Syn/Morph 1

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15 Terms

1
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Subjekt⁃Verb⁃Inversion

  • Umstellung Normabfolge Satz

→ bei Informationsfragen wird Vorfeld mit Fragepronomen besetzt

→ Adverb/Objekt wird in Vorfeld besetzt

“Ich ging über die Brücke → Über die Brücke ging ich”


2
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Morphologische Symptome

Verbalphrase (produktiv):

  • fehlende oder falsche SVK: Sie spielst mit dem Ball


Nominalphrase (produktiv):

  • falsche Genuszuordnung/Verwendung des Platzhalters “de”: de Hund, die Hund


3
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Syntaktische Symptome

Verbstellungsfehler (produktiv):

  • V⁃end⁃Stellung in Aussagesätzen: Ich Hunger habe


Auslassung von Funktionswörtern (produktiv):

  • Auslassung von Artikeln: Ich habe Tasse


4
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Warum wird Pluralbildung mit Neologismen überprüft?

→ Überprüfung Konzept/Regeln Pluralbildung verstanden wurde & angewendet werden kann

→ Pluralformen können nicht auswendig gelernt werden

5
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SVK

→ Subjekt⁃Verb⁃Kongruenz

  • Verb & Subjekt stimmen in Person & Numerus überein

→ Verb wird korrekt flektiert, Subjekt fordert bestimmte Person, Verb muss daran angeglichen werden

  • Sie spielt mit dem Ball


6
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Topikalisierung

→ Verschiebung eines Satzglieds ins Vorfeld

  • Vorfeldbesetzung durch beliebige Konstituente

  • normalerweise Subjekt im Vorfeld (deutsch)


Objekt → Ein Buch hast du mir geschenkt

Fragepronomen → Was hast du mir gestern geschenkt?

Adverbien → Gestern hast du mir ein Buch geschenkt


7
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Warum ist es wichtig zu wissen, ob ein Kind Topikalisierungen versteht/verwendet?

→ eigenes Produzieren & Verstehen flexibler Satzstrukturen (flexible Vorfeldbesetzungen)

8
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Warum kann es für Kinder mit Grammatikstörungen schwierig sein, W⁃Fragen zu verstehen?

→ Vorfeldbesetzung durch Fragepronomen

  • Verständnis für flexible Besetzung Vorfeld muss gegeben sein

  • Verständnis für Inhalt des Vorfeldes muss gegeben sein


9
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Warum werden in Diagnostik “Unika” verwendet?

→ obligatorische Besetzung der Nominalphrase

→ Überprüfen & Verdeutlichen der Artikeleinsatzregel anhand von Sachen, die es nur einmal gibt (Körperteile, Himmelskörper)

→ Unika/Eigennamen tragen keine referentielle Funktion für Satz

10
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MLU

→ mean length of utterance → mittlere Äußerungslänge

  • Anzahl der Morpheme einer Äußerung

  • zunehmende Steigerung in der Entwicklung

  • Wiederspiegeln der morphologischen Komplexität & des syntaktischen Umgangs

mit fortschreitender Entwicklung: zunehmendes Zurückgehen der Verbendstellung am Äußerungsende; Zurückgehen von Auslassungen obligatorischer Elemente; zunehmende MLU


11
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Therapieansätze Syn/Morph

  • PLAN (Kauschke & Siegmüller)

  • Entwicklungsproximaler Ansatz (Dannenbauer)

  • Inputtherapie (Funk & Penner)


12
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Methoden PLAN

Indirekte Methoden:

  • Inputspezifizierung, Modellieren

→ Keine aktive Anforderung/Reaktion an das Kind

Direkte Methoden:

  • Übungen, Metasprache, Kontrastieren

→ spezifische produktive/rezeptive Anforderung/Reaktion an das Kind


13
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Modellierungstechniken

  • korrigierende Technik

  • dialogisch weiterführende Technik: Expansion, Extension, Umformung

  • Bestätigende Technik: einfache Wiederholung, metasprachlicher Kommentar


14
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Präsentationsarten Inputspezifizierung

Inputsequenz

  • Zielstruktur wird innerhalb Geschichte mithilfe lexikalisch variabler Sätze flexibel präsentiert

  • P hat nicht aktive Rolle → nur zuhören


Interaktive Inputspezifizierung

  • Zielstruktur wird innerhalb Symbolspiels (bsp.) hochfrequent präsentiert

  • Spiel impliziert Handlungsangebot → Angebot zur Interaktion


15
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Kriterien für Inputspezifizierung

  • hochfrequent

  • prägnant

  • flexibel

  • eingebettet

  • Speichermerkmale


→ unterstützend: Bilder, Material

→ ruhige, angenehme, reizarme Atmosphäre im Raum

→ zugewandte Therapeutin, moderates Sprechtempo