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Flashcards zum Thema Verhaltensökonomie, Entscheidungstheorie und verschiedene Behavior Patterns für Wahrnehmung, Entscheidung und Kundenbindung auf Basis der Vorlesung 'Psy Conversion'.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai |
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Homo oeconomicus
Ein fiktiver Akteur, der eigeninteressiert und rational handelt, seinen eigenen Nutzen maximiert, feststehende Präferenzen hat und über vollständige Information verfügt.
Begrenzte Rationalität
Ein realistisches Modell der Entscheidungsfindung, das berücksichtigt, dass Menschen keine uneingeschränkte Willenskraft und keinen uneingeschränkten Egoismus besitzen.
System 1 (Intuition)
Ein unbewusstes, schnelles und müheloses Entscheidungssystem, das auf Heuristiken und automatisiertem Verhalten basiert.
System 2 (Ratio)
Ein bewusstes, langsames, logisches und regelbasiertes System, das Impulse bremst und kognitive Anstrengung erfordert.
Prospect Theory
Zentrales Erklärungsmodell von Kahneman, das besagt, dass Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bewertungen hochindividuell sind und Verluste schwerer gewichten als Gewinne.
Verlustaversion
Das psychologische Phänomen, bei dem Verluste etwa 2-mal so schwer gewichtet werden wie Gewinne gleicher Höhe.
Endowment Effekt (Besitztumseffekt)
Die Tendenz, Dinge, die wir bereits besitzen, aufgrund hoher Verlustangst stärker wertzuschätzen als Dinge, die wir erst erhalten könnten.
Behavior Patterns
Wiederkehrende Denk- und Handlungsweisen, die als mentale Abkürzungen dienen, um schnell und effizient Entscheidungen zu treffen.
Nudge
Ein gezielter emotionaler Impuls im Rahmen der persuasiven Kommunikation, um die Reaktionen eines anderen zu formen, zu verstärken oder zu verändern.
Usability
Beschreibt die Nutzungs- oder Gebrauchstauglichkeit digitaler Produkte bzw. die effektive, effiziente und zufriedenstellende Erreichung von Nutzerzielen.
Availability Heuristic
Die Neigung, ein Produkt für relevant zu halten, wenn man sich leicht an Situationen erinnern kann, in denen man es benötigt hätte.
Bystander Effect
Das Phänomen, dass sich Nutzer in der Anonymität des Webs oft nicht persönlich angesprochen fühlen und sich deshalb seltener an Interaktionen beteiligen.
Salience
Ein visueller Reiz, der sich durch Farbe, Bewegung oder Kontrast deutlich von seiner Umgebung abhebt und die Aufmerksamkeit automatisch fesselt.
Barnum Effect
Die Tendenz von Menschen, vage und allgemeingültige Aussagen über die eigene Person als sehr zutreffend und persönlich empfunden zu akzeptieren.
FOMO (Fear of Missing Out)
Die Angst, attraktive Erlebnisse oder Gelegenheiten zu verpassen, die andere Menschen gerade teilen oder genießen.
Status Quo Bias (Default Effect)
Die Neigung, beim Aktuellen zu bleiben und Veränderungen zu vermeiden, weshalb kluge Vorauswahleinstellungen (Defaults) sehr wirksam sind.
Recognition over Recall Effect
Das Phänomen, dass das Wiedererkennen von Informationen einfacher ist als das aktive Abrufen aus dem Gedächtnis (z. B. Autocomplete in der Suche).
Social Proof
Die Orientierung am Verhalten der Masse als Indikator für die Richtigkeit einer Entscheidung (z. B. durch Bestseller-Listen oder Rezensionen).
Pratfall Effect
Besagt, dass kleine Schwächen oder Ausrutscher eine Marke menschlicher und nahbarer machen, was die Glaubwürdigkeit erhöhen kann.
Decoy Effekt (Köder-Effekt)
Die Beeinflussung der Wahl zwischen zwei Optionen durch eine dritte, unattraktive Option, die eine der ursprünglichen Optionen überlegen erscheinen lässt.
Anchoring (Anker-Effekt)
Ein zuerst wahrgenommener Zahlenwert dient als Referenzpunkt und verzerrt die Wahrnehmung aller folgenden Werte in Richtung dieses Ankers.
Rule of Hundred (Hunderter-Regel)
Besagt, dass Rabatte bei Preisen unter 100€ in Prozent attraktiver wirken, bei Preisen über 100€ hingegen als absoluter Euro-Betrag.
Door-in-the-Face-Technik
Einer extremen Einstiegsbitte, die sicher abgelehnt wird, folgt die eigentliche, kleinere Bitte, der dann eher zugestimmt wird.
Foot-in-the-Door-Technik
Durch das Erfüllen einer kleinen, unverfänglichen Bitte steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer später auch einer größeren Bitte zustimmt.
Hick’s Law
Ein Prinzip, nach dem die Reaktionszeit für eine Entscheidung proportional zur Anzahl der verfügbaren Optionen ansteigt.
Labor Love Effect (IKEA-Effekt)
Die Wertschätzung für ein Produkt steigt, wenn man selbst Aufwand oder Arbeit in dessen Entstehung investiert hat.
Sunk Cost Fallacy
Die Neigung, an einer Sache festzuhalten, in die man bereits Zeit, Geld oder Mühe investiert hat, auch wenn ein Abbruch rationaler wäre.
Fogg Behavior Model
Ein Modell zur Verhaltensgestaltung, das besagt, dass Motivation, Fähigkeit (Ability) und ein Trigger gleichzeitig vorhanden sein müssen.
Identity Resolution Management
Das Zusammenführen von Daten aus verschiedenen Quellen (Website, CRM, Call Center) zu einem einheitlichen Kundenprofil als Basis für 1st-Party-Daten-Strategien.