1/31
Diese Flashcards decken die Kernkonzepte der Konjunkturlehre, der Wirtschafts- und Geldpolitik sowie der Preisstabilität und Wechselkurse basierend auf dem Unterrichtsskript ab.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Konjunktur
Widerspiegelt die Gesamtsituation einer Volkswirtschaft.
Konjunkturzyklus
Bezeichnet den schwankenden Verlauf der Wirtschaft bzw. des Wirtschaftswachstums.
Reales Bruttoinlandprodukt (BIP)
Messgrösse für das Wirtschaftswachstum, die angibt, was effektiv mehr oder weniger produziert wird, ohne Berücksichtigung der Teuerung.
Produktionspotenzial
Die Produktionsmöglichkeiten von Unternehmen und dem Staat bei einer normalen Kapazitätsauslastung.
Hochkonjunktur (Boom)
Phase mit einer Kapazitätsauslastung über der Normalauslastung, Überstunden, Vollbeschäftigung sowie steigenden Preisen, Löhnen und Investitionen.
Konjunkturabschwung
Phase der Abschwächung von Konsum und Investitionen, wobei die Auslastung nach wie vor über der Normalauslastung liegt.
Rezession
Wirtschaftsphase mit einer Auslastung unter Normalkapazität und einer Abnahme des BIP während zwei aufeinanderfolgenden Quartalen.
Depression
Sehr starke Rezession, bei der das BIP um mehr als 10% oder während mindestens 3 aufeinanderfolgenden Jahren schrumpft.
Konjunkturaufschwung
Trendwende in der Wirtschaft, bei der sich neue Investitionen und ein Arbeitsplatzaufbau abzeichnen.
Konjunkturindikatoren
Dienen als Anzeiger des Gesundheitszustands einer Volkswirtschaft; das reale BIP ist hierbei der Hauptindikator.
Frühindikatoren
Vorauseilende Konjunkturindikatoren wie Baubewilligungen, Konsumentenstimmung oder offene Arbeitsstellen.
Präsenzindikatoren
Indikatoren, die gleichauf mit der Konjunktur verlaufen, wie das BIP, Branchenumsätze oder der private Konsum.
Spätindikatoren
Nachhinkende Indikatoren wie die Arbeitslosenquote, Konkurse oder steigende Zinsen aufgrund vorangegangener Investitionstätigkeit.
Konjunkturpolitik
Die Summe aller staatlichen Massnahmen zur Steuerung der Konjunktur mit dem Ziel, grosse Schwankungen im Wirtschaftsverlauf zu verhindern.
Wirtschaftspolitik
Alle Massnahmen des Staates zur Beeinflussung der Wirtschaft, bestehend aus Struktur-, Ordnungs-, Geld-, Konjunktur- und Umweltpolitik.
Magisches Sechseck
Modell der wirtschaftspolitischen Ziele, bei dem es als magisch gilt, da es unmöglich ist, alle sechs Ziele gleichzeitig zu erreichen.
Zielkonflikt
Eine Zielbeziehung, bei der das Erreichen eines Ziels die Erreichung eines anderen Ziels beeinträchtigt.
Fiskalpolitik (Finanzpolitik)
Teil der Wirtschaftspolitik, bei dem der Staat über Steuern, Ausgaben und Subventionen die Konjunktur beeinflusst.
Antizyklisches Verhalten
Wirtschaftspolitisches Prinzip, nach dem der Staat in einer Rezession mehr Geld ausgeben soll (z. B. durch Erhöhung der Ausgaben oder Senkung der Steuern).
Geldpolitik
Massnahmen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zur Steuerung der Geldmenge und des Zinssatzes.
Transaktionskosten
Kosten, die im Zusammenhang mit dem Kaufen und Verkaufen von Waren oder Dienstleistungen sowie der Teilnahme am Marktgeschehen anfallen.
Buchgeld
Geld, das rein in den Büchern bzw. elektronisch existiert (z. B. auf Bankkonten).
Preisstabilität
Ziel der SNB, bei dem die Teuerung (Inflation) zwischen 0% und 2% gehalten wird.
SARON (Swiss Average Rate Overnight)
Referenzzinssatz am besicherten Schweizer Geldmarkt, an dem sich der SNB-Leitzins orientiert.
Repo-Geschäft (Repurchase Agreement)
Hauptinstrument der SNB zur Steuerung der Liquidität, bei dem Wertschriften gegen einen Kredit mit Rückkaufsvereinbarung getauscht werden.
Devisenmarktinterventionen
Kauf oder Verkauf von ausländischen Währungen durch die SNB, um den Wert des Schweizer Frankens zu beeinflussen.
Inflation
Anhaltender Anstieg des Preisniveaus, bei dem der Wert des Geldes sinkt und die Kaufkraft abnimmt.
Landesindex der Konsumentenpreise (LIK)
Misst die Preisentwicklung anhand eines Warenkorbes, der die wichtigsten Ausgabenkategorien privater Haushalte beinhaltet.
Deflation
Anhaltender Rückgang des Preisniveaus, bei dem der Wert des Geldes steigt und die Kaufkraft zunimmt.
Stagflation
Wortkreation aus Stagnation und Inflation; bezeichnet eine Situation mit geringem oder negativem Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig steigenden Preisen.
Aufwertung des CHF
Der Schweizer Franken gewinnt an Wert gegenüber einer anderen Währung, wodurch der Wechselkurs (z. B. CHF/EUR) sinkt.
Abwertung des CHF
Der Schweizer Franken verliert an Wert gegenüber einer anderen Währung, wodurch der Wechselkurs (z. B. CHF/EUR) steigt.