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Diese Vokabel-Lernkarten decken die physikalischen Grundlagen des Schalls, die auditive Wahrnehmung (Lautheit, Tonhöhe, Klangfarbe) sowie die Physiologie des Hörsystems und Theorien der Tonhöhenwahrnehmung ab.
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Schall
Schwankungen des Luftdrucks, bei denen Luftmoleküle angestoßen werden (Verdichtung/Verdünnung); Ausbreitungsgeschwindigkeit in der Luft beträgt ca. 340m/s.
Schallwelle (Parameter)
Sinusförmige Welle, beschrieben durch die Formel p(t)=A×sin(2πft+θ), wobei A die Amplitude und f die Frequenz darstellt.
dB SPL
Maßeinheit für den Schalldruckpegel basierend auf einem Referenzdruck von 20μPa; berechnet als dBSPL=20×log10(p0p).
Frequenz
Anzahl der Schwingungszyklen pro Sekunde, gemessen in Hertz (Hz).
Lautheit (L)
Die wahrgenommene Intensität eines Schalls, gemessen in der Einheit Sone; sie hängt unter anderem von Frequenz, Dauer und Obertonspektrum ab.
Phon (Isophone)
Maßeinheit, die angibt, bei welchem Schalldruckpegel ein Ton dieselbe Lautheit hat wie ein 1000Hz-Ton.
Hörfläche
Der Frequenzbereich, den Menschen wahrnehmen können, typischerweise zwischen 20 und 20000Hz.
Tonhöhe (Pitch)
Hörempfindung, die sich von „tief“ nach „hoch“ anordnen lässt und primär durch die Grundfrequenz bzw. Periodizität bestimmt wird.
Phänomen des fehlenden Grundtons
Die Beobachtung, dass die Tonhöhe eines komplexen Tons durch die Grundfrequenz bestimmt wird, selbst wenn der Grundton selbst im Klang physikalisch fehlt.
Tonchroma (Tonigkeit)
Die Wahrnehmung einer ähnlichen Klangqualität bei Tönen, deren Grundfrequenzen in einem ganzzahligen Verhältnis stehen (z. B. Oktavabstand).
Klangfarbe (Timbre)
Unterscheidungsmerkmal von Tönen (z. B. Flöte vs. Oboe), das durch das Obertonspektrum sowie Einschwing- und Abklingzeiten bestimmt wird.
Mittelohr
Teil des Ohrs, der die Schallverstärkung durch Gehörknöchelchen zwischen dem Trommelfell und dem ovalen Fenster bewirkt.
Cochlea (Hörschnecke)
Flüssigkeitsgefülltes Organ im Innenohr (ca. 35mm lang), in dem die Druckausbreitung zur Auslenkung von Haarzellen führt.
Corti'sches Organ
Struktur innerhalb der cochlearen Trennwand, die durch die Bewegung der Basilar- und Tektorialmembran Haarzellen auslenkt und Aktionspotentiale auslöst.
Innere Haarzellen
Ca. 3500 Zellen in der Cochlea, die für die Umwandlung mechanischer Reize in neuronale Signale im Hörnerv verantwortlich sind.
Äußere Haarzellen
Ca. 12,000 Zellen in der Cochlea, die der aktiven Verstärkung bestimmter Frequenzen dienen.
Ortstheorie (Békésy, 1960)
Theorie, nach der die Schwingung der Basilarmembran als Wanderwelle erfolgt; hohe Frequenzen führen an der Basis (Orales Fenster) und tiefe Frequenzen am Apex (Spitze) zur maximalen Auslenkung.
Tonotopie
Die räumliche Anordnung der Frequenzverarbeitung (tonotope Karte), bei der Neurone an spezifischen Orten auf spezifische Frequenzen antworten.
Zeittheorie (Phase locking)
Kodierungsmethode, bei der die Haarzellen synchron zu den Druckschwankungen feuern und so die Periode des Schallmusters abbilden.
Stochastische Resonanz
Hypothese (Söderlund et al., 2007), nach der Hintergrundrauschen die kognitive Leistung bei ADHS durch Anhebung der Reizintensität verbessern kann.