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Nach der Ernennung von Adolf Hitler zum
Reichskanzler am 30. Januar 1933 begann die systematische Umwandlung Deutschlands von einer Demokratie in eine Diktatur. Zunächst nutzten die Nationalsozialisten den Reichstagsbrand im Februar 1933, um die Kommunisten als angebliche Täter darzustellen. Mit der darauffolgenden Reichstagsbrandverordnung wurden zentrale Grundrechte wie Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit ausser Kraft gesetzt, wodurch politische Gegner verhaftet und ausgeschaltet werden konnten.
Die darauffolgenden Wahlen im
März 1933 fanden unter massivem Druck, Propaganda und Einschüchterung statt. Obwohl die NSDAP keine absolute Mehrheit erreichte, konnte sie ihre Macht weiter festigen. Der entscheidende Schritt folgte mit dem Ermächtigungsgesetz am 23. März 1933. Dieses Gesetz erlaubte es der Regierung, ohne Zustimmung des Parlaments Gesetze zu erlassen. Damit wurde die Gewaltenteilung aufgehoben und die Demokratie praktisch abgeschafft.
Insgesamt zeigt sich,
dass Hitler die Macht zwar legal erhielt, sie aber durch gezielte Ausnutzung von Krisen, Propaganda und gesetzlichen Massnahmen schrittweise ausbaute und absicherte. So entstand innerhalb kurzer Zeit eine Diktatur.
Ernennung zum Reichskanzler (30.1.1933)
Adolf Hitler wird vom Reichspräsidenten legal zum Reichskanzler ernannt.
→ Die NSDAP ist nun Teil der Regierung, die Demokratie besteht aber noch formal.
Reichstagsbrand (27.2.1933)
Das Reichstagsgebäude brennt. Die Nazis machen die Kommunisten verantwortlich.
→ Dadurch entsteht Angst vor einem Aufstand
→ Rechtfertigung für hartes Vorgehen gegen politische Gegner
Reichstagsbrandverordnung (28.2.1933)
Als Reaktion werden Grundrechte wie Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit aufgehoben.
→ Verhaftungen ohne Gericht möglich
→ Vor allem Kommunisten und Gegner werden ausgeschaltet
Wahlen (5.3.1933)
Die Wahlen finden unter Druck, Gewalt und Propaganda statt.
→ NSDAP wird stärkste Partei, aber ohne absolute Mehrheit
→ Trotzdem mehr Macht und weniger Opposition
Ermächtigungsgesetz (23.3.1933)
Die Regierung darf Gesetze ohne Parlament beschliessen, sogar gegen die Verfassung.
→ Gewaltenteilung wird aufgehoben
→ Hitler hat praktisch unbeschränkte Macht
Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen
Hitler kommt legal an die Macht, nutzt den Reichstagsbrand als Vorwand, schränkt Rechte ein, schaltet Gegner aus und schafft mit dem Ermächtigungsgesetz die Demokratie ab.