Ethik Kapitel 4

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Theorien, Disklosive Handlungsbewertung

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Deonthologie

  • Handlungen sind richtig oder falsch → folgen sie moralischen Regeln?

  • Guter Wille: Tun was richtig ist, nur weil es richtig ist, auch mit persönlichem Nachteil

  • Personen sind kein Werkzeug (no “use”!) → Alle Personen sind mit uns gleichgestellt, haben Rechte, Würde, …

  • Frage nach Ist Handeln rational? Könnte es allgemeine Regel sein?

Beispiel: Versprechen mit einer Person zu arbeiten, die Regeln bricht → Versprechen halten, auch wenn man mehr Arbeit, schlechteren Ruf kriegt (wenn jeder Versprechen so brechen würde, wären sie nichts mehr wert)



2
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Utilitarismus / Konsequentialismus

  • Richtig und falsch hängt vom Ergebnis ab → best action produces best results (Konsequentialismus)

  • Utilitarismus: Vergnügen ist gut, Schmerz schlecht → Handlungen um allgemeines Vergnügen zu maxi-, Schmerz zu minimieren (nicht eigenen!)

  • Regel-Utilitarismus: Nutzen gut, Schaden schlecht → Handlungen mit langfristig bestem Ergebnis gut, werden zu Regeln

Beispiel: Verwalte Mitarbeiterausgaben überall mit bestimmten Regeln, die langfristig das Unternehmen fördern

Kritik: Man kann alles mit halbwegs gutem Ergebnis rechtfertigen, wie misst man wer mehr profitiert?

3
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Tugendethik

  • Handlungen sind gut, wenn sie zeigen, dass wir “guten Charakter” haben durch Mut, Loyalität, Weisheit

  • Handlungen beeinflussen Charakter → sei ehrlich, dann ist man in Zukunft eher ehrlich → fake it till you make it

  • Golden mean Prinzip: Finde Mittelweg zwischen Extremen

    • Beispiel: Projekt war schlecht, Selbstbewusstsein kaputt → sage wie schlecht vs. sage es war gut → Mittelweg: Feedback geben ohne Fokus auf versagen (care and truth)


4
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Kritik an den 3 Ethiken

  • Jede Ethik sollte nur reflektiert angewendet werden

  • Solutionismus: Ethische Probleme ohne tieferes Verständnis mit technischen Mitteln lösen → vereinfacht Situation, daher nicht gut!

    • Beispiel: Trolley-Dilemma bei selbstfahrenden Autos → reduziert Probleme auf Einzelsituationen

  • Demokratiedefizit: Von Tech betroffene Menschen sollten gehört werden → Vermitteln


5
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Disklosive Handlungsbewertung

  • Disklosive Ergebnisse: Reduziere Ergebnisse der disklosiven Analyse auf relevante Sachen

  • Reasonable Rejection Test: Formuliere potenzielles Prinzip, betrachte Einwände der Stakeholder (Tabelle), Urteilsfindung

  • Systemischer Check: Gesellschaftliche, politische Aspekte, die zu Problem geführt haben, Lösungsansätze dieser

  • Reflexion: Kritischer Blick auf Weg der Urteilsfindung


6
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Disklosive Handlungsbewertung: Disklosive Ergebnisse (1/4)

  • Disklosive Analyse durchführen → unvoreingenommene Sicht auf Tech, Stakeholder

  • Reduziere auf: Unmittelbar betroffene, einflussreiche Stakeholder


7
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Disklosive Handlungsbewertung: Prinzipien formulieren (2/4)

  • Formuliere allgemeines Prinzip losgelöst vom Kontext

  • Stärkste Einwände von jedem Stakeholder nennen (auch unvernünftig!)

  • Paarweiser Vergleich der Einwände

E: existenziell, A: Autonomie, M: Materiell, V: Verfahren (Behandlung)
  • Reasonable Rejection Test: Urteil an Einwänden ablesen → gibt es Einwand, der immer gewinnt, ist Prinzip nicht gerechtfertigt, sonst akzeptiert


8
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Disklosive Handlungsbewertung: Systemischer Check (3/4)

  • Warum entsteht Problemstellung (politisch, gesellschaftlich)?

  • Gibt es ein Prinzip, das die Problemstellung verhindern könnte?


9
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Disklosive Handlungsbewertung: Reflexion (4/4)

  • Wer hat mitgesprochen? Perspektiven, Positionen angeben

  • Was folgt demokratisch? Was soll die Gesellschaft tun?

  • Wer hat Recht auf Rechtfertigung? Für Entscheidungen, die Stakeholder betreffen