VL 4 - Äquivalenz

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13 Terms

1
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Wo hat die Äquivalenz ihren Ursprung?

  • in der Mathematik (theoretisch)

  • Äquivalenz ist beim Übersetzen aber was anderes

2
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Wie kann man (nach Koller) Äquivalenz generell definieren?

  • = Beziehung zwischen ZT & AT

  • Beziehung nicht dasselbe wie bei mathem. Gleichung

  • Beziehung auf vielen Ebenen geprägt

    • Texttyp & Skopos bestimmen Ebene mit Prio

3
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Wie genau kann man sich Äquivalenz vorstellen? Gibt es quasi die eine einzige Äquivalenz?

  • nicht eine einzige Äquivalenz, sondern mehrere Äquivalenten

  • = mehrere potenzielle Zuordnungsvarianten je nach Ebene/ Prio eine besser

4
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Was sagt Koller in Bezug auf seine Äquivalenzforschung? Worum geht es bei Äquivalenz eigentlich?

  • Qualis des AT in der Übersetzungen bewahren, unter Berücksichtigung sprachl.-stil., textueller & pragmatischer Bedingungen seitens des Empfängers

  • wichtig: Prios setzen!

  • was muss man berücksichtigen, was ist weniger wichtig?

<ul><li><p>“<strong><mark data-color="purple" style="background-color: purple; color: inherit;">Qualis </mark></strong>des AT <strong><mark data-color="purple" style="background-color: purple; color: inherit;">in der Übersetzungen bewahren</mark></strong>, unter <strong><mark data-color="purple" style="background-color: purple; color: inherit;">Berücksichtigung </mark></strong><span style="color: purple;"><strong><mark data-color="purple" style="background-color: purple; color: inherit;">sprachl.-stil., textueller &amp; pragmatischer </mark></strong></span><strong><mark data-color="purple" style="background-color: purple; color: inherit;">Bedingungen</mark></strong> seitens des <strong><mark data-color="purple" style="background-color: purple; color: inherit;">Empfängers</mark></strong>“</p></li><li><p>wichtig: Prios setzen!</p></li><li><p>was <u>muss</u> man berücksichtigen, was ist weniger wichtig?</p></li></ul><p></p>
5
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(Bezugsrahmen/ Ebene der Äquivalenz nach Koller)

Wie ist die denotative Äquivalenz nach Koller zu definieren bzw. auf welcher Ebene findet diese statt?

Bei welchen Texten wird diese Ebene und Art der Äquivalenz priorisiert?

→ sachlich-referenzielle Bezugsebene

  • = auf der Ebene des außersprachlichen Sachverhaltes, der im Text vermittelt wird

  • also = das, was man im Wörterbuch nachschlagen kann

Was/ wann priorisiert?

  • Fachtexte (Terminologie), da überwiegend informative Funktion

  • 1-zu-1 Entsprechung (gleiche Denotation, wenig Variation in der Konnotation)

6
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(Bezugsrahmen/ Ebene der Äquivalenz nach Koller)

Wie ist die konnotative Äquivalenz nach Koller zu definieren? In welchem Hinblick ist sie besonders wichtig bzw. was gibt es noch zu beachten?

Definition

  • = über die denotative Bedeutung hinausgehende Assoziationen (kulturell & persönlich)

  • also = das, was das Zielpublikum damit verbindet

besonders wichtig/ zu beachten:

  • zentral im Hinblick auf Formalitätsgrad (siezen und sowas) und Soziolekte

  • man muss bei der Transkreation entscheiden, welche Konnotationen beim AT wichtig sind & welche eher weniger

7
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Was sagt Koller bzgl. Problemen beim Übersetzen in Verbindung mit konnotativer Äquivalenz? (Stichwort: “Unübersetzbarkeit“)

Herstellung konnotativer Äquivalenz = eines der nur annäherungsweise lösbaren Übersetzungsprobleme

<p>Herstellung <strong><mark data-color="red" style="background-color: red; color: inherit;">konnotativer Äquivalenz</mark></strong> = eines der <strong><mark data-color="red" style="background-color: red; color: inherit;">nur annäherungsweise lösbaren</mark></strong> Übersetzungsprobleme</p>
8
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Welche Fragen und Überlegungen gibt es u.a. zum Thema Unübersetzbarkeit?

  • kein lexikalisches 1-zu-1 Äquivalent?

  • dennotativ übersetzbar, aber konnotativ nicht?

  • emotionale Resonanz fällt unterschiedlich aus?

9
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(Bezugsrahmen/ Ebene der Äquivalenz nach Koller)

Wie ist die textnormative Äquivalenz nach Koller zu definieren bzw. auf welcher Ebene findet diese statt?

Was gibt es für Beispiele, bei den diese Art der Äquivalenz relevant ist

→ = Stilnormen

  • also auf der Ebene textgattungsspezifische Merkmale

  • hier erfolgt Transformation Passiv → Aktiv + Nominalstil → Verbalstil

Beispiele

  • Lebenslauf

  • Arbeitszeugnis

  • Emailing

10
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(Bezugsrahmen/ Ebene der Äquivalenz nach Koller)

Wie ist die pragmatische Äquivalenz nach Koller zu definieren bzw. was ist zu berücksichtigen?

Definition

  • = Anpassung auf die Bedürfnisse & Erwartungen des Empfängers, damit die gezielte Auswirkung beibehalten wird

zu berücksichtigen

  • Präsuppositionen,Wissensvoraussetzungen, Vorlieben, Erwartungen

  • Gefahr der Leserüberschätzung & -unterschätzung (siehe Beispiel Bild)

<p><strong>Definition</strong></p><ul><li><p><span style="color: blue;"><mark data-color="blue" style="background-color: blue; color: inherit;">= Anpassung</mark></span> auf die <span style="color: blue;"><mark data-color="blue" style="background-color: blue; color: inherit;">Bedürfnisse &amp; Erwartungen des Empfängers</mark></span>, damit die <mark data-color="blue" style="background-color: blue; color: inherit;">gezielte Auswirkung beibehalten</mark> wird</p></li></ul><p></p><p><strong>zu <mark data-color="blue" style="background-color: blue; color: inherit;">berücksichtigen</mark></strong></p><ul><li><p>Präsuppositionen,Wissensvoraussetzungen, Vorlieben, Erwartungen</p></li><li><p>Gefahr der Leserüberschätzung &amp; -unterschätzung (siehe Beispiel Bild)</p></li></ul><p></p>
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(Bezugsrahmen/ Ebene der Äquivalenz nach Koller)

Wie ist die formalästhetische Äquivalenz nach Koller zu definieren bzw. auf welcher Ebene findet diese statt?

Welche Vorangehensweisen gibt es hier?

Definition/ Ebene

  • Ebene stilistischer Eigenschaften

  • d.h. Ton, Wortspiele, Metaphern, Alliteration, Reime, …

Vorangehensweisen

  • gleiches Stilmittel an gleicher Stelle

  • gleiches Stilmittel an anderer Stelle

  • anderes Stilmittel an gleicher Stelle

  • anderes Stilmittel an anderer Stelle

12
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Wann spricht man von einer idealen Äquivalenz?

  • wenn Äquivalenz auf allen relevanten Ebenen gegeben ist

  • oft machbar, v.a. beim Fachtextübersetzen

13
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Was ist allgemein bei Äquivalenz wichtig?

  • Ebenen müssen priorisiert werden → in Bezug auf vorhandene Aufgabe

  • im Blick behalten, was verloren geht, wenn eine Ebene nicht beibehalten werden kann

    • “translation loss“ → unvermeidl. Konsequenz der Nichtäquivalenz