Marketing II - Lektion 1: Grundlagen der Konsumentenverhaltensforschung

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30 Vokabel-Karteikarten zu den Grundlagen der Konsumentenverhaltensforschung basierend auf dem IU Studienskript Marketing II.

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30 Terms

1
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Konsumentenverhalten

Beschreibt das Verhalten von Individuen oder Gruppen bezogen auf den Kauf, Gebrauch und die Entsorgung von Sachguetern und Dienstleistungen sowie im weitesten Sinne von Waehlern, Schuelern oder Patienten.

2
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Zentrale Aufgabe des Marketings

Austauschbeziehungen zwischen Anbietern und Konsumenten so effektiv und effizient wie moeglich zu gestalten.

3
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Paradigma des Kaufverhaltens: Wer kauft?

Hinterfragt die Kaufakteure und Traeger der Kaufentscheidung, wobei Kaeufer und Entscheider nicht zwingend identisch sind.

4
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Paradigma des Kaufverhaltens: Warum wird gekauft?

Hinterfragt die Kaufmotive der Konsumenten; gilt als schwierigste Frage, da die Antwort in der 'Blackbox' des Konsumentenbewusstseins liegt.

5
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S-R-Modelle (Behaviorismus)

Modelle, die Marketingreize als Signale (Stimuli) verstehen, die zu sichtbaren Reaktionen (Responses) fuehren, waehrend alle Vorgaenge innerhalb des Konsumenten vernachlaessigt werden.

6
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AIDA-Modell

Ein einfaches Partialmodell, welches die Phasen einer Kaufentscheidung in Attention, Interest, Desire und Action unterteilt.

7
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S-O-R-Modelle (Neobehaviorismus)

Erklaerungsansatz, bei dem Reize im Organismus (O) verarbeitet werden und intervenierende Variablen wie Einstellungen, Motive und Emotionen die Reize veraendern.

8
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Kognitive Ansaetze

Aktuellste Herangehensweise mit Fokus auf Lernen, Denken und Wissen sowie der Betrachtung aller aktivierenden, emotionalen, motivationalen und kognitiven Prozesse.

9
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Informationsverarbeitungsansatz

Kognitiver Ansatz, der Ablaeufe in die Phasen Informationsaufnahme, Informationsverarbeitung und Informationsspeicherung zerlegt.

10
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Wandel der Selbstkonzepte

Veraenderung des Konsumenten-Selbstverstaendnisses von 'Ich bin, was ich habe' zu 'Ich bin, wie ich lebe' und 'Ich lebe, wie ich gerade bin'.

11
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Individuelle Kaufentscheidungen von Privatpersonen

Kaufentscheidungen im privaten Bereich, die von einer einzelnen Person als Konsument getroffen werden.

12
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Familienentscheidungen

Kaufentscheidungen in privaten Haushalten, an denen mehrere Personen beteiligt sind.

13
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Einkaeuferentscheidung

Individuelle Kaufentscheidung einer einzelnen Person in einer professionellen Organisation.

14
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Gremienentscheidungen

Kollektive Kaufentscheidungen von mehreren Personen in einer professionellen Organisation.

15
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Buying Center

Ein Einkaufsgremium in Organisationen mit fuenf idealtypischen Rollen, das zur Bewaeltigung von Kaufrisiken eingesetzt wird.

16
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Einkaeufer (Buyer)

Rolle im Buying Center, die formal fuer den Kauf zustaendig ist und den Einkauf abwickelt.

17
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Benutzer (User)

Rolle im Buying Center, die das gekaufte Produkt oder die Dienstleistung im Alltag verwendet.

18
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Beeinflusser (Influencer)

Rolle im Buying Center bestehend aus internen oder externen Beratern, die den Entscheidungsprozess beeinflussen.

19
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Informationsselektierer (Gatekeeper)

Rolle im Buying Center, die den Zugang zu Entscheidern filtert und den Informationsfluss kontrolliert.

20
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Entscheider (Decider)

Rolle im Buying Center, die die letztendliche Verantwortung traegt (oft die Unternehmensfuehrung).

21
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Normative Ansaetze (Homo oeconomicus)

Oekonomisches Modell eines wirtschaftlichen Menschen, der sich vollkommen rational verhaelt und Nutzenmaximierung unter vollstaendiger Information anstrebt.

22
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Sucheigenschaften

Leistungseigenschaften eines Produkts, die vom Konsumenten bereits vor dem Kauf beurteilt werden koennen.

23
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Erfahrungseigenschaften

Leistungseigenschaften eines Produkts, die erst nach dem Kauf beurteilt werden koennen.

24
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Vertrauenseigenschaften

Leistungseigenschaften eines Produkts, die vom Konsumenten niemals wirklich exakt erfassbar sind.

25
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Neue Institutionenoekonomik

Oekonomischer Ansatz, der Transaktionskosten als zentrale Erklaerungsvariable fuer das Konsumentenverhalten heranzieht.

26
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Transaktionskosten

Die Kosten und Aufwaende (wie Preisvergleich, Vertragsabschluss und Abwicklung), die mit einer einzelnen Transaktion fuer den Kunden verbunden sind.

27
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Tiefenpsychologie

Psychologische Disziplin, die unbewusste Teile der Persoenlichkeit als Konstrukt aus Es (Triebe), Ueber-Ich (Werte) und Ich (Realitaetsorientierung) erforscht.

28
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Market Mavens

Experten fuer einen bestimmten Markt im soziologischen Kontext, die sich intensiv mit anderen austauschen.

29
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Biologische Verhaltensforschung

Disziplin, die den generellen Zusammenhang zwischen psychischen und physischen Vorgaengen thematisiert.

30
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Neurobiologie / Neuromarketing

Forschungsrichtung, die Erkenntnisse der Hirnforschung nutzt und davon ausgeht, dass unbewusste, evolutionaer entwickelte Hirnprogramme Kaufentscheidungen lenken.