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Vokabel-Flashcards zum Thema Soziale Ungleichheit, Migration und sozioökonomischer Status im deutschen Bildungswesen basierend auf der Vorlesung von Prof. Dr. Heppt und Kollegen.
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Menschen mit Zuwanderungshintergrund
Personen, die selbst nach Deutschland zugewandert sind (1. Generation) oder deren Eltern (2. Generation) bzw. Großeltern (3. Generation) aus einem anderen Land stammen, unabhängig von der deutschen Staatsbürgerschaft.
Ausländer*innen
Menschen, die nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, sondern die Staatsangehörigkeit eines anderen Landes haben oder staatenlos sind.
Humankapitaltheoretische Ansätze
Erklärungsmodelle (nach Bourdieu oder Esser), die Bildungsnachteile von Menschen mit Migrationshintergrund primär auf geringere familiäre Ressourcen zurückführen, die in die Bildung investiert werden können.
Sozioökonomische Ressourcen
Materielle Güter und der soziale Status einer Familie, die oft durch Indikatoren wie das Einkommen und den ausgeübten Beruf der Eltern gemessen werden.
Kulturelle Ressourcen
Nicht-monetäre, bildungsbezogene Ressourcen einer Familie, als deren Indikatoren häufig der höchste Bildungsabschluss der Eltern oder die Anzahl der Bücher im Haushalt dienen.
Soziale Ressourcen
Ressourcen, die auf dem Netzwerk sozialer Beziehungen basieren, auf die eine Person oder Familie zurückgreifen kann.
Ethnische Segregation
Der Anteil der Menschen im sozialen Umfeld, die aus demselben Herkunftsland stammen; ein potenzieller Wirkmechanismus für bildungsbezogene Disparitäten.
Kulturelle Identität
Das Zugehörigkeitsgefühl einer Person, das anhand der Dimensionen Identifikation mit dem Herkunftsland und Identifikation mit dem Aufnahmeland (Deutschland) bestimmt wird.
Primäre Herkunftseffekte
Soziale Disparitäten, die durch unterschiedliche Einstellungen, Werthaltungen und kulturelle Unterschiede zwischen sozialen Gruppen zu unterschiedlichen schulischen Leistungen führen.
Sekundäre Herkunftseffekte
Bildungsdisparitäten, die unabhängig von der tatsächlichen Schulleistung durch sozioökonomisch bedingte Bildungsentscheidungen und Wahlen der Bildungslaufbahn entstehen.
Sozialer Status (SES)
Die Position einer Person innerhalb einer gesellschaftlichen Rangordnung, basierend auf der Wertschätzung von Merkmalen wie Einkommen, Besitz, Bildung und Macht.
International Socio-Economic Index of Occupational Status (ISEI)
Ein kontinuierliches Maß für den sozioökonomischen Status mit Werten zwischen 16 und 90, das berufliche Tätigkeiten basierend auf Bildung und Einkommen kodiert.
Standard Index of Occupational Prestige Scores (SIOPS)
Ein Index zur Messung des Berufsprestiges, der auf der Einschätzung der gesellschaftlichen Anerkennung von Berufen in verschiedenen Ländern basiert.
Rational-Choice-Modell (Nutzenkalkulation)
Modell zur Erklärung von Bildungsentscheidungen durch Maximierung des Nutzens (U) aus Erträgen (B), Erfolgswahrscheinlichkeit (P) und Kosten (C): U=PB−C.
Selbsterfüllende Prophezeiung (Self-fulfilling prophecy)
Ein Prozess, bei dem verzerrte Erwartungen von Lehrkräften gegenüber Schülern deren Motivation und Leistung so beeinflussen, dass sie den ursprünglichen Erwartungen entsprechen.
EGP-Klassenschema
Ein kategoriales Klassifikationssystem für soziale Lagen, das die berufliche Tätigkeit, den Beschäftigungsstatus und die Weisungsbefugnis berücksichtigt.
Sozialer Gradient
Eine Regressionsfunktion, die den Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und den erreichten Kompetenzen (z. B. Lesekompetenz) in Schulleistungsstudien darstellt.
Institutionelle Diskriminierung
Mechanismen innerhalb des Bildungssystems (z. B. Regelungen oder institutionelle Erwartungen), die bestimmte soziale Gruppen systematisch benachteiligen.
Ethnische Disparitäten
Unterschiede im Bildungserfolg (Kompetenzerwerb, Abschlüsse, Übergänge), die zwischen Personen mit und ohne Zuwanderungshintergrund bestehen.