Vorlesung Allgemeine Psychologie 1 - Hören: Schall, Ohr und Kortex

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Diese Vokabel-Lernkarten decken die physikalischen Grundlagen des Schalls, die auditive Wahrnehmung (Lautheit, Tonhöhe, Klangfarbe) sowie die Physiologie des Hörsystems und Theorien der Tonhöhenwahrnehmung ab.

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20 Terms

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Schall

Schwankungen des Luftdrucks, bei denen Luftmoleküle angestoßen werden (Verdichtung/Verdünnung); Ausbreitungsgeschwindigkeit in der Luft beträgt ca. 340m/s340\,m/s.

2
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Schallwelle (Parameter)

Sinusförmige Welle, beschrieben durch die Formel p(t)=A×sin(2πft+θ)p(t) = A \times \sin(2\pi ft + \theta), wobei AA die Amplitude und ff die Frequenz darstellt.

3
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dB SPL

Maßeinheit für den Schalldruckpegel basierend auf einem Referenzdruck von 20μPa20\,\mu Pa; berechnet als dBSPL=20×log10(pp0)dB\,SPL = 20 \times \log_{10}(\frac{p}{p_0}).

4
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Frequenz

Anzahl der Schwingungszyklen pro Sekunde, gemessen in Hertz (HzHz).

5
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Lautheit (L)

Die wahrgenommene Intensität eines Schalls, gemessen in der Einheit Sone; sie hängt unter anderem von Frequenz, Dauer und Obertonspektrum ab.

6
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Phon (Isophone)

Maßeinheit, die angibt, bei welchem Schalldruckpegel ein Ton dieselbe Lautheit hat wie ein 1000Hz1000\,Hz-Ton.

7
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Hörfläche

Der Frequenzbereich, den Menschen wahrnehmen können, typischerweise zwischen 2020 und 20000Hz20\,000\,Hz.

8
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Tonhöhe (Pitch)

Hörempfindung, die sich von „tief“ nach „hoch“ anordnen lässt und primär durch die Grundfrequenz bzw. Periodizität bestimmt wird.

9
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Phänomen des fehlenden Grundtons

Die Beobachtung, dass die Tonhöhe eines komplexen Tons durch die Grundfrequenz bestimmt wird, selbst wenn der Grundton selbst im Klang physikalisch fehlt.

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Tonchroma (Tonigkeit)

Die Wahrnehmung einer ähnlichen Klangqualität bei Tönen, deren Grundfrequenzen in einem ganzzahligen Verhältnis stehen (z. B. Oktavabstand).

11
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Klangfarbe (Timbre)

Unterscheidungsmerkmal von Tönen (z. B. Flöte vs. Oboe), das durch das Obertonspektrum sowie Einschwing- und Abklingzeiten bestimmt wird.

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Mittelohr

Teil des Ohrs, der die Schallverstärkung durch Gehörknöchelchen zwischen dem Trommelfell und dem ovalen Fenster bewirkt.

13
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Cochlea (Hörschnecke)

Flüssigkeitsgefülltes Organ im Innenohr (ca. 35mm35\,mm lang), in dem die Druckausbreitung zur Auslenkung von Haarzellen führt.

14
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Corti'sches Organ

Struktur innerhalb der cochlearen Trennwand, die durch die Bewegung der Basilar- und Tektorialmembran Haarzellen auslenkt und Aktionspotentiale auslöst.

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Innere Haarzellen

Ca. 35003500 Zellen in der Cochlea, die für die Umwandlung mechanischer Reize in neuronale Signale im Hörnerv verantwortlich sind.

16
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Äußere Haarzellen

Ca. 12,00012,000 Zellen in der Cochlea, die der aktiven Verstärkung bestimmter Frequenzen dienen.

17
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Ortstheorie (Békésy, 1960)

Theorie, nach der die Schwingung der Basilarmembran als Wanderwelle erfolgt; hohe Frequenzen führen an der Basis (Orales Fenster) und tiefe Frequenzen am Apex (Spitze) zur maximalen Auslenkung.

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Tonotopie

Die räumliche Anordnung der Frequenzverarbeitung (tonotope Karte), bei der Neurone an spezifischen Orten auf spezifische Frequenzen antworten.

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Zeittheorie (Phase locking)

Kodierungsmethode, bei der die Haarzellen synchron zu den Druckschwankungen feuern und so die Periode des Schallmusters abbilden.

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Stochastische Resonanz

Hypothese (Söderlund et al., 2007), nach der Hintergrundrauschen die kognitive Leistung bei ADHS durch Anhebung der Reizintensität verbessern kann.