Swiss GAAP FER 21 und Zewo-Gütesiegel Practice Flashcards

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Diese Flashcards basieren auf dem Q&A-Dokument von EXPERTsuisse und der Stiftung Zewo zur Rechnungslegung und Prüfung von NPOs nach Swiss GAAP FER 21.

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50 Terms

1
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Nach welchen Rechnungslegungsgrundsätzen müssen Organisationen mit Zewo-Gütesiegel ihre Jahresrechnung erstellen?

Die Jahresrechnung ist nach Swiss GAAP FER zu erstellen, wobei insbesondere Swiss GAAP FER 2121 anzuwenden ist.

2
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Welche Regelwerke müssen kleine Organisationen mit Zewo-Gütesiegel mindestens einhalten?

Das Rahmenkonzept, Swiss GAAP FER 2121 und die Kern-FER (Swiss GAAP FER 11 bis 66).

3
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Welches zusätzliche Regelwerk müssen konsolidierungspflichtige Organisationen anwenden?

Zusätzlich zu den anderen Standards muss Swiss GAAP FER 3030 angewendet werden.

4
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Nach welcher Methodik müssen der Fundraising- und administrative Aufwand berechnet werden?

Nach der von der Stiftung Zewo veröffentlichten Methodik (Zewo-Standard 13.313.3).

5
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Wie müssen Gesamtvergütungen an das oberste Leitungsorgan und die Geschäftsleitung offengelegt werden?

Sie sind gemäss Swiss GAAP FER 21/2421/24 je summarisch im Anhang der Jahresrechnung offenzulegen.

6
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Welche zusätzliche Anforderung stellt Zewo-Standard 8.78.7 an die Offenlegung der Vergütung?

Die Vergütung an die Präsidentin oder den Präsidenten der Organisation ist gesondert auszuweisen.

7
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Welche Revisionsart ist für Organisationen ohne gesetzliche Revisionspflicht gemäss Zewo-Standard 1414 mindestens verlangt?

Mindestens eine Review (prüferische Durchsicht) gemäss dem Schweizer Prüfungsstandard (PS) 910910.

8
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Was sind die Schwellenwerte für die ordentliche Revision bei Vereinen gemäss Art. 69b69b Abs. 11 ZGB?

Die Schwellenwerte betragen 10205010-20-50 (in Mio. CHFMio.\text{ }CHF bzw. Vollzeitstellen).

9
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Ist der Leistungsbericht nach Swiss GAAP FER 21/2821/28 Gegenstand der Prüfung durch die Revisionsstelle?

Nein, die Angaben im Leistungsbericht unterliegen keiner Prüfpflicht.

10
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Welche Aufgaben hat die Revisionsstelle im Hinblick auf den Fundraising-Aufwand?

Sie prüft, ob dieser im Wesentlichen nach der Zewo-Methodik ausgewiesen wird.

11
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Wann führen falsche Aussagen in der Jahresrechnung zu einer Einschränkung im Testat?

Wenn die falschen Angaben wesentlich sind.

12
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Welche Möglichkeit hat eine Organisation, die gesetzlich nur zur eingeschränkten Revision verpflichtet ist, aber ein positiv formuliertes Prüfungsurteil wünscht?

Sie kann freiwillig eine Prüfung nach den Schweizer Standards zur Abschlussprüfung (SA-CH) in Auftrag geben (ISA-CH 700700).

13
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Woran erkennt man eine explizit zweckgebundene Zuwendung?

An einem vom Zuwender vorgegebenen Verwendungszweck, z.B. in einem Vertrag, Testament oder bei der Überweisung.

14
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Wann gilt eine Zuwendung als implizit zweckgebunden?

Wenn der Zuwender aufgrund eines spezifischen, meist projektbezogenen Gesuchs (z.B. Spenden-Mailing) davon ausgehen muss, dass die Mittel dafür verwendet werden.

15
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Was verlangt Zewo-Standard 18.418.4 für die freie Verwendung von Spendengeldern?

Die beabsichtigte freie Verwendung muss aus dem Sammlungsaufruf für den typischen Adressaten klar und eindeutig erkennbar sein.

16
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Wie sind Spendenaufrufe zu beurteilen, in denen ausschliesslich ein bestimmtes Projekt beschrieben wird?

