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Self⁃cueing Strategien Beispiele
Gestik
Umschreiben
Aufschreiben
Unterschied Self⁃cueing Strategie und Kompensationsstrategie
Self⁃cueing → bewusste Strategie (eigenständige Hilfe), um gesuchtes Wort letztendlich zu nennen
Kompensation → Wort wird nicht genannt, keine Hilfe sondern Strategie zur Kompensation
Therapieableitung LeMo (Mündliches Benennen)
Störung der Semantik Ursache für Benennstörung:
→ Wortfindungsübungen mit Fokus auf Semantik (Teile eines Ganzen/verschiedene Kleidungsstücke benennen & Übungen zum Sprachverständnis z.B. auditives WBZ mit semantischen Ablenkern)
→ theoretische Hintergrund ist anderer als bei symptomorientierter Ableitung
→ kann viel zielführender und effektiver sein, da sie an der Ursache der sprachlichen Störung ansetzt
Teilprozesse der Satzbildung
Festlegung thematischer Rollen (Agens, Patiens)
Zuordnung der thematischen Rollen zu syntaktischen Kategorien (Agens → Subjekt, Patiens → Akkusativobjekt)
Bilden eines syntaktischen Rahmens (Bestimmung Reihenfolge der Satzteile und Ergänzung notwendiger Funktionswörter)
Herstellen einer morphologischen Kongruenz von Satzteilen (Wortformen aus Lexikon werden dazu zusätzlich abgerufen → Die Mutter füttert das Baby)
Übungsbereiche TB Satzbildung mit Übung
ÜB Zuordnen thematischer Rollen
→ Zuordnen von Agens und Patiens in einem schriftlich vorgegebenen Satz
ÜB Bilden eines syntaktischen Rahmens
→ Artikel → Einsetzen von Artikeln in Lückenäußerungen
ÜB Herstellen einer morphologischen Kongruenz von Satzteilen
→ Nomina Komposita Übungen (Bilden aus zwei Wörtern)
→ finden von passenden Präfixen zu einem Stamm (stehen → verstehen, bestehen)
REST⁃Therapie (Ziel, Zielgruppe)
Ziel → Aufbau von Mehrwortäußerungen
Zielgruppe
→ Patientinnen mit schwerem Agrammatismus
→ in Spontansprache überwiegend 1⁃Wort⁃Äußerungen
→ Benennleistungen von Nomen und Verben sollen relativ gut sein
REST (Itemmaterial)
Anfangs:
→ zwischen Inhaltswörtern der Konstituenten möglichst enge Kollokation → erleichtert Abruf der Lexeme (Kaffee trinken)
→ werden ganzheitlich aktivierbare Strukturen flüssig in Spontansprache angewendet, werden auch Strukturen stimuliert, die konstruiert werden müssen (z.B. Subjekt, infinites Verb)
REST (Vorgehen)
→ Patientinnen werden stimuliert, syntaktische Satzfragmente ganzheitlich abzurufen und ohne morphologisch syntaktische Weiterverarbeitung zu äußern
→ Satzproduktion wird also bewusst auf Teilprozesse reduziert
→ Therapie verläuft in mehreren Phasen
Modellorientierte Therapie des Lesens
→ ÜB: Training des Zugriffs auf das GIL
1 Wort⁃Nichtwort Entscheidungsaufgabe
2 Erkennen von Wörtern in Buchstabenreihen
3 Fehlerkorrektur vorgegebener falsch geschriebener Wörter
→ Bei alle Übungen ist nicht erwünscht, dass P die Stimuli versteht oder laut liest (weil auch dabei SEM & POL beansprucht werden würde)
Modellorientierte Therapie der Schriftsprache
Ziel → P soll Wörter & Neos schreiben können, indem P gehörte Laute in Grapheme umwandelt
→ Voraussetzung für einzelheitliches Schreiben: Fähigkeit, Laute in Wörtern/Neos zu analysieren
ÜB: Training der auditiven Analyse (Identifikation, Lokalisation)
ÜB: Training der Phonem⁃Graphem⁃Konvertierung (Referenzkarten)
ÜB: Stabilisierung der Konvertierungsregeln (Laut wird genannt, Graphem wird aufgeschrieben)
ÜB: Einzelheitliches Schreiben von Silben/Wörtern/Neos nach Diktat schreiben