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Entwicklung des deutschen Einzelhandels
Der deutsche Einzelhandel erbringt eine deutlich höhere Leistung als die Automobilindustrie.
Er liegt mit 587,8 Milliarden Euro Umsatz im Jahr und ca. 50 Millionen Kundenkontakten täglich ganz vorne auf dem Markt.
Kund:innen im Lebensmittelhandel wünschen sich zu 80 % Frischwaren aus deutscher Produktion.
Umsatz von Fair-Trade-Produkten 2020: 1,8 Milliarden Euro in Deutschland
71 % der Deutschen gaben an, fair gehandelte Produkte zu kaufen.
Anstieg von Bio-Lebensmitteln, FSC-gelabelten Holzprodukten und Einzelhandelsprodukten mit dem Blauen Engel.
die Industrie übt trotzdem starken Druck auf den Handel aus.
Obwohl im Handel Kundenbedürfnisse wahrgenommen und Kaufentscheidungen getroffen werden, steht das Ein- und Abverkaufen immer noch im Mittelpunkt.
Kund:innen achten bei Produkten zunehmend auf Eigenschaften wie Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, soziale Verträglichkeit und individuelles sowie kollektives Gesundheitsbewusstsein. Sie hinterfragen Produktionsorte und deren Arbeitsbedingungen, Lieferketten und den internen Umgang mit Angestellten.
Kaufentscheidungen der Kund:innen werden von ethnischen und sozialen Faktoren beeinflusst.
Aufbau von Vertrauen, die Kundenbindung und CSR-Maßnahmen sind unerlässlich.
Beispiele für Nachhaltigkeit im deutschen Lebensmittelhandel sind die Erfüllung der Internationalen Food Standards (IFS) und der ressourcenschonende Fischfang durch das Marine Stewardship Council.
Im Non-Food-Sektor legt der Handel Wert auf Produkte mit gewissen Labeln wie der Blaue Engel, das Forest Stewardship Council, das Oeko-tex- oder Bluesign-System, die Umweltschutz und Ressourcenschonung signalisieren.
Zudem werden immer häufiger Bio-Lebensmittel und schadstofffreie Textilien angeboten.
Produkte, die sich mit Fair Trade betiteln dürfen, unterstützen Produzierende in Entwicklungsländern und bieten den Angestellten faire Lebens- und Arbeitsbedingungen.
REWE baute gemeinsam mit Tchibo, dm-Drogerie und Tengelmann die Initiative Product Carbon Foodprint auf. Diese analysiert Wertschöpfungsketten in Bezug auf die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen.
die Business Social Compliance Initiative (BSCI), die sich mit Sozialstandards und der Berücksichtigung von Menschenrechten in Produktions- und Lieferketten auseinandersetzt.
Beispiele für Nachhaltigkeit im deutschen Lebensmittelhandel sind die Erfüllung der Internationalen Food Standards (IFS) und der ressourcenschonende Fischfang durch das Marine Stewardship Council.

Beispiel Einzelhandelsunternehmen Walmart
zweitgrößte Unternehmen der Welt.
10.900 Geschäften in 27 Ländern, 245 Millionen Kunden pro Woche weltweit und 2,2 Millionen Mitarbeitenden
2005: Walmart erlitt eine Flut an Vorwürfen und Klagen durch seine Stakeholder. Das Unternehmen würde amerikanische Jobs vernichten, die Existenz kleiner Läden zerstören, Angestellte nicht ausreichend bezahlen, Frauen und Minderheiten diskriminieren, die Umwelt außer Acht lassen und vieles mehr.
In den 90er Jahren produzierte Walmart, wie viele andere US-amerikanische Händler, in sogenannten Sweatshops in den USA, die ihre Angestellten nicht nur gering vergüten, sondern auch die Qualität stark vernachlässigen. Um die Kosten weiterhin niedrig zu halten, wurde die Produktion später in asiatische Länder outgesourct, die häufig mit Kinderarbeit und mangelhaften Arbeitsbedingungen in Verbindung gebracht wird.
Um die Konditionen der Herstellung in diesen Punkten zu verbessern, entwickelte Walmart 1992 einen Code of Conduct, der 2005 in Ethical Standards umbenannt wurde.
Auf der einen Seite können Kund:innen aufgrund der günstigen Preise Kosten einsparen. Auf der anderen Seite wird Walmart beschuldigt, den Niedriglohn voranzutreiben.
Da die Angestellten nicht ausreichend verdienen, nehmen sie mehrere Jobs an und sind aufgrund der geringen Unterstützung der Krankenversicherungen auf öffentliche Hilfe angewiesen, was wiederum zu wirtschaftlichen Einbußen führt.
Aufgrund der Konfrontation mit seinen Stakeholdern war Walmart gezwungen, CSR-Maßnahmen einzuführen und Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. In seiner Global Responsibility Initiative „Live Better“ beschäftigt sich Walmart nun mit den Feldern Environment & Product Sustainability, Gender & Diversity, Community Support und Ethical & Local Sourcing. In diesem Rahmen soll unter anderem Transparenz in der Produktionskette sowie ein nachhaltiger Umgang mit Umwelt und Ressourcen entstehen und die Gleichberechtigung am Arbeitsplatz gefördert werden
Doch auch Verbraucher:innen werden zunehmend sensitiver was das Thema Nachhaltigkeit von Produkten und deren Langlebigkeit anbelangt. Aufgrund dieses erhöhten Bewusstseins stellen sich immer mehr Unternehmen um, bieten Verleih- oder Second-Hand-Möglichkeiten an. Hierzu zählen auch…
Globetrotter oder Patagonia