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Diese Flashcards decken die Definition von Kompetenz, verschiedene Kompetenzmodelle sowie die Entwicklungslinien in den Bereichen Kognition, Sozial-Emotionalität und Motorik ab, ergänzt um aktuelle Ergebnisse der IGLU-Studie.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai | Chat |
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Kompetenz (Weinert, 2001)
Die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können.
Eigenschaften von Kompetenzen
Sie sind vielfältig (inhaltsspezifisch), erlern- und veränderbar, dienen der Problemlösung, sind situativ angepasst und umfassen kognitive Fähigkeiten sowie Fertigkeiten.
Metakompetenzen
Das Wissen, die Strategien oder die Motivationen, welche sowohl den Erwerb als auch die Anwendung spezifischer Kompetenzen erleichtern.
Intelligenz vs. Kompetenz
Intelligenz ist generalisierbar, zeitlich stabil und teils biologisch determiniert. Kompetenz ist kontextualisiert (situationsspezifisch), lernbar durch Erfahrung und ihre Binnenstruktur ergibt sich aus spezifischen Anforderungen.
Fähigkeiten vs. Fertigkeiten
Fähigkeiten sind die inneren Ursachen für Verhalten, während Fertigkeiten erlernte oder erworbene Anteile des Verhaltens (z. B. Schreiben, Radfahren) darstellen.
Kompetenzniveaumodelle
Modelle, die den Schwierigkeitsgrad von Kompetenzstufen beschreiben. Ein quantitativer Testwert spiegelt die individuelle Ausprägung wider und erlaubt eine kriteriumsorientierte Interpretation der Leistung.
Kompetenzstrukturmodelle
Modelle, die die (Mehr-)Dimensionalität von Kompetenzen beschreiben und Zusammenhänge zwischen verschiedenen Teilkompetenzen (z. B. 'Größen' vs. 'Raum und Form' in Mathematik) darstellen.
Intraindividuelle Variabilität
Die Tatsache, dass sich kognitive Teilbereiche bei derselben Person unterschiedlich schnell und auf verschiedene Weise entwickeln können.
Interindividuelle Variabilität
Die Variation von Entwicklungsprozessen zwischen verschiedenen Individuen, die mit zunehmendem Alter meist ansteigt.
Plastizität der Entwicklung
Die Fähigkeit des Gehirns und des Verhaltens, sich durch neuronale Reorganisation oder Umstrukturierung von Denkinhalten an Umweltreize anzupassen; sie bildet die Grundlage für Lernprozesse.
Transitive Schlüsse
Logische Schlussfolgerungen der Form: Wenn A<B und B<C, dann folgt A<C. Diese Fähigkeit entwickeln Kinder etwa ab dem 3. bis 4. Lebensjahr.
Kognitive Veränderungen im höheren Erwachsenenalter
Abnahme der sensorischen Informationen (Sehen/Hören), Verringerung der Kapazität des Arbeitsgedächtnisses sowie Verschlechterung der Aufmerksamkeitssteuerung und -spanne.
Sozial kompetentes Verhalten
Verhalten einer Person, das in einer spezifischen Situation dazu beiträgt, die eigenen Ziele zu verwirklichen, wobei gleichzeitig die soziale Akzeptanz des Verhaltens gewahrt wird.
Emotionsregulation
Regulierung der Intensität, Dauer und Qualität erlebter Emotionen durch Handlungen oder (Selbst-)Instruktionen; man unterscheidet interpersonale (z. B. Trösten durch Bezugsperson) und intrapersonale Strategien.
Empathie vs. Perspektivübernahme
Empathie bezeichnet das Mitfühlen mit anderen, während Perspektivübernahme das Wissen um die Gedanken und Gefühle des Gegenübers bedeutet.
Grobmotorik
Beherrschung von Handlungen zur Fortbewegung wie Krabbeln, Stehen, Laufen, Springen, Hüpfen und Rennen.
Feinmotorik
Filigrane Bewegungen wie Greifen, Zeichnen, selbstständiges Ausziehen, Essen mit Besteck oder das Binden von Schuhen.
Pinzettengriff
Die Fähigkeit, Gegenstände mit Daumen und Zeigefinger zu greifen, die sich gegen Ende des ersten Lebensjahres herausbildet.
Geschlechtsspezifische motorische Unterschiede
Jungen zeigen oft schnellere Fortschritte in der Grobmotorik (Kraft/Stärke), während Mädchen häufig Vorteile in der Feinmotorik und im Gleichgewicht besitzen.
IGLU (PIRLS)
Die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung zur Erfassung der Lesekompetenz von Viertklässler*innen im internationalen Vergleich.
Reading Literacy (IGLU)
Die Fähigkeit, geschriebene Sprache zu verstehen und zu nutzen, die von der Gesellschaft benötigt oder vom Individuum wertgeschätzt wird, um zu lernen, am Leben teilzunehmen oder zur Freude.
Kompetenzstufe V (IGLU)
Die höchste Stufe (>625 Punkte), bei der Informationen selbstständig interpretierend und kombinierend unter Bezug auf den Gesamttext geordnet und begründet werden können.
Ergebnisse IGLU 2021 (Deutschland)
Die mittlere Lesekompetenz lag bei 524 Punkten (signifikant niedriger als 2001 mit 539 Punkten); etwa 25% der Schüler*innen in Deutschland erreichen nur die (sehr) schwachen Stufen I oder II.