Diese sind als zweckgebunden zu beurteilen.

17
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Was besagt das Bruttoprinzip im Zusammenhang mit der Mittelbeschaffung?

Sämtliche Aufwendungen für die Mittelbeschaffung sind brutto im Betriebsaufwand auszuweisen; eine Verrechnung mit Erträgen ist unzulässig.

18
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Nennen Sie ein Beispiel aus der Praxis, bei dem das Bruttoprinzip besonders zu beachten ist.

Beim Verkauf von Merchandising-Artikeln oder bei der Durchführung von Spendengalas.

19
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Wie ist das Fondskapital nach Swiss GAAP FER 21/3321/33 definiert?

Mittel, die aufgrund des Willens externer Zuwenderinnen oder Zuwender einer spezifischen Zweckbindung unterliegen.

20
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Woraus besteht das Organisationskapital?

Es gliedert sich in Grundkapital, gebundenes Kapital und freies Kapital.

21
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Was ist der Unterschied zwischen gebundenem Kapital und Fondskapital?

Beim gebundenen Kapital hat sich die Organisation den Verwendungszweck selbst auferlegt, beim Fondskapital ist die Bindung extern vorgegeben.

22
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Wo wird die Veränderung des Fondskapitals in der Jahresrechnung ausgewiesen?

Als Ergebnis in der Betriebsrechnung und brutto in der Rechnung über die Veränderung des Kapitals.

23
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Kann ein zweckgebundener Fonds einen negativen Bestand aufweisen?

Nein, ein Ausgabenüberschuss muss durch freie Mittel finanziert werden; der Fonds beträgt dann 00.

24
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Wo kann eine Organisation eine Schwankungsreserve für Wertschriften ausweisen?

Innerhalb des gebundenen Kapitals im Organisationskapital.

25
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Wie müssen Transfers zwischen zweckgebundenen Fonds in der Jahresrechnung behandelt werden?

Sie sind einzeln auszuweisen und zu begründen.

26
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Wie wird das Fondskapital nach Swiss GAAP FER 21/721/7 in der Bilanz eingestuft?

Es stellt weder Organisations- noch Fremdkapital dar und ist als separate Position auszuweisen.

27
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Wie wird das Fondskapital im dualen Abschluss (FER und OR) aus Sicht des Kapitalschutzes betrachtet?

Es ist unabhängig von der Gliederung als Fremdkapital zu betrachten.

28
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Welche Auswirkung hat die Aktienrechtsrevision per 1. Januar 20231.\text{ }Januar\text{ }2023 auf das Eigenkapital im dualen Abschluss?

Gewinnvortrag/-verlust sowie Jahresgewinn/-verlust müssen als separate Teile des Eigenkapitals nach Art. 959a959a Abs. 22 Ziff. 33 Bst. f und g OR ausgewiesen werden.

29
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Welche terminologische Freiheit besteht bei der Bezeichnung von Erfolgsrechnungspositionen?

Sowohl Swiss GAAP FER als auch das OR erlauben die Verwendung zweckmässiger Begriffe.

30
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Was ist beim Lagebericht (OR) und Leistungsbericht (FER) im dualen Abschluss zu beachten?

Der Lagebericht kann unter Beachtung der Mindestvorgaben in den Leistungsbericht integriert werden.

31
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Welche Ergebnis-Totale müssen gemäss Swiss GAAP FER 21/111221/11-12 in der Betriebsrechnung mindestens existieren?

Betriebsergebnis, Ergebnis vor Veränderung des Fondskapitals, Veränderung des Fondskapitals und Jahresergebnis.

32
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Warum sollten Zuweisungen an das Organisationskapital vom Jahresergebnis getrennt dargestellt werden?

Weil sie keinen Teil der Betriebsrechnung darstellen, sondern als Ergebnisverwendung zu betrachten sind.

33
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Entspricht das Total der 'Veränderung Organisationskapital' dem Jahresergebnis laut Betriebsrechnung?

Ja, diese beiden Werte müssen gemäss Swiss GAAP FER 2121 übereinstimmen.

34
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Welche Vergütungsbestandteile zählen laut Zewo-Standard 88 zum Gesamtbetrag der Vergütungen?

Neben Honoraren auch Aufwandsentschädigungen, Funktionspauschalen, pauschale Spesenentschädigungen und Sitzungsgelder.

35
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Müssen effektive Rückerstattungen von belegten Auslagen als Vergütung ausgewiesen werden?

Nein, diese sind explizit von der Offenlegungspflicht ausgenommen.

36
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Was verlangt Art. 84b84b ZGB von Stiftungen bezüglich Vergütungen?

Das oberste Organ muss der Aufsichtsbehörde jährlich den Gesamtbetrag der Vergütungen an sich selbst und die Geschäftsleitung gesondert bekannt geben.

37
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Wann kann auf die Offenlegung der Vergütung an die Geschäftsleitung im Anhang verzichtet werden?

Wenn die Geschäftsleitung nur aus einer Person besteht (mit entsprechendem Hinweis im Anhang).

38
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Wer gilt laut Swiss GAAP FER 1515 als nahestehende Person?

Personen oder Organisationen, die direkt oder indirekt einen bedeutenden Einfluss auf finanzielle oder operative Entscheidungen ausüben können.

39
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Nennen Sie Beispiele für nahestehende Personen einer NPO nach Swiss GAAP FER 21/4721/47.

Mitglieder des Stiftungsrats, die Geschäftsleitung, Fördervereine oder Organisationen mit gemeinsamem Marktauftritt.

40
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Welche Angaben müssen bei Transaktionen mit Nahestehenden offengelegt werden?

Beschreibung der Transaktion, Volumen (Betrag oder Verhältniszahl) und die wesentlichen übrigen Konditionen.

41
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In welche drei Sparten muss der gesamte Betriebsaufwand laut Swiss GAAP FER 21/2221/22 verteilt werden?

Projekt- oder Dienstleistungsaufwand, Fundraising- und allgemeiner Werbeaufwand sowie Administrativer Aufwand.

42
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Muss eine NPO die Zewo-Methodik zur Berechnung des administrativen Aufwands anwenden, um das Gütesiegel zu behalten?

Ja, gemäss Zewo-Standard 1313 ist die Anwendung der Zewo-Methodik zwingend.

43
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Dürfen zweckgebundene Spenden für administrative Aufgaben verwendet werden?

Ja, sofern mit den Geldgebern nichts anderes vereinbart wurde, darf ein der Kostenstruktur entsprechender Anteil dafür verwendet werden.

44
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Wann beherrscht eine NPO eine andere Organisation laut Swiss GAAP FER 21/3021/30?

Wenn sie die Mehrheit des obersten Leitungsorgans bestellen kann oder aufgrund vertraglicher/statutarischer Bestimmungen ein wesentliches Weisungsrecht hat.

45
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Löst bereits die blosse Kontrollmöglichkeit eine Konsolidierungspflicht aus?

Ja, es ist unerheblich, ob die controlling Organisation die Beherrschung tatsächlich nutzt.

46
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Unter welchen Voraussetzungen ist eine Zweckorganisation in den Konsolidierungskreis einzubeziehen?

Wenn die Organisation die Verfügungsmacht besitzt, Nutzen/Risiken trägt und Leitungsmechanismen zur Einflussnahme bestehen.

47
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Gibt es bei Swiss GAAP FER Grössenkriterien für die Befreiung von der Konsolidierungspflicht?

Nein, im Gegensatz zum OR kennen die Swiss GAAP FER keine solchen Befreiungskriterien.

48
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Was sind die Kriterien (Bilanzsumme/Umsatz/Stellen), damit eine konsolidierungspflichtige Organisation nur die Kern-FER anwenden darf?

Bilanzsumme CHF 10 Mio.\text{< }CHF\text{ }10\text{ }Mio., Jahresumsatz CHF 20 Mio.\text{< }CHF\text{ }20\text{ }Mio. und 50\text{< }50 Vollzeitstellen.

49
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Woraus besteht eine konsolidierte Jahresrechnung nach Swiss GAAP FER 21/321/3?

Aus Bilanz, Betriebsrechnung, Geldflussrechnung, Rechnung über die Veränderung des Kapitals und Anhang.

50
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Welche Standards bilden das gesamte FER-Regelwerk für grosse Organisationen?

Die Kern-FER, die übrigen Swiss GAAP FER (1010 bis 2828), Swiss GAAP FER 2121 und Swiss GAAP FER 3030.