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Diese Flashcards decken die Grundlagen der Produktpolitik, Nutzenmodelle, den Produktlebenszyklus sowie Kriterien der Erfolgsbewertung und Kostenrechnung ab.
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Modell des Netto-Nutzens (Besanko et al.)
Beschreibt den Nettonutzen als Differenz zwischen dem Bruttonutzen B (Qualität + Kundennutzen abzüglich Betriebs-, Kapital-, und Beschaffungskosten) und dem Einkaufspreis P.
Bedeutung des Einkaufspreises bei unterschiedlicher Nutzungshäufigkeit
Bei wenig häufiger Nutzung ist der Einkaufspreis bedeutsamer als die variablen Kosten, während bei häufiger Nutzung die Höhe der variablen Kosten entscheidender ist.
Grundnutzen (Vershofen / A.D. Little)
Der Nutzen, der sich direkt aus der Funktionalität des Produkts bzw. der Art und Weise der Lösung eines Kundenproblems ergibt (Basisnutzen).
Zusatznutzen
Ein Nutzen, der auf Empfindungen basiert (z.B. Ego-Nutzen, Geltungsnutzen, sozialer Nutzen) und sich nicht direkt aus der Funktionalität ergibt.
Strategien zum Ausbau des Produktgeschäfts
Intensivere Verwendung bewirken, Abschöpfung der Preisbereitschaft (Yield Management) und Ansprache neuer Produktverwender.
Deckungsbeitrag (DB)
Der Wertzuwachs zur Deckung der fixen Kosten, berechnet als Umsatzerlo¨se−variable Kosten.
Rest-Deckungsbeitrag
Berechnet als Umsatzerlo¨se−direkt zurechenbare (variable und fixe) Kosten; dient der Deckung der indirekten Kosten.
Einzelkosten (EK)
Kosten, die einem Produkt direkt zugerechnet werden können, z.B. Material-Einzelkosten oder Fertigungs-Einzelkosten.
Hauptgruppen der Gemeinkosten (GK)
Material-Gemeinkosten, Fertigungs-Gemeinkosten, Verwaltungs-Gemeinkosten und Vertriebs-Gemeinkosten.
Me-too-Produkt
Ein Produkt, das keine Alleinstellung im Markt besitzt und oft bestehende Produkte imitiert.
DER NUTZEN-KLASSIKER (WS 2024-25: 16 Punkte!)
Der Kundennutzen nach Vershofen setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:
Grundnutzen (Basisnutzen)
Bedeutung: Der Nutzen, der sich direkt aus der Funktionalität und der physisch-technischen Lösung des primären Kundenproblems ergibt.
Beispiele zur Gestaltung:
Erhöhung der Motorleistung eines Akkuschraubers.
Einbau eines langlebigeren Akkus.
Zusatznutzen
Bedeutung: Der Nutzen, der auf emotionalen Empfindungen basiert.
Beispiele zur Gestaltung:
Hochwertiges Design/Verpackung (Erbauung).
Sichtbares Luxus-Markenlogo für Statuswirkung (Geltung).
DIE NUTZEN-ALTERNATIVE (WS 2025-26: 20 Punkte!)
Das Modell von A. D. Little unterscheidet drei hierarchische Nutzenebenen:
Basisnutzen I (Grundnutzen)
Die grundlegende physische Funktionalität des Produkts (z. B. Transport beim Auto).
Basisnutzen II (Problemlösung/Handhabung/Bequemlichkeit)
Der Nutzen durch die einfache, fehlerfreie und bequeme Nutzung (z. B. Servolenkung, Automatikgetriebe).
Zusatznutzen
Emotionale und soziale Mehrwerte des Produkts:
Sensueller Nutzen (z. B. angenehmer Neuwagengeruch).
Ego-Nutzen (z. B. sportliches Fahrgefühl).
Sozialer Nutzen (z. B. Prestige und soziale Zugehörigkeit, Fahren einer angesehenen Premiummarke).
DIE LEBENSZYKLUS-FAHRE (SS 2020: 20 Punkte!)
a) Charakterisierung 'Reifes Produkt':
DIE PREMIEUMANBIETER-FALLE (SS 2025: 8 Punkte!)
Zwei exogene Ursachen, warum ein Premiumanbieter seine Position verlieren kann:
DER SORTIMENTS-KLASSIKER (WS 2017-18: 17 Punkte!)
(a) Breite des Produktprogramms: Anzahl der unterschiedlichen Produktlinien.
(b) Tiefe des Produktprogramms: Anzahl der Varianten innerhalb einer Produktlinie.
Drei Auswirkungen eines tiefen Programms auf Erlöse oder Kosten:
DIE MARKTANTEIL-DENKFALLE (SS 2020: 6 Punkte!)
Die Aussage ist falsch! Der Marktanteil ist eine relative Kennzahl:
DIE HOMOGENITÄTS-ABGRENZUNG (WS 2017-18: 6 Punkte!)
Homogene Produkte: Güter, die aus Sicht der Nachfrager gleichartig sind.
Zwei Optionen zur Abgrenzung:
DER MARKEN-DREIKLANG (SS 2018: 16 Punkte!)
Monomarken-Strategie (Einzelmarke): Jedes Produkt hat eine eigene Marke (z. B. Ferrero).