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Subjekt⁃Verb⁃Inversion
Umstellung Normabfolge Satz
→ bei Informationsfragen wird Vorfeld mit Fragepronomen besetzt
→ Adverb/Objekt wird in Vorfeld besetzt
“Ich ging über die Brücke → Über die Brücke ging ich”
Morphologische Symptome
Verbalphrase (produktiv):
fehlende oder falsche SVK: Sie spielst mit dem Ball
Nominalphrase (produktiv):
falsche Genuszuordnung/Verwendung des Platzhalters “de”: de Hund, die Hund
Syntaktische Symptome
Verbstellungsfehler (produktiv):
V⁃end⁃Stellung in Aussagesätzen: Ich Hunger habe
Auslassung von Funktionswörtern (produktiv):
Auslassung von Artikeln: Ich habe Tasse
Warum wird Pluralbildung mit Neologismen überprüft?
→ Überprüfung Konzept/Regeln Pluralbildung verstanden wurde & angewendet werden kann
→ Pluralformen können nicht auswendig gelernt werden
SVK
→ Subjekt⁃Verb⁃Kongruenz
Verb & Subjekt stimmen in Person & Numerus überein
→ Verb wird korrekt flektiert, Subjekt fordert bestimmte Person, Verb muss daran angeglichen werden
Sie spielt mit dem Ball
Topikalisierung
→ Verschiebung eines Satzglieds ins Vorfeld
Vorfeldbesetzung durch beliebige Konstituente
normalerweise Subjekt im Vorfeld (deutsch)
Objekt → Ein Buch hast du mir geschenkt
Fragepronomen → Was hast du mir gestern geschenkt?
Adverbien → Gestern hast du mir ein Buch geschenkt
Warum ist es wichtig zu wissen, ob ein Kind Topikalisierungen versteht/verwendet?
→ eigenes Produzieren & Verstehen flexibler Satzstrukturen (flexible Vorfeldbesetzungen)
Warum kann es für Kinder mit Grammatikstörungen schwierig sein, W⁃Fragen zu verstehen?
→ Vorfeldbesetzung durch Fragepronomen
Verständnis für flexible Besetzung Vorfeld muss gegeben sein
Verständnis für Inhalt des Vorfeldes muss gegeben sein
Warum werden in Diagnostik “Unika” verwendet?
→ obligatorische Besetzung der Nominalphrase
→ Überprüfen & Verdeutlichen der Artikeleinsatzregel anhand von Sachen, die es nur einmal gibt (Körperteile, Himmelskörper)
→ Unika/Eigennamen tragen keine referentielle Funktion für Satz
MLU
→ mean length of utterance → mittlere Äußerungslänge
Anzahl der Morpheme einer Äußerung
zunehmende Steigerung in der Entwicklung
Wiederspiegeln der morphologischen Komplexität & des syntaktischen Umgangs
mit fortschreitender Entwicklung: zunehmendes Zurückgehen der Verbendstellung am Äußerungsende; Zurückgehen von Auslassungen obligatorischer Elemente; zunehmende MLU
Therapieansätze Syn/Morph
PLAN (Kauschke & Siegmüller)
Entwicklungsproximaler Ansatz (Dannenbauer)
Inputtherapie (Funk & Penner)
Methoden PLAN
Indirekte Methoden:
Inputspezifizierung, Modellieren
→ Keine aktive Anforderung/Reaktion an das Kind
Direkte Methoden:
Übungen, Metasprache, Kontrastieren
→ spezifische produktive/rezeptive Anforderung/Reaktion an das Kind
Modellierungstechniken
korrigierende Technik
dialogisch weiterführende Technik: Expansion, Extension, Umformung
Bestätigende Technik: einfache Wiederholung, metasprachlicher Kommentar
Präsentationsarten Inputspezifizierung
Inputsequenz
Zielstruktur wird innerhalb Geschichte mithilfe lexikalisch variabler Sätze flexibel präsentiert
P hat nicht aktive Rolle → nur zuhören
Interaktive Inputspezifizierung
Zielstruktur wird innerhalb Symbolspiels (bsp.) hochfrequent präsentiert
Spiel impliziert Handlungsangebot → Angebot zur Interaktion
Kriterien für Inputspezifizierung
hochfrequent
prägnant
flexibel
eingebettet
Speichermerkmale
→ unterstützend: Bilder, Material
→ ruhige, angenehme, reizarme Atmosphäre im Raum
→ zugewandte Therapeutin, moderates Sprechtempo