Encoding-Prinzipien

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1
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Was ist ein Codec und welchen Zweck erfüllt er bei der Medienproduktion?

Ein Codec (Kofferwort aus Coder und Decoder) ist ein technisches Verfahren oder Programm, das Audio- und Videodaten in ein digitales Format umwandelt (Encoding) und wieder dekodiert (Decoding). Sein Hauptzweck ist es, die riesigen Datenmengen unkomprimierter Medien so zu reduzieren, dass sie effizient übertragen oder gespeichert werden können.

2
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Was versteht man unter dem Prinzip der Irrelevanz-Reduktion?

Bei der Irrelevanz-Reduktion werden Bild- oder Toninformationen gezielt entfernt, welche die menschlichen Sinnesorgane (Auge und Ohr) aufgrund ihrer physiologischen Grenzen ohnehin nicht wahrnehmen können. Diese Informationen sind für den Menschen „irrelevant“ und können daher unwiederbringlich gelöscht werden, um Speicherplatz zu sparen.

3
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Wie unterscheidet sich die Redundanz-Reduktion von der Irrelevanz-Reduktion?

Die Redundanz-Reduktion zielt darauf ab, mehrfach vorhandene oder vorhersagbare Informationen zu entfernen. Anstatt beispielsweise jeden Pixel eines statischen Hintergrunds in jedem Videobild neu zu speichern, wird nur die Information gespeichert, dass sich dieser Bereich nicht verändert hat.

4
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Was charakterisiert die Arbeitsweise von Streaming-Codecs wie H.264 oder H.265?

Diese Codecs arbeiten verlustbehaftet (lossy), was bedeutet, dass Teile der Originaldaten unwiederbringlich ausgelassen oder mit weniger Details komprimiert werden. Jedes erneute Encodieren führt dabei zu einem weiteren Qualitätsverlust und zur Bildung von Artefakten (sichtbaren Bildfehlern).

5
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Welchen psychoakustischen Effekt nutzen Audiocodecs wie Advanced Audio Coding (AAC) bei der temporalen Verdeckung?

Die temporale Verdeckung beschreibt den Effekt, dass ein lautes Geräusch leisere Töne, die kurz davor oder kurz danach auftreten, für das menschliche Gehör unhörbar macht. Audiocodecs nutzen dies aus, indem sie die maskierten, unhörbaren Frequenzen gar nicht erst abspeichern.

6
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Was ist eine Group of Pictures im Video-Encoding?

Eine Group of Pictures ist eine Gruppe aufeinanderfolgender Videobilder, die als eine logische Einheit kodiert wird. Sie beginnt üblicherweise mit einem I-Frame und bildet ein abgeschlossenes Segment, das für sich allein dekodiert werden kann.

7
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Welche Informationen enthalten Bidirectional Frames (B-Frames) innerhalb einer Group of Pictures?

Bidirectional Frames enthalten lediglich die Differenz-Informationen (Bewegungsvektoren und Restfehler) zu vorangegangenen und nachfolgenden Referenzbildern. Da sie sich auf beide Richtungen beziehen, bieten sie die höchste Kompressionsrate innerhalb eines Videostreams.

8
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Wie werden moderne Streaming-Codecs in der Praxis meist eingestellt?

In professionellen Workflows werden Codecs heute weitestgehend nur noch über die Vorgabe einer Zieldatenrate (Target Bitrate) parametrisiert. Je nach verfügbarem Durchsatz im Netzwerk werden dann verschiedene Qualitätsstufen (Representations) desselben Inhalts erstellt.

9
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Wie machen sich zu starke Kompression oder Paketverluste beim Playback bemerkbar?

Eine zu starke Reduktion von Daten oder Störungen bei der Übertragung führen zu Artefakten. Dies sind wahrnehmbare Bildfehler wie Blockbildung, Unschärfe (Blurry/Pixelation) oder das Einfrieren des Bildes (Freeze).