Grundbegriffe der Graphik 2

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26 Terms

1
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Kohle

  • Aus brüchiger Holzkohle hergestellt

  • Muss fixiert werden => haftet nur locker

  • Erlaubt Kontraste zwischen dem Papier und Schwarztönen => durch Zerreiben und Überschichten

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Die Ölkohle

  • 1550 in Venedig erfunden

  • Nachteile => Abstauben und mattgraue Strich

  • In Leinöl getränkt werden => Strich wird weicher, schwarz und kaum verwischbar

  • Ölgehalt verursacht mögliche Vergilbung (amarillamiento) und fettige, bräunliche Spuren auf dem Papier

3
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wofür wird schwarze kreide benutzt?

·       Ende des 15. Jh. Zuerst in Florenz genutzt => wichtig für Raumdarstellung und frühes Aktstudium (Renaissance)

·       Vorzeichnungen von Gemälden im 15. Und 16. Jh.

·       17. Jh. Europaweit verbreitet => Entwurfszeichnungen und Porträts

·       18. Jh. => zusätzlich für Landschaften genutzt

Anfang des 19. Jh. => verdrängt von Kohle und Bleistift

4
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Schwarze kreide

·       Aus Tonschiefer hergestellt und zu Stäbchen gepresst => Farbton von Braungrau bis Tiefschwarz

·       Eines der wichtigsten Zeichenmedien zur Darstellung der menschlichen Figur

·       Kann stark austrocknen und dadurch mit Kohle verwechselt werden

5
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Crayon Conté (von französischen Gelehrte Conté)

  • Serienmäßig hergestellter, fetter schwarzer Stift

  • Glänzendes, tiefschwarzes Material

  • Oft Anwendung auf grobkörnigem weißem Papier => verschiedenen Grau und Schwarztöne werden erreicht

6
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weiße kreide

·       Zusätzlich zur schwarzen Kreide bzw. zum Rötel eingesetzt

·       Besteht aus Kalk, Speckstein oder Gips (yeso)

·       Auf getöntem oder farbigen Papier eingesetzt

·       Für Höhungen und Lichtakzente genutzt

7
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farbige kreide

andere Farben wie Orange, gelb, grün, blau, etc.

8
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Rötel

·       Besteht aus Eisenoxid (Hämatit) sowie Kreide

·       Erhältlich als Stift (fester Form), Täfelchen oder Pulver (flüssig in Wasser aufgelöst und mit Pinsel oder Feder aufgetragen)

·       Farbton von Rotgelb bis violettem rotbraun

·       Häufig kombiniert mit anderen Techniken => Feder, Tinte sowie schwarzer oder weiße Kreide

·       Nicht wischfest => muss fixiert werden

9
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wofür wird rötel genutzt?

·       Seit Ende des 14. Jh. genutzt => zuerst für Freskenvorzeichnungen (Sinopia)

·       Durch den warmen Farbton besonders geeignet für Hauttöne

·       17. Und 18- Jh. für Aktstudien, später auch für Landschaften

·       19. Jh. von Impressionisten wieder für Porträts

10
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Pastell

·       Bestehen aus Farbpigmenten, weiße Tonerde (je nach dem Grad der gewünschte Farbintensität) und Bindemitteln (Blei oder Talk) und werden zu Stiften geformt

·       Meist auf getöntem rauem Papier oder Karton verwendet

·       Pastellstaub haftet schlecht => Fixierung notwendig (Früher aus Gummiarabikum, heute aus Alkohol)

11
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Pastell Anwendungen

·       16. Jh. für farbige Aufhellungen genutzt

·       Ab 17. Jh. eigenständige Technik, besonders für Porträts

·       Besonders geeignet für Hauttöne, da das Material matt und deckend (opak) wirkt

