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Deonthologie
Handlungen sind richtig oder falsch → folgen sie moralischen Regeln?
Guter Wille: Tun was richtig ist, nur weil es richtig ist, auch mit persönlichem Nachteil
Personen sind kein Werkzeug (no “use”!) → Alle Personen sind mit uns gleichgestellt, haben Rechte, Würde, …
Frage nach Ist Handeln rational? Könnte es allgemeine Regel sein?
Beispiel: Versprechen mit einer Person zu arbeiten, die Regeln bricht → Versprechen halten, auch wenn man mehr Arbeit, schlechteren Ruf kriegt (wenn jeder Versprechen so brechen würde, wären sie nichts mehr wert)
Utilitarismus / Konsequentialismus
Richtig und falsch hängt vom Ergebnis ab → best action produces best results (Konsequentialismus)
Utilitarismus: Vergnügen ist gut, Schmerz schlecht → Handlungen um allgemeines Vergnügen zu maxi-, Schmerz zu minimieren (nicht eigenen!)
Regel-Utilitarismus: Nutzen gut, Schaden schlecht → Handlungen mit langfristig bestem Ergebnis gut, werden zu Regeln
Beispiel: Verwalte Mitarbeiterausgaben überall mit bestimmten Regeln, die langfristig das Unternehmen fördern
Kritik: Man kann alles mit halbwegs gutem Ergebnis rechtfertigen, wie misst man wer mehr profitiert?
Tugendethik
Handlungen sind gut, wenn sie zeigen, dass wir “guten Charakter” haben durch Mut, Loyalität, Weisheit
Handlungen beeinflussen Charakter → sei ehrlich, dann ist man in Zukunft eher ehrlich → fake it till you make it
Golden mean Prinzip: Finde Mittelweg zwischen Extremen
Beispiel: Projekt war schlecht, Selbstbewusstsein kaputt → sage wie schlecht vs. sage es war gut → Mittelweg: Feedback geben ohne Fokus auf versagen (care and truth)
Kritik an den 3 Ethiken
Jede Ethik sollte nur reflektiert angewendet werden
Solutionismus: Ethische Probleme ohne tieferes Verständnis mit technischen Mitteln lösen → vereinfacht Situation, daher nicht gut!
Beispiel: Trolley-Dilemma bei selbstfahrenden Autos → reduziert Probleme auf Einzelsituationen
Demokratiedefizit: Von Tech betroffene Menschen sollten gehört werden → Vermitteln
Disklosive Handlungsbewertung
Disklosive Ergebnisse: Reduziere Ergebnisse der disklosiven Analyse auf relevante Sachen
Reasonable Rejection Test: Formuliere potenzielles Prinzip, betrachte Einwände der Stakeholder (Tabelle), Urteilsfindung
Systemischer Check: Gesellschaftliche, politische Aspekte, die zu Problem geführt haben, Lösungsansätze dieser
Reflexion: Kritischer Blick auf Weg der Urteilsfindung
Disklosive Handlungsbewertung: Disklosive Ergebnisse (1/4)
Disklosive Analyse durchführen → unvoreingenommene Sicht auf Tech, Stakeholder
Reduziere auf: Unmittelbar betroffene, einflussreiche Stakeholder
Disklosive Handlungsbewertung: Prinzipien formulieren (2/4)
Formuliere allgemeines Prinzip losgelöst vom Kontext
Stärkste Einwände von jedem Stakeholder nennen (auch unvernünftig!)
Paarweiser Vergleich der Einwände

Reasonable Rejection Test: Urteil an Einwänden ablesen → gibt es Einwand, der immer gewinnt, ist Prinzip nicht gerechtfertigt, sonst akzeptiert
Disklosive Handlungsbewertung: Systemischer Check (3/4)
Warum entsteht Problemstellung (politisch, gesellschaftlich)?
Gibt es ein Prinzip, das die Problemstellung verhindern könnte?
Disklosive Handlungsbewertung: Reflexion (4/4)
Wer hat mitgesprochen? Perspektiven, Positionen angeben
Was folgt demokratisch? Was soll die Gesellschaft tun?
Wer hat Recht auf Rechtfertigung? Für Entscheidungen, die Stakeholder betreffen