Management von Wertschöpfungsnetzwerken

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Diese Flashcards decken die wesentlichen Begriffe und Konzepte der Vorlesung 'Management von Wertschöpfungsnetzwerken' ab, einschließlich klassischer Führungstheorien, Internationalisierung, Strategiegestaltung und Organisation.

Last updated 8:27 AM on 8/18/26
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35 Terms

1
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Wertschöpfung

Die Differenz zwischen der Gesamtleistung eines Unternehmens und den von anderen Unternehmen empfangenen Vorleistungen.

2
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Makroumwelt

Nicht oder kaum beeinflussbare Einflüsse aus politisch-rechtlichen, ökonomischen, technologischen, gesellschaftlichen und ökologischen Sphären.

3
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Scientific Management (Taylor)

Ansatz zur Steigerung der Produktivität durch extreme Arbeitsteilung und die strikte Trennung von Planung und Ausführung.

4
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Hawthorne-Effekt

Die Beobachtung, dass allein das Bewusstsein der Mitarbeiter, Teil einer Untersuchung zu sein, zu einer Verhaltensänderung und Produktivitätssteigerung führen kann.

5
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Human-Ressourcen-Ansatz

Betrachtet Mitarbeiter als wichtigste Leistungsreserve des Unternehmens mit Fokus auf deren Entfaltung statt nur als soziale Wesen.

6
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Prinzipal-Agenten-Theorie

Teil der Neuen Institutionenökonomik, die Beziehungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer sowie Probleme durch Informationsasymmetrie beschreibt.

7
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Transaktionskostentheorie

Theorie mit dem Ziel, die Organisationsform (Markt, Hierarchie oder Hybrid) zu wählen, welche die Kosten der Übertragung von Verfügungsrechten minimiert.

8
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Containerisierung

Erfindung durch Malcom McLean (1956), die durch Standardisierung die Hafenumschlagskosten drastisch senkte und die Globalisierung beschleunigte.

9
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Reshoring

Die Rückverlagerung von zuvor ins Ausland ausgelagerten Unternehmensaktivitäten in das Heimatland (z. B. Steiff).

10
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EPRG-Modell (Perlmutter)

Konzept zur internationalen Ausrichtung: Ethnozentrisch (Heimatland), Polyzentrisch (Gastland), Regiozentrisch (Region) und Geozentrisch (Welt).

11
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Transnationale Strategie (Bartlett/Ghoshal)

Strategieform, die globale Effizienz (Standardisierung) und lokale Anpassungsfähigkeit (Differenzierung) in einer Netzwerkstruktur kombiniert.

12
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Produktlebenszyklustheorie (Vernon)

Beschreibt die Internationalisierung in Phasen: Innovation im Heimatland, Export, Direktinvestition im Ausland und schließlich Reimport.

13
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Satisfizierungsziele

Zielausmaß, bei dem ein bestimmtes, als ausreichend empfundenes Anspruchsniveau erreicht werden soll.

14
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Unternehmensleitbild

Konkretisierung der Vision durch Definition des Kerngeschäfts (,,Wo?“), der Kompetenzen (,,Wie?“) und der Werte (,,Warum?“).

15
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Shareholder-Ansatz

Management-Konzept, das auf die Maximierung des Unternehmenswertes im Sinne der Eigentümer (Aktionäre) fokussiert ist.

16
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Stakeholder-Ansatz

Management-Konzept, das die Interessen aller Anspruchsgruppen wie Mitarbeiter, Kunden, Staat und Eigentümer berücksichtigt.

17
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Issue-Analyse

Beobachtung des Lebenszyklus von Themen über die Phasen Latenz, Emergenz, Aufschwung, Reife und Abschwung.

18
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Dualistisches System

In Deutschland gebräuchliches Modell mit strikter Trennung zwischen dem leitenden Organ (Vorstand) und dem kontrollierenden Organ (Aufsichtsrat).

19
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Modell von Schein

Drei-Ebenen-Konzept der Unternehmenskultur bestehend aus Artefakten (sichtbar), Werten und Normen (teils bewusst) sowie Grundannahmen (unbewusst).

20
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BCG-Matrix

Portfolio-Instrument zur Bewertung von Geschäftseinheiten basierend auf Marktwachstum und relativem Marktanteil (Stars, Cash Cows, Questionmarks, Poor Dogs).

21
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Erfahrungskurveneffekt

Theorie, nach der bei einer Verdopplung der kumulierten Menge die Stückkosten um 2030%20-30\% sinken.

22
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Produkt-Markt-Mix (Ansoff)

Wachstumsmatrix mit den vier Feldern Marktdurchdringung, Markterweiterung, Produkterweiterung und Diversifikation.

23
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Porter's Five Forces

Modell zur Branchenstrukturanalyse: Rivalität, Bedrohung durch neue Konkurrenten, Ersatzprodukte sowie Marktmacht von Lieferanten und Abnehmern.

24
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BERI-Index

Punktbewertungsverfahren zur Länderbewertung basierend auf den Faktoren ORI, PRI, RF und POR.

25
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Pionier-Strategie

Strategischer Markteintritt mit dem Ziel, Pioniergewinne zu erzielen und Marktbarrieren zu errichten, trotz hoher Umweltrisiken.

26
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Schwarzes Loch (Rollenmuster)

Bezeichnet eine Tochtergesellschaft in einem strategisch sehr wichtigen Markt mit jedoch nur geringer eigener Kompetenzstärke.

27
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Sprinkler-Strategie

Ein Markteintrittsmuster, bei dem zeitgleich in viele verschiedene Ländermärkte investiert wird, was hohe Ressourcen erfordert.

28
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Gegenstrom-Planung

Iterativer Planungsprozess, der Elemente der Top-Down- und Bottom-Up-Planung verbindet.

29
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Bayes-Regel

Ein Entscheidungsmodell unter Risiko, bei dem die Alternative mit dem höchsten Erwartungswert gewählt wird.

30
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Savage-Niehans-Regel

Regel des kleinsten Bedauerns bei Unsicherheit, bei der die Alternative mit dem geringsten maximalen Nachteil (Opportunitätskosten) gewählt wird.

31
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Validierung

Der Prozess der Prüfung, ob das gewählte Modell für die Abbildung der Realität geeignet ist (,,Lösen wir die richtigen Gleichungen?“).

32
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Verifikation

Der Prozess der Prüfung, ob ein Algorithmus oder Programm innerhalb eines Modells fehlerfrei rechnet (,,Lösen wir die Gleichungen richtig?“).

33
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Aufbauorganisation

Regelt die dauerhafte Strukturierung der Arbeitsteilung, Weisungsbefugnisse und Koordination der Aufgabenträger.

34
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Matrixorganisation

Strukturform, die funktionale und objektorientierte Spezialisierung in einem Mehrliniensystem gleichzeitig miteinander verknüpft.

35
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Globale Innovatoren

Netzwerkteilnehmer (oft die Muttergesellschaft), die viel Wissen an das Netzwerk abgeben, aber selbst kaum Wissen von anderen beziehen.