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Wichtigkeit von Literatur laut Abraham / Kepser
Individuation, Enkulturation, Sozialisation
Ziele Literarischen Lernens nach Spinner
Persönlichkeitsbildung, Literarische Bildung, Fremdverstehen
Methodische Ansätze: Umgang mit Literatur im Unterricht (6)
literarisches Gespräch führen
Lesetagebuch führen
Über / zu / in Text schreiben
Szenisch umsetzen
Selbe Gattungen vergleichen
Medial adaptieren
Interpretationswerkzeuge nach Spinner (2006)
Figurencharakterisierung, Raum, Erzählperspektive, Stilanaylse
Kompensatorische Leseförderung
Defizitausgleich vom Elternhaus in Schule
Systemische Leseförderung
Einbezug anderer Sozialisationagenturen
Leseförderung nicht ohne …
Lesekompetenz
Wie wird Lesekompetenz definiert?
Bezieht sich auf alle Texte, diese muss man decodieren und die Informationen nutzen können. Lesekompetenz ist eine Schlüsselqualifikation.
Literarische Kompetenz
bezieht sich auf fiktionale Texte und fokussiert auf ästhetische Besonderheit sowie das Vorstellen und Einfühlen in die Figurenwelt. Sie leistet einen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung.
Sachtexte
Verständigung über Sachverhalt, Realitätsbezug
Sachtexte: Informationsfunktion
informieren (Bericht, Sachbuch)
Sachtexte: Appellfunktion
instruierend (Werbung)
Sachtexte: Obligationsfunktion
verpflichtend (Hausordnung)
Sachtexte: Deklarationsfunktion
bewirkend (Zeugnis)
Sachtexte: Kontaktfunktion
unterhaltend (Postkarte)
Modell zur Leseförderung nach Rosebrock & Nix (2018)
Soziale Ebene (Anschlusskommunikation)
Subjektebene (Selbstkonzept als /Nicht/-Leser)
Prozessebene (lokale vs globale Kohärenz)

Dimensionen Leseflüssigkeit
Dekodiergenauigkeit (Anteile korrekt gelesener Wörter im Text)
Automatisierung (ganzes Wort, nicht einzelner Buchstabe)
Lesegeschwindigkeit (Wörter pro Minute)
Intonation & Phrasierung (= Prosodie; Satzzerlegung zB Pausen an richtigen Stellen, Tonhöhenverlauf)
Diagnose: Leseflüssigkeit nach Rasinski (2003)
Dekodiergenauigkeit:
‹ 90 % : Frustrationsniveau; Text für SuS unverständlich
90 - 95 %: Instruktionsniveau; Textverständnis mit Unterstützung möglich
› 95%: Unabhängigkeitsniveau; Textverständnis ohne Hilfe möglich
Lesegeschwindigkeit:
‹ 50 Wörter / min: mühselig & langsam
› 150 Wörter / min: durchgehend fließend
Ab 80-100 Wörter / min: Wörtern mit Sinnentnahme
Förderung Leseflüssigkeit
Paired Reading
Vielleseverfahren (Steigerung Lesemenge, länger Texte vertraut)
Lesestrategien: Typen nach Gold
kognitive Primärstrategien (ordnen, verknüpfen, wiederholen)
Strategien Verständniskontrolle (metakognitiv prüfen ob verstanden)
Affektive & motivationale Strategien (selbstmotivation)
→ gut für flüssiges Lesen wo Sinnkonstruktion problematisch ist
Unterschied literarisches Lesen vs. Lernen
Literarisches Lesen: Erleben / Verstehen / Interpretieren
Literarisches Lernen: neue Einsichten, Fähigkeiten, Haltungen
Literarische vs. Nicht-Literarische Texte
Nicht-Literarisch:
funktional
Infos vermitteln, Handlung steuern
Literarisch:
ästhetik, kreativ
Ziel: Gefühle, Gedanken, Deutungen anregen
11 Aspekte literarischen Lernens nach Spinner (2006)
U.A.
beim lesen / zuhören Vorstellungen entwickeln
Perspektiven v. Figuren nachvollziehen
Metaphern / Symbole deuten
Erzählperspektive nachempfinden
…
Erziehung zur vs. Durch Literatur
Durch Literatur:
Kreativität, Persönlichkeit, Fremdverstehen, Anthropologie
Zur Literatur:
Freude am Lesen Fördern, Texterschließen, literarische Bildung
Kennzeichen aktueller KJL nach Wrobel (2010)
all ages
Bilderbücher, Bild-Text-Verbund
Hybride (mehrere Genres)
Postmoderne: eigene Entscheidungen anstatt vorgegebene Regeln
Suche nach eigener Identität
Patchwork
Internationalisierung
Polymedial
Literarisches Unterrichtsgespräch:
Heidelberger Modell vs. ÄSKIL Modell
Heidelberg:
Kultur: Gespräche über Literatur
Freie Geselligkeit
Freie Meinungsäußerung
Schülerzentriert (LK als partizipierender Mentor)
ÄSKIL:
Ästhetische Erfahrung mit Literatur
welche Gefühle, Gedanken dabei entstehen
Persönliche Erfahrungen
Phasenmodell identitätsorientierter Unterricht
Subjektive Annäherung (Vorwissen verknüpfen, ..)
Objektive Texterschließung / Analyse
Personale & soziale Applikation (Reflexion & Anwendung auf mich & Gesellschaft)
Handlungs- und produktorientierter Unterricht
Ziel: emotionaler Zugang, Motivation, Leserzentriert
Handlung: szenisch umsetzen, Figurendarstellung, …
Produkt: neuen Schluss schreiben, Tagebucheintrag, Brief an Figur schreiben, …
Szenisches Interpretieren
In Figuren / Rollen einfühlen
→ Ziel: Interpretation des Textes durch SuS
(Z.B. Rollenbiographie schreiben, Erproben verschiedener Sprechhaltungen, …)
Textnahes Lesen
Ziel: Was steht genau im Text?
→ langsames, Satz-für-Satz lesen, jedes Wort ernst nehmen
Gegen: zu viel HPU, radikalkonstruktivistische Ansätze (jeder eigene Interpretation), zu viel HG-Wissen
Auf was kann man sich im Unterricht konzentrieren (Themen, Orientierung, …?)
Fokus auf …
semantische Orientierung (Textbedeutung)
Handlung (Struktur, Verlauf)
Figuren (Perspektivübernahme)
Art des Erzählens (Wirkung des Texts)
Sprachlich / Stilistisch (Bedeutung, Atmosphäre)
Gattung (Einordnen)
Hauptergebnisse Wirksamkeitsstudien HPU vs. ÄSKIL
Analytische, gelenkte Verfahren helfen bei: Textanalyse, Sprache / Form, lit. Fachwissen → Kognitiv
HPU ist besser für: Motivation, Empathie, Fantasie, Kreativität