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Vokabel-Flashcards basierend auf der 5. Kurseinheit des BWL-Stoffplans der BVS St. Gallen zu den Themen Standortevaluation, Kooperationsformen, Organisationstheorien und Unternehmenskultur.
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Standortfaktoren
Einflussfaktoren bei der Standortwahl, unterteilt in Arbeit (z. B. Lohnkosten), Boden (z. B. Verfügbarkeit von Bauland), Kapital (z. B. Bankkredite), Staat (z. B. Steuern, Rechtssicherheit), Absatzmarkt (Nähe zur Kundschaft) sowie Nähe und Distanz (Cluster).
Nutzwertanalyse
Eine Methode zur Standortwahl, bei der Bewertungskriterien gewichtet (G) und mit Punkten (P) bewertet werden, um ein Produkt (G×P) zu errechnen und Standorte in eine Rangfolge zu bringen.
Horizontale Kooperation
Zusammenarbeit zwischen zwei Unternehmen derselben Ebene, zum Beispiel zwei Automobilhersteller, die gemeinsam neue Technologien entwickeln.
Vertikale Kooperation
Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette, zum Beispiel zwischen einem Automobilhersteller und einem Zulieferer, um die Produktionseffizienz zu steigern.
Laterale Kooperation
Zusammenarbeit zwischen Unternehmen aus verschiedenen Branchen, zum Beispiel ein Automobilhersteller und ein Technologieunternehmen für intelligente Fahrzeugsysteme.
Strategische Partnerschaft
Zwei Unternehmen arbeiten zusammen, um ihre Stärken zu nutzen und gemeinsam neue Märkte zu erschließen (Beispiel: Nike und Apple für Nike+iPod Sport Kits).
Franchising
Ein Franchisegeber gewährt einem Franchisenehmer gegen Gebühr das Recht, seine Marke, Produkte und Geschäftsmodelle zu nutzen (Beispiel: McDonald's).
Joint Venture
Zwei oder mehr Unternehmen gründen ein gemeinsames Unternehmen, um gemeinsame Ziele zu erreichen (Beispiel: Sony Ericsson).
Beteiligung
Ein Unternehmen erwirbt einen Anteil an einem anderen Unternehmen, behält jedoch seine rechtliche und operative Unabhängigkeit.
Übernahme
Ein Unternehmen erwirbt die Kontrolle über ein anderes Unternehmen und integriert es in seine eigenen operativen Strukturen (Beispiel: Facebook übernimmt WhatsApp).
Fusion
Zwei oder mehr Unternehmen verschmelzen, um ein neues Unternehmen zu bilden, das die Ressourcen und Stärken der ursprünglichen Unternehmen kombiniert (Beispiel: ExxonMobil).
Kartell
Zusammenschluss von Unternehmen, um den Wettbewerb einzuschränken, Preise zu kontrollieren oder Marktanteile aufzuteilen (Beispiel: OPEC).
Spin-off
Ein Unternehmen trennt einen Teil seiner Geschäftstätigkeit aus und gründet ein eigenständiges, unabhängig agierendes Unternehmen (Beispiel: HP Inc.).
Institutionaler Organisationsbegriff
Das Unternehmen IST eine Organisation; eine Institution, in der Menschen und Maschinen zusammenarbeiten, um Leistungen zu erbringen.
Instrumentaler Organisationsbegriff
Das Unternehmen HAT eine Organisation; sie dient als Führungsinstrument für das Management, um das Unternehmen zu strukturieren.
Funktionaler Organisationsbegriff
Das Unternehmen WIRD organisiert; Organisation als Managementfunktion, die Ordnung in die Zusammenhänge innerhalb eines Unternehmens bringt.
Adam Smith (Technokratischer Ansatz)
Betonung der Arbeitsteilung und Spezialisierung sowie des freien Marktes für wirtschaftliches Wachstum.
Max Weber (Technokratischer Ansatz)
Fokus auf die Bürokratie als effizientes Organisationsmodell mit klaren Regeln, Hierarchien und rationaler Entscheidungsfindung.
Scientific Management (Taylorismus)
Wissenschaftliche Analyse von Arbeitsprozessen zur Maximierung der Effizienz durch Aufteilung in kleinste Teilaufgaben und Leistungsanreize.
Human-Relations-Ansatz
Betonung sozialer Beziehungen, informellen Gruppenverhaltens sowie Mitarbeiterzufriedenheit und Kommunikation.
Motivationstheoretischer Ansatz
Untersuchung der Motivation durch Konzepte wie Job Enrichment, Job Enlargement und Job Rotation.
Unternehmenskultur
Gesamtheit der Normen, Werte, Verhaltensweisen und Überzeugungen, die die Interaktion der Mitarbeiter untereinander und mit externen Stakeholdern bestimmen.
Eisbergmodell (Sichtbare Elemente)
Kulturelemente wie Vision, Mission, Leitbild, Strategie, Außendarstellung und formale Regeln.
Eisbergmodell (Nicht sichtbare Elemente)
Kulturelemente wie Beziehungen, Status, Werte, Normen, Einstellungen, Gefühle und menschliche Grundbedürfnisse.
Risikokultur
Gekennzeichnet durch hohe Risikobereitschaft bei Entscheidungen und schnelles Feedback über den Erfolg.
Machokultur
Gekennzeichnet durch hohe Risiken, bei denen das Feedback über den Erfolg jedoch langsam erfolgt.
Verfahrenskultur
Typisch für bürokratische Organisationen mit niedrigem Risiko bei Entscheidungen und langsamem Feedback über den Erfolg.
Arbeits-und-Spass-Kultur
Geringes Risiko bei Entscheidungen, aber schnelles Feedback über den Erfolg, was die Motivation und das Engagement fördert.