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Protista - Merkmale
nicht monophyletisch
Einzellige Eukaryoten
Bewohnen praktisch alle Lebensräume
Prozozoen: heterotroph
Protophyten: autotroph
Meist komplexer organisiert als Metazoen-Zelle durch vielfältigere Anforderungen
Ursprung Endosymbiose: Eukaryoten nahmen aerobe Prokaryoten und Cyanobakterien auf
Wichtige Bedeutung als Produzenten in aquatischen Ökosystemen

Autapomorphien
Kompartimentierung der Zelle in Reaktionsräume
Lineare DNA Moleküle mit Histonproteinen in Chromosomen organisiert
Zellzyklus Kontrollproteine
Cytoskelett
Vakuoläre ATPasen
Signalproteine
Fortbewegung
Geißel=Flagelle Fortbewegung (aus 9 Mikrotubuluspaaren die um ein zentrales angeordnet sind
Wimpern= Cilie Nahrungserwerb
Metamonada
Aerobe/mikroaerophile Organismen mit modifizierten Mitochondrien ohne Cristae und Genom, meist 4 Flagellen
Diplomonadea: Doppelindividuen, kein Golgi-Apparat
Parabasalea: großer Parabasalapparat unter Basalkörpern, Hydrogenosomen (zurückgebildete Mitochondrien) ermöglichen Gärung
Discoba
Heterolobosea: Schizopyrenida (Amoeboflagellaten)
Euglenozoa (Monophletisch): spindelförmig, feste Zellhülle (pellicula), langes Flagellum, Stigma/Augenfleck, kontraktile Vakuole
Kinetoplasta: Trypanosomatidea -> Schlafkrankheit (ständig neue Oberflächenproteine generiert, körpereigenes Immunsystem hängt mit Erkennung hinterher)
Alveolata
Dinoflagellata: toxische Algenblüte, Meeresleuchttierchen
Ciliata, Ciliophora (Wimperntierchen): Wimpern, kontraktile Vakuole, Nahrungsvakuole, Kerndimorphismus (Makronukleus vegetativ und Mikronukleus generativ)
Kerndimorphismus: generative Mikronuklei für Speicherung und Neukombination der genetischen Information, vegetative Makronuklei übernehmen normale Aufgaben der Zelle
Ophistokonta
Choanoflagellata: einkernig, klein, eine Geißel zur Hälfte von Kragen aus Mikrovilli (Apomorphie) umschlossen als Filterapparat, solitär und koloniebildend -> Schwesterngruppe der Metazoa da morphologisch ähnlich zu Choanocyten der Porifera und molekulargenetische Befunde
Porifera
Größe 3mm-3m Höhe
Gestalt abhängig von Umweltbedingungen wie Nahrung und Milieu -> asymmetrisch
Kalkschwämme: Monophyletisch, Abgeleitetes Merkmal: Kalkskelett, Klein, im Flachwasser der Meere
Glasschwämme: monophyletisch, Triaxone Kieselsklerite, Tiefsee
Demospongiae (Horn- oder Kieselschwämme): 95% aller rezenten Schwammarten, Skelett Silicatspicula und Spongin, Dickwandiger Körper
Vorkommen
Marin, auf Felsböden, Schnecken, Muscheln, Algen, wenige im Süßwasser
Filtrieren als innere Strudler viel Wasser
Oft Symbiose mit einzelligen Algen, Bakterien und Cyanobakterien
Ursprung im Präkambium
Bau und Funktion
Differenzierte Zelltypen aber keine ausgebildeten Organe/Epithelien
Zellen mit hoher Plastizität (Wandelbarkeit)
Schlauch-, becher- oder pilzförmig
Sessil
Ernährung durch Symbionten
Schichten: Pinakoderm (Dermallager), Mesohyl, Choanoderm (Gastroderm, Zellen erzeugen ständigen Wasserstrom -> Phagocytose der Nahrungspartikel)
Ascon-Typ (einheitlicher Zentralraum), Sycon-Typ (Zentralraum mit Taschen), Leucon-Typ (Zentralraum gegliedert in viele Geiselkammern)

Fortpflanzung und Entwicklung
Getrenntgeschlechtlich oder zwitter
Spermien aus Choanozyten, Eizellen aus Archaeocyten
Befruchtung im Körper: Spermien mit Wasser eingestrudelt, von Choanocyten zu Eizelle transportiert
Zygote -> Blastula -> Gastrula -> Festheftung mit oralem Pol
Ökologie & Wirtschaft
Ökologie
Filtrieren viel Wasser -> können Wasser bei organischer Belastung klären
Wichtig als Substrat für andere Tiere
Bohrschwämme sprengen Kalkkörper vom Substrat ab -> Aufbau Sediment in Riffen
Wirtschaft
Badeschwämme
Bilden toxische Substanzen -> Pharmakologie
Placozoa
Trichoplax adhaerens und Treptoplax reptans
Dorsalepithel: Deckzellen mit Geißel, dazwischen Glanzkugeln
Ventralepithel: begeißelte Zylinderzellen: Drüsenzellen und Resorptionszellen
Zwischenschicht mit Faserzellen

Vorkommen
Litoral warmer Meere, auf Algen
Kann sich mit Geißeln gleitend bewegen
Formveränderlich
Nahrungsaufnahme
Durch Ventralepithel
Futterorganismen durch Ausscheiden von Enzymen vorverdaut
Lokale Emporwölbung (Verdauungssack)
Placula Hypothese
Plattenförmige einschichtige Zellkolonien durch Delamination zweischichtig geworden
Dorsalseite -> Ectoderm und Ventralseite -> Entoderm ---> diploblastisch
Typischer Metazoenkörper durch Einkrümmung/Einstülpung der Ventralfläche entstanden
Ctenophora (Rippenquallen)
Ca 100 Arten, marin
Kein Generationswechsel
Keine Nesselzellen
Fasermuskelzellen, keine Epithelmuskelzellen

Aufbau
Epidermis mit Außenfläche, Schlundrohr
Bewegungsapparat; 8 Reihen meridionaler Wimpernblättchen
Je 2 vereinigen sich aboral zur Wimpernschnur, bilden in Statocyste Cirrus, darauf Statolith gelagert
Nervensystem aus subepidermalem Nervenplexus und Doppelsträngen von Nervenzellen unter Wimperreihen
Entodermales Gastrovaskularsystem mit Magen, Schlund-, Radiör-, Meridional- und Tentakelkanälen
Mesogloea aus 99% Wasser, Kollagen, ektodermale Fasermuskelzellen
2 Tentakel aus Epidermis, Mesogloea, Muskel- und Nervenfasern
Tentillen mit Klebzellen (Collocyten)
Fortpflanzung und Entwicklung
Fast alle Zwitter
Ektodermale Zwittergonaden in Meridionalkanälen
Entwicklung direkt
Cnidaria (Nesseltiere) - Bauplan
Radiärsymmetrisch, diploblastisch
Echte Epithelgewebe mit Interzellularkontakten
Epidermis = Ectoderm
Gastrodermis = Entoderm
Mesogloea dazwischen
Gastrovaskularsystem: Darmhohlraum, nur 1 Öffnung -> Mund, After, Geschlechtsöffnung -> Gastrocoel

Nesselzellen
Netamocyten (Nesselzellen) gehen aus interstitiellen Zellen hervor und bilden Cniden (Nesselkapseln)
Cniden: komplizierte Sekretionsprodukte des Golgi-Apparat, innere und äußere Membran, Wand aus Kollagen
Astomocniden: Faden hohl, geschlossen: Volventen, Glutinanten
Stomocniden: Faden am Ende offen: Penetrante, mit modifiziertem Schlauch; Stilett
Reizauslösung über Cnicocil: modifiziertes Cilium mit Mikrovilli Saum

Hydrozoa
Polypen meist koloniebildend -> Knospung
Medusen oft zu sessilen Gonophoren reduziert

Cubozoa
Solitäre Polypen klein -> Metamorphose
Medusen haben fast würfelförmigen Schirm
Nesselzellen an Tentakelspitzen konzentriert
Bildung Medusen durch Metamorphose der Polypen
Vorkommen; warme Meere, Küstennähem gefährlich, nesselt stark
Scyphozoa (Schirmqualle)
Polypen- und Medusengeneration ausgebildet (Polypen oft klein) -> Strobilation
Fahnenqualle: Manumbrium in vier lange faltige Lappen (Mundfahnen) ausgezogen
Kaum natürliche Feinde durch Überfischung, warmes Wasser begünstigt Vermehrugn
Anthozoa (Blumentiere)
Nur Polyp, form- und artenreich, marin
Ringförmige mitochondriale DNA
Ursprüngliches Cnidocil

Octocorallia
8 Septen und 8 gefiederte Tentakel
Koloniebildend (Tierstöcke)
Gastralräume der Organismen durch Röhren oder Coenchym verbunden
Nur Astomocniden
Häufig Innenskelett in Mesogloea aus Kalkskleriten und Hornsubstanz

Actiniaria (Seeanemone)
Solitär
Kein Skelett
Groß mit Fußscheibe
Können sich zum Teil fortbewegen
Carnivor
Oft Symbiose mit Clownfischen - Schutz und Versteck gegen Nahrung und Schutz
Madreporaria (Steinkorallen, Riffkorallen)
Meist koloniebildend (Calciumcarbonat aus Wasser ausgefällt)
Fußscheibenectoderm sezerniert Kalk mit Hilfe von endosymbiotischen Zooxanthellen
Skelett aus Basalplatte, radiäre Sclerosepten, Ringwall, Columella