12
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Die Zeichenfeder

·       Durch die gespaltene Spitze kann flüssigkeit gespeichert werden

·       Mehr druck -> Spitze spreizt sich -> breiterer Strich

·       Verschiedene Linienbreiten und präzise Linienführung

·       Feine Übergänge von hell zu dunkel

13
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unterschied von feder und tinten vs Pinsel und Lavierung

·       Feder und Tinten modellieren Linien und Umriss der Figuren, während Pinsel und Lavierung die Tonabstufungen und die Schatten erzeugen

14
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Rohrfeder

·       Aus Schilf oder Bambus hergestellt

·       Seit der Antike genutzt

·       Wurde mit Pinsel eingefärbt statt eingetaucht

·       In der Renaissance wiederentdeckt

Starrer als die Kielfeder

15
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Kielfeder

·       Von Vögeln, meist Gänsekiel hergestellt

·       Mittelalter bis 19. Jh. eines der wichtigsten Zeichenmittel

·       Feine, flexible Linien

Geschmeidiger als die Rohrfeder

16
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Metallfeder

·       Spätere Entwicklung als Erweiterung natürlicher Federn

·       Haltbarer als die anderen

·       Ermöglicht kontrollierte Linienführung

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Eisengallustinte

·       Schwarz, wird durch Oxidation braun

·       Besteht aus Gallussäure (Gallwespen an Eichen) und Eisensulfat

·       Lange Zeit der wichtigsten Schreib- und Zeichentinten

18
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Schwarze Tusche (Rußtinte)

·       Besteht aus feinen Kohlepigmenten (Ruß) und Bindemittel

·       Häufig aus Lampenruß, Kerzenruß oder Holzruß

·       15. Jh. als Chinatusche nach Europa importier

·       Intensive schwarze Linien

19
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Braune Tusche

·       Goldbraun bis Dunkelbraun

·       Laviert oder flächig aufgetragen werden

·       Lavierung => verdünnte Farbe in transparenten Flächen aufgetragen

·       Zeichnungen und Landchaftsskizzen

·       Rohrfeder ermöglicht dabei unterschiedliche Strichstärken

20
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Der Bister

·       Braune Tinte aus Holzruß, Wasser und Leim (pegamento)

·       Gelblich- bis rötllichbrauner Ton

·       Gleichmäßige Linien und tranparente Lavierungen

·       1800 durch Sepia verdrängt

21
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Sepia

·       Tinte des Tintenfischs

·       1780 als Zeichenmedium wichtig geoworden

·       Kühler Ton als Bister => graubraun bis blaugrau

·       Unterstützt malerische Effekte und Lavierungen

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Graue Lavierung

·       Entsteht durch verdünnte schwarze Tusche, die mit Pinsel aufgetragen wird

·       Mit weißer Kreide gehöht

·       Kann fast malerisch wirken, Schattierungen

·       Für Draperie- (Stoffen), Figuren- und Studienzeichnungen genutzt

·       2. Hälfte des 15. Jh. besonders in Italien verbreitet

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Weißhöhung

·       Darstellung von Licht auf Objekten, um Plastizität zu erreichen

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farbige Lavierung

·       Wasser und verdünnte Farbtinte, die mit dem Pinsel aufgetragen werden

·       Ähnlich wie Aquarell

·       Aufhellung und farbigen Ergänzung von zeichnungen

·       Architekturzeichnungen und dekorative Entwürfe

·       Besonders verbreitet im Manierismus im 16. Jh.

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Funktion der handzeichnung (6)

·       Skizze/Entwurf => Vorstellung einer Idee

·       Vorzeichnung

·       Werkzeichnung => Architektur

·       Karton => großformatige Vorzeichnung in Originalgröße

·       Studie

·       Nachzeichnung/Kopie

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Literatur

·       Walter Kosachatzky: Die Kunst der Zeichnung. Technik, Geschichte, Meisterwerke, 1999

·       Terisio Pignatti: Die Geschichte der Zeichnung. Von den Ursprüngen bis heute, 2005