1/34
Umfassende Vokabel-Flashcards für den PoWi Leistungskurs zur Vorbereitung auf das Abitur 2026, basierend auf den Themenfeldern Q1 bis Q4.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai | Chat |
|---|
No analytics yet
Send a link to your students to track their progress
Verfassung
Die grundlegende Rechtsordnung eines Staates, welche die politischen Institutionen festlegt, deren Kompetenzen bestimmt und die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger schützt.
Rechtsstaat
Ein Staat, in dem staatliches Handeln an Recht und Gesetz gebunden ist, die Grundrechte der Bürger geschützt werden und Gewaltenteilung sowie Unabhängigkeit der Justiz herrschen.
Art. 1 GG (Menschenwürde)
Das oberste Verfassungsprinzip der Bundesrepublik Deutschland, das die Würde des Menschen als unantastbar definiert und alle staatliche Gewalt an den Schutz dieser Würde bindet.
Art. 20 GG (Staatsstrukturprinzipien)
Legt die fünf Verfassungsprinzipien fest: Republik, Demokratie, Sozialstaat, Bundesstaat und Rechtsstaat.
Art. 79 GG (Ewigkeitsklausel)
Unzulässigkeit von Änderungen des Grundgesetzes, welche die Gliederung des Bundes in Länder, die Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung oder die in Art. 1 und 20 GG niedergelegten Grundsätze berühren.
Gewaltenteilung
Die Verteilung der Staatsgewalt auf drei unabhängige Organe: Legislative (Gesetzgebung), Exekutive (ausführende Gewalt) und Judikative (Rechtsprechung).
Gewaltenverschränkung
Die organisatorische und personelle Verflechtung der Gewalten in Deutschland, bei der Regierungsmitglieder (Exekutive) oft zugleich Abgeordnete des Bundestages (Legislative) sind.
Zustimmungsgesetze
Gesetze, die nach der Verabschiedung im Bundestag zwingend die Zustimmung des Bundesrates benötigen, um in Kraft zu treten.
Parteienprivileg
Die verfassungsrechtliche Sonderstellung politischer Parteien in Deutschland, wonach sie nur durch das Bundesverfassungsgericht verboten werden können.
Volkspartei (Catch-all party)
Ein Parteityp, der versucht, breite Bevölkerungsschichten über verschiedene soziale Milieus hinweg zu repräsentieren und zu integrieren.
Cleavage-Theorie
Ein Erklärungsmodell, wonach Parteien sich entlang tiefgreifender gesellschaftlicher Konfliktlinien (z. B. Arbeit gegen Kapital, Stadt gegen Land) etablieren.
Personalisiertes Verhältniswahlrecht
Wahlsystem in Deutschland, das die Verhältniswahl (Sitzverteilung nach Zweitstimmen) mit Elementen der Mehrheitswahl (Direktmandate durch Erststimmen) verknüpft.
Konstruktives Misstrauensvotum (Art. 67 GG)
Das Recht des Bundestages, den Bundeskanzler abzuberufen, indem es mit absoluter Mehrheit gleichzeitig einen neuen Kanzler wählt.
Volonté générale (Gemeinwille)
Ein Konzept von Rousseau, das den auf das Gemeinwohl ausgerichteten Willen der Gemeinschaft beschreibt, dem sich das Individuum unterwirft.
Mediokratie
Negativ besetzter Begriff für eine Medienherrschaft, bei der mediale Inszenierung Vorrang vor der sachgerechten Erörterung politischer Probleme hat.
Duale Rundfunkordnung
Das Nebeneinander von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (beitragsfinanziert) und privaten Anbietern (werbefinanziert) in Deutschland.
Konjunkturzyklus
Schwankungen im Auslastungsgrad des Produktionspotenzials einer Volkswirtschaft mit einer Zyklusdauer von rund 4 bis 8 Jahren.
Rezession
Phase des Konjunkturzyklus mit Unterauslastung der Kapazitäten, sinkender Nachfrage, negativer Beschäftigungsentwicklung und steigender Arbeitslosigkeit.
Multiplikatoreffekt
Beschreibt die Verstärkung von Wirtschaftswachstum, bei dem ein ursprünglicher Impuls (z. B. Staatsausgaben) eine überproportionale Steigerung des Einkommens und der Nachfrage auslöst.
Antizyklische Fiskalpolitik
Wirtschaftspolitisches Konzept nach Keynes, bei dem der Staat in der Rezession die Ausgaben erhöht (Deficit Spending) und im Boom die Nachfrage dämpft (Surplus Saving).
Crowding-out-Effekt
Die Verdrängung privater Kreditnachfrage und Investitionen durch hohe staatliche Kreditaufnahme und daraus resultierende steigende Zinsen.
Stagflation
Das gleichzeitige Auftreten von stagnierendem Wirtschaftswachstum (Stagnation) und Geldentwertung (Inflation).
BIP (Bruttoinlandsprodukt)
Messgröße für die Zunahme der gesamtwirtschaftlichen Produktion einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum.
Lohnstückkosten
Verhältnis von Lohnsumme zu Produktionsvolumen (Lohnstu¨ckkosten=Arbeitsproduktivita¨tLohnsatz), das die Kostenbelastung pro produziertes Gut misst.
Monetarismus
Wirtschaftspolitische Theorie (Vertreter: Milton Friedman), die die Geldmenge als entscheidende Größe für das Preisniveau und die wirtschaftliche Entwicklung ansieht.
Soziale Marktwirtschaft
Wirtschaftsordnung in Deutschland, die das Prinzip der Freiheit auf dem Markt mit dem Ziel des sozialen Ausgleichs verbindet.
Strukturelle Arbeitslosigkeit
Langfristige Arbeitslosigkeit, die durch grundlegende Veränderungen in der Wirtschaft (z. B. Digitalisierung, Strukturwandel) oder Qualifikationsmängel verursacht wird.
Tarifautonomie
Das Recht von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, Löhne und Arbeitsbedingungen unabhängig von staatlichen Eingriffen auszuhandeln.
Failed States
Staaten, die ihre Kernfunktionen (Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit, Infrastruktur) nicht mehr erfüllen können und über kein zentrales Gewaltmonopol verfügen.
Responsibility to Protect (R2P)
Konzept, nach dem die internationale Gemeinschaft die Schutzverantwortung für eine Bevölkerung übernimmt, wenn ein Staat unfähig oder unwillig ist, schwere Verbrechen (z. B. Völkermord) zu verhindern.
Realismus (Internationale Beziehungen)
Theorie, nach der Staaten als egoistische Akteure in einem anarchischen System nach Macht und Sicherheit streben.
Komparativer Kostenvorteil
Theorie nach David Ricardo, wonach sich internationaler Handel bereits lohnt, wenn Länder sich auf Güter spezialisieren, bei denen sie die geringsten Opportunitätskosten haben.
WTO (Welthandelsorganisation)
Internationale Organisation mit 164 Mitgliedsstaaten, die den freien Welthandel nach Prinzipien wie Meistbegünstigung und Inländerbehandlung regelt.
Global Governance
Die Steuerung weltweiter Prozesse durch Kooperation von Nationalstaaten, NGOs und internationalen Organisationen zur Schaffung verbindlicher Rechtsnormen.
Pariser Abkommen (2015)
Völkerrechtlich bindendes Klimaabkommen mit dem Ziel, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.