentliche Kündigung (Fristlose Kündigung)
Kündigung eines Arbeitsvertrags aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung.
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
Gesamtheit der Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit im Betrieb.
Betriebsbedingte Kündigung
Kündigung aufgrund betrieblicher Gründe, beispielsweise wegen des Wegfalls eines Arbeitsplatzes.
Betriebsrat
Vertretung der Arbeitnehmer nach BetrVerfG, zur Mitwirkung in der Unternehmensführung.
Brutto-Personalbedarf
Am Jahresanfang nach Stellenplan benötigte Anzahl an Mitarbeitern.
Charismatische Autorität
Autorität durch persönliche Ausstrahlung.
Contextual Intelligence
Fähigkeit, sich in andere Kulturen einzufühlen und angemessen mit Vertretern anderer Kulturen umzugehen.
Crowdworking
Organisation der Zusammenarbeit von vielen freien Mitarbeitenden.
Deferred Compensation
Auf später verschobene Gehaltszahlung (Ruhestand, Sabbatical).
Direktionsrecht
Recht des Arbeitgebers, Arbeitsinhalte, Arbeitsort, Arbeitszeit und konkrete Verfahrensweisen näher festzulegen.
Diversity Management
Gezielter Umgang mit der Verschiedenheit der Arbeitnehmer und die produktive Verbindung ihrer unterschiedlichen Eigenschaften.
Deutscher Qualifikationsrahmen (DQR)
Schema für die europäische Vergleichbarkeit von beruflichen Aus- und Fortbildungen.
Employability
Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer.
Employer Branding
Aufbau und Pflege einer attraktiven Arbeitgebermarke.
Extrinsische Motivation
Motivation eines Mitarbeiters von außen, z.B. durch Vorgesetzte oder Kunden.
Feste/r Freier (Pauschalist)
Beschäftigungsverhältnis in redaktionellen Berufen der Medienwirtschaft nach §12a TVG, das einen gewissen Rahmen für Leistungen und Gegenleistungen vereinbart und die dienstnehmende Person mit arbeitnehmerähnlichen Eigenschaften versieht.
Fluktuationsquote
Anteil der Mitarbeiter an allen Beschäftigten, die im Laufe eines Jahres das Unternehmen verlassen.
Genfer Schema der Anforderungen
Systematisierung der Anforderungen an einen Arbeitnehmer auf einer bestimmten Arbeitsstelle.
HR Analytics
Datengestützte Analyse für Personalentscheidungen.
Humankapital
Das auf Ausbildung und Erziehung beruhende Leistungspotenzial eines/aller Mitarbeiter.
Hypothetisches Konstrukt
Summe der Annahmen und Vermutungen über einen bestimmten Sachverhalt, um diesen bestimmbar zu machen.
Industrial Relations
Alle ökonomischen und sozialen Austauschbeziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Intrinsische Motivation
Motivation eines Mitarbeiters, die in ihm selbst steckt.
Jobsharing
Teilen einer Aufgabe auf mehrere Mitarbeiter, ggf. auch auf Führungsebene (Shared Leadership).
KAPOVAZ
Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeitgestaltung.
Koalitionsfreiheit
Nach Art. 9 GG Freiheit der Arbeitnehmer, sich einer Gewerkschaft anzuschließen, oder auch nicht.
Leadership
Fähigkeit und Wille, Führungsverantwortung zu übernehmen.
Leistungslohn
Pro produziertem Werkstück gezahlte Vergütung (auch Stücklohn).
Leitende Angestellte
Nach § 5 BetrVerfG Angestellte mit besonderer Bedeutung für den Unternehmenserfolg.
Management by Objectives
Führung durch Zielvereinbarungen.
Manteltarifvertrag
Tarifvertrag über allgemeine Arbeitsbedingungen wie Arbeitszeit, Urlaub und Kündigungsfristen; nicht hauptsächlich über die konkrete Lohnhöhe.
Netto-Personalbedarf
Effektiver Personalbedarf am Jahresende nach Berücksichtigung von Zu- und Abgängen.
Normatives Commitment
Bindung aus Pflicht- oder Verantwortungsgefühl.
Onboarding
Systematische Einarbeitung und Integration neuer Mitarbeiter.
Outplacement
Beratung einer Arbeitskraft nach Kündigung, um eine neue Perspektive zu finden.
Performanz
Tatsächlich gezeigte Arbeitsleistung.
Personal-Controlling
Planung, Information, Steuerung, Kontrolle des Personals eines Unternehmens.
Potenziallohn
Entlohnung in der Ausbildung, die in Erwartung späterer Arbeitsleistung gezahlt wird.
Präsentismus
Anwesenheit am Arbeitsplatz bei deutlicher Minderleistung wegen fehlender Motivation oder Krankheit.
Retention Management
Bindung von Leistungsträgern an das Unternehmen.
Sandwich-Position
Führungskraft zwischen Erwartungen von Vorgesetzten und Mitarbeitern.
Schwerbehindertenvertretung
Vertretung aller Arbeitnehmenden, mit 50% Erwerbsminderung oder mehr.
SMART-Regel
Ziele sollen spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein.
Stellenkegel
Anzahl und Aufbau der Stellen in einem Unternehmen bzw. in einer Abteilung.
Talent Management
Förderung und Entwicklung besonders begabter Mitarbeiter.
Tendenzunternehmen
Nach § 118 BetrVG: Unternehmen mit einer bestimmten Weltanschauung, die zur Grundlage des Arbeitsvertrags gemacht werden kann.
VZÄ (Vollzeit-Äquivalent)
Standardisierungsgröße zur Vergleichbarkeit von Mitarbeiterkennzahlen, auf Basis der Umrechnung von Teilzeit-Beschäftigungen auf Vollzeitbeschäftigung.
Wirtschaftsausschuss
Gemeinsames Gremium Unternehmensleitung und Betriebsrat, zur Besprechung wichtiger Punkte der Unternehmensplanung.
Änderungskündigung
Kündigung eines Arbeitsvertrags mit dem gleichzeitigen Angebot einer anderen Arbeitsstelle zu anderen Bedingungen.