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Vokabelkarten basierend auf der Vorlesung über psychodynamische, soziobiologische und lebensspannenbezogene Entwicklungstheorien.
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Entwicklung
Zeitlich überdauernde Veränderungen im Erleben und Verhalten, die über spezifische Lernerfahrungen hinausgehen.
Lernen
Erfahrungsabhängige, relativ überdauernde Veränderungen von Wissen, Fähigkeiten oder Verhalten.
Sozialisation
Der Prozess, durch den Individuen Mitglieder einer sozialen Gemeinschaft werden, indem sie Normen, Werte und Rollen übernehmen.
Plastizität
Die grundsätzliche Veränderbarkeit von Fähigkeiten und Verhalten durch Erfahrung.
Psychodynamische Ansätze
Ansätze, bei denen die Entwicklung maßgeblich durch innere, dynamische Prozesse und Konflikte in der Persönlichkeit geformt wird.
Ödipuskomplex
Kern-Entdeckung Freuds, die das unbewusste Verlangen des Kindes zur Mutter und die Identifikation mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil beschreibt.
Libido
Eine allgemeine psychische Energie oder der Sexualtrieb, der laut Freud von Beginn an wirksam ist und sich auf verschiedene Lustquellen richtet.
Sublimierung
Freuds Begriff für das Umlenken von Triebimpulsen in sozial anerkannte Tätigkeiten.
Fixierung
Das Verbleiben an einer früheren Entwicklungsstufe, wenn Konflikte in dieser Phase unzureichend gelöst wurden.
Es
Die ab der Geburt vorhandene Instanz der Persönlichkeit, die nach dem Lustprinzip und unmittelbarer Triebbefriedigung strebt.
Ich
Die in der frühen Kindheit entstehende Instanz, die nach dem Realitätsprinzip zwischen den Anforderungen der Realität, dem Es und dem Über-Ich vermittelt.
Über-Ich
Die zwischen 3 und 6 Jahren entstehende Instanz, die dem Moralprinzip folgt und Normen, Werte sowie das Gewissen umfasst.
Regression
Ein temporärer Abwehrmechanismus unter starkem Stress, der einen Rückfall auf Verhaltensmuster früherer Phasen darstellt.
Epigenese
Das nach Erikson zentrale Zusammenspiel von biologischer Reifung und den Anforderungen der sozialen Umwelt.
Ich-Identität
Der Aufbau von Selbstkonsistenz, bei dem man weiß, wer man ist und worin die Einheitlichkeit der eigenen Person begründet liegt.
Psychosoziales Moratorium
Eine Phase des Experimentierens mit verschiedenen Rollen und Lebensentwürfen während der Adoleszenz.
Natürliche Selektion
Evolutionärer Prozess, der auf Variation, Vererbung und unterschiedlichem Fortpflanzungserfolg (Fitness) beruht.
Verwandtenselektion (Hamilton)
Die Förderung der indirekten Weitergabe eigener Gene durch die Unterstützung von Verwandten (indirekte Fitness).
Reziproker Altruismus (Trivers)
Kooperation zwischen Nicht-Verwandten nach dem Prinzip der gegenseitigen Hilfeleistung („Handel“).
IAD-Framework
Das von Elinor Ostrom entwickelte Analyse-Werkzeug („Institutional Analysis and Development“) zur systematischen Untersuchung von Institutionen.
Multidirektionalität
Ein Leitsatz von Baltes, nach dem Gewinne und Verluste in der Entwicklung gleichzeitig auftreten können.
Neuronale Plastizität
Die Fähigkeit des Gehirns, sich durch Veränderungen seiner Struktur (z.B. Synapsenbildung) an eine veränderte Umwelt anzupassen.
Synapsen
Die Kontakt- oder Schaltstellen im Gehirn, an denen Signale meist chemisch durch Neurotransmitter zwischen Nervenzellen übertragen werden.
Dendriten
Feine, verzweigte Fortsätze einer Nervenzelle, die Signale von anderen Zellen aufnehmen und an den Zellkörper weiterleiten.
Testing-the-Limits-Ansatz
Methode zur Untersuchung maximal erreichbarer Leistung unter optimalen Bedingungen, um Grenzen der Plastizität auszuloten.
Episodisches Gedächtnis
Die Fähigkeit, selbsterlebte Ereignisse im Gedächtnis abzulegen, zu speichern und später wieder abzurufen.
Loci-Methode
Auch als Gedächtnispalast-Technik bekannt; eine Strategie zum Erlernen von Wort-Orts-Paaren.
Assoziative Komponente
Komponente des episodischen Gedächtnisses zum Verknüpfen von Merkmalen, die bei Kindern besonders plastisch ist.
Strategische Komponente
Komponente des episodischen Gedächtnisses zur bewussten Anwendung von Lerntechniken, die bis ins hohe Alter stabil bleibt.
Fluide Intelligenz
Kriterium kognitiver Leistung (z.B. Verarbeitungsgeschwindigkeit), das typischerweise im Alter abnimmt.