Impressionismus

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1890-1900

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Wie lässt sich der Impressionismus zeitlich und im Kontext der Moderne einordnen?

Der Impressionismus wird etwa auf den Zeitraum von 1890 bis 1920 datiert. Er ist eine der zentralen Strömungen der Moderne(Gesamtepoche). Diese Zeit war geprägt von einem radikalen Umbruch durch wissenschaftliche Erkenntnisse (z. B. Max Plancks Quantentheorie, Einsteins Relativitätstheorie oder Freuds Psychoanalyse), die das bisherige Weltbild und das Verständnis von Realität komplett veränderten.Die Modernisierung der Gesellschaft brachte eine gewisse Überforderung an Sinneseindrücken mit sich. Auch in Anbetracht der politischen Situation und dem Ersten Weltkrieg ging es den meisten Leuten nur ums reine

Überleben.

Die Impressionisten wollten dieser grauen Realität entkommen. Stattdessen ging es ihnen um eine andere Realität: die, die zunehmend im neuen Alltagsleben unterging.

Der Impressionismus legte also Wert auf die Betonung von einzelnen, schönen Momenten.

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Worin besteht der wesentliche Unterschied zwischen dem Naturalismus und dem Impressionismus?

Während der Naturalismus (ca. 1880–1900) versucht, die Wirklichkeit so objektiv, wissenschaftlich exakt und oft auch „hässlich“ (soziale Missstände) wie möglich darzustellen, konzentriert sich der Impressionismus auf die subjektive Wahrnehmung. Anstatt die Welt „an sich“ zu zeigen, fangen die Autoren die flüchtigen, persönlichen Eindrücke eines Augenblicks ein. Es geht also weg von der Sozialkritik hin zur individuellen Befindlichkeit.

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Was sind die zentralen Merkmale der impressionistischen Literatur?

Die wichtigsten Merkmale sind Subjektivität:

  • Natur: Rückkehr zur Natur, Sinneseindrücke, Friedlichkeit

  • Individuum: persönliche Empfindungen, Emotionalität

  • Großstadt: neue Geräusche, Betonung von kleinen und unscheinbaren Momenten im Alltag

  • Ästhetik: Fokus auf Farben und Lichteffekte, Abbildung einer verträumten Realitat

  • Liebe & Tod: besondere Gefühle zu anderen Menschen, Einfluss auf das Selbst, Umgang mit Verlust

Im Impressionismus ist die Handlung einer Erzählung eher zweitrangig. Das bedeutet, es ist nicht so wichtig, was genau passiert, sondern wie es passiert.

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Welche sprachlichen Mittel und Erzählformen sind typisch für diese Epoche?

Um die flüchtigen Momente einzufangen, nutzen Autoren:

  • Rhetorische Mittel: Besonders häufig treten Metaphern, Synästhesien (Verschmelzung von Sinnesreizen) und Onomatopoesien (Lautmalerei) auf.

  • Adjektive: Eine hohe Dichte an Adjektiven dient dazu, Nuancen und Lichtverhältnisse präzise darzustellen.

  • Erzähltechniken: Typisch sind die erlebte Rede und der innere Monolog, um die Unmittelbarkeit der Gedankenwelt darzustellen.


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Welche literarischen Gattungen bevorzugten die Impressionisten?

Es wurden vor allem knappe Formen bevorzugt, da sich diese am besten eignen, um einen kurzen Augenblick festzuhalten. Dazu zählen:

  • Lyrik (Gedichte)

  • Kurzprosa (Skizzen, Novellen)

  • Einakter (kurze Dramenformen)

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Beispiel

Mitternacht, die Gärten lauschen,  
Flüsterwort und Liebeskuss,  
Bis der letzte Klang verklungen,  
Weil nun alles schlafen muss  
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.  

Sonnengrüner Rosengarten,  
Sonnenweiße Stromesflut,  
Sonnenstiller Morgenfriede,  
Der auf Baum und Beeten ruht  
Flussüberwärts singt eine Nachtigall  
[...]