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30 Vokabel-Karteikarten zu den Grundlagen der Konsumentenverhaltensforschung basierend auf dem IU Studienskript Marketing II.
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Konsumentenverhalten
Beschreibt das Verhalten von Individuen oder Gruppen bezogen auf den Kauf, Gebrauch und die Entsorgung von Sachguetern und Dienstleistungen sowie im weitesten Sinne von Waehlern, Schuelern oder Patienten.
Zentrale Aufgabe des Marketings
Austauschbeziehungen zwischen Anbietern und Konsumenten so effektiv und effizient wie moeglich zu gestalten.
Paradigma des Kaufverhaltens: Wer kauft?
Hinterfragt die Kaufakteure und Traeger der Kaufentscheidung, wobei Kaeufer und Entscheider nicht zwingend identisch sind.
Paradigma des Kaufverhaltens: Warum wird gekauft?
Hinterfragt die Kaufmotive der Konsumenten; gilt als schwierigste Frage, da die Antwort in der 'Blackbox' des Konsumentenbewusstseins liegt.
S-R-Modelle (Behaviorismus)
Modelle, die Marketingreize als Signale (Stimuli) verstehen, die zu sichtbaren Reaktionen (Responses) fuehren, waehrend alle Vorgaenge innerhalb des Konsumenten vernachlaessigt werden.
AIDA-Modell
Ein einfaches Partialmodell, welches die Phasen einer Kaufentscheidung in Attention, Interest, Desire und Action unterteilt.
S-O-R-Modelle (Neobehaviorismus)
Erklaerungsansatz, bei dem Reize im Organismus (O) verarbeitet werden und intervenierende Variablen wie Einstellungen, Motive und Emotionen die Reize veraendern.
Kognitive Ansaetze
Aktuellste Herangehensweise mit Fokus auf Lernen, Denken und Wissen sowie der Betrachtung aller aktivierenden, emotionalen, motivationalen und kognitiven Prozesse.
Informationsverarbeitungsansatz
Kognitiver Ansatz, der Ablaeufe in die Phasen Informationsaufnahme, Informationsverarbeitung und Informationsspeicherung zerlegt.
Wandel der Selbstkonzepte
Veraenderung des Konsumenten-Selbstverstaendnisses von 'Ich bin, was ich habe' zu 'Ich bin, wie ich lebe' und 'Ich lebe, wie ich gerade bin'.
Individuelle Kaufentscheidungen von Privatpersonen
Kaufentscheidungen im privaten Bereich, die von einer einzelnen Person als Konsument getroffen werden.
Familienentscheidungen
Kaufentscheidungen in privaten Haushalten, an denen mehrere Personen beteiligt sind.
Einkaeuferentscheidung
Individuelle Kaufentscheidung einer einzelnen Person in einer professionellen Organisation.
Gremienentscheidungen
Kollektive Kaufentscheidungen von mehreren Personen in einer professionellen Organisation.
Buying Center
Ein Einkaufsgremium in Organisationen mit fuenf idealtypischen Rollen, das zur Bewaeltigung von Kaufrisiken eingesetzt wird.
Einkaeufer (Buyer)
Rolle im Buying Center, die formal fuer den Kauf zustaendig ist und den Einkauf abwickelt.
Benutzer (User)
Rolle im Buying Center, die das gekaufte Produkt oder die Dienstleistung im Alltag verwendet.
Beeinflusser (Influencer)
Rolle im Buying Center bestehend aus internen oder externen Beratern, die den Entscheidungsprozess beeinflussen.
Informationsselektierer (Gatekeeper)
Rolle im Buying Center, die den Zugang zu Entscheidern filtert und den Informationsfluss kontrolliert.
Entscheider (Decider)
Rolle im Buying Center, die die letztendliche Verantwortung traegt (oft die Unternehmensfuehrung).
Normative Ansaetze (Homo oeconomicus)
Oekonomisches Modell eines wirtschaftlichen Menschen, der sich vollkommen rational verhaelt und Nutzenmaximierung unter vollstaendiger Information anstrebt.
Sucheigenschaften
Leistungseigenschaften eines Produkts, die vom Konsumenten bereits vor dem Kauf beurteilt werden koennen.
Erfahrungseigenschaften
Leistungseigenschaften eines Produkts, die erst nach dem Kauf beurteilt werden koennen.
Vertrauenseigenschaften
Leistungseigenschaften eines Produkts, die vom Konsumenten niemals wirklich exakt erfassbar sind.
Neue Institutionenoekonomik
Oekonomischer Ansatz, der Transaktionskosten als zentrale Erklaerungsvariable fuer das Konsumentenverhalten heranzieht.
Transaktionskosten
Die Kosten und Aufwaende (wie Preisvergleich, Vertragsabschluss und Abwicklung), die mit einer einzelnen Transaktion fuer den Kunden verbunden sind.
Tiefenpsychologie
Psychologische Disziplin, die unbewusste Teile der Persoenlichkeit als Konstrukt aus Es (Triebe), Ueber-Ich (Werte) und Ich (Realitaetsorientierung) erforscht.
Market Mavens
Experten fuer einen bestimmten Markt im soziologischen Kontext, die sich intensiv mit anderen austauschen.
Biologische Verhaltensforschung
Disziplin, die den generellen Zusammenhang zwischen psychischen und physischen Vorgaengen thematisiert.
Neurobiologie / Neuromarketing
Forschungsrichtung, die Erkenntnisse der Hirnforschung nutzt und davon ausgeht, dass unbewusste, evolutionaer entwickelte Hirnprogramme Kaufentscheidungen lenken.