Produktpolitik und Controlling strategischen Handelns

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Diese Flashcards decken die Grundlagen der Produktpolitik, Nutzenmodelle, den Produktlebenszyklus sowie Kriterien der Erfolgsbewertung und Kostenrechnung ab.

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18 Terms

1
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Modell des Netto-Nutzens (Besanko et al.)

Beschreibt den Nettonutzen als Differenz zwischen dem Bruttonutzen BB (Qualität + Kundennutzen abzüglich Betriebs-, Kapital-, und Beschaffungskosten) und dem Einkaufspreis PP.

2
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Bedeutung des Einkaufspreises bei unterschiedlicher Nutzungshäufigkeit

Bei wenig häufiger Nutzung ist der Einkaufspreis bedeutsamer als die variablen Kosten, während bei häufiger Nutzung die Höhe der variablen Kosten entscheidender ist.

3
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Grundnutzen (Vershofen / A.D. Little)

Der Nutzen, der sich direkt aus der Funktionalität des Produkts bzw. der Art und Weise der Lösung eines Kundenproblems ergibt (Basisnutzen).

4
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Zusatznutzen

Ein Nutzen, der auf Empfindungen basiert (z.B. Ego-Nutzen, Geltungsnutzen, sozialer Nutzen) und sich nicht direkt aus der Funktionalität ergibt.

5
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Strategien zum Ausbau des Produktgeschäfts

Intensivere Verwendung bewirken, Abschöpfung der Preisbereitschaft (Yield Management) und Ansprache neuer Produktverwender.

6
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Deckungsbeitrag (DB)

Der Wertzuwachs zur Deckung der fixen Kosten, berechnet als Umsatzerlo¨sevariable Kosten\text{Umsatzerlöse} - \text{variable Kosten}.

7
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Rest-Deckungsbeitrag

Berechnet als Umsatzerlo¨sedirekt zurechenbare (variable und fixe) Kosten\text{Umsatzerlöse} - \text{direkt zurechenbare (variable und fixe) Kosten}; dient der Deckung der indirekten Kosten.

8
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Einzelkosten (EK)

Kosten, die einem Produkt direkt zugerechnet werden können, z.B. Material-Einzelkosten oder Fertigungs-Einzelkosten.

9
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Hauptgruppen der Gemeinkosten (GK)

Material-Gemeinkosten, Fertigungs-Gemeinkosten, Verwaltungs-Gemeinkosten und Vertriebs-Gemeinkosten.

10
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Me-too-Produkt

Ein Produkt, das keine Alleinstellung im Markt besitzt und oft bestehende Produkte imitiert.

11
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DER NUTZEN-KLASSIKER (WS 2024-25: 16 Punkte!)

Der Kundennutzen nach Vershofen setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

  1. Grundnutzen (Basisnutzen)

    • Bedeutung: Der Nutzen, der sich direkt aus der Funktionalität und der physisch-technischen Lösung des primären Kundenproblems ergibt.

    • Beispiele zur Gestaltung:

      • Erhöhung der Motorleistung eines Akkuschraubers.

      • Einbau eines langlebigeren Akkus.

  2. Zusatznutzen

    • Bedeutung: Der Nutzen, der auf emotionalen Empfindungen basiert.

    • Beispiele zur Gestaltung:

      • Hochwertiges Design/Verpackung (Erbauung).

      • Sichtbares Luxus-Markenlogo für Statuswirkung (Geltung).

12
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DIE NUTZEN-ALTERNATIVE (WS 2025-26: 20 Punkte!)

Das Modell von A. D. Little unterscheidet drei hierarchische Nutzenebenen:

  1. Basisnutzen I (Grundnutzen)

    • Die grundlegende physische Funktionalität des Produkts (z. B. Transport beim Auto).

  2. Basisnutzen II (Problemlösung/Handhabung/Bequemlichkeit)

    • Der Nutzen durch die einfache, fehlerfreie und bequeme Nutzung (z. B. Servolenkung, Automatikgetriebe).

  3. Zusatznutzen

    • Emotionale und soziale Mehrwerte des Produkts:

      • Sensueller Nutzen (z. B. angenehmer Neuwagengeruch).

      • Ego-Nutzen (z. B. sportliches Fahrgefühl).

      • Sozialer Nutzen (z. B. Prestige und soziale Zugehörigkeit, Fahren einer angesehenen Premiummarke).

13
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DIE LEBENSZYKLUS-FAHRE (SS 2020: 20 Punkte!)

a) Charakterisierung 'Reifes Produkt':

  • Der Absatz hat seinen absoluten Höhepunkt erreicht; das Wachstum flacht ab.
  • Grenzkosten sinken, während Preisdruck durch nachziehende Wettbewerber zunimmt.
    b) Drei Möglichkeiten zur Nachfragesteigerung:
  1. Intensivere Verwendung bei bestehenden Kunden (z. B. größere Packungsgrößen).
  2. Ansprache neuer Produktverwender.
  3. Finden neuer Kundenprobleme (z. B. Backpulver auch als Geruchsneutralisierer bewerben).
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DIE PREMIEUMANBIETER-FALLE (SS 2025: 8 Punkte!)

Zwei exogene Ursachen, warum ein Premiumanbieter seine Position verlieren kann:

  1. Technischer Fortschritt und Imitation:
    • Niedrigpreis-Anbieter imitieren Premium-Leistungsmerkmale.
  2. Steigendes Anspruchsniveau der Nachfrager:
    • Hohe Qualität wird zum Grundnutzen, während sie zuvor als Zusatznutzen galt.
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DER SORTIMENTS-KLASSIKER (WS 2017-18: 17 Punkte!)

(a) Breite des Produktprogramms: Anzahl der unterschiedlichen Produktlinien.
(b) Tiefe des Produktprogramms: Anzahl der Varianten innerhalb einer Produktlinie.
Drei Auswirkungen eines tiefen Programms auf Erlöse oder Kosten:

  1. Erlössteigerung: Bessere Ausschöpfung individueller Kundenwünsche.
  2. Kostenerhöhung (Produktion): Höhere Rüstkosten, geringere Stückzahlen.
  3. Kostenerhöhung (Logistik): Komplexere Lagerhaltung.
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DIE MARKTANTEIL-DENKFALLE (SS 2020: 6 Punkte!)

Die Aussage ist falsch! Der Marktanteil ist eine relative Kennzahl:

  • Er wird aus dem eigenen Absatz dividiert durch das gesamte Marktvolumen berechnet.
  • Wenn das gesamte Marktvolumen schneller wächst, kann der Marktanteil sinken, obwohl der Absatz gestiegen ist.
17
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DIE HOMOGENITÄTS-ABGRENZUNG (WS 2017-18: 6 Punkte!)

Homogene Produkte: Güter, die aus Sicht der Nachfrager gleichartig sind.
Zwei Optionen zur Abgrenzung:

  1. Über Distribution: Bequemlichkeit beim Kauf erhöhen.
  2. Über Kommunikation: Stärkung des Markenimages durch Werbung.
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DER MARKEN-DREIKLANG (SS 2018: 16 Punkte!)

Monomarken-Strategie (Einzelmarke): Jedes Produkt hat eine eigene Marke (z. B. Ferrero).

  • Ziel: Ausrichtung auf ein enges Segment; Schutz vor Bad-Will-Effekten.
    Dachmarken-Strategie: Alle Produkte unter einer einheitlichen Marke (z. B. Siemens, Nivea).
  • Ziel: Einsparung von Kommunikationskosten und schnelle Marktdurchdringung.