Allgemeine Psychologie 1: Kognitive Kontrolle und Exekutivfunktionen

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Dieser Flashcard-Satz behandelt die Kernkonzepte der kognitiven Kontrolle, exekutiven Funktionen und der willentlichen Handlungssteuerung nach der Vorlesung von Prof. Dr. Christian Poth.

Last updated 2:05 PM on 8/3/26
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Exekutive Funktionen

Ein Sammelbegriff ür Hirnfunktionen, die flexible, adaptive und situationsabhängige Kognition umfassen, wie Arbeitsged$$chtnis, Top-Down-Steuerung der Aufmerksamkeit und Inhibition.

2
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Kognitive Kontrolle

Eine Teilfunktion der Exekutivfunktionen, die ntigist,wennautomatisierteRoutinehandlungennichtausreichen,umIntentionenzuverwirklichen,oderwennablenkendeReizeunterdrtig ist, wenn automatisierte Routinehandlungen nicht ausreichen, um Intentionen zu verwirklichen, oder wenn ablenkende Reize unterdrckt werden m$$ssen.

3
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Libertarianische Freiheit

Eine Position zur Willensfreiheit, welche die "Letzturheberschaft$" erfordert, also die Freiheit, unter identischen Bedingungen anders handeln zu knnen.

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Impossibilismus

Die theoretische Ansicht, dass freier Wille unmglichist,daHandlungenentwederdeterminiert(keineAlternativen)oderbeiIndeterminismuslediglichzufglich ist, da Handlungen entweder determiniert (keine Alternativen) oder bei Indeterminismus lediglich zufllig w$$ren.

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Kompatibilismus

Die Auffassung, dass zwar Determinanten frHandlungenexistieren,dieseaberdennochdurchdenWillenmitbeeinflusstwerdenkr Handlungen existieren, diese aber dennoch durch den Willen mitbeeinflusst werden knnen.

6
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Bereitschaftspotenzial (BP)

Die berdasEEGgemesseneneuronaleVorbereitungeinerBewegunginmotorischenHirnregionen,diebeiLibetetal.(1983)imMitteletwaber das EEG gemessene neuronale Vorbereitung einer Bewegung in motorischen Hirnregionen, die bei Libet et al. (1983) im Mittel etwa500\,ms$$ vor dem Bewegungsbeginn einsetzte.

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W-Urteil

Der von Versuchspersonen in Libet-Experimenten subjektiv eingeschtzteZeitpunktdesbewusstenBewegungsimpulses,derca.tzte Zeitpunkt des bewussten Bewegungsimpulses, der ca.200\,ms$$ nach Beginn des Bereitschaftspotenzials liegt.

8
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Intentionale Handlungen

Zielgerichtetes Verhalten, das durch einen erweiterten Zeithorizont, Reizunabhngigkeit,sprachlicheReprngigkeit, sprachliche Reprsentation von Regeln sowie Flexibilit$$t beim Umkonfigurieren von Aufgaben gekennzeichnet ist.

9
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Volition und Selbstkontrolle

Metakognitive Strategien (z. B. BedrfnisantizipationoderAufmerksamkeitskontrolle),welchedieVerwirklichungvonAbsichtengegenkonkurrierendeGewohnheitenfrfnisantizipation oder Aufmerksamkeitskontrolle), welche die Verwirklichung von Absichten gegen konkurrierende Gewohnheiten frdern.

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Pr$$ventive Selbstverpflichtung

Eine Strategie der Selbstkontrolle, bei der eigene zuknftigeHandlungsspielrnftige Handlungsspielrume eingeschr$$nkt werden, um die Wahrscheinlichkeit des Nachgebens gegenüber Versuchungen zu reduzieren.

11
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Supervisory Attentional System (SAS)

Ein von Norman & Shallice (1986) postuliertes System zur $$bergeordneten Steuerung intentionaler Handlungen.

12
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Simon-Task

Ein klassisches experimentelles Paradigma zur Untersuchung kognitiver Konflikte, bei dem die r$$umliche Position eines Reizes mit der erforderlichen Reaktionsseite interferieren kann.

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Wisconsin-Card-Sorting-Test (WCST)

Ein klassisches neuropsychologisches Testverfahren zur Erfassung exekutiver Funktionen, das h$$ufig zur Untersuchung von Frontalhirnfunktionen eingesetzt wird.

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Persistenz-Flexibilit$$ts-Dilemma

Ein Kontrolldilemma zwischen der stabilen Aufrechterhaltung/Abschirmung von Zielen (Persistenz) und dem flexiblen Wechsel zwischen Zielen (Flexibilit$$t).

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Abschirmungs-$$berwachungs-Dilemma

Der Konflikt zwischen der zielgerichteten Selektion relevanter Reize (Abschirmung) und der berwachungderUmweltaufpotenziellbedeutsameZielwechselreize(berwachung der Umwelt auf potenziell bedeutsame Zielwechselreize (berwachung).