Psy Conversion - Spreer 1: Grundlagen und Behavior Patterns

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Flashcards zum Thema Verhaltensökonomie, Entscheidungstheorie und verschiedene Behavior Patterns für Wahrnehmung, Entscheidung und Kundenbindung auf Basis der Vorlesung 'Psy Conversion'.

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29 Terms

1
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Homo oeconomicus

Ein fiktiver Akteur, der eigeninteressiert und rational handelt, seinen eigenen Nutzen maximiert, feststehende Präferenzen hat und über vollständige Information verfügt.

2
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Begrenzte Rationalität

Ein realistisches Modell der Entscheidungsfindung, das berücksichtigt, dass Menschen keine uneingeschränkte Willenskraft und keinen uneingeschränkten Egoismus besitzen.

3
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System 1 (Intuition)

Ein unbewusstes, schnelles und müheloses Entscheidungssystem, das auf Heuristiken und automatisiertem Verhalten basiert.

4
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System 2 (Ratio)

Ein bewusstes, langsames, logisches und regelbasiertes System, das Impulse bremst und kognitive Anstrengung erfordert.

5
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Prospect Theory

Zentrales Erklärungsmodell von Kahneman, das besagt, dass Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bewertungen hochindividuell sind und Verluste schwerer gewichten als Gewinne.

6
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Verlustaversion

Das psychologische Phänomen, bei dem Verluste etwa 22-mal so schwer gewichtet werden wie Gewinne gleicher Höhe.

7
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Endowment Effekt (Besitztumseffekt)

Die Tendenz, Dinge, die wir bereits besitzen, aufgrund hoher Verlustangst stärker wertzuschätzen als Dinge, die wir erst erhalten könnten.

8
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Behavior Patterns

Wiederkehrende Denk- und Handlungsweisen, die als mentale Abkürzungen dienen, um schnell und effizient Entscheidungen zu treffen.

9
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Nudge

Ein gezielter emotionaler Impuls im Rahmen der persuasiven Kommunikation, um die Reaktionen eines anderen zu formen, zu verstärken oder zu verändern.

10
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Usability

Beschreibt die Nutzungs- oder Gebrauchstauglichkeit digitaler Produkte bzw. die effektive, effiziente und zufriedenstellende Erreichung von Nutzerzielen.

11
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Availability Heuristic

Die Neigung, ein Produkt für relevant zu halten, wenn man sich leicht an Situationen erinnern kann, in denen man es benötigt hätte.

12
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Bystander Effect

Das Phänomen, dass sich Nutzer in der Anonymität des Webs oft nicht persönlich angesprochen fühlen und sich deshalb seltener an Interaktionen beteiligen.

13
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Salience

Ein visueller Reiz, der sich durch Farbe, Bewegung oder Kontrast deutlich von seiner Umgebung abhebt und die Aufmerksamkeit automatisch fesselt.

14
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Barnum Effect

Die Tendenz von Menschen, vage und allgemeingültige Aussagen über die eigene Person als sehr zutreffend und persönlich empfunden zu akzeptieren.

15
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FOMO (Fear of Missing Out)

Die Angst, attraktive Erlebnisse oder Gelegenheiten zu verpassen, die andere Menschen gerade teilen oder genießen.

16
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Status Quo Bias (Default Effect)

Die Neigung, beim Aktuellen zu bleiben und Veränderungen zu vermeiden, weshalb kluge Vorauswahleinstellungen (Defaults) sehr wirksam sind.

17
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Recognition over Recall Effect

Das Phänomen, dass das Wiedererkennen von Informationen einfacher ist als das aktive Abrufen aus dem Gedächtnis (z. B. Autocomplete in der Suche).

18
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Social Proof

Die Orientierung am Verhalten der Masse als Indikator für die Richtigkeit einer Entscheidung (z. B. durch Bestseller-Listen oder Rezensionen).

19
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Pratfall Effect

Besagt, dass kleine Schwächen oder Ausrutscher eine Marke menschlicher und nahbarer machen, was die Glaubwürdigkeit erhöhen kann.

20
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Decoy Effekt (Köder-Effekt)

Die Beeinflussung der Wahl zwischen zwei Optionen durch eine dritte, unattraktive Option, die eine der ursprünglichen Optionen überlegen erscheinen lässt.

21
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Anchoring (Anker-Effekt)

Ein zuerst wahrgenommener Zahlenwert dient als Referenzpunkt und verzerrt die Wahrnehmung aller folgenden Werte in Richtung dieses Ankers.

22
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Rule of Hundred (Hunderter-Regel)

Besagt, dass Rabatte bei Preisen unter 100100\,€ in Prozent attraktiver wirken, bei Preisen über 100100\,€ hingegen als absoluter Euro-Betrag.

23
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Door-in-the-Face-Technik

Einer extremen Einstiegsbitte, die sicher abgelehnt wird, folgt die eigentliche, kleinere Bitte, der dann eher zugestimmt wird.

24
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Foot-in-the-Door-Technik

Durch das Erfüllen einer kleinen, unverfänglichen Bitte steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer später auch einer größeren Bitte zustimmt.

25
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Hick’s Law

Ein Prinzip, nach dem die Reaktionszeit für eine Entscheidung proportional zur Anzahl der verfügbaren Optionen ansteigt.

26
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Labor Love Effect (IKEA-Effekt)

Die Wertschätzung für ein Produkt steigt, wenn man selbst Aufwand oder Arbeit in dessen Entstehung investiert hat.

27
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Sunk Cost Fallacy

Die Neigung, an einer Sache festzuhalten, in die man bereits Zeit, Geld oder Mühe investiert hat, auch wenn ein Abbruch rationaler wäre.

28
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Fogg Behavior Model

Ein Modell zur Verhaltensgestaltung, das besagt, dass Motivation, Fähigkeit (Ability) und ein Trigger gleichzeitig vorhanden sein müssen.

29
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Identity Resolution Management

Das Zusammenführen von Daten aus verschiedenen Quellen (Website, CRM, Call Center) zu einem einheitlichen Kundenprofil als Basis für 1st-Party-Daten-Strategien